Donnerstag, 15. Februar 2018

Leonora Christina Skov - Das Inselhaus

Leonora Christina Skov - Das Inselhaus

Fast schon eine Charakterstudie


Klappentext:
Sieben Menschen, die einander noch nie getroffen haben.
Ein gemeinsamer Arbeitsaufenthalt auf einer einsamen Insel.
Wer hat die Einladung verschickt und warum wohnen sie in einem Haus aus Glas?
Welches Spiel wird hier gespielt? Wer steckt hinter den unerklärlichen Vorfällen, die sich plötzlich auf der Insel ereignen?

Meinung:
Am "Inselhaus" habe ich nun tatsächlich etwas länger gelesen. Meist weil ich abends schnell einschlafe, aber auch weil das Buch über Längen verfügt, die mich etwas durchhängen haben lassen. Gestern Abend habe ich es dann in einem Rutsch beendet...

Ich habe nie Agatha Christies "Zehn kleine Negerlein" gelesen (eine Rezensentin vergleicht es damit) finde einen solchen oder ähnlichen Plot, aber im Genre Krimi und Thriller gar nicht so unüblich. Verschiedene Menschen, die sich vorher nicht kannten, werden an einem Ort zusammengebracht und die Handlung nimmt ihren Lauf. Das finde ich hier auch wirklich sehr gut konstruiert. Die Einladung zu einem Arbeitsaufenthalt umgeben von Natur - und alle nehmen die Einladung an.

Die Charaktere in diesem Roman könnten nicht unterschiedlicher sein, dennoch haben sie eines gemein, von dem sie noch nichts wissen und es gibt noch eine zweite Gemeinsamkeit - sie sind mir alle nicht sonderlich sympathisch. Dann sollen merkwürdige Ereignisse auf der Insel beginnen. Da habe ich mir einfach mehr erhofft, einfach weil das Setting so genial ist. Das Glashaus, auf einer einsamen Insel, ohne Internet und Handy und mit unregelmäßigem Fährverkehr. Da hätte man mehr rausholen können.

Das war auch mein Hauptproblem irgendwie fehlte mir hier etwas die Spannung - für mich ist das Buch eher so etwas wie ein Psychogramm der Teilnehmer und der Person, um die es in diesem Buch eigentlich geht. Wir erfahren fast alles über ihr Leben, ihre Familien, ihre Absonderlichkeiten....
Einige Geschichten sind spannend, andere langweilen einen doch eher und man hofft, dass sie bald ein Ende hat.

Was mich auch etwas traurig zurückgelassen hat, ist die Tatsache, dass wir am Ende zwar den Grund der Einladung wissen und noch mehr erfahren, dennoch bleiben einige Dinge im Dunkeln, die ich gerne gewusst hätte.
Hierzu kann ich leider nicht mehr schreiben, ohne zu spoilern.

"Das Inselhaus" ist ein grundsolider Roman, für einen Krimi, fehlt mir etwas an Spannung in der Handlung, die die Geschichte auch besser vorangebracht hätte. Weil die Idee an und für sich gut ist, und man sich auch erst einmal solche Charaktere ausdenken muss, vergebe ich gerne 3,5 Herzchen.

Wertung:
♥ ♥ ♥,5

Produktinformation:
Leonora Christina Skov - Das Inselhaus, im Januar 2018 bei btb erschienen
416 Seiten, 10.00 €

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