Jocko Willink - Warrior kid
Wie mein Onkel Jack mir half, vom Außenseiter zum Kämpfer zu werden
Klappentext:Vom Außenseiter zum Kämpfer in einem Sommer
Über das Ende des Schuljahres ist Marc diesmal besonders froh und das hat mehrere Gründe: Er war eine Niete in Sport, Mathe war ihm zu schwierig und der Schulausflug wurde zur Katastrophe, weil er nicht schwimmen kann. Übertroffen wurde dieses Elend nur durch Kenney Williamson, der sich selbst zum König des Klettergerüsts erklärt hatte.
Als Marc von seiner Mutter erfährt, dass sein Onkel Jake zu Besuch kommen und den ganzen Sommer bleiben wird, kann er dessen Ankunft kaum erwarten. Onkel Jake ist ein echter Navy SEAL! Und er hat einen Plan: Er will Marc zu einem Kämpfer machen.
Wird Marc mit Jakes Hilfe über sich hinauswachsen, bevor im Herbst die Schule wieder beginnt - und sich endlich gegen den König der Kletterburg behaupten?
Meinung:
"Warrior kid" ist von Jocko Willink geschrieben. Onkel Jack ist nicht nur ein Onkel, sondern ein ehemaliger Navy-Seal, also quasi ein Superonkel, doof nur, dass er als Neffen eine kleine Nulpe hat. Zumindest sieht Marc sich selbst so. Er hat Probleme mit seinen Mitschülern, der Schule und kann auch nicht schwimmen. Ob es mit Onkel Jack anders wird?
Mir sind als ich das Buch aufgeschlagen habe zwei Dinge aufgefallen, einmal das die Zeichnungen im Comic-Stil sind, der mich an die Greg-Bücher erinnert (obwohl ich diese gar nicht gelesen habe) und zweitens der Patriotismus. Die Widmung ist für ehemalige Kollegen des SEALS, die schon gestorben sind. Ebenfalls erzählt die Mutter ihm etwas über die Kriege und die "bösen Jungs", denen Onkel Jack schon ins Gesicht geblickt hat. Schon sehr amerikanisch - vielleicht ein Ticken zu viel.
Das Programm des Onkels um seinem Neffen zu helfen, fitter zu werden und mehr Selbstvertrauen zu Gewinnen ist schon hart, und amüsant zu lesen - das haut den Patriotismus wieder ein wenig raus. Aber am wichtigsten ist es zu sehen, dass es am Ende funktioniert. Dass Marc an sich glaubt, nicht mehr das Duckmäuschen ist, was sich versteckt und seine erlernten Fähigkeiten auch nur dazu einsetzen will Schwächeren beizustehen.
Sehr gut hat mir am Ende der Brief an einen Onkel gefallen - mit dem persönlichen Kodex.
Der Schreibstil lässt sich durch das ganze Buch sehr gut lesen. Die Geschichte wird humorvoll und absolut kurzweilig erzählt und durch die Comiczeichnungen von Jack und Marc zusätzlich noch aufgelockert.
Ein Buch, dass vielleicht etwas für Eltern ist, deren Kinder den Glauben an sich und ihre Fähigkeiten verloren haben.
Wertung:
❤❤❤❤
Produktinformation:
Jocko Willink - Warrior kid, im März 2019 bei riva erschienen
192 Seiten, 14,99 €
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