Montag, 19. Februar 2018

Irene Matt - Der Augenblick

Irene Matt - Der Augenblick

Polarisierendes Thema


Klappentext:
Hauptkommissarin Alexandra Keller muss nach ihrer Rückkehr aus dem Urlaub gleich einen Fall übernehmen, der eine junge Familie ins Unglück stürzt. Dass auch Alexandras Schicksal eng mit diesem ungeheuerlichen Verbrechen verbunden ist, kann sie noch nicht ahnen. Auch nicht, dass ihr Leben dadurch tiefgreifende Veränderungen erfahren wird. Sie lernt eine Welt von Tätern und Opfern kennen, die ihr bisher unbekannt gewesen ist. Die Fragen nach Leben und Tod, Schuld und Sühne stellen sich ihr auf eine ganz neue Weise, während sie versucht, Licht ins Dunkel einer verhängnisvollen Tat zu bringen...

Meinung:
Ich habe vor einiger Zeit den ersten Krimi von Irene Matt "Nicht`s drin?" auf meinem Blog vorgestellt. Schon mit diesem Buch hat Frau Matt ein polarisierendes Buch geschrieben. Die Themen, welche Sie in "Der Augenblick" bearbeitet, könnten zu den gleichen Reaktionen führen.

Zeitlich gesehen ist "Der Augenblick" vor "Nicht`s drin?" anzusiedeln. Ich finde es immer interessant sich die Veränderungen und Entwicklungen der Charaktere vor Augen zu führen. Hier ist auch schön, dass Alexandra und ihr früherer Ausbilder Hermann für ein bisschen Feuer sorgen - das macht alles viel lebendiger und menschlicher. Fehler und Liebe.

Zum eigentlichen Thema sei hier zu sagen, dass Irene Matt sich wieder ein umstrittenes Thema ausgesucht hat, bzw. ein Thema bei dem es Verfechter und klare Gegner gibt. Es geht um das Thema Schuldfähigkeit und in der Tiefe der Psyche verloren gegangen Traumata. Das ist sehr interessant umgesetzt mit der Arbeitsgruppe und den Spuren, Verletzungen und Wunden, die nach und nach ans Tageslicht kommen.
Ich muss sagen, dass mir das bei so einem Kapitalverbrechen, wie es hier geschieht, im Grunde egal ist und es für mich als Mama auch sehr unschön zu lesen war - um kurz meine Meinung dazu zu äußern.

Der Schreibstil ist wie auch schon in "Nicht`s drin" sehr angenehm zu lesen. Manchmal wirkt die ein oder andere Stelle etwas holprig, dafür ist es aber durch und durch interessant und es gibt keine Längen.

Wem "Nicht`s drin" zugesagt hat, der wird auch bei "Der Augenblick" interessante Lesestunden verbringen. Wer sich für das Thema der Traumaverarbeitung in Romanform interessiert, sollte auch mal einen Blick ins Buch werfen!

Wertung:
♥ ♥ ♥ ♥

Produktinformation:
Irene Matt - Der Augenblick, im Dezember 2017 im Schardt Verlag erschienen
249 Seiten, 12,80 €

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