Sonntag, 9. Juni 2013

100 Bücher, die man gelesen haben sollte (Jugendbücher)


Hallo zusammen,
ich habe grade einen ganz interessanten TAG gefunden, den ich für mich auch gerne machen möchte :-) Ich bin einmal gespannt, wie viele der Bücher ich schon gelesen habe!















Wahnsinnig viele Bilder, oder?
Und jetzt werde ich mal schauen, was ich davon gelesen habe und was bei mir noch subbt :-)

Gelesen:
Joane K. Rowling - Harry Potter (1) und der Stein der Weisen
Stephenie Meyer - Seelen
Stephenie Meyer - Biss zum Morgengrauen
Jay Asher - Tote Mädchen lügen nicht
J.R.R Tolkien -ä Der kleine Hobbit (ist bestimmt schon zwölf Jahre her *ufz*)
Anne Frank -Tagebuch
Michael Ende - Die unendliche Geschichte
Marie Lu - Legend (gehört)
Der kleine Prinz
Michael Ende - Momo
Ottfried Preußler - Krabat
Alex Flynn - Beastly
Kami Garcia - Sixteen Moons
Andrea Schacht - Kyria & Reb
C.J. Daughtery - Night School
Astrid Lindgren - Die Brüder Löwenherz
David Safier - Mieses Karma
Rainer Wekwerth - das Labyrinth erwacht
Ali Shaw - Das Mädchen mit den gläsernen Füßen
Ransom Riggs - Die Insel der besonderen Kinder

SuB:
Suzanne Collins - Die Tribute von Panem (1) Tödliche Spiele
Kerstin Gier - Rubinrot
Markus Zusak - Die Bücherdiebin
Morton Rhue - Die Welle (habe ich gewonnen und werde ich dann in einer Leserunde lesen)
Kai Meyer - Arkadien erwacht
Veronica Roth - Die Bestimmung
Lauren Oliver - Delirium
Maggie Stiefvater - Nach dem Sommer
Jennifer Benkau - Dark canopy
Isabel Abedi - Lucian
HoN - Gezeichnet
Antonia Michaelis - Der Märchenerzähler
Simone Elkeles - Du oder das ganze Leben
Ally Condie - Die Auswahl
Veronice Rossi - Gebannt
Ilsa J. Bick - Ashes
U. Poznanski - Erebos
Jane Austen - Stolz und Vorurteil
U. Poznanski - Saeculum
Tabitha Suzuma - Forbidden
John Grren - Eine wie Alaska
Monika Feth - Der Erdbeerpflücker
Richealle Mead - Blutsschwstern
Brodi Ashton - Ewiglich die Sehnsucht 
Betttina Belitz - Splitterherz
Nina Blazon - Faunblut
Lynn Raven - Der Kuss des Dämons
Jostein Gardener - Sofies Welt

 20 gelesen und 28 subben :-) Ich habe immer das Gefühl, dass so viele tolle Bücher bei mir noch subben, weil ich Angst davor habe, dass es irgendwann keine guten Bücher mehr gibt und ich dann noch eine eiserne Reserve habe - total bekloppt, oder? Wissen wir doch eigentlich alle, dass uns niemals der Lesestoff ausgehen wird!

Vielen lieben Dank an Pusteblume für diesen wundervollen TAG und die Arbeit, die sie darin hinein investiert hat!




Montag, 3. Juni 2013

Rezension: Geronimo Stilton – Der Mona-Mausa Code

Geronimo Stilton – Der Mona-Mausa Code

Ein spannendes Kunstabenteuer für die kleinen, cleveren Mäuse

Inhalt:
Gernimo Stilton ist der Verleger der Mäuse-Zeitung auf der Mäuseinsel. Seine Schwester Thea hat von ihrem neuen Freund, der im ;Museum arbeitet, dass es hinter der Mona-Mausa eine Schatzkarte geben soll. Gemeinsam mit Thea, seinem Cousin und seinem Neffen Benny wollen sie das Rätsel um die Mona-Mausa und ihr Geheimnis lösen!

Meinung:
„Der Mona-Mausa Code“ ist mein erstes Geronimo Stilton Buch. Natürlich bin ich ja auch nicht mehr unbedingt die Zielgruppe, dennoch hat es mir sehr viel Spaß gemacht die cleveren Nager bei ihrem Abenteuer zu begleiten.

Der Schreibstil ist wirklich kindgerecht und sehr leicht zu lesen. Auch die Schriftgröße ist größer als normal, was es für die Kinderaugen noch leichter macht. Was einem auch direkt auffällt ist die tolle Gestaltung des Buches und damit meine ich nicht nur die Zeichnungen, die sich im Buch befinden, sondern auch die zeichnerischen Unterlegungen mancher Worte, die natürlich auch immer zu dem Wort passen. So etwas habe ich bisher in keinem Kinderbuch gesehen und es gefällt mir wirklich gut.

Geronimo und seine Mäusefamilie ist wirklich sehr liebenswert und man schließt sie direkt in sein Leserherz und freut sich natürlich über jeden Fortschritt und am Ende die Auflösung der Geschichte und es Rätsels.

Für Kinder ist es ein wirklich tolles Buch, das auch zeigt, dass Lesen Spaß macht. Und viele Kinder werden Geronimo und seine Freunde bestimmt auch schon aus dem Kinderkanal kennen!
Ein wirklich tolles Buch, dass einfach Spaß macht – ich bin gespannt, welche Abenteuer Geronimo noch erleben wird!

Wertung:
♥ ♥ ♥ ♥

Produktinformation:
Geronimo Stilton – Der Mona-Mausa Code, übersetzt von Nadine Püschel, Mai 2013 bei rororo Rotfuchs erschienen
128 Seiten, 7,99 €


Sonntag, 2. Juni 2013

Rezension Chris Columbus & Ned Vizzini– House of secrets – Der Fluch des Denver Kristoff

Chris Columbus & Ned Vizzini– House of secrets – Der Fluch des Denver Kristoff

Ein spannendes Abenteuer in der Welt der Bücher

Inhalt:
Die Familie Walker ist auf der Suche nach einem neuen Zuhause. Die Kinder Brendan, Eleanor und Cordelia machen es ihren Eltern damit nicht unbedingt leicht. Doch als sie sich die alten Kristoff-Villa anschauen ist die gesamte Familie von diesem Haus begeistert. Doch leider stellt sich das Haus nicht als Traumhaus heraus, eher als Alptraumhaus. Denn die Tochter des verschwundenen Denver Kristoff, stellt sich als Windfurie heraus, trennt die Familie voneinander und nutzt sie für ihren gefährlichen Plan aus – sie sucht ein geheimnisvolles, gefährliches Buch, das Wünsche erfüllen kann....

Meinung:
Das Autorenduo Columbus & Vizzini liefert hier wirklich ein ganz wunderbares Buch ab. Ein Buch, dass nicht nur Kinder begeistern wird, sondern auch Erwachsene. Der Schreibstil ist sehr leicht zu lesen, was es somit für die kleineren unter uns einfacher macht. Aber er steckt auch voller Phantasie und nimmt uns mit auf eine große Reise durch die Bücher des Denver Kristoff.
Das Thema des Bücher im Buch ist hier auch wirklich ganz toll umgesetzt und ich finde es macht immer wieder Spaß solche Geschichten zu lesen.

Die Kinder erwarten viele gefährliche Situationen, spannende Abenteuer und Situationen, in denen sie über sich selbst hinauswachsen müssen um wieder nach Hause und zu ihren Eltern zu kommen.
Aber auch viele unterhaltsame und wirklich lustige Dinge passieren ihnen in dieser spannenden und abenteuerlichen Welt zwischen Piraten, Riesen und Kriegern.
Ab und an wird es auch mal etwas gruselig – aber wirklich in einem für Kinder erträglichem Maß.

Eines steht auf jeden Fall fest mit „House of secrets“ wird dir nicht langweilig. Immer wieder gibt es neue Wendungen und neue spannende Situationen und Welten, die entdeckt werden wollen. Ich hätte nie gedacht, dass mir ein Buch in dem ein Haufen wilder Piraten vorkommt, so gut gefallen würde. Ich denke auch, dass es grade für Jungs ein wirkliches tolles Buch sein kann.

Und auch die Optik darf man hier nicht außen vorlassen. Das Cover in seiner Farbeinvielfalt und mit der Tür mit der goldenen Schrift wirkt geheimnisvoll und macht Lust darauf den Buchdeckel zu öffnen und die wundersame Welt zu entdecken“ ganz toll!

„House of secrets. Der Fluch des Denver Kristoff“ ist ein wundervolles Buch voller toller Ideen und voll kindlicher Phantasie. Lasst euch entführen – und geht gemeinsam mit Brendan, Eleanor und Cordelia auf eine atemberaubende und unfassbare Reise!

Wertung:
♥ ♥ ♥ ♥ ♥

Produktinformation:
Chris Columbus & Ned Vizzini– House of secrets – Der Fluch des Denver Kristoff, im Mai 2013 bei Arena erschienen
457 Seiten, 15,99 €

Samstag, 1. Juni 2013

Rezension David Gray – Eine Studien in Angst Teil 1

David Gray – Eine Studien in Angst Teil 1

Eine Hommage an Sherlock Holmes

Meinung:
Diesmal möchte ich meine Rezension nicht in Inhalt und Meinung spalten, da ich einfach nicht zu viel zu dem Fall in „Eine Studie in Angst“ schreiben will, um das Überraschungsmoment einfach auf der Seite der Leser zu lassen.

David Gray hat mich vor ein paar Wochen gefragt, ob ich sein Buch „Eine Studie in Angst“ gerne lesen möchte. Nachdem ich mir die Leseprobe angeschaut habe, war ziemlich direkt klar, dass ich das unbedingt wollte. Ja, ich gebe es zu ich bin Sherlocked - ich liebe seine Fälle und da mein Freund auch von Holmes und Dr. Watson so begeistert ist, kenne ich mittlerweile ganz viele Verfilmungen und Serien. Und somit auch klassische Inhalte und Erkennungsmerkmale eines richtigen Holmes. Und was soll ich anderes sagen, als dass David Gray sehr sehr nah an an das Original herankommt.

Der Schreibstil passt perfekt in das viktorianische London und auch die Beschreibungen und die Eigenheiten der Charaktere passen hervorragend in diese Zeit. Man fühlt sich in eine andere Epoche versetzt und ich habe diesen Ausflug in den klassischen Detektivroman sehr genossen.
Aber es gehört ja noch mehr dazu einen tollen Sherlock-Holmes Roman zu schreiben, zum Beispiel die Fähigkeit der Deduktion. Und auch diese besitzt David Gray, denn sonst hätte er einen solchen „Fall“ nicht ausarbeiten können.

Sehr gekonnt ist auch die Einleitung in diesen Fall, in dem David Gray sich als den Finder einen verschollenen oder geheimgehaltenen Skripts von Dr. Watson erklärt. 

Ich verneige mich hiermit vor David Grays Arbeit und hoffe, dass wir bald Teil II zu lesen bekommen!

Wertung:
♥ ♥ ♥ ♥ ♥

Produktinformation:
David Gray – Eine Studien in Angst Teil 1, im März 2013 bei Create Spce erschienen
122 Seiten, 4,97 €

Freitag, 31. Mai 2013

Rezension: Rod Rees – Demi Monde (1) Welt außer Kontrolle – Die Mission

Rod Rees – Demi Monde (1) Welt außer Kontrolle – Die Mission

Eine komplexe Story, mit gesellschaftskritischem Inhalt

Inhalt:
Ella Thomas hat sich in eine gefährliche Situation begeben. Sie hat sich bereit erklärt Norma, die Tochter des Präsidenten, aus der Demi-Monde zu retten. Die Demi-Monde ist ein Computerprogramm, dass Soldaten als Trainingseinrichtung dienen sollte. Die Demi-Monde ist der extremste vorstellbare Lebensraum: Übermäßig viele Menschen auf kleinstem Raum, viele verschiedene Religionen und politischen Richtungen auf engstem Raum. Kein Platz für Entfaltung.
Ella reist nun in die gefährliche Welt voller Dupes um Norma zu retten – ob sie es schaffen wird?

Meinung:
„Demi-Monde“ war mir von vielen Blogs schon bekannt. Es war ein Buch, dass wirklich überall aufgetaucht ist – und dann bekam auch ich die Möglichkeit es zu lesen.
Ich habe einiges an zeit gebraucht, zum einen um in die Geschichte hinein zufinden und zum anderen brauchte ich auch Zeit um dieses Buch zu lesen. Es ist eines, dass sich nicht einfach so weglesen lässt. Man braucht Aufmerksamkeit und Konzentration um alles wahrzunehmen, was es neben der Unterhaltung noch vermittelt. Und ich finde, das ist eine ganze Menge. Angefangen bei den Charakteren und ihren Entwicklungen, als auch den verschiedenen Bereichen der Demi-Monde und ihrer Herrscher und Ausrichtungen. Aber dazu gleich mehr.
 
Der Schreibstil von Rod Rees ist einfach toll. Er beschreibt die Demi-Monde sehr bildlich, farbenfroh und bunt, kann man es allerdings nicht nennen. Düster, beängstigend und grausam ist diese Welt, in der fast jeder an sich denkt und ums Überleben kämpfen muss. Er schafft es den Leser in die Geschichte hineinzuziehen und auch dort fest zuhalten und den Leser mit Ella mit in ein absolut spannendes und gefährliches Abenteuer zu schicken.

Das Buch ist in Prolog, vier Teile und das Nachwort gegliedert. Zusätzlich finden wir noch einen Glossar vor. Grade der Glossar ist wirklich toll, oftmals fehlen sie in Büchern und hier muss man grade zu beginn der Geschichte noch einige Begriffe nachschlagen, weil man sonst einfach nicht alles verstehen und auffassen kann. Hilfreich sind aber auch auch die Auzüge am beginn eines jeden Kapitels, die Auszüge aus der Produktbeschreibung der Demi-Monde, aus politischen Schriften etc. darstellen.

Politik und Religion sind wichtige Themen in Demi-Monde, dass macht das Buch zu etwas besonderem auf dem aktuellen Fantasymarkt. Wir haben eine wirklich spannende und fantastische Geschichte mit vielen neuen Ideen, aber auch einer ganze Menge gesellschaftskritischer Themen.
Rod Rees setzt sich intensiv mit den verschiedenen Themen auseinander, manche bekommen neue Namen, jedoch nur minimal abgeändert, so dass man immer noch nachvollziehen kann worum es geht. So gibt es zum Beispiel den HerEtekalismus und den HimPerialismus und das schöne ist, dass man an dem Wort doch eigentlich direkt sieht, worum es geht. Heydrich und seine Untertanen und Bluthunde sorgen im FortRight für Angst und Schrecken. Aus Voodoo wird WhoDoo. Ebenso wird mit Bauwerken und Orten umgegangen. Die Wewelsburg wird zur WewelBurg und die Externsteine, die eine wichtige Rolle spielen, werden zu ExterStein.

Auch die Entwicklung der Charaktere ist wirklich toll ausgearbeitet auch wenn die Wandlung der Menschen manchmal sehr erschreckend ist. Ella ist und bleibt ein sehr liebenswürdiger Mensch auch wenn sie im Laufe der Geschichte natürlich an Reife gewinnt. Ihr Partner in der Demi Monde ist Vanka Maykow ein Trickbetrüger, der das erste Mal lernt auch für einen anderen Menschen einzustehen. Aber genauso merkt man wie Menschen, die eigentlich für das Gute kämpfen wollen, sich nicht weiter unterdrücken lassen wollen, dann selbst von der Macht gefressen wird und die ursprünglichen Ziele aus den Augen verliert.

„Demi Monde – Die Mission“ ist ein wirklich spannender Fantasy-Gesellschaftsroman, auf den man sich voll und ganz einlassen muss. Wenn es einem dann aber gelingt, wird man mit einer absolut einzigartigen Geschichte und fesselnden Charakteren belohnt, die einen neugierig auf mehr machen.
Hoffentlich dauert es nicht zu lange bis der zweite band in Deutschland erscheint!

Wertung:
♥ ♥ ♥ ♥ ♥

Produktinformation:
Rod Rees – Demi Monde (1) Welt außer Kontrolle – Die Mission, übersetzt von Jean-Paul Ziller,
im Januar 2013 erschienen im Goldmann Verlag
608 Seiten, 12,99 €


Donnerstag, 30. Mai 2013

Rezension: Carlos Rodrigues Gesualdi – Das Top Model (The super model)

Carlos Rodrigues Gesualdi – Das Top Model (The super model)

Das wichtigste ist die Freundschaft

Inhalt:
Bernardita ist ein wunderschönes kleines Mädchen, dass von fast allen um seine Schönheit beneidet wird. Sie ist nicht nur schön – sie ist gertenschlank und grazil, doch auch leider sehr schüchtern. So schüchtern, dass Bernardita keine Freunde hat und immer alleine ist. Als ihre Klassenkameradinnen eine Modenschau organisieren und das schönste Kleid nur ihr passt, wird es schwierig für Bernardita. Schafft Bernardita es in andere zu vertrauen und ihre Schüchternheit zu überwinden?

Meinung:
„Das Top Model“ ist mittlerweile das dritte Buch aus dem Amiguitos Verlag, dass ich euch vorstelle. Und wie immer ist es zweisprachig. Ich habe die deutsch-englische Ausgabe, es gibt aber auch eine Ausgabe in der spanischen Version.
Die Sprache ist sehr leicht zu lesen – und damit meine ich sowohl die englische, als auch die deutsche Version, so dass es auch für Kinder, die die Sprache erlernen einfach ist. Die angegeben Empfehlung liegt beim Ende des zweiten Jahres.

Die Geschichte ist wie ich es aus diesem Haus schon gewohnt bin, wieder sehr süß, kindgerecht und mit einer „kleinen“ Moral, die auch für Kinder leicht zu verstehen ist. Unterstützt wird sie auch wieder von schönen schwarz-weiß Zeichnungen, die den Inhalt um Bernarditas Geschichte wiedergeben. Die Zeichnungen sind aus der Feder einer ecuadorianischen Kinderbuchillustratorin namens Eulalia Cornejo Coello.

Wieder einmal eine wunderschöne und liebenswerte Geschichte für die jüngeren Leser unter uns, die es dennoch schafft auch Erwachsene zu begeistern!

Wertung:
♥ ♥ ♥ ♥

Produktinformation:
Carlos Rodrigues Gesualdi – Das Top Model (The super model), übersetzt von Michael A. Wright, Juliane Buschhorn und Claudia von Holten, im März 2013 bei Amuguitos erschienen
48 Seiten, 10,50 €



Mittwoch, 29. Mai 2013

Rezension: Carsten Stroud - Niceville (1)

Carsten Stroud – Niceville

Was stimmt an Niceville nicht?

Inhalt:
Niceville, ist entgegen ihres Namen, keine kleine nette Stadt. Aber was Niceville genau ist, kann man auch nicht sagen. Eine Stadt im Süden der USA, in dem es mehr Vermisste gibt, als in anderen Städten. Und nicht nur Vermisste. Irgendetwas scheint dort umzugehen, eine Art böse Macht, die die Menschen kontrolliert und sie dazu bringt Dinge zu tun. Und was haben die Gründerfamilien damit zu tun?

Meinung:
„Niceville“ ist kein Buch für zwischendurch. Am Anfang scheint es etwas schwierig zu sein, den verschiedenen Handlungssträngen und Charakteren zu folgen, dennoch wird es nach einigen Kapiteln klarer. Schwierig fand ich es nicht, höchstens ein bisschen gewöhnungsbedürftig. Aber jedes Buch ist anders und auf jedes Buch muss man sich neu einlassen. Und „Niceville“ ist es wirklich wert, den Kopf frei zu machen und sich dann von der Stadt vereinnahmen zu lassen.

Der Schreibstil von Carsten Stroud ist sehr angenehm zu lesen. Er schreibt sehr bildlich, versteht es Atmosphäre aufzubauen und schafft es auch dem Leser den ein oder anderen Schauer zu bescheren.
Es gibt immer wieder Situationen, in denen man merkt, dass es etwas nicht stimmt – etwas essentielles. Aber es ist nicht greifbar – nicht zu Beginn und auch noch nicht am Ende!
Der Schreibstil erinnert wirklich etwas an die Werke von Stephen King – und da ich King liebe, hat es mir das hier noch etwas einfacher gemacht.

Die Charaktere lernen wir alle ganz gut kennen. Was mich ein wenig verwundert hat, war dass man nicht wirklich einen Hauptprotagonisten hat – außer vielleicht die Stadt selbst, und das was im Crater Sink, diesem geheimnisvollen Wasserloch „lebt“. Wobei man darüber auch noch nicht wirklich Bescheid weiß. Die vielen Protagonisten sind einfach Teil der Geschichte um Niceville und um das, was in der Stadt vorgeht. Am wichtigsten scheinen jedoch die Mitglieder der Gründerfamilien zu sein – auch wenn diese ebenfalls noch geheimnisumwittert sind.

„Niceville“ überzeugt mit einem fantastischen Genremix aus Fantasy, Krimi und Horror und mit Carsten Strouds Ideenreichtum. Dieser lässt den Leser ebenfalls oftmals mit Unglauben in den Augen und einem offenen Mund zurück – aber das ist gut so.
Weniger gut ist allerdings, dass so viele Fragen offen bleiben. Das gibt natürlich keinen Punkteabzug, da ich mich in „Niceville“ verliebt habe, aber es macht die Zeit bis zum zweiten Band dieser Trilogie einfach so unsagbar lang.
Und ich hoffe, dass uns in „Die Rückkehr“ ein paar Fragen beantwortet werden!

Auch zur Optik muss man hier was sagen. Den das Buch sieht natürlich auch noch total schick aus. Und ich hoffe, dass die Folgebände auch optisch mithalten können. Das schönste ist natürlich der Buchschnitt, auf dem schwarze Raben/ Krähen fliegen – die im Buch natürlich auch eine Rolle spielen!

„Niceville“ ist ein literarischer Leckerbissen, der einen noch lange nach dem Lesen nicht loslässt und einen immer wieder über diese „unfreundliche“ Kleinstadt nachdenken lässt. Wer unkonventionelle und außergewöhnliche Storys mag, wird „Niceville“lieben! Ein Buch, dass polarisiert!

Wertung:
♥ ♥ ♥ ♥ ♥

Produktinformation:
Carsten Stroud – Niceville, übersetzt von Dirk van Gunsteren, im März 2013 im Dumont Verlag erschienen
506 Seiten, 9,99 €



Dienstag, 28. Mai 2013

Rezension: Graham Masterton - Irre Seelen

Graham Masterton – Irre Seelen

Von einer verfluchten Irrenanstalt und Leylinien

Inhalt:
Jack lebt mit seiner Frau und seinem Sohn zusammen und repariert Autos. Doch zufrieden stellt ihn das nicht wirklich. Alles wird anders als Jack, durch einen Zufall, auf das heruntergekommmene Anwesen im Wald trifft. „The Oaks“ ist ein ehemaliges Irrenhaus und in seinen Mauern verschwindet sein kleiner Sohn – und das ist nicht alles, was dort verschwunden ist.
Das Irrenhaus wurde geschlossen, als plötzlich das Haus über Nacht leer steht. Was ist damals geschehen und was ist mit Jacks Sohn passiert?

Meinung:
„Irre Seelen“ ist das erste Buch von Graham Masterton was ich gelesen habe. Sein Schreibstil lässt sich leicht lesen und er schafft es auch eine unheimlich und teilweise sehr grausame Atmosphäre zu erschaffen. Aber auch eine trostlose Leere heraufzubeschwören, die auch in „The Oaks“ vorherrscht.

Das Irrenhaus als Handlungsort für einen Horrorthriller scheint schon ausgelutscht zu sein, aber sind es nicht immer wieder die gleichen Orte, die uns Gänsehaut über den Rücken laufen lassen?
Alte, leerstehende oder heimgesuchte Häuser haben es mir angetan. Der Verfall, der beschrieben wird, die Orte, die plötzlich menschenleer sind und die Möglichkeiten, was dort alles passiert sein mag. So etwas trägt einfach unheimlich viel Potential in sich.
Die Insassen, die plötzlich verschwunden sind – aber immer noch da. Das alles klingt ziemlich unheimlich – und die aufgestaute Wut der untoten Geister will man auch nicht spüren müssen.
Aber Jack wird sie spüren. Er und all seine Gefährten müssen gegen die Geister ankämpfen um zu überleben und Jacks Sohn wieder zurückzuholen...

Ich finde, dass „Irre Seelen“ ein wirklicher guter Horrorroman ist. Der Druidenzauber war mir zwar teilweise etwas zu abgehoben, aber es war nicht schlecht. Es ist eben eine Geschmackssache. Auch der Gruselfaktor ist definitiv gegeben, dennoch habe ich leider nicht das Gefühl gehabt, dass die Angst nach mir greift. Entweder hat man irgendwann zu viele Bücher in diese Richtung gelesen, oder man brüht einfach ab. Aber das liegt nicht am Buch, sondern an mir!

Wer eine etwas andere Geschichte, mit altbekannten, aber gut bewährten Handlungsorten sucht und auch atmosphärische und bildliche Beschreibungen mag, sollte es wirklich einmal mit „Irre Seelen“ versuchen! Spannend, gruselig und manchmal auch ein wenig abgehoben – aber definitiv lesenswert!

Wertung:
♥ ♥ ♥ ♥

Produktinformation:
Graham Masterton – Irre Seelen, im November 2012 im Festa Verlag erschienen
448 Seiten, 13,95 €