Hallo ihr Lieben,
heute möchte ich euch einfach noch mal ein paar der Bücher zeigen, die in der letzten Zeit bei mir eingezogen sind, sei es zur Rezension, für eine Leserunde oder durch meine mittlerweile sehr ausgeprägte Tauscherei :-)
Kennt ihr eines der Bücher? Oder habt ihr davon selbst etwas auf dem Wunschzettel?
Ich freue mich auf jeden Fall auf viele Lesestunden mit ganz unterschiedlichem Lesestoff :-)
Montag, 7. Januar 2013
Sonntag, 6. Januar 2013
Rezension: Antonia Michaelis - Wolfsgarten
Antonia Michaelis - Wolfsgarten
Eine spektakuläre Reise in die Vergangenheit
Inhalt:
"Maria wollte diese Hagebutte in die Erde legen", flüsterte Karl. "In dem wilden Garten. Damit eine Rose daraus wächst, die Wünsche erfüllt. Achim - wir werden es für sie tun. Wir werden die Hagebutte einpflanzen. Im wilden Garten am Ende der Straße."
(S. 25)
Achim und Karl besuchen ihr ehemaliges Waisenhaus, da sie erfahren haben, dass es der guten Seele, Maria, nicht gut geht. In ihrer Hand finden sie eine gepunktete Hagebutte, die ausschaut wie ein kleiner Fliegenpilz. Sie vergraben sie im Garten und ab diesem Moment ist nichts mehr so, wie es war. Alles bekannte ist weg und sie müssen im geheimnisvollen, aber auch gefährlichen Wolfsgarten überleben....
Meinung:
Bei "Wolfsgarten" bin ich Ersttäter gewesen. Glaubt es mir oder glaubt es nicht, ich habe zwar mittlerweile noch drei weitere Bücher von Frau Michaelis subben, aber dieses war mein erstes. Und ich denke es war richtig ein ungehyptes Buch zu lesen, denn so konnte ich mich ganz unvoreingenommen an die Geschichte heranwagen und ich kann nur sagen sie ist einfach wunderbar.
Frau Michaelis Schreibstil ist magisch, schon nach wenigen Seiten war ich komplett in die Geschichte um Achim, Karl, Maria und all die anderen Waisenhauskinder versunken. Es ist, für mich persönlich, zwar eine sehr dunkle Geschichte, die aber immer wieder durch die Bedeutung und die Kraft der Freundschaft hell zu schimmern vermag.
Eine Geschichte, die sich mitunter auch mit einer düsteren zeit auseinandersetzt - und grade diese Idee hat mir einfach auch total gut gefallen.
Zwar hat mich der Titel "Wolfsgarten" ein wenig in die Irre geführt, dennoch ist er sehr passend gewählt. Zu Beginn waren die Wölfe für mich Symbole, und sie sind es mit Sicherheit auch - aber es kommen auch wirklich welche vor.
Der Garten an und für sich ist ein magischer Ort, genau wie das Anwesen des alten Waisenhauses, man weiß nicht, was einen im nächsten Kapitel oder aber hinter dem nächsten Baum erwartet
Die Charaktere sind ganz toll ausgearbeitet und man kann einfach nicht anders als mit ihnen zu fühlen, zu hoffen und zu bangen. Und man merkt, dass es nicht einfach nur schwarz und weiß gibt, böse und gut, sondern ganz viele Grauschattierungen, zwei ganz besondere lernt man auch in diesem Buch kennen und lieben!
"Wolfsgarten" ist ein wundervolles Jugendbuch voller fantastischer Ideen, die zum schmökern einladen!
Und nichts ist so, wie es scheint - macht euch gemeinsam mit Achim und Karl auf eine Reise in die Vergangenheit, lernt neue Freunde kennen und lasst euch vom Wunder der Freundschaft wärmen!
Wertung:
♥ ♥ ♥ ♥ ♥
Für die Bereitstellung bedanke ich mich ganz herzlich beim Kerle Verlag!
Produktinformation:
Antonia Michaelis - Wolfsgarten, 2011 im Kerle Verlag der Herder Verlagsgruppe erschienen
319 Seiten, 14,95 €
Eine spektakuläre Reise in die Vergangenheit
Inhalt:
"Maria wollte diese Hagebutte in die Erde legen", flüsterte Karl. "In dem wilden Garten. Damit eine Rose daraus wächst, die Wünsche erfüllt. Achim - wir werden es für sie tun. Wir werden die Hagebutte einpflanzen. Im wilden Garten am Ende der Straße."
(S. 25)
Achim und Karl besuchen ihr ehemaliges Waisenhaus, da sie erfahren haben, dass es der guten Seele, Maria, nicht gut geht. In ihrer Hand finden sie eine gepunktete Hagebutte, die ausschaut wie ein kleiner Fliegenpilz. Sie vergraben sie im Garten und ab diesem Moment ist nichts mehr so, wie es war. Alles bekannte ist weg und sie müssen im geheimnisvollen, aber auch gefährlichen Wolfsgarten überleben....
Meinung:
Bei "Wolfsgarten" bin ich Ersttäter gewesen. Glaubt es mir oder glaubt es nicht, ich habe zwar mittlerweile noch drei weitere Bücher von Frau Michaelis subben, aber dieses war mein erstes. Und ich denke es war richtig ein ungehyptes Buch zu lesen, denn so konnte ich mich ganz unvoreingenommen an die Geschichte heranwagen und ich kann nur sagen sie ist einfach wunderbar.
Frau Michaelis Schreibstil ist magisch, schon nach wenigen Seiten war ich komplett in die Geschichte um Achim, Karl, Maria und all die anderen Waisenhauskinder versunken. Es ist, für mich persönlich, zwar eine sehr dunkle Geschichte, die aber immer wieder durch die Bedeutung und die Kraft der Freundschaft hell zu schimmern vermag.
Eine Geschichte, die sich mitunter auch mit einer düsteren zeit auseinandersetzt - und grade diese Idee hat mir einfach auch total gut gefallen.
Zwar hat mich der Titel "Wolfsgarten" ein wenig in die Irre geführt, dennoch ist er sehr passend gewählt. Zu Beginn waren die Wölfe für mich Symbole, und sie sind es mit Sicherheit auch - aber es kommen auch wirklich welche vor.
Der Garten an und für sich ist ein magischer Ort, genau wie das Anwesen des alten Waisenhauses, man weiß nicht, was einen im nächsten Kapitel oder aber hinter dem nächsten Baum erwartet
Die Charaktere sind ganz toll ausgearbeitet und man kann einfach nicht anders als mit ihnen zu fühlen, zu hoffen und zu bangen. Und man merkt, dass es nicht einfach nur schwarz und weiß gibt, böse und gut, sondern ganz viele Grauschattierungen, zwei ganz besondere lernt man auch in diesem Buch kennen und lieben!
"Wolfsgarten" ist ein wundervolles Jugendbuch voller fantastischer Ideen, die zum schmökern einladen!
Und nichts ist so, wie es scheint - macht euch gemeinsam mit Achim und Karl auf eine Reise in die Vergangenheit, lernt neue Freunde kennen und lasst euch vom Wunder der Freundschaft wärmen!
Wertung:
♥ ♥ ♥ ♥ ♥
Für die Bereitstellung bedanke ich mich ganz herzlich beim Kerle Verlag!
Produktinformation:
Antonia Michaelis - Wolfsgarten, 2011 im Kerle Verlag der Herder Verlagsgruppe erschienen
319 Seiten, 14,95 €
Samstag, 5. Januar 2013
Rezension: Daniel Höra - Braune Erde
Daniel Höra - Braune Erde
Eine erschreckende Geschichte über leider immernoch aktuellen Rassismus
Inhalt:
"Ich hörte ihre Schritte, ihren keuchenden Atem, ihre Versuche leise zu sein. Zwei Schatten schlichen um mein Versteck. Ich schloss die Augen und versuchte meine Angst ganz tief in meinen Kopf zu sperren. Ich wollte mir nicht ausmalen, was sie mit mir anstellen würden, wenn sie mich erwischten."
(S. 7)
Ben, dessen Eltern bei einem Unfall gestorben sind, lebt bei seiner Tante in einem kleinen mecklenburgischen Dorf. Doch Ben will am liebsten dort weg, im Dorf passiert nichts spannendes und auch mit seiner Familie kommt er nicht immer gut zurecht. Wie passend als dann die neuen Gutshofbesitzer ins Dorf ziehen....
Meinung:
Wieso habe ich bisher noch nichts von Daniel Höra gehört?
Das war wirklich die erste Frage, die ich mir gestellt habe nachdem ich dieses faszinierende Buch gelesen habe. Und damit es euch nicht genauso geht, werde ich euch jetzt "Braune Erde" vorstellen.
Daniel Höras Schreibstil ist einfach nur angenehm und sehr flüssig zu lesen - und auch seine Beschreibungen der Handlungen und des kleinen mecklenburgischen Dorfes sind sehr atmosphärisch gehalten.
Bereits nach ein paar Seiten war ich total versunken in Bens Geschichte und seinen Erlebnissen mit den neuen Gutshofbesitzern. Ja, ich war so sehr gefangen von "Brauner Erde", dass ich es in nur einer Nacht durchgelesen habe.
Dazu muss man aber auch sagen, dass seine Geschichte durch zwei zeitebenen sehr spannend aufgebaut ist. Man beginnt mit der Geschichte in der Gegenwart und erfährt zu allererst nur, dass ben vor jemandem auf der Flucht ist. Und dann wird die Geschichte erzählt, wie es so weit kommen konnte, und die Zeitabstände werden immer kürzer, bis sie ineinander fließen. Stilistisch und spannungstechnisch wirklich brillant.
Und auch bei den Charakteren treffen wir auf gut ausgearbeitete Protagonisten, die mich als Leserin zugleich angezogen, aber auch abgestoßen haben - und unserem Ben geht es genauso.
Ben ist nach dem Unfall seiner Eltern Waise und lebt bei seiner Tante, wo er sich nicht wirklich geliebt und verstanden fühlt. Bei den neuen im Dorf ist es allerdings ganz anders. Bei Uta, Reinhold, Freya und den Zwillingen Konrad und Gunter fühlt er sich vollwertig und verstanden, doch leider verschließt Ben vor der Realität seine Augen. Denn schon der Titel "Braune Erde" verrät dem Leser schon die inhaltliche Richtung des Romans. Die neuen Gutshofbesitzer sind nichts anderes als autonome Nationalsozialisten, die ihre Handlungen alle gut durchdacht haben und sich in dem kleinen Dörfchen gemütlich niederlassen wollen um das Zepter in die Hand nehmen und die anderen Dorfbewohner auf ihre Seite zu ziehen.
"Braune Erde" ist ein aufrüttelndes Jugendbauch, dass zum einen aufzeigt, dass das Thema Nationalsozialismus leider immernoch nicht vom Tisch ist und auch ganz ungeschönt beschreibt, wie man ohne es zu merken in den braunen Dunstkreis hineingeraten kann.
Ich könnte mir sehr gut vorstellen, dass Höras "Braune Erde" ganz wunderbar als Schullektüre machen würde!
Spannend, nervenaufreibend und einfach nur gut geschrieben - unbedingt lesen!
Wertung:
♥ ♥ ♥ ♥ ♥
Produktinformation:
Daniel Höra - Braune Erde, Oktober 2012 im Bloomsbury Verlag erschienen
300 Seiten, 8,99 €
Eine erschreckende Geschichte über leider immernoch aktuellen Rassismus
Inhalt:
"Ich hörte ihre Schritte, ihren keuchenden Atem, ihre Versuche leise zu sein. Zwei Schatten schlichen um mein Versteck. Ich schloss die Augen und versuchte meine Angst ganz tief in meinen Kopf zu sperren. Ich wollte mir nicht ausmalen, was sie mit mir anstellen würden, wenn sie mich erwischten."
(S. 7)
Ben, dessen Eltern bei einem Unfall gestorben sind, lebt bei seiner Tante in einem kleinen mecklenburgischen Dorf. Doch Ben will am liebsten dort weg, im Dorf passiert nichts spannendes und auch mit seiner Familie kommt er nicht immer gut zurecht. Wie passend als dann die neuen Gutshofbesitzer ins Dorf ziehen....
Meinung:
Wieso habe ich bisher noch nichts von Daniel Höra gehört?
Das war wirklich die erste Frage, die ich mir gestellt habe nachdem ich dieses faszinierende Buch gelesen habe. Und damit es euch nicht genauso geht, werde ich euch jetzt "Braune Erde" vorstellen.
Daniel Höras Schreibstil ist einfach nur angenehm und sehr flüssig zu lesen - und auch seine Beschreibungen der Handlungen und des kleinen mecklenburgischen Dorfes sind sehr atmosphärisch gehalten.
Bereits nach ein paar Seiten war ich total versunken in Bens Geschichte und seinen Erlebnissen mit den neuen Gutshofbesitzern. Ja, ich war so sehr gefangen von "Brauner Erde", dass ich es in nur einer Nacht durchgelesen habe.
Dazu muss man aber auch sagen, dass seine Geschichte durch zwei zeitebenen sehr spannend aufgebaut ist. Man beginnt mit der Geschichte in der Gegenwart und erfährt zu allererst nur, dass ben vor jemandem auf der Flucht ist. Und dann wird die Geschichte erzählt, wie es so weit kommen konnte, und die Zeitabstände werden immer kürzer, bis sie ineinander fließen. Stilistisch und spannungstechnisch wirklich brillant.
Und auch bei den Charakteren treffen wir auf gut ausgearbeitete Protagonisten, die mich als Leserin zugleich angezogen, aber auch abgestoßen haben - und unserem Ben geht es genauso.
Ben ist nach dem Unfall seiner Eltern Waise und lebt bei seiner Tante, wo er sich nicht wirklich geliebt und verstanden fühlt. Bei den neuen im Dorf ist es allerdings ganz anders. Bei Uta, Reinhold, Freya und den Zwillingen Konrad und Gunter fühlt er sich vollwertig und verstanden, doch leider verschließt Ben vor der Realität seine Augen. Denn schon der Titel "Braune Erde" verrät dem Leser schon die inhaltliche Richtung des Romans. Die neuen Gutshofbesitzer sind nichts anderes als autonome Nationalsozialisten, die ihre Handlungen alle gut durchdacht haben und sich in dem kleinen Dörfchen gemütlich niederlassen wollen um das Zepter in die Hand nehmen und die anderen Dorfbewohner auf ihre Seite zu ziehen.
"Braune Erde" ist ein aufrüttelndes Jugendbauch, dass zum einen aufzeigt, dass das Thema Nationalsozialismus leider immernoch nicht vom Tisch ist und auch ganz ungeschönt beschreibt, wie man ohne es zu merken in den braunen Dunstkreis hineingeraten kann.
Ich könnte mir sehr gut vorstellen, dass Höras "Braune Erde" ganz wunderbar als Schullektüre machen würde!
Spannend, nervenaufreibend und einfach nur gut geschrieben - unbedingt lesen!
Wertung:
♥ ♥ ♥ ♥ ♥
Produktinformation:
Daniel Höra - Braune Erde, Oktober 2012 im Bloomsbury Verlag erschienen
300 Seiten, 8,99 €
Rezension: Kirsten Slottke – Mord und andere Leckereien
Kirsten Slottke – Mord und andere
Leckereien
Ein kulinarischer Kurzkrimi oder ein ewig hungriger Kommissar
Inhalt:
„Im Büro der Bürgermeisterin befand
sich ein Mann. Und zwar eindeutig ein toter Mann. Er saß auf einem
Stuhl an dem großen Konferenztisch, sein Oberkörper lag auf dem
Tisch. In seinem Rücken steckte ein großes Messer. Ohne Zweifel war
er tot.“
(S. 12)
Im Willstätter Rathaus findet die
Raumpflegerin Leonore Becker einen toten Mann vor. Wie sich
herausstellt handelt es sich um Albert Janssen einen Wahlkandidat für
die anstehende Bürgermeisterwahl in Wilstätt. Doch es bleibt nicht
bei einer Leiche. Auf eigene Faust beginnt Leonore zu ermitteln.
Meinung:
„Mord und andere Leckereien“ von
Kirsten Slottke ist ein wunderbarer Kurzkrimi für Zwischendurch.
Die Autorin hat einen sehr angenehmen
und detaillierten Schreibstil, der es uns ermöglicht trotz der Kürze
der Geschichte in diese einzutauchen und auch mit den Charakteren
warm zu werden. Also auf jeden Fall mit Leonore, die wirklich sehr
sympathisch und ganz tough ist.
Kommissar Wagner wirkt etwas
schnodderig und unfreundlich – aber vielleicht benimmt er sich auch
nur so, wenn er ohne Frühstück aus dem Haus muss oder Hunger hat,
dabei treffen wir ihn eigentlich nur essend an.
Was auch wirklich toll war, war die
Tatasache, dass ich mal wieder (ich weiß, ich weiß) nicht auf den
Mörder gekommen bin. Ich bin da ja wirklich eine Pfeife, aber bei
Krimis macht es mir eigentlich gar nichts aus, wenn ich dann mal auf
der langen Leitung stehe – denn so bleibt es einfach bis zum Ende
spannend!
Am Ende des Büchleins findet man
übrigens noch eine Leseprobe aus Frau Slottkes Roman „Mörderische
Pläne“ - und worüber ich mich auch auf jeden Fall noch äußern
wollte ist das tolle Cover. Und es passt auch noch so toll in die
Jahrezeit, ich finde es fast schon etwas weihnachtlich!
Vielen Dank, dass ich diesen tollen,
lokalen Kurzkrim mitlesen durfte!
Wertung:
♥ ♥ ♥ ♥
Für die Bereitstellung herzlichen Dank
an Kirsten Slottke und den Nepa-Verlag!
Produktinformation:
Kirsten Slottke – Mord und andere
Leckereien, 2012 im Nepa Verlag erschienen
47 Seiten, 7,45 €
Freitag, 4. Januar 2013
Rezension: Kendare Blake – Anna im blutroten Kleid
Kendare Blake – Anna im blutroten
Kleid
Eine blutige, geheimnisvolle und
trotzdem herzerwärmende Geistergeschichte
Inhalt:
„Anna Korlov. Anna mit dem blutroten
Kleid.“
Der Name schwebt wie ein Tänzer durch
die Dunkelheit. Zu hören, wie jemand anders ihn ausspricht, jagt mir
einen Schauer über den Rücken.
„Anna mit dem blutroten Kleid? So was
wie Schneewittchen im gelben Kleid?“, scherze ich , um sie
herauszufordern.“
(S. 79)
Cas Lowood hat eine besondere Aufgabe,
wie auch schon sein Vater vor ihm. Er schickt böse Geister ins
Jenseits. All diejenigen, die sich an allen Menschen rächen wollen,
für das, was an ihnen begonnen wurde.
Nachdem er nun seinen letzten Job
beendet hat, zieht er mit seiner Mutter nach Thunder Bay, Ontario, um
Anna Korlov – Anna im blutroten Kleid – zu finden und in die
Hölle zu schicken...
Meinung:
Lang erwartet, heiß ersehnt und dann
verschlungen!
Seit dem ich das Cover in seinen
Grautönen das erste mal gesehen habe, war es um mich geschehen –
ich habe mich in „Anna im blutroten Kleid“ verliebt. Als ich dann
die Möglichkeit bekam das Buch in einer Leserunde mit
Autorenbegleitung zu lesen, war mein Glück perfekt! Und ich habe
mich nicht nur in das Cover verliebt, neun, das Buch hat es auch
geschafft!
Der Schreibstil ist angenehm und
wirklich leicht zu lesen. Manchmal wird es zwar wirklich blutig,
grausam und sehr spooky – aber grade das macht die Geschichte so
besonders und so lesenswert.
Für zartbesaitete Menschen wird es mit
Sicherheit ein paar Stellen geben, die ihnen nicht gefallen werden,
aber das Buch ist es auf jeden Fall wert, denn es ist so viel mehr
als ein „bloody nightmare“.
„Anna im blutroten Kleid“ ist ein
Buch über Freundschaft, Liebe und ein gruseliges altes Haus, in dem
eine mordende Highschoolerin umgeht. Ich kann für mich sagen, dass
man mich sowieso schon mit Spukhäusern begeistern kann, und wenn man
dann noch so spannend erzählt und es schafft die Charaktere so
plastisch und authentisch wirken zu lassen, ist für mich die Welt in
Ordnung.
Grade Cas und Anna sind wirklich
wundervolle Charaktere, die einen in seinen Bann ziehen. Anna, vor
allen Dingen, da sie als böser Geist dargestellt wird, aber dennoch
noch Menschlichkeit in sich trägt, und sie ein großes Geheimnis
umgibt. Ein Geheimnis, das Cas und seine neuen Freunde gemeinsam zu
lösen versuchen....
Und Cas Gabe oder Fluch, wie man es
auch sieht, ist genauso ein großes Thema, denn für ihn soll Anna
die letzte große Prüfung sein, die er sich stellt, bevor er den
Geist umbringen will, der seinen Vater getötet hat....
Das Ende hat mich dann etwas
unglücklich gemacht, aber sobald ich gelesen habe, dass Kendare noch
einen zweiten Band über Anna schreibt, war ich wieder ruhig
gestellt. Jetzt heißt es nur noch warten und hoffen, dass Heyne den
zweiten Band auch in Deutschland publizieren wird!
Eine wundervoll
blutige Geistergeschichte, die mit ihrer Vielfalt zu überzeugen weiß!
Bitte, bitte mehr solcher Bücher!
Wertung:
♥ ♥ ♥ ♥ ♥
Für die Bereitstellung bedanke ich
mich ganz herzlich bei Heyne fliegt, Kendare Blake und wie immer
Lovelybooks für die Möglichkeit all dieser tollen Leserunden!
Produktinformation:
Kendare Blake – Anna im blutroten
Kleid, aus dem Amerikanischen von Jürgen Langowski, 2012 im Wilhelm
Heyne Verlag erschienen
383 Seiten, 8,99 €
Donnerstag, 3. Januar 2013
Rezension: Thilo Scheurer – Schwarzer Neckar
Thilo Scheurer – Schwarzer Neckar
Ein Krimi, der uns mit in die
Vergangenheit nimmt
Inhalt:
„Er zählte vier Männer. Drei von
ihnen trugen schwarze SS-Uniformen und der Älteste, ein dicklicher
Blonder, einen langen, dunklen Ledermantel. Der Mann blickte ihn
eisig an. „Steh auf!“
„Ich kann nicht“, sagte Merkle. Ihr
habt mir das Knie zerschossen.“
(S. 8)
In einem schwäbischen Dorf wird ein
Toter mit einer Reichsmark im Rachen aufgefunden. Kommissar Wolfgang
Treidler untersucht diesen Fall gemeinsam mit seiner neuen Kollegin
Carina Melchior. Gemeinsam decken sie unglaubliches auf, doch auch in
ihrer eigenen Vergangenheit gibt es noch Dinge aufgedeckt werden
wollen. Schaffen sie es gemeinsam sich von den Schatten der
Vergangenheit zu lösen?
Meinung:
Thilo Scheurers Krimidebüt „Schwarzer
Neckar“ ist ein ausgeklügelter Krimi, der sich auf vielseitige Art
mit dem Thema Vergangenheit beschäftigt.
Thilos Schreibstil ist einfach und
angenehm zu lesen. Er beschreibt die Handlungen und Situationen, in
denen sich die Protagonisten wiederfinden sehr bildhaft und
detailliert, so dass man ohne Probleme in das Buch und seine
vielfältigen Geschichten hineinfindet.
Der Autor arbeitet in „Schwarzer
Neckar“ auf zwei Zeitebenen. Zum einen befinden wir uns mit den
Kommissaren Wolfgang Treidler und Carina Melchior in der Gegenwart,
in der sie einen Mord aufzuklären haben. Zum Anderen gibt es immer
wieder Kapitel aus der Sicht eines „Fremden“, man weiß und
fühlt, das er etwas mit der Geschichte zu tun hat, kann aber im
ersten Moment nicht wirklich einordnen, inwiefern. Aber ich sage
immer wieder, so etwas macht einen guten Krimi aus.
Wenn man als Leser rätseln muss und
manchmal auch auf die falsche Fährte geführt wird.
Mit den Charakteren und ihrer
Vergangenheit hat sich Thilo Scheurer auch sehr viel Mühe gegeben.
Und wieder tritt das Thema Vergangenheit auf. Beide haben mit ihrer
Vergangenheit zu kämpfen und möchten sich von ihr lösen, doch ob
das so einfach sein wird?
Grade für Wolfgang Treidler ist es
sehr schwierig, sich mit der Vergangenheit auseinanderzusetzen, geht
es bei ihm doch um den Mord an seiner schwangeren Frau. Da er damals
auch noch der einzige Verdächtige war, und sich an nichts erinnern
konnte, kam er in Untersuchungshaft. Natürlich hat er nun mit
Verurteilungen seitens der Kollegen zu kämpfen, aber auch mit
schrecklichen Schuldgefühlen....
Ich finde, dass Thilo Scheurers
Krimidebüt wirklich wunderbar gelungen ist und bin schon gespannt,
welche Abenteuer die Kommissaren Treidler und Melchior wohl als
nächstes erleben werden!
Spannend, düster und voller
Geheimnisse!
Wertung:
♥ ♥ ♥ ♥
Für die Bereitstellung bedanke ich
mich ganz herzlich bei Emons und Thilo Scheurer!
Produktinformation:
Thilo Scheurer – Schwarzer Neckar,
2012 erschienen im Emons Verlag
272 Seiten, 10,99 €
Mittwoch, 2. Januar 2013
Rezension: Doris Parrado – Von der Schlampe zum Millionär
Doris Parrado – Von der Schlampe zum
Millionär
Eine gute Idee, die leider etwas auf
der Strecke geblieben ist
Inhalt:
„Mittlerweile hatte sich Natascha
wieder gefasst und sie bekam Panik.
Was habe ich nur getan? Hab` Steve
nicht mitgeteilt, dass ich in die Disco gegangen bin. Und der liebe
Ali hat ihn informiert, dass ich hier mit meiner Freundin tanze. Und
warum hat er den Mann geschlagen? Ah, ich glaube, ich weiß warum.
Sicher hat er gedacht, dass ich mit dem Mann flirte. Dabei hat der
nur Zigaretten ziehen wollen und er und ich hatten nichts miteinander
zu tun. „
(S. 38)
Natascha hat es geschafft, sie ist eine
Art Lebens-Coach und hat Geld, Erfolg und kann ihr Leben leben, wie
es ihr gefällt. Doch, dass war nicht immer so, den steinigen Weg und
einen Rückblick auf ihr ganz und gar unperfektes Leben bekommen wir
in Rückblicken gezeigt.
Meinung:
Schwierig, schwierig! Das Buch ist
definitiv kein Knaller, aber ich möchte es auch nicht zerreißen.
Doris Parrado hat sich mit „Von der
Schlampe zum Millionär“ einen Lebenstraum erfüllt. Meiner Meinung
nach ist bei der Erfüllung dieses Traumes so einiges schief
gegangen. Leider!
Zu Einen muss man hier ganz klar sagen,
dass der Verlag eine große Schuld an dem hier vorliegenden Desaster
hat, denn das Lektorat wurde wirklich nur „schlampig“ betrieben.
Rechtschreibfehler, unglücklich gewählte Wörter und Ausdrücke,
die Seitenzahlen im Inhaltsverzeichnis stimmen nicht überein mit den
tatsächlichen Seitenzahlen im Buch.
Das Cover ist auch nicht grade der
Hingucker, bzw. passt meiner Meinung nach überhaupt nicht zum Buch.
Zum Anderen hat auch Doris Parrado sich
im Laufe der Geschichte etwas verrannt oder hoch zu gegriffen, ich
weiß nicht, wie es ausdrücken soll.
Das Thema an und für sich ist wichtig
und auch sehr interessant. Es geht darum zu sich selbst
zurückzufinden und aus einem schlechten Leben auszubrechen. Aber die
Umsetzung lässt wirklich zu wünschen übrig, es wirkt einfach nicht
glaubhaft.
Am Anfang scheint Natascha auf dem
richtigen Weg zu sein, eine freundliche, offene junge Frau, die
arbeiten geht, ihr Geld verdient und selbstständig ist. Doch dann
geht das Chaos los, sie trifft auf Steve, mit dem sie eine Beziehung
eingeht. Im Laufe der Zeit behandelt er sie immer schlechter, schlägt
sie, beklaut sie und dennoch bleibt sie bei ihm und nimmt alles so
hin. Die vulgäre Sprache, die Doris Parrado in diesem Zusammenhang
immer benutzt ist auch nur schrecklich und passt nicht ins Buch.
Dann kommt der Moment an dem man denkt,
dass das Buch vielleicht noch eine positive Wendung aufnimmt:
Natascha verlässt Steve!
Doch dann kommt es noch dicker.
Natascha wird reich. Reich an Erfahrungen, aber auch der Geldsegen
tritt ein. Nach der Teilnahme an einem dubiosen Seminar.
Ich muss sagen, dass ich keiner jungen
Frau dieses Buch empfehlen kann, am Ende melden sich junge Frauen
nachher auch noch bei solchen Seminaren an, um danach den großen
Geldsegen als Lebens-Coach zu erfahren.
Pustekuchen!
Man muss nicht reich sein, um Glück zu
sein oder zu werden. Aber Selbstständigkeit gehört für mich zum
Glück dazu, genauso wie eine Arbeit um für dich selbst sorgen zu
können. Das setzt meistens allerdings voraus, dass man fleißig ist,
lernt und arbeitet!
Mir scheint es als wollte Doris Parrado
mit „Von der Schlampe zum Millionär“ eine Art modernes Märchens
schreiben, dass aufzeigt, dass du alles erreichen kannst. Leider ist
ihr dies meiner Meinung nach nicht geglückt. Vielleicht liegen mir
auch einfach Beginn, Entwicklung der Prota und das Ende als reiche
und unabhängige Frau zu weit auseinander.
Ich hoffe, dass Frau Parrado sich für
ihr nächstes Projekt einen neuen Verlag sucht, der etwas von seinem
Handwerk versteht, denn meiner Meinung nach sollte man nicht einfach
wild drauflos veröffentlichen.
Es könnte schief gehen!
Wertung:
♥ ♥
Für die Bereitstellung bedanke ich
mich dennoch ganz herzlich bei Doris Parrado!
Produktinformation:
Doris Parrado – Von der Schlampe zum
Millionär, 2012 im Schweitzerhaus Verlag erschienen
264 Seiten, 9,95 €
Dienstag, 1. Januar 2013
Rezension: Dana Phillips – Aber bitte mit Sake!
Dana Phillips – Aber bitte mit Sake! - Auf Kreuzfahrt mit 1000 Japanern
Mit Dana unterwegs auf dem Peaceboat
Inhalt:
„Du solltest die Stäbchen aus dem
Reis nehmen“, flüsterte sie mir zu, obwohl sie weiß, dass ihre
Eltern sowieso nicht verstehen, was sie sagt. „Ess- oder
Räucherstäbchen steckt man nur bei einer Totenfeier in den Reis.
Auf diese Art und Weise wird den Verstorbenen das Essen dargeboten.“
Schnell ziehe ich die Stäbchen aus dem Reis und lege sie neben der
Schüssel ab. Ich hoffe, Kimikos Eltern haben meinen Fehltritt nicht
bemerkt. Als Deutsche unter Japanern kann man einfach viel zu viel
falsch machen.“
(S. 63)
Dana muss eine Kollegin vertreten und
für die Zeitschrift „Die Komplizin“ nach Japan reisen und einen
Bericht über die Reise auf dem Peaceboat schreiben.
Für Dana erweist sich die reise als
sehr anstrengend, zudem muss sie auf eine Vielzahl von japanischen
Besonderheiten achten. Aber ihre kleinen Fehltritte in dieser Kultur
sorgen für eine wundervolle Portion Humor...
Meinung:
„Aber bitte mit Sake! - Auf
Kreuzfahrt mit 1000 Japanern“ ist bereits das zweite Buch des
Autorenduos Dana Phillips.
Der Schreibstil ist einfach nur
wunderbar. Authentisch, humorvoll und sehr detailliert berichtete uns
Dana Phillips von ihrer Reise nach Japan und später auf dem
Peaceboat.
Sehr bildhaft beschreiben Sie uns die
kuriosesten japanischen Hobbys und Eigenarten, erzählt uns von
Hashiko, dem treuen Hund, dem sogar eine Monument gebaut wurde,
berichtete uns von WC-Schuhen und Luxustoiletten.
Wir erfahren, dass Schlafzimmer immer
noch Luxus für Japaner sind und oftmals immer noch die Tatamis
abends ausgerollt werden um am nächsten Morgen wieder im Schrank
verstaut zu werden. Auch die Liebe der Japaner zu gemeinsamen
Frühsport und Sockenwaschens bekommen wir näher gebracht und
erklärt.
Doch ohne all die lieben und
freundlichen Japaner und Nichtjapaner, die Dana auf ihrer Reise
kennenlernt, würden wir nicht so viel über die japanische Kultur
erfahren und Dana wäre mit Sicherheit etwas hilflos gewesen. Denn
auch das Schicksal wollen die Japaner nicht herausfordern und halten
vor jedem Landgang einen Sicherheitskurs ab, sogar mit Rollenspielen,
bei denen die Passagiere gezeigt bekommen wie sie sich zu verhalten
haben und worauf sie achten müssen.
Ganz wundervoll finde ich auch die
Einleitung der einzelnen Kapitel, in er wir immer ein Gericht, den
Japaner des Tages, den Place-to-be und Danas Erkenntnis erfahren,
sowie am Ende eines jeden Kapitel eine zusammenfassende Kolumne.
„Aber bitte mit Sake!“ ist ein
humorvoller Reisebericht, der uns das Peaceboat näher bringt, von
dem ich vorher noch nie gehört habe, obwohl ich finde, dass es doch
mal sehr spannend wäre darüber eine Dokumentation zu sehen.
Ich bin gespannt, wohin die nächste
Reise des Autorenduos gehen wird und welche kulturellen Eigenarten
wir dann kennen lernen werden.
Alle Leser, die sich gerne mit fremden
Kulturen befassen und erfrischende Reiseberichte mögen, sollten
„Aber bitte mit Sake!“ unbedingt lesen.
Wer noch mehr Dana Phillips möchte
kann dann auch während der Wartezeit auf das nächste Buch noch
„Avanti amore“ lesen!
Wertung:
♥ ♥ ♥ ♥ ♥
Für die Bereitstellung bedanke ich
mich ganz herzlich bei Dana Phillips und Bastei Lübbe!
Produktinformation:
Dana Phillips – Aber bitte mit Sake!
- Auf Kreuzfahrt mit 1000 Japanern, 2012 erschienen bei Bastei Lübbe
270 Seiten, 8,99 €
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