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Mittwoch, 4. Februar 2015

Rezension: Janet Clark – Finstermoos (1) Aller Frevel Anfang

Janet Clark – Finstermoos (1) Aller Frevel Anfang

Der Auftakt zu Janet Clarks neuer Thriller-Reihe für Jugendliche


Warum wollte ich das Buch lesen?
Bisher habe ich noch kein Buch von Janet Clark gelesen, aber die Werbung, die für „Finstermoos“ gemacht wurde hat mich neugierig gemacht und somit durfte das Buch bei mir einziehen. Was mich besonders angesprochen hat, war der Vergleich mit Krystyna Kuhns „Tal-Reihe“, von der ich – Asche auf mein Haupt – erst die erste Season beendet habe. Und das ist, dass muss man so sagen, einfach eine Hausnummer im Genre Jugendthriller/ Mystery.

Inhalt:
Luzie und Basti wohnen in Finstermoos und sie lieben sich – jedoch darf es niemand wissen, denn ihre Väter sind seit Jahren verfeindet. Doch dies soll nicht ihr einziges Problem bleiben, denn Valentin findet auf der Baustelle seines Vaters eine Babyleiche und die Finstermooser haben es nicht so gerne wenn fremde Leute in ihren Angelegenheiten herumschnüffeln. So wird es dann auch noch für die vierte im Bunde Mascha, die Tochter der Journalistin Maren Lindemann, gefährlich.

Meinung:
Wie am Anfang schon gesagt, ist „Finstermoos (1) Aller Frevel Anfang“ mein erstes Buch von Janet Clark – und sie konnte mich von sich überzeugen. Ihr Schreibstil ist angenehm und man
findet schnell in ihre Geschichte um das Dörfchen Finstermoos hinein. Und natürlich bin ich auch sehr neugierig, wie es hier weitergehen wird, denn das Buch endet natürlich....

Optisch wird es sich auf jeden Fall auch sehr gut im Bücherregal machen. Das Cover sieht toll aus und man findet diesen Ort auch im Buch wieder, ebenfalls wie das Innenleben des Klappbroschur einen Ort zeigt, der noch wichtig sein wird. Auch der Buchrücken ist in Form eines Zeitungsartikels sehr schön gestaltet.

Die Charaktere im Buch gefallen mir sehr gut – auch wenn man natürlich nicht alle einzuschätzen weiß, dennoch macht ja auch diese Tatsache das lesen erst so richtig interessant. Hat man Recht oder kommt doch noch alles anders? Die Einheimischen Finstermooser mit denen man mehr zu tun hat, wirken teilweise wirklich sehr seltsam auf den Leser. Egal, ob es sich um den Hoteleigentümer, Bastis Vater Franz, den Eventmanager, Luzies Vater, den Förster, oder aber auch die Familie Mosbichl handelt. Man hat das Gefühl, dass jeder versucht etwas vor den anderen zu verbergen.
Die große Frage ist nur, was hat es mit der aufgefundenen Babyleiche und Mascha und ihrer Mutter zu tun? Denn die beiden werden wahrlich nicht freundschaftlich in Finstermoos aufgenommen....

Eines ist klar, in „Finstermoos“ warten viele unheimliche und merkwürdige Situationen auf den Leser und unsere Protagonisten – denn der erste band ist für mich mehr eine Einführung, die neugierig darauf machen soll, was noch alles passiert. Man bekommt zwar auch schon hier und dort ein kleines Puzzelteilchen zugeworfen, aber viel damit anfangen kann man wirklich nicht.

Da das Ende aus einem bösen Cliffhanger besteht, wie sollte es auch anders sein – werde ich nun ungeduldig auf den zweiten Band warten, der im März 2015 erscheinen soll.

„Finstermoos (1) Aller Frevel Anfang“ kommt für mich nicht an den ersten Band der Tal-Reihe heran, aber dennoch scheint Janet Clarks neue Jugendbuchreihe sehr spannend und mysteriös zu werden. Definitiv eine Leseempfehlung!

Sonntag, 13. Mai 2012

Rezension: Thomas Thiemeyer - Die Chroniken der Weltensucher (1) Die Stadt der Regenfresser

Thomas Thiemeyer - Die Chroniken der Weltensucher (1) Die Stadt der Regenfresser

Die spannendste Abenteuergeschichte, die ich je gelesen habe

Inhalt:
"Canon del Colca", las Oskar. "Dreitausend Meter."
"Die tiefste Schlucht der Erde", sagte Humboldt. "Zumindest, wenn man den Landvermessern trauen darf. Der Canon ist das Ziel unserer Reise."
"Peru", sagte Oskar. "Was wollen Sie denn dort?"
"Es gibt eine Legende in dieser Gegend", sagte Humboldt und wandte sich seinem Arbeitstisch zu. Er öffnete eine Schublade und fing an, darin herumzuwühlen. 
"Alte Schriften berichten von den so genannten Regenfressern. Es heißt, sie seien mächtige Zauberwesen, denen es gelungen sei, die Fesseln der Schwerkraft zu zerschneiden und wie Vögel den Himmel zu beherrschen."
(S.51)

Die Geschichte der Abenteurer beginnt im Berlin des 19. Jahrhunderts. Der Straßenjunge und Taschendieb Oskar Wegener hat sich für seinen nächsten Diebstahl den falschen ausgesucht: Carl Friedrich von Humboldt. Angeblich ein unehelicher Sohn von Alexander von Humboldt.
Doch anstatt Oskar der Polizei zu übergeben macht Carl Friedrich ihm ein Angebot: Oskar soll sein Diener werden. Doch das ist noch nicht alles, er soll gemeinsam mit Carl Friedrich, Eliza, einer weißen Voodoo-Priesterin, Humboldts Nichte Charlotte und dem Kiwi Wilma auf eine Expedition nach Peru gehen. Auf der Suche nach den Regenfressern...

Meinung:
Wahnsinn - was für ein Buch. Irgendwie bin ich immernoch ziemlich geflasht.Bis jetzt habe ich ja wirklich weniger Abenteuerromane gelesen, weil ich einfach dachte, dass mir dieses Genre überhaupt nicht liegt, aber Thomas Thiemeyer hat mich mit "Die Stadt der Regenfresser" vom Gegenteil überzeugt.

Thiemeyers Schreibstil ist angenehm und sehr flüssig zu lesen. Er beschreibt die Handlungsorte und Ereignisse detailgetreu und schafft es der Geschichte mit seinen Worten Leben einzuhauchen und Tiefe zu verleihen.
Die Beschreibungen sind wirklich gelungen, egal ob es sich um Humboldts Haus samt Forschungslabor, die Reise durch Peru oder auch die Stadt in den Wolken handelt.

Ebenfalls versteht der Autor es die Spannung konstant auf einem Level zu halten. Immer wieder treffen wir auf neue interessante Charaktere, Abenteuer und überraschende Wendungen. Zum Verschnaufen bin ich bei diesem Buch wirklich nicht gekommen und habe es in zwei Tagen verschlungen.

Faszinieren und bezaubern konnten mich auch die Charaktere. Carl Freidrich von Humboldt, Eliza, Charlotte und Oskar sind unverwechselbare Charaktere mit interessanten Hintergründen und Lebensläufen. Wobei, da kommt bestimmt noch einiges in den Folgebänden, denn Herr Thiemeyer hat sein gesamtes Pulver noch nicht verschossen.
Und ich erhoffe mir, dass die Beziehungen der Protagonisten zueinander noch etwas vertieft werden, denn sowohl Oskar und Charlotte, als auch Carl Friedrich und Eliza scheinen sich sehr gerne zu haben.
Wilma, die kleine Kiwi-Dame, darf aber auch nicht vergessen werden - ich habe sie in mein Herz geschlossen und hoffe, dass auch sie in den nächsten Abenteuern wieder dabei ist.

Jetzt heißt es für mich noch warten, denn ich habe "Die Stadt der Regenfresser" als Taschenbuchausgabe gelesen, und werde aus optischen Gründen jetzt auch noch auf die Taschenbuchausgaben von "Der Palast der Poseidon" und "Der gläserne Fluch" warten.

Wenn ihr spannende Abenteuer mit liebevoll ausgearbeiteten Charakteren liebt, kann ich euch die "Chroniken der Weltensucher" nur ans Herz legen!

Und jetzt noch eine Frage an euch: Welche spannenden Abenteuergeschichten muss ich gelesen haben?

Wertung:
♥ ♥ ♥ ♥ ♥

Für die Bereitstellung bedanke ich mich ganz herzlich beim Loewe Verlag!

Produktinformation:
Thomas Thiemeyer - Die Chroniken der Weltensucher (1) Die Stadt der Regenfresser, 2009 im Loewe Verlag erschienen, 2012 als Taschenbuchausgabe im Loewe Verlag erschienen
446 Seiten, 8,95 €

Montag, 9. April 2012

Rezension: Kelly Creagh - Nevermore

Kelly Creagh - Nevermore


Düsterer und packender Trilogieauftakt, der uns in die dunklen Wälder von Weir entführt...


Inhalt:
"Varen legte nun auch seine andere Hand um Isobels und sie konnte spüren, wie sich seine Silberringe in ihre Haut drückten. Sie drehte den Kopf langsam zu ihm, traute sich jedoch nicht, ihm in die Augen zu schauen.
Sie atmete ein und wurde mit seinem Duft belohnt, den sie bisher nicht hatte benennen können. Jetzt da er ihr so nah war, glaubte sie, ihn fast entschlüsseln zu können. Zerbröselte Blätter. Der Geruch von Räucherstäbchen. Abgetragenes Leder. Auch eine Gewürznote war dabei, scharf und frisch wie getrocknete Orangenschalen."
(S. 298)

Isobel - blond, Cheerleaderin und mit dem Star des Footballteams zusammen, wird von Mr. Swanson Varen, einem Goth, für ein Englischprojekt zugeteilt. Ist ihr dieser Gedanke am Anfang mehr als unangenehm, beginnt sie doch relativ schnell sich ernsthaft für ihn zu interessieren. Sie sagt sich von ihrem Freund Brad und ihrer Clique los und findet in Varen und ihrer Spindnachbarin Gwen neue Freunde. Doch Varen scheint ein Geheimnis zu umgeben - und ihre Freundschaft wird für viele Menschen zur Gefahr...

Meinung:
Kelly Creagh hat mich mit ihrem Schreibstil direkt gefangen genommen und mich verzaubert, so dass ich mich, ob ich wollte oder nicht, in diese wunderschöne, romantische und düstere Geschichte verliebt habe!

Denkt man am Anfang noch, dass "Nevermore" eine typische Liebesgeschichte mit Fantasyelementen wird, bewohnt von Stereotypen, wie dem American Dream Girl samt dazugehörigen Dream Boys, wird man schnell eines besseren belehrt. Denn nichts ist hier so, wie es zu sein scheint. Alles ändert sich, die Geschichte wird abstrakt und teilweise sehr seltsam - aber genauso muss sie sein!

Spannend und stellenweise sehr düster erleben wir die Geschichte von Isobel und Varen, eine bunte Gefühlparade prasselt auf uns nieder - und ich kann Isobels Gefühle und Handlungen sehr gut nachvollziehen! Denn seien wir mal ehrlich: Hallo, wer will denn bitteschön mit Mr. Perfect zusammen sein? Das wäre doch langweilig! Ist das Unbekannte und Geheimnisvolle denn nicht viel reizvoller? Aufregender?
Auch wenn Isobel bestimmt nicht vermutet hätte, dass es so geheimnisvoll wird...

Aber es geht in "Nevermore" nicht nur um die Liebesgeschichte. Wenn man sich das Cover und den Titel anschaut sollte man schon merken, worum es noch geht - und spätestens wenn man den Prolog gelesen hat, macht es Klick. Richtig, es geht um Edgar Allan Poe, mit dem ich mich zugegebenerweise genauso schwer tue wie Isobel.
Und ohne allzuviel zu verraten kann ich sagen, dass Raben eine wichtige Rolle in diesem Buch spielen und Kelly Creagh Varens und Poes Alptraumwelt wirklich genial beschreibt.
"Der Himmel war düster umwoben;
Verflammt war der Bäume  Zier –
Verdorrt war der Bäume  Zier;
Es war Nacht im entlegnen Oktober
Eines Jahrs, das vermodert in mir;
War beim düsteren See von Auber,
In den nebligen Gründen von Weir –
War beim dunstigen Sumpf  von Auber,
In dem spukhaften Waldland von Weir."

(aus Edgar Allan Poes "Ulalume")
Wer mich kennt, der weiß wie sehr ich Happy-Ends liebe - und deshalb muss ich auch sagen, dass mich dieses Buch mit einem schmerzenden Herz zurücklässt, grade weil ich es so sehr mag. Und natürlich warte ich auch hier ganz ungeduldig auf die Fortsetzung....
Aber am besten macht ihr euch selbst ein Bild über diese wundervolle, dunkle Geschichte und versinkt in "Nevermore" und Varens dunklen Gedanken!

Wertung:
♥ ♥ ♥ ♥ ♥

Produktinformation:
Kelly Creagh - Nevermore, übersetzt von Viktoria Fuchs, 2012 im Loewe Verlag erschienen
558 Seiten, 14,95 €

Montag, 5. März 2012

Rezension: R.L. Stine - Als das Grauen begann (3) Feuerfluch

R.L. Stine - Als das Grauen begann (3) Feuerfluch


Was einem in die Wiege gelegt wird...

Klappentext:
"Doch die Familie Fear war fortan verflucht. Es war ein mächtiger Fluch, der die Jahrhunderte überdauerte und nichts von seiner Grausamkeit einbüßte..."

Weshalb können die Bewohner der Fear Street dem Bösen niemals entkommen?
Das Geheimnis wird gelüftet - in einer Trilogie, die tief in die Geschichte eintaucht und berichtet, wie das Grauen seinen Anfang nahm...


Inhalt:
"Es hat einen Unfall gegeben!", schrie der Junge gellend. "Einen ganz schlimmen. Da, wo sie die Starße über das Land der Fears bauen. Drei Männer sind zerquetscht worden!"
Hätten sie doch nur auf sie gehört. Nora wusste, dass der Fluch der Fears noch mehr Menschenleben fordern würde. Diese Straße würde nichts als Unheil über die Stadt bringen."

Nora Godde sitzt mit ihrem Baby Nicholas im Irrenhaus von Shadyside. Aber wie kommt sie dahin? Am Abend als ihr Mann Daniel Fear ihre Hochzeit bekannt gibt, bricht ein Feuer im Haus der Fears aus und nur Nora und ihr ungeborenes Baby überleben - doch niemand glaubt ihre Geschichte...

Meinung:
"Feuerfluch" ist der letzte Teil der "Als das Grauen begann" - Trilogie und gefällt mir sogar noch einen Ticken besser als "Bruderhass".
Stine hat hier eine komplexe Geschichte erschaffen, die uns am Leben des letzten Fear teilhaben lässt. Aber Nicholas ist nicht nur ein Fear - seine Mutter ist nämlich eine Goode. Diese beiden Familien befinden sich seit Jahren.
Für mich ist es fast schon symbolisch, dass eine Goode und ein Fear ein Kind bekommen - und genauso nimmt man Nicholas als Leser auch wahr, als einen Jungen, der gut sein will und in dessen Körper zwei Seelen gegeneinander ankämpfen. Aber ob ihm das auch gelingt?

Dieses Buch ist wohl am nächsten daran aufzuzeigen, warum die Fear Street so gefährlich ist - und dass der Fluch und das Medallion der Fears immer wieder zu seinem rechtmäßigen Besitzer zurückkommen.

Da ich nun weiß, was es mit den Fears und der gleichnamigen Straße auf sich hat, bin ich auf weitere unheimliche Abenteuer aus Shadyside gespannt!

Wertung:
♥ ♥ ♥ ♥ ♥

Produktinformation:
R.L. Stine - Als das Grauen begann, 2009 im Loewe Verlag erschienen,
442 Seiten, 12,95 €

Zum Autor:
"Woher nehmen Sie ihre Ideen?" Diese Frage bekommt R.L. Stine besonders oft zu hören. "Ich weiß nicht, wo meine Ideen herkommen", sagt der Erfinder der Reihen Fear Street und Fear Street Geisterstunde. "Aber ich weiß, dass ich noch viel mehr unheimliche Geschichten im Kopf habe, und ich kann es kaum erwarten, sie niederzuschreiben."
Bisher hat er mehrere hundert Kriminalromane und Thriller für Jugendliche geschrieben, die in den USA alle Bestseller sind. R.L. Stine wuchs in Columbo, Ohio auf. Heute lebt er mit seiner Frau Jane und seinem Sohn Matt unweit des Central Parks in New York.

Sonntag, 4. März 2012

Rezension: R.L. Stine - Als das Grauen begann (2) Todesengel

R.L. Stine - Als das Grauen begann (2) Todesengel


Es geht weiter mit der Vergangenheit von Shadyside...

Klappentext:
"Doch die Familie Fear war fortan verflucht. Es war ein mächtiger Fluch, der die Jahrhunderte überdauerte und nichts von seiner Grausamkeit einbüßte..."

Weshalb können die Bewohner der Fear Street dem Bösen niemals entkommen?
Das Geheimnis wird gelüftet - in einer Trilogie, die tief in die Geschichte eintaucht und berichtet, wie das Grauen seinen Anfang nahm...

Inhalt:
"Hallie warf den Kopf zurück und grinste breit. "Hör zu: Es kursieren schreckliche Gerüchte über die Fears hier in Shadyside. Grauenhafte Geschichten...Es wird gesagt, dass die ganze Familie verflucht ist und die beiden Töchter durch eine Bluttat ums Leben gekommen sind. Eine der Schwestern soll die andere umgebracht haben. Und da die Mädchen nicht auf natürliche Weise gestorben sind, ist ihr Geist für immer an diesen Ort gefesselt."

Jenna fährt nach Shadyside um ihre Freundin Hallie zu besuchen, die seit einiger Zeit mit ihrer Familie dort lebt. Hallie hat noch keine Freundinnen, doch dass will sie jetzt ändern - indem sie mit Jenna die unheimlichen Fears besucht und damit dann vor den anderen Mädchen aus dem Dorf prahlen will. Doch meistens kommt es ganz anders als man denkt...

Meinung:
Auch mit "Todesengel" konnte mich Stine wieder von seinem Können überzeugen.
Detailliert und bildhaft beschreibt er uns Shadyside und nimmt uns mit Jenna und Hallie auf eine Reise in dunkle Abgründe voll schwarzer Magie.

Und damit zeigt er uns wieder einmal den Fluch auf, der über den Fears liegt, vor Jahren heraufbeschworen von einem Urahn der Familie, besiegelt mit einem Amulett, direkt aus der Hölle!

Diesmal geht es um Angelica und Simon Fear, die vor Jahren ihre Töchter verloren haben und von den anderen Dorfbewohnern gemieden werden - nun versuchen die beiden ihre Töchter wieder ins Leben zu holen...

"Todesengel" finde ich persönlich ein wenig schwächer als "Bruderhass", aber immernoch so gut und spannend, dass auch diese Geschichte in Kürze von mir eingesogen wurde.
Wenn ihr wissen wollt, was noch mit der Familie Fear geschieht und wann die Fear Street entsteht solltet ihr in "Feuerfluch" weiterlesen.

Spannend und kurzweilig überzeugt Stine auch wieder mit "Todesengel" - dem zweiten Buch der Trilogie!

Wertung:
♥ ♥ ♥ ♥ (4,5)

Produktinformation:
R.L. Stine - Als das Grauen begann, 2009 im Loewe Verlag erschienen,
442 Seiten, 12,95 €

Zum Autor:
"Woher nehmen Sie ihre Ideen?" Diese Frage bekommt R.L. Stine besonders oft zu hören. "Ich weiß nicht, wo meine Ideen herkommen", sagt der Erfinder der Reihen Fear Street und Fear Street Geisterstunde. "Aber ich weiß, dass ich noch viel mehr unheimliche Geschichten im Kopf habe, und ich kann es kaum erwarten, sie niederzuschreiben."
Bisher hat er mehrere hundert Kriminalromane und Thriller für Jugendliche geschrieben, die in den USA alle Bestseller sind. R.L. Stine wuchs in Columbo, Ohio auf. Heute lebt er mit seiner Frau Jane und seinem Sohn Matt unweit des Central Parks in New York.

Rezension: R.L. Stine - Als das Grauen begann (1) Bruderhass

R.L. Stine - Als das Grauen begann (1) Bruderhass


Wieso wurde die Fear Street zu einem Ort der Angst

Klappentext:
"Doch die Familie Fear war fortan verflucht. Es war ein mächtiger Fluch, der die Jahrhunderte überdauerte und nichts von seiner Grausamkeit einbüßte..."

Weshalb können die Bewohner der Fear Street dem Bösen niemals entkommen?
Das Geheimnis wird gelüftet - in einer Trilogie, die tief in die Geschichte eintaucht und berichtet, wie das Grauen seinen Anfang nahm...

Inhalt:
"Eine Gruselgeschichte am Kamin! Das ist eine tolle Idee!", jubelte Betsy. Ihre Wangen waren von der Kälte gerötet. "Ja!Ja! Jemand soll eine Geistergeschichte erzählen!", verlangte auch Edwina. 
Vielleicht war jetzt die Zeit gekommen, um die Geschichte zu erzählen, dachte Timothy. Wenn er sie jetzt erzählte, konnte er sie endlich vergessen."

Timothy Fear erzählt seinen Freunden eine Gruselgeschichte, die sich vor einigen Jahren wirklich zugetragen hat. Die Geschichte von Meggie Alston, ihrem Leben und wie sie in das Haus der Familie Malbourne kam - gleichzeitig ist es aber auch die Geschichte eines mächtigen Fluchs, eines bösen Geistes und eines schaurigen Kindes.

Meinung:
Jeder von uns kennt die Fear Street, wenn jemand noch kein Buch dieser Serie gelesen hat, ist ihm doch zumindest der Name ein Begriff. Man verbindet unheimliche Geschichten mit dieser Straße, in der das Grauen wohnt.

In dem Sammelband "Als das Grauen begann" ist die Trilogie "Bruderhass", "Todesengel" und "Feuerfluch" enthalten. Denn genauso wenig wie ein Mensch von Geburt an böse ist, ist es ein Ort. In "Als das Grauen begann" können wir lesen, wie es dazukommt, dass die Fear Street so gefährlich ist - denn einst lebte die Familie Fear in Shadyside und ließ sich mit dem Bösen ein...
"Dominatio per malum!"
"Bruderhass ist die erste Geschichte der Trilogie, und schon sie hat es ziemlich in sich.
R.L. Stine versteht es mit Worten umzugehen und eine unangenehme dunkle Stimmung zu erzeugen. Aber auch spannungstechnisch lässt er keine Wünsche offen, fesselte mich diese Geschichte doch schon nach einigen Seiten so, dass ich sie in einem Rutsch durchgelesen habe.

Stine spielt gekonnt mit den Ängsten der Menschen - und ich muss zugeben auch das so gut, dass ich an einigen Stellen wirklich Gänsehaut bekam . Wieso? "Bruderhass" erzählt die Geschichte, wie die vom Leben gebeutelte Meggie Alston, im Haus der Familie Malbourne eine Stelle als Kindermädchen annimmt. Zwei Brüder, die sich nicht ausstehen können und einer ist auch noch von Grund auf böse. Und das i8st der Punkt mit dem ich schwerlich umgehen kann und mit dem man mir immer wieder Angst einflößen kann: böse Kinder!
Kinder verbinde ich grundsätzlich immer mit Reinheit und Unschuld, dass es aber auch ganz anders gehen kann könnt ihr hier nachlesen....
"Macht durch das Böse!"
Eine spannende, atmosphärische und unheimliche Geschichte in der Stine uns manchmal auf die falsche Fährte lockt und uns zeigt was der Pakt mit dem bösen für die Familie Fear bedeutet!

Wertung:
♥ ♥ ♥ ♥ ♥

Produktinformation:
R.L. Stine - Als das Grauen begann, 2009 im Loewe Verlag erschienen,
442 Seiten, 12,95 €

Zum Autor:
"Woher nehmen Sie ihre Ideen?" Diese Frage bekommt R.L. Stine besonders oft zu hören. "Ich weiß nicht, wo meine Ideen herkommen", sagt der Erfinder der Reihen Fear Street und Fear Street Geisterstunde. "Aber ich weiß, dass ich noch viel mehr unheimliche Geschichten im Kopf habe, und ich kann es kaum erwarten, sie niederzuschreiben."
Bisher hat er mehrere hundert Kriminalromane und Thriller für Jugendliche geschrieben, die in den USA alle Bestseller sind. R.L. Stine wuchs in Columbo, Ohio auf. Heute lebt er mit seiner Frau Jane und seinem Sohn Matt unweit des Central Parks in New York.

Montag, 30. Januar 2012

Rezension: Ali Shaw - Das Mädchen mit den gläsernen Füßen

Ali Shaw - Das Mädchen mit den gläsernen Füßen


Eine tragische Geschichte über die Liebe und das Loslassen

Klappentext:
Die Begegnung mit ihm war wie eine Kollision gewesen und sie hatte gewusst, dass sie ihr Leben lang genug danach gesucht hatte: mit solcher Wucht mit einem anderen Menschen zusammenzuprallen, dass sie für einen Moment mit ihm verschmolz.

Eine karge, zauberhafte Inselgruppe voller wundersamer Bewohner - hierher kommt Ida zurück, um Antworten zu finden. Denn eine mysteriöse Veränderung geht mit ihr vor: Sie verwandelt sich zu Glas. Doch was Ida stattdessen findet, hier auf St. Hauda`s Land, ist die große Liebe.


Inhalt:
"Ganz nah bei ihnen trieb ein Schwarm von etwa hundert laternengroßen Quallen vorbei. Ida keuchte auf, als in einer von ihnen ein neongelber Funke aufglühte. Es war ein Lichtblitz wie in einer defekten Glühbirne. Ein zweiter Funke verglühte in einer anderen Qualle, diesmal in strahlendem Rosa. Ein weiterer leuchtete von tiefer unten auf, so rot wie ein Blutfleck."
(S.266)

Midas lebt auf St. Hauda Land. Er ist ein ruhiger, in sich zurückgezogener Mann, der nicht allzuviel Wert auf Gesellschaft legt. Bis er auf Ida trifft. Ida, dass Mädchen, dass ihn ungewollt berührt, dass Mädchen mit den Füßen aus Glas. Gemeinsam erleben sie sich neu und suchen nach einer Heilmethode für Ida. Ob es ihnen gelingen wird?

Meinung:
Ali Shaw begeisterte schon unzählige Leser mit seinem Debütroman "Das Mädchen mit den gläsernen Füßen" und seinem wundervollen Schreibstil.
Ich habe mich schon sehr lange auf dieses Buch gefreut, die geheimnisvolle Geschichte und nicht zuletzt das traumhafte Cover haben mich unwahrscheinlich angefixt.

Der Schreibstil von Ali Shaw ist sehr bildhaft, detailliert und leise. Die ganze Geschichte ist trotz der Tragik voll Sanftmut, wie ich es noch nie irgendwo gelesen habe. Von daher fällt es mir auch schwer dieses Gefühl zu beschreiben, dass sich beim lesen entwickelt.

Eine Geschichte voller Geheimnisse, Geheimnisse über Glas, dass sich plötzlich im und am Körper ausbreitet, von dem man nicht sagen kann, wo es seinen Ursprung hat. Geheimnisse um ein weißes Tier, dass allem was es anschaut seine Farbe entzieht. Und dann gibt es auch noch die Ochsenmotten, kleine Rinder mit Flügelchen auf ihren Rücken.

Midas und Ida führen uns durch diese Geschichte. Zwei Protagonisten, die unterschiedlicher nicht sein könnten: Ida, ein junges Mädchen, dass ihr Leben immer voll ausgekostet hat und das Abenteuer und Reisen liebte - bis ihre Füße plötzlich so zerbrechlich wurden. Jetzt kehrt sie zurück nach St. Hauda`s Land auf der Suche nach einer Lösung.  Sie sucht eine Lösung und findet Midas. Ein junger Mann, der sehr zurückgezogen lebt und Probleme damit hat sich auf andere Menschen einzulassen. Doch Ida schafft es Midas harte Schale zu knacken und zeigt ihm wie schön das Leben sein kann.

Auch die Gestaltung dieses wundervollen Buches darf man nicht aus den Augen lassen, neben dem wunderschönen Cover hat es einen silbrig-glänzenden Seitenschnitt, außerdem ist jeweils die erste Kapitelseite mit Blumen illustriert. Zusätzlich ist diese hochwertige Hardcoverausgabe mit einem Lesebändchen versehen.


Dennoch gibt es von mir nur 4 von 5 Herzchen, da ich mit dem Ende nicht ganz glücklich war und mir zu viele Fragen unbeantwortet blieben.
Trotz der minimalen Kritik ist es eine wunderschöne, geheimnisvolle Geschichte mit eindrucksvollen Charakteren und einer tiefgründigen Aussage!

Wertung:
♥ ♥ ♥ ♥

Für die Bereitstellung bedanke ich mich ganz herzlich bei vorablesen und Script5!!!

Produktinformation:
Ali Shaw - Das Mädchen mit den gläsernen Füßen, Übersetzt von Sandra Knuffinke und Jessika Komina, erschienen 2012 im Script5 Verlag
400 Seiten, 19,95 €

Zum Autor:
Ali Shaw wurde 1982 geboren und wuchs in einer kleinen Stadt in Dorset, Großbritannien, auf. Nach seinem Abschluss in Englischer Literatur an der Universität von Lancaster arbeitete er als Buchhändler und in einer Bibliothek in Oxford. Sein Debüt Das Mädchen mit den gläsernen Füßen war ein Überraschungserfolg und wurde in 18 Sprachen übersetzt. Gerade hat Ali Shaw seinen zweiten Roman beendet.

Mittwoch, 21. Dezember 2011

Rezension: Dagmar Geisler - Schon verliebt, Rosenblüte?

Dagmar Geisler - Schon verliebt, Rosenblüte?


Orientalischer Flair und ein eifersüchtiger Flaschengeist

Klappentext:
Er nennt sie Rosenblüte, sieht verdammt gut aus und zieht einen solch betörenden Duft nach sich, dass Jule regelrecht die Knie weich werden. Kurz: Er wäre eigentlich der absolute Traumtyp, hätte er nicht die etwas ungewöhnliche Eigenschaft, völlig unwillkürlich und wie aus dem Nichts aufzutauchen und ebenso plötzlich wieder zu verschwinden. Damit bringt der charmante Fremde Jule in ganz schön peinliche Situationen und löst ein ziemliches Gefühlschaos aus...

Inhalt:
"Diesmal spüre ich den verräterischen Nebel, ehe ich ihn rieche. Kühl, glatt und doch auf eigenartige Weise flaumweich, kringelt er sich um meinen Nacken, fährt langsam über Hals und Schultern, verweilt einen Moment am Schlüsselbein und breitet sich langsam und bedächtig vor meiner Nase aus. Erst jetzt nehme ich den bekannten Duft nach Minze, Zimt und Koriander wahr. Heute riecht er schwerer als sonst, fast wie ein dunkles, orientalisches Parfüm."

Jules Tante Marisa ist Archäologin und vor kurzem war sie drei Monate im Orient unterwegs. Sie hat Jule eine wunderschöne, orientalische Flasche mitbekommen. Und was gehört natürlich zu so einer Flasche? Richtig! Der zugehörige Flaschengeist natürlich! Von nun an ist Jule nie mehr wirklich allein - in den unmöglichsten Momenten materialisiert sich Salih und sorgt so in Jules Leben für jede Menge Chaos...

Meinung:
Mit "Schon verliebt, Rosenblüte?" hat Dagmar Geisler den Jugendbuchmarkt auf ein neues übersinnliches Wesen eingestimmt: den Flaschengeist. Unweigerlich musste ich an "Verliebt in eine Dschinie" denken und lächeln, verstand sie es doch auch perfekt im Leben ihres Meisters für Chaos zu sorgen.

Dagmar Geislers Schreibstil ist jung, frech, dynamisch und sehr bildhaft. Es macht einfach nur Spaß ihre Worte zu lesen und dem Verlauf der Geschichte zu folgen. Die Beschreibungen des Duftes, wenn sich Salih zeigt ist ebenso schön, wie die Beschreibungen von Farben, die Salih benutzt, wenn er Jule zu bestimmten Kleidungsstücken rät.

Jule ist ein sympathisches Mädchen, dass der Leser direkt in sein Herz schließt. Sie leidet ein bisschen drunter immer nur die Nummer Zwei zu sein, da ihre Cousine Ella immer besser aussieht, beliebter ist und nun auch mit ihrem Schwarm verbringt. Dabei ist Jule wirklich gut, wie sie ist - sie ist schlau, liebenswert und immer für ihre Freunde da. Und für Salih ist seine Rosenblüte sowieso das schönste Mädchen von allen, wenn sie nur nicht immer so komische Gewänder tragen würde...
Wird es für alle ein Happy-End geben?

Neben der wirklich zauberhaften Geschichte, muss man auch das traumhafte Cover ansprechen. Ich habe selten so ein liebevoll gestaltetes, buntes und verspieltes Cover gesehen, dass auch noch so stimmig zur Story ist.

Mädels, wenn ihr wissen wollt wie viel Chaos so ein Flaschengeist anrichten kann und ihr humorvolle, romantische Geschichten mögt, solltet ihr dieses Buch lesen!
Farbenfroh, verspielt, magisch!

Wertung:
♥ ♥ ♥ ♥

Für die Bereitstellung bedanke ich mich ganz herzlich beim Löwe-Verlag!

Produktinformation:
Dagmar Geisler - Schon verliebt, Rosenblüte?, erschienen Januar 2011 beim Loewe Verlag
263 Seiten, 12,95 €

Zur Autorin:
Dagmar Geisler, in Hessen aufgewachsen, lebt in der Nähe von München und schreibt seit 15 Jahren mit wachsender Begeisterung für Kinder- und Jugendliche. Als ausgebildete Illustratorin sorgt sie auch für die Gestaltung und empfindet diese Verbindung als großes Glück. Sehr gerne zeichnet sie auch Cartoons für Erwachsene und schon aus diesem Grund gehört ein Schuss Humor bei ihren Arbeiten unbedingt dazu. Auch wenn es ernst wird - und dann erst recht.

Sonntag, 21. August 2011

Rezension: Lisa Papademitriou - Sirenenfluch

Lisa Papademitriou - Sirenenfluch


Ein Segen war es wirklich nicht...

Klappentext:
Ihre Schönheit ist atemberaubend,
ihre Stimme betörend.

Doch folgst du ihrem Ruf,
wird sie dich hinab
in die Tiefe ziehen.

Dann gibt es keine Rettung mehr...

Inhalt:
"Mit dem Gesicht zum Wasser stand sie einfach da und ging dann ganz langsam auf das Meer zu. Jetzt reichte ihr das eiskalte Meerwasser bereits bis zu den Knien. Will spürte, wie ihm das Salz in den Augen brannte. "Halt!", schrie er. "Warte doch!" Aber sie blieb nicht stehen und blickte auch nicht zu ihm herüber, sondern watete weiter ins Meer hinein."

Es ist Sommer in Shelter Bay, doch Will kann ihn nicht genießen. Er trauert immer noch um seinen Bruder Tim, der vor einem Jahr ertrunken ist. Auch Zoe, die den Sommer in Shelter Bay verbringt, kann ihn nicht voll ständig ablenken. Dann taucht eine geheimnisvolle Fremde auf - Asia - und zieht Will magisch an, gleichzeitig geschehen in der kleinen Stadt viele Ungereimtheiten. Hat Asia etwas damit zu tun?

Meinung:
Als erstes fange ich einfach mal mit dem positiven an, und das wäre zum einen Lisa Papademitrious Schreibstil und ihre Idee die Kapitel entweder mit einer Zeitungsmeldung oder einen Ausschnitt aus einem alten Seemannslied beginnen zu lassen.
Ihr Schreibstil ist nicht herausragend, aber flüssig und eigentlich auch angenehm zu lesen. Aber Worte brauchen auch einen Inhalt und da fängt die ganze Misere an...

Ich lese, und lese, und lese...und nicht geschieht, nada, null, niente.
Die Handlung plätschert vor sich hin - es wirkt auf den Leser wie Alltagswischiwaschi.
Spannungsaufbau? Null! Zumindest zum größten Teil, es geschehen zwar immer wieder kuriose Sachen in Shelter Bay, aber Näheres erfährt der Leser dazu nicht. Erst zum Ende des Buches wird es spannend, also zumindest ein wenig actionreich - aber es bleiben wieder so viele Fragen offen. Unbefriedigend!
Außerdem macht es mich unglücklich, wenn ich fast 300 Seiten lesen muss um 20 Seiten spannende Handlung zu erhalten. Und wie gesagt, es ist ja auch nicht so, dass die Autorin nicht schreiben könnte, aber mir kommt es weder gut ausgearbeitet noch strukturiert vor.

Bei den Charakteren ist es leider auch nicht viel besser gelaufen. Will und Zoe sind zwar sympathisch und interessant, aber von ihnen kann man sich leider auch kein richtiges Bild machen, da sich die Autorin permanent in ihren Eigenarten widerspricht. Das nervt und ist irgendwann nur noch ärgerlich. Asia, die unbekannte Fremde, scheint Fähigkeiten zu besitzen. Sie kann Menschen dazu bewegen Dinge zu tun - und sie birgt ein Geheimnis.
Wenn ihr jetzt noch Lust habt heraus zu finden welches Geheimnis Asia birgt, dann müsst ihr "Sirenenfluch" lesen.

Und da wäre noch ein Minuspunkt: Bei "Sirenenfluch" denkt man an hübsche Wesen - halb Frau, halb Fisch - die mit ihrer betörend schönen Stimme Männer in den Tod führen - aber glaubt mir hier kommt nicht eine Schwanzflosse vor. Für mich persönlich sehr enttäuschend.
Das einzige was noch bleibt ist sich am wunderschönen Cover satt zu sehen, denn das ist wirklich gelungen!

Langatmig, kaum überzeugend, widersprüchlich - und ohne Schwanzflosse, daher gibt es nur traurige 2,5 Herzchen für den Schreibstil, die Idee der Kapiteleinleitung und das bezaubernde Cover!

Wertung:
♥ ♥ (2,5)

Produktinformation:
Lisa Papademitriou - Sirenenfluch, 2011 erschienen im Loewe Verlag
320 Seiten, 12,95 €

Zur Autorin:
Lisa Papademitriou hat bereits mehrere Jugendbücher veröffentlicht. Sie lebt mit Mann, Tochter und Hund in Massachusetts und arbeitet derzeit an der Fortsetzung von "Sirenenfluch".

Samstag, 26. März 2011

Rezension: Heather Brewer - Vladimir Tod hat Blut geleckt (1)

Heather Brewer - Vladimir Tod hat Blut geleckt (1)


Das Leben eines pubertierenden Halbvampirs

Klappentext:
Vladimit Tod hat das bissige Etwas!
Wenn er sich aufregt, fährt er die Zähne aus.
Wenn er nicht schlafen kann, macht er sich einen Becher Blut warm.
Wenn er nicht zur Schule kommt, dann weil ihm Untote an die Gurgel wollen...
Klingt schräg?
Willkommen im Leben von Vladimir Tod, Halbvampir!

Inhalt:
"Vlad drückte sich einen ordentlichen Klacks Blut auf den Teller, tauchte eine Pommes hinein und biss ein Stück davon ab. Das Fleisch auf seinem Hamburger war roh und das Brötchen war bereits blutdurchtränkt. Er nahm den Burger in beide Hände und fühlte, wie bei dem Duft seine Eckzähne wuchsen. Dann versenkte er sie in seine Portion. Henry sah angewiedert zu, wie das Blut aus Vlads Brötchen auf den Teller tropfte, aber Vlad kaute ungerührt weiter."

Vladimir Tod hat die gleichen Probleme wie andere Jungen in seinem Alter: schlechte Noten in der Schule, er wird von einigen Mitschülen permanent geärgert und die erste Liebe. Doch Vlad ist kein normaler Junge, er ist anders - er ist ein Halbvampir! Seine Eltern sind gestorben, in Flammen aufgegangen und nun kümmert sich Tante Nelly um ihn. Sie und sein bester Freund Henry sind die einzigen, die von seinem kleinen Geheimnis wissen. Und nun muss Vlad höllisch acht geben, dass es auch so bleibt....

Meinung:
Heather Brewer hat mit "Vladimir Tod hat Blut geleckt" einen amüsanten Vampirroman für Jugendliche, fernab vom Twillight-Wahn, geschrieben. Geplant sind fünf Bände um das Leben von Halbvampir Vladimir Tod.
Der Schreibstil der Autorin ist locker leicht zu lesen und teilweider der etwas flapsigen Ausdrucksweise von Jugendlichen angepasst. Die Autorin schafft es den Leser schnell in das Geschehen um Vlad und das Städtchen Bathory zu ziehen.

Das Buch ist in 16 Kapitel eingeteilt, die nicht zu lang sind, und so den Lesefluß noch fördern. Ein optisches Highlight dieses Buches sind die jeweils ersten Seiten der Kapitel, denn diese sind mit weißer Schrift auf schwarzem Papier gedruckt. Ein absoluter Hingucker!

Vladimir Tod ist einmal ein ganz anderer Vampir, als die die wir schon aus so vielen Büchgern kennen. Er glitzert nicht, nicht alle Mädchen der Highschool sind hinter ihm her und seine Fähigkeiten sind noch nicht komplett ausgebildet. Er ist eher schüchtern, traut sich nicht das Mädchen seines Herzens anzusprechen. Einfach ein netter Junge. Er hat auch eine Abneigung dagegen Menschen in den Hals zu beißen, da greift er doch lieber auf die Blutkonserven zurück, die Tante Nelly ihm aus dem Krankenhaus mitbringt.
Auch Henry ist dem Leser direkt sympathisch, da er immer hinter Vlad steht und sein Geheimnis so wunderbar hütet, ebenso wie Nelly. Vlads Tante, die ihn behandelt wie einen ganz normalen Jungen, der halt Blut trinkt.
Der einzige undurchsichtige Charakter in diesem Buch ist Mr. Otis, der neue Vertretungslehrer. Man kann einfach nicht einordnen, was man von ihm halten soll...zumal es scheint, dass jemand unbedingt Vlad in seine Gewalt bringen will.
Und was hat es mit dem geheimnisvollen Zeichen und Thomas Tods Tagebuch auf sich?

Was mir auch sehr gut gefallen hat, war der Ortsname. Vlad, der junge Halbvampir lebt in Bathory. Ich musste schon schmunzeln, hat der junge Vlad doch rein gar nichts mit der Namensgeberin seiner Stadt, der Blutgräfin Bathory, gemein.

Auf dem Cover des Buches sehen wir Vlad in einem schwarzen Kaputzenpulli mit einem roten Vampirsmiley.

Dieses Buch empfehle ich allen jungen und auch älteren Lesern, die sich ein wenig Abwechslung im Vampirgenre wünschen und gerne mal ein Buch fernab des momentanen Mainstreams lesen wollen!

Wertung:
♥ ♥ ♥ ♥

Herzlichen Dank an die Leser-Welt. Schaut doch auch einfach mal dort vorbei ;-)

Produktinformation:
Heather Brewer - Vladimir Tod hat Blut geleckt (1), erschienen 2011 im Loewe Verlag
206 Seiten, 7,95 €

Weitere geplänte Bände:
Vladimir Tod beißt sich durch (2)
Vladimir Tod hängt todsicher ab (3)
Vladimir Tod kämpft verbissen (4) und
Vladimir Tod ganz schön untot (5)

Dienstag, 22. März 2011

Rezension: Alice Moon - Blood Romance: Kuss der Unsterblichkeit

Alice Moon - Blood Romance: Kuss der Unsterblichkeit


Dunkle Geheimnisse lauern in der Vergangenheit...

Klappentext:
Würdest du dich einer Liebe öffnen, die dich für immer glücklich macht oder aber für alle Ewigkeit verflucht? Die dein Herz wieder schlagen lässt oder dir das Letzte nimmt, was von deiner Menschlichkeit noch übrig ist?
Würdest du ein solches Risiko eingehen?
Denn eins ist gewiss: Diese Liebe ist deine einzige Chance. Doch nichts liegt näher beisammen als Liebe und ewige Verdammnis. Gibst du ihr nach, kannst du alles gewinnen - oder alles verlieren.


Inhalt:
"Da plötzlich, ganz sachte, ein Klopfen. Leiser als vorhin und doch kräftig. Sarah lauschte angestrengt. 
Bumm-bumm, bumm-bumm, bumm-bumm....
Sie glaubte den Rhytmus zu erkennen, war sich mit einem Mal gewiss: Es war ihr Herz, dass nach ihr rief. Jedoch nicht aus ihrer Brust...
Bumm-bumm, bumm-bumm, bumm-bumm....
...sondern von fern. Von einem unsichtbaren Punkt aus, der außerhalb ihres Körpers lag...
Bumm-bumm, bumm-bumm, bumm-bumm....
...zwischen ihm und ihr."


Sarah ist gemeinsam mit ihrer Mutter, vor einem Jahr, nach dem Tod ihres Vaters von Chicago weggezogen. Mittlerweile hat Sarah sich in ihrem neuen Zuhause eingelebt und auch Freunde gefunden. Doch dann wird ihre ganze Welt auf den Kopf gestellt, denn plötzlich taucht dieser mysteriöse, neue Schüler, Dustin, auf. Und Sarah kann sich seiner Anziehungskraft nicht wiedersetzen....


Meinung:
"Blood Romance: Kuss der Unsterblichkeit" von Alice Moon ist ihr Debut als Autorin. Und dieses ist ihr gut gelungen!
Ihr Schreibstil ist angenehm leicht zu lesen und treibt den Leser durch dieses spannende und romantische Buch.


Zum größten Teil wird dieses Buch von einem Erzähler wieder gegeben. Einige Stellen jedoch lassen uns direkt an den Träumen von Sarah und Dustin teilhaben, diese werden aus der Ich-Perspektive wiedergegeben. Diese Stellen heben sich dadurch hervor, dass sie kursiv gedruckt sind. Die Träume sind sehr emotional und geben uns einen Einblick wie es in den Beiden wirklich aussieht.


Die Örtlichkeiten werden gut beschrieben, so dass man sie sich vor Augen führen kann. Grade bei den Szenen im Wald versteht die Autorin es eine unheinliche Atmosphäre aufzubauen.


Die Protagonisten sind gut ausgearbeitet und werden detailiert beschrieben. Grade mit Sarah und Dustin fühlt der Leser und wird von der Kraft, mit der die beiden sich anziehen fasziniert.
Auch Sarahs Freundin, May, wirkt trotz ihrer Geheimnisse und ihrer undurchschaubaren Art sympathisch. Der Leser fragt sich woher sich May und Dustin kennen und was sie verbinden. Und vor allen Dingen lechzt der Leser danach zu erfahren, wer Dustin Böses will und was genau damals in Chicago passierte.


Bis uns alle Fragen beantwortet werden, müssen wir uns aber noch ein wenig gedulden und auf die Fortsetzung "Dunkles Versprechen" warten.


Das Cover des Buches, ist wie das gesamte Buch liebevoll gestaltet. Auf dem Cover sehen wir Sarahs Gesicht, im Hintergrund erhebt sich die Skyline von Chicago. Dieses Cover wird von einem Rahmen aus schwarzen Rosen umrankt. Diese finden wir auch als Print auf den Seiten des Buches wieder!


Ich lege dieses Buch uneingeschränkt allen Freunden von romantischen und geheimnisvollen Vampirromanen ans Herz!


Wertung:
♥ ♥ ♥ ♥

Für dieses Rezensionsexemplar bedanke ich mich herzlich beim Löwe Verlag!


Produktinformation:
Alice Moon - Blood Romance: Kuss der Unsterblichkeit, 2011 erschienen im Loewe Verlag
286 Seiten, 9,95 €