Dana Phillips – Aber bitte mit Sake! - Auf Kreuzfahrt mit 1000 Japanern
Mit Dana unterwegs auf dem Peaceboat
Inhalt:
„Du solltest die Stäbchen aus dem
Reis nehmen“, flüsterte sie mir zu, obwohl sie weiß, dass ihre
Eltern sowieso nicht verstehen, was sie sagt. „Ess- oder
Räucherstäbchen steckt man nur bei einer Totenfeier in den Reis.
Auf diese Art und Weise wird den Verstorbenen das Essen dargeboten.“
Schnell ziehe ich die Stäbchen aus dem Reis und lege sie neben der
Schüssel ab. Ich hoffe, Kimikos Eltern haben meinen Fehltritt nicht
bemerkt. Als Deutsche unter Japanern kann man einfach viel zu viel
falsch machen.“
(S. 63)
Dana muss eine Kollegin vertreten und
für die Zeitschrift „Die Komplizin“ nach Japan reisen und einen
Bericht über die Reise auf dem Peaceboat schreiben.
Für Dana erweist sich die reise als
sehr anstrengend, zudem muss sie auf eine Vielzahl von japanischen
Besonderheiten achten. Aber ihre kleinen Fehltritte in dieser Kultur
sorgen für eine wundervolle Portion Humor...
Meinung:
„Aber bitte mit Sake! - Auf
Kreuzfahrt mit 1000 Japanern“ ist bereits das zweite Buch des
Autorenduos Dana Phillips.
Der Schreibstil ist einfach nur
wunderbar. Authentisch, humorvoll und sehr detailliert berichtete uns
Dana Phillips von ihrer Reise nach Japan und später auf dem
Peaceboat.
Sehr bildhaft beschreiben Sie uns die
kuriosesten japanischen Hobbys und Eigenarten, erzählt uns von
Hashiko, dem treuen Hund, dem sogar eine Monument gebaut wurde,
berichtete uns von WC-Schuhen und Luxustoiletten.
Wir erfahren, dass Schlafzimmer immer
noch Luxus für Japaner sind und oftmals immer noch die Tatamis
abends ausgerollt werden um am nächsten Morgen wieder im Schrank
verstaut zu werden. Auch die Liebe der Japaner zu gemeinsamen
Frühsport und Sockenwaschens bekommen wir näher gebracht und
erklärt.
Doch ohne all die lieben und
freundlichen Japaner und Nichtjapaner, die Dana auf ihrer Reise
kennenlernt, würden wir nicht so viel über die japanische Kultur
erfahren und Dana wäre mit Sicherheit etwas hilflos gewesen. Denn
auch das Schicksal wollen die Japaner nicht herausfordern und halten
vor jedem Landgang einen Sicherheitskurs ab, sogar mit Rollenspielen,
bei denen die Passagiere gezeigt bekommen wie sie sich zu verhalten
haben und worauf sie achten müssen.
Ganz wundervoll finde ich auch die
Einleitung der einzelnen Kapitel, in er wir immer ein Gericht, den
Japaner des Tages, den Place-to-be und Danas Erkenntnis erfahren,
sowie am Ende eines jeden Kapitel eine zusammenfassende Kolumne.
„Aber bitte mit Sake!“ ist ein
humorvoller Reisebericht, der uns das Peaceboat näher bringt, von
dem ich vorher noch nie gehört habe, obwohl ich finde, dass es doch
mal sehr spannend wäre darüber eine Dokumentation zu sehen.
Ich bin gespannt, wohin die nächste
Reise des Autorenduos gehen wird und welche kulturellen Eigenarten
wir dann kennen lernen werden.
Alle Leser, die sich gerne mit fremden
Kulturen befassen und erfrischende Reiseberichte mögen, sollten
„Aber bitte mit Sake!“ unbedingt lesen.
Wer noch mehr Dana Phillips möchte
kann dann auch während der Wartezeit auf das nächste Buch noch
„Avanti amore“ lesen!
Wertung:
♥ ♥ ♥ ♥ ♥
Für die Bereitstellung bedanke ich
mich ganz herzlich bei Dana Phillips und Bastei Lübbe!
Produktinformation:
Dana Phillips – Aber bitte mit Sake!
- Auf Kreuzfahrt mit 1000 Japanern, 2012 erschienen bei Bastei Lübbe
270 Seiten, 8,99 €

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