Freitag, 13. Februar 2015

Rezension: Kai Meyer - Phantasmen

Kai Meyer – Phantasmen

Die Toten lächeln – und es ist ein böses Lächeln

Warum wollte ich das Buch lesen? Kai Meyer ist eine bekannte Größe im Bereich deutscher Jugend-Fantasy und als ich „Phantasmen“ in der Bücherei habe stehen gesehen, durfte es direkt mit mir nach Hause kommen.

Inhalt:
Plötzlich tauchen aus dem Nichts Geister auf. Und es werden immer mehr. Rain und Emma haben ihre Eltern bei einem Flugzeugabsturz verloren und wollen in der Wüste Abschied von ihnen nehmen. Auch die Freundin von Tyler, Flavie, soll bei dem Unfall umgekommen sein und auch er will sie ein letztes Mal in der Wüste sehen. Doch plötzlich wird alles anders, die Geister sind nicht mehr so harmlos. Aus unerfindlichen Gründen Lächeln sie – und ihr Lächeln ist tödlich....

Meinung:
Das Buch hat mich ein wenig zwiegespalten zurückgelassen, am Anfang kam mir die Geschichte sehr sehr schleppend vor. Ich hatte das Gefühl, das einfach nichts passiert – das ist natürlich nicht die optimale Ausgangslage für ein spannendes Buch. Und ich kann nur sagen, dass sich niemand mehr gefreut hat, als ich, als endlich etwas mehr Handlung ins Spiel gekommen ist. Es wurde unheimlich, mysteriös und teilweise sehr spannend – genau das, also, was ich mir von Kai Meyer versprochen habe.

Wenn man hier die ersten Seiten durchgehalten hat, dann hat man wirklich Glück und wird mit einer ungewöhnlichen und phantasievollen Story beschenkt. Auch die zwischenmenschlichen Beziehungen kommen hier nicht zu kurz und man erhält einen Einblick in die verletzten Seelen der Hauptfiguren. Aber nicht nur die Hauptfiguren sind interessant und fesselnd, viele der Nebencharaktere machen das Buch auch wirklich sehr lesenswert und bringen neue Wendungen und Eingebungen zu Tage. 
„Phantasmen“ mag nicht das beste Buch von Kai Meyer sein, aber es ist dennoch ein unterhaltsames und phantasievolles Buch, dass es verdient hat gelesen zu werden!

Donnerstag, 12. Februar 2015

Kurzrezension: Erik Axel Sund – Krähenmädchen

Erik Axel Sund – Krähenmädchen

Ein spannender Auftakt für die Victoria Bergmann Trilogie

Warum wollte ich das Buch lesen? Nachdem ich die erste Werbung für die Victoria Bergmann Trilogie gesehen habe war mir klar, dass ich es zumindest mit der Reihe versuchen muss und nachdem ich den ersten Band beendet habe ist mir auch klar, dass es nicht nur hierbei bleiben wird.

Inhalt:
In Stockholm wird ein toter Junge in einem Park aufgefunden. Die Leiche ist mumifiziert und weist schlimme Verletzungen auf, die auf Missbrauch hindeuten. Als eine weitere Leiche auftaucht bittet Jeanette Kihlberg die Psychologin Sofia Zetterlund um Hilfe, bei der eines der Opfer in Therapie war...

Meinung:
Hinter Erik Axel Sund versteckt sich ein schwedisches Männerautorenduo, dass mit dieser Trilogie alle Augen auf sich gelenkt hat. Und wie so oft scheint diese Trilogie eine Reihe zu sein, die polarisiert, entweder man liebt die Bücher und fliegt förmlich durch die Seiten oder aber man gehört zu der Gruppe, die sagen, dass es zu unrecht so gehypte Bücher sind. Ich gehöre glücklicherweise zu der ersten Gruppe und muss sagen, dass mich das Buch und die Geschichte sehr gefesselt hat.
Und somit ist es natürlich auch klar, dass „Narbenkind“ schon bereit liegt und bald gelesen wird.

Grade weil „Krähenmädchen“ der Trilogieauftakt ist und man nicht zu viel über die Inhalte verraten will, bleibt mir hier nicht mehr viel anderes als zu sagen, dass ich mich wirklich schon sehr auf den zweiten band freue und nicht weiß, was mich dort wieder erwarten wird, außer, dass es bestimmt genauso spannend weitergeht. Und wieder einmal wird klar, dass nichts tiefer und dunkler sein kann als die menschliche Psyche! 



Montag, 9. Februar 2015

Rezension: Sebastian Fitzek – Passagier 23

Sebastian Fitzek – Passagier 23

Wirr, abgedreht und ein Tabu-Thema – Fitzek so wie ich ihn mag

Warum wollte ich das Buch lesen? Ich habe nicht alle Bücher von Sebastian Fitzek gelesen, aber seit dem „Nachtwandler“ und „Abgeschnitten“ bin ich ihm ein bisschen verfallen und wollte natürlich ganz schnell das neue Buch lesen! Das Cover war hier auch sehr ansprechend!

Inhalt:
Martin Schwartz, Polizeipsychologe, hat vor 5 Jahren seine Frau und seinen Sohn auf der Sultan of the seas verloren. Was genau geschehen ist, kann niemand sagen. Seitdem ist er nicht mehr der alte und geht dem Tod nicht unbedingt aus dem Weg – auf der Arbeit nimmt er alle gefährlichen Einsätze mit und wird auch von seinen Kollegen als ein wenig verrückt angesehen.
Plötzlich in einem Einsatz ruft ihn eine ältere Dame an, die ihm, erzählt, dass es Hinweise auf das Verbleiben seiner Familie gibt, bzw. das ein verschwundenes Mädchen wieder aufgetaucht ist – mit dem Teddy seines Sohnes....

Meinung:
Sebastian Fitzek ist ein Autor, der polarisiert. Glücklicherweise gibt es genug Leser, die seine wirklich oft etwas wirren und abgedrehten Geschichten mag. Ich persönlich finde immer, dass ein Buch von Sebastian Fitzek ein bisschen was von einem Überraschungsei hat - egal was man auf dem Buchrücken gelesen hat oder was man sich unter dieser Geschichte vorstellt – es wird anders kommen und man wird überrascht. Und genau das liebe ich an seinen Büchern - ich kann mich zurücklehnen und weiß, dass er mich begeistern kann. 

„Passagier 23“ hat zum einen natürlich einen außergewöhnlichen Handlungsort, denn mir fällt auf die Schnelle kein Buch ein, dass auch auf einem Schiff bzw. Luxuskreuzer spielt. Es ist ein ungewöhnlicher Handlungsort und auch ein sehr großer mit vielen Ecken und Räumen, in denen sich wunderbar Geheimnisse oder aber auch Menschen verstecken lassen.

Auch die Charaktere hat Herr Fitzek wieder ganz toll ausgearbeitet und man kann einfach nicht anders, als gewisse Personen zu mögen und bei anderen etwas auf Distanz zu gehen – aber wer schon den ein oder anderen Fitzek gelesen hat, weiß, dass man sich hier nicht nur auf sein Näschen verlassen darf.

„Passagier 23“ möchte ich allen Thrillerfreunden ans Herz legen. Ich habe es geliebt, verwirrend, atemberaubend und einfach nur lesenswert!


Sonntag, 8. Februar 2015

Rezension: John Boyne – Haus der Geister

John Boyne – Haus der Geister

Eine Spukgeschichte aus dem England des 19. Jahrhunderts

Warum wollte ich das Buch lesen? Nachdem ich das Hörspiel „Das Durchdrehen der Schraube“ aus der Reihe des Gruselkabinetts gehört habe, bin ich für Geschichten dieser Art sehr offen und da John Boyne ja auch ein bekannter und geschätzter Autor ist, dachte ich mir, dass ich da ja nun wirklich nichts verkehrt machen kann. Das neblige und geisterhafte Cover hat mich natürlich auch sehr angesprochen.

Inhalt:
Nach dem Tod ihres Vaters reist die junge Eliza Caine in die englische Grafschaft Norfolk, um dort eine Stelle als Gouvernante anzunehmen. Doch schon am Bahnhof angekommen beschleicht sie das erste Mal ein komisches Gefühl und es wird immer mysteriöser. Denn als sie Gaudlin Hall betritt findet sie weder Eltern noch andere Erziehungsberchtigte für die Kinder Isabelle und Eustace vor. Was sie aber sehr schnell merkt ist, dass sie nicht alleine mit den Kindern in dem Haus ist. Eine dunkle Macht scheint umzugehen.

Meinung:
Ich habe bisher noch kein Buch von John Boyne gelesen und so liegt also auch „der Junge im gestreiften Pyjama“ tatsächlich noch auf meinem SuB – aber vielleicht ist es so besser gewesen. So konnte ich ohne irgendwelche Erwartungen an „Haus der Geister“ herangehen – und es hat sich für mich gelohnt, denn uns erwartet eine wirklich schaurig-schöne Geschichte, bezaubernd gemalt mit Worten, die genau aus dem 19. Jahrhundert zu stammen scheinen. Und ich finde, dass es wirklich ein Talent ist so atmosphärisch und passend zu schreiben.

Es ist ein Buch das berührt und begeistert und eine Geschichte, die immer weiter Stück für Stück aufgedeckt wird. Ich habe mit den Kindern mitgefühlt, deren Eltern sie anscheinend sich selbst bzw. verschiedenen Gouvernanten überlassen und genauso habe ich mit Eliza gelitten, die immer wieder von dieser dunklen Macht – einem Spuk – heimgesucht bzw. angegriffen wird. Niemals hätte Eliza erwartet so etwas in ihrem jungen Leben zu erleben. Und auch eine tragische Liebesgeschichte rührt ein wenig an das Leserherz!

Eine wundervolle Spukgeschichte mit tollen Charakteren und einem eindrucksvollen alten Herrenhaus als Haupthandlungsort – wer Spukgeschichten mag wird „Haus der Geister“ lieben!

Freitag, 6. Februar 2015

Rezension: Benjamin Schaschek & Hannes Koch – Sailing Conductors

Benjamin Schaschek & Hannes Koch – Sailing Conductors

Zwei Leichtmatrosen auf der weltweiten Suche nach Musik



Unerwartet spannend, authentisch und humorvoll



Warum wollte ich das Buch lesen?

Manchmal bekommen auch ganz normale Leseratten das Fernweh und dagegen hilft bestimmt ein Buch, in dem man über eine weite Reise mit einem Segelschiff lesen kann. Außerdem hat mich die Kombination aus Musik und Segeln interessiert.



Als ich das Buch das erste Mal in die Hand genommen habe, dachte ich, dass dauert wahrscheinlich sehr lange bis du das Buch ausgelesen hast, denn es ist ja immerhin irgendwie auch ein Sachbuch – auch wenn eher in der Form eines Erlebnisberichtes oder eines Reisetagebuches, und damit tu ich mich immer etwas schwerer. Doch dann kam alles anders...



Kaum hatte ich das Buch aufgeschlagen und mir die Reiseroute der beiden Tontechniker angeschaut und schon hatte ich los gelesen. Die ersten Seiten über das Kennen lernen, die Ausbildung der beiden und Bens Idee von Australien nach Hause zu segeln und Hannes Euphorie, dass Projekt gemeinsam zu starten.

Die einzelnen Kapitel sind so kurzweilig, authentisch und spannend, dass ich direkt viel mehr gelesen habe, als ich vorhatte und schon waren die ersten 50 Seiten gelesen, dann die nächsten....



Was das Buch dann noch lebendiger macht, sind die Fotos von den zwei Seebären und ihrer Marianne. Sie haben es geschafft Stimmungen und Momente einzufangen, die anderen Menschen Freude machen.



Die Tagebucheinträge von Ben und Hannes sind sehr unterhaltsam, man kann ein wenig nachvollziehen, was sie spüren, vermissen oder wovor sie Angst haben. Sehr amüsant sind auch kleine Anekdoten über das perfekte Frühstücksei, Piraten, die sich gedacht haben, da gibt es doch sowieso nichts zu holen oder auch gewisse Krankheiten.



„Sailing conductors“ ist ein Buch, dass ich Sachbuchmuffeln und Leseratten mit Fernweh ans Herz legen möchte. Es ist ein Buch, das unterhält und gleichsam spannend ist – ein Buch, bei dem man denkt, was sind die beiden Jungs mutig, mehr oder weniger unbedarft auf eine so lange Reise über die weiten Ozeane zu gehen.


Was man auch nicht vergessenen darf, ist die tolle CD, die man bei dem Buch dazu erhält. Sie enthält eine Auswahl von verschiedenen Liedern die Ben und Hannes auf ihrer Reise mit den Einheimischen aufgenommen haben. Es ist also nicht nur eine Lese- sondern auch ein Hörgenuss.



Des weiteren gibt es noch für die modernen Menschen unter uns, ich gehöre noch nicht dazu, die Möglichkeit verschiedene Videos anzusehen, die QR-Codes befinden sich im Buch und können einfach gescannt werden.



Ein wirklich wundervolles Buch – Hut ab!



Mittwoch, 4. Februar 2015

Dies und das - Alltag eines Mopses

Hallo zusammen,

so jetzt habe ich schon ein paar Rezensionen gepostet und geplant. Allerdings gibt es im Moment leider kein Bild des Buches oder von sonst irgendetwas, aber das wird sich hoffentlich im Laufe der Woche ändern. Ich weiß einfach nicht, was ich falsch mache, aber bei mir verwackeln die Bilder allesamt, während die bei meinem Mann immer schön klar sind - aber das wird er mir nachher bestimmt zeigen oder es richten, hoffe ich :-)

Ansonsten lese ich im Moment "Endgame" und bin auch schon fast fertig damit. Leider weiß ich aber noch gar nicht, was ich davon halten soll, denn schwer begeistert hat es mich auf den ersten 500 Seiten nicht. Wie ging es euch - konntet ihr euch von "Endgame" begeistern lassen? Obwohl ich auch "Panem" noch nicht gelesen habe, dachte ich doch, dass es gewiss ähnlich ist. Mal schauen, vielleicht schiebe ich es bald mal zwischen. Denn viel mehr als lesen kann ich gar nicht mehr - und das ist absolut furchtbar....

Ich habe das Gefühl, dass ich mich fast gar nicht mehr bewegen kann. Ich schleppe mich morgens aus dem Bett, auf die Couch - zwischendurch mal auf den Stuhl und das war es schon. Ich bin absolut glücklich, wenn ich es schaffe zu spülen, ein wenig Wäsche zu machen und zu kochen - und das wird ja nun noch ein paar Wochen so gehen. Hoffe ich zumindest. Ich möchte meinen Mäusen ja den bestmöglichen Start ins Leben schenken. Ich will auch eigentlich nicht jammern, aber ich bin jetzt in der 31. Woche, habe einen riesengroßen Bauch und Baby 1 wiegt geschätzte 1.700 Gramm und Baby 2 1.800 Gramm - das ist insgesamt/ ungefähr so viel, wie die Mama eines Einlings zu tragen hat. vielleicht fühle ich mich auch nicht wie ein Mops, sondern wie eine Seekuh....

Immerhin ist das Kinderzimmer nun fast fertig, die Bettchen muss der Papa noch aufbauen, den Heizstrahler anbringen und das war es dann fast schon. Ach nein, die Gardinen muss Papa auch aufhängen, Mama kann sie nur noch waschen. Wenn das Zimmer fertig ist und ich wieder mit dem Fotoapparat umgehen kann, mache ich mal ein paar Bilder. Ein gut eingerichtetes Bücherregal haben die Mäuse schon :-)

Bis bald - und dann bestimmt auch mit Fotos!

Rezension: Janet Clark – Finstermoos (1) Aller Frevel Anfang

Janet Clark – Finstermoos (1) Aller Frevel Anfang

Der Auftakt zu Janet Clarks neuer Thriller-Reihe für Jugendliche


Warum wollte ich das Buch lesen?
Bisher habe ich noch kein Buch von Janet Clark gelesen, aber die Werbung, die für „Finstermoos“ gemacht wurde hat mich neugierig gemacht und somit durfte das Buch bei mir einziehen. Was mich besonders angesprochen hat, war der Vergleich mit Krystyna Kuhns „Tal-Reihe“, von der ich – Asche auf mein Haupt – erst die erste Season beendet habe. Und das ist, dass muss man so sagen, einfach eine Hausnummer im Genre Jugendthriller/ Mystery.

Inhalt:
Luzie und Basti wohnen in Finstermoos und sie lieben sich – jedoch darf es niemand wissen, denn ihre Väter sind seit Jahren verfeindet. Doch dies soll nicht ihr einziges Problem bleiben, denn Valentin findet auf der Baustelle seines Vaters eine Babyleiche und die Finstermooser haben es nicht so gerne wenn fremde Leute in ihren Angelegenheiten herumschnüffeln. So wird es dann auch noch für die vierte im Bunde Mascha, die Tochter der Journalistin Maren Lindemann, gefährlich.

Meinung:
Wie am Anfang schon gesagt, ist „Finstermoos (1) Aller Frevel Anfang“ mein erstes Buch von Janet Clark – und sie konnte mich von sich überzeugen. Ihr Schreibstil ist angenehm und man
findet schnell in ihre Geschichte um das Dörfchen Finstermoos hinein. Und natürlich bin ich auch sehr neugierig, wie es hier weitergehen wird, denn das Buch endet natürlich....

Optisch wird es sich auf jeden Fall auch sehr gut im Bücherregal machen. Das Cover sieht toll aus und man findet diesen Ort auch im Buch wieder, ebenfalls wie das Innenleben des Klappbroschur einen Ort zeigt, der noch wichtig sein wird. Auch der Buchrücken ist in Form eines Zeitungsartikels sehr schön gestaltet.

Die Charaktere im Buch gefallen mir sehr gut – auch wenn man natürlich nicht alle einzuschätzen weiß, dennoch macht ja auch diese Tatsache das lesen erst so richtig interessant. Hat man Recht oder kommt doch noch alles anders? Die Einheimischen Finstermooser mit denen man mehr zu tun hat, wirken teilweise wirklich sehr seltsam auf den Leser. Egal, ob es sich um den Hoteleigentümer, Bastis Vater Franz, den Eventmanager, Luzies Vater, den Förster, oder aber auch die Familie Mosbichl handelt. Man hat das Gefühl, dass jeder versucht etwas vor den anderen zu verbergen.
Die große Frage ist nur, was hat es mit der aufgefundenen Babyleiche und Mascha und ihrer Mutter zu tun? Denn die beiden werden wahrlich nicht freundschaftlich in Finstermoos aufgenommen....

Eines ist klar, in „Finstermoos“ warten viele unheimliche und merkwürdige Situationen auf den Leser und unsere Protagonisten – denn der erste band ist für mich mehr eine Einführung, die neugierig darauf machen soll, was noch alles passiert. Man bekommt zwar auch schon hier und dort ein kleines Puzzelteilchen zugeworfen, aber viel damit anfangen kann man wirklich nicht.

Da das Ende aus einem bösen Cliffhanger besteht, wie sollte es auch anders sein – werde ich nun ungeduldig auf den zweiten Band warten, der im März 2015 erscheinen soll.

„Finstermoos (1) Aller Frevel Anfang“ kommt für mich nicht an den ersten Band der Tal-Reihe heran, aber dennoch scheint Janet Clarks neue Jugendbuchreihe sehr spannend und mysteriös zu werden. Definitiv eine Leseempfehlung!

Dienstag, 3. Februar 2015

Rainbow Rowell – Eleanor & Park

Rainbow Rowell – Eleanor & Park



Eine warmherzige und sehr authentische Liebesgeschichte


Warum wollte ich das Buch lesen? Als ich die Inhaltsangabe von „Eleanor & Park“ gelesen habe, wusste ich, dass ist ein Buch, dass ich definitiv lesen muss. Es versprach einfach eine schöne, wenn auch etwas außergewöhnliche Liebesstory zu werden. Das sehr schlichte Cover hat mir auch sehr gut gefallen.

Inhalt:

Nach einem Jahr zieht Eleanor wieder zu ihrer Mutter, ihren Geschwistern und ihrem Stiefvater Richie. Nicht nur, dass sie mit dem verhassten Stiefvater zusammenleben muss, nein, sie muss nun auch noch die Schule wechseln und wieder ganz von vorne anfangen. Wie gut, dass sie im Bus den Platz neben Park nehmen muss – wer weiß, was sonst passiert wäre....



Meinung:

„Eleanor & Park“ ist mein erstes komplett gelesenes Buch von Rainbow Rowell. „Liebe auf den zweiten Klick“ habe ich begonnen, weiß jedoch nicht, warum ich es nicht fertig gelesen – aber ich werde demnächst einen neuen Versuch starten. Ihr Schreibstil hat mir sehr gut gefallen und ich bin förmlich durch das Buch hindurch gerast – nach zwei Tagen war ich fertig mit der Geschichte und zugleich glücklich und auch sehr traurig, dass unser gemeinsamer Weg hier schon zu Ende war.



Die Aufmachung/ Optik des Buches schmückt sich mit Zurückhaltung und ich finde, es passt auch einfach sehr gut zum Inhalt der Geschichte bzw. den Charakteren. Was mir ebenfalls sehr gut gefallen hat, sind die kurzen Kapitel aus den wechselnden Perspektiven von Eleanor und Park.



Ich habe schon länger keine reine Liebesgeschichte mehr gelesen, aber was ist da schöner als eine Geschichte über die erste große Liebe? Und genau das bekommen wir hier. Zwei sehr unsichere Jugendliche, die wissen, dass sie einander mögen, aber nicht wissen, wie sie aufeinander zugehen sollen. Aber Park findet auch dafür die Lösung, seine Comics.



Eleanor und Park kommen aus Familien, wie sie verschiedener nicht sein könnten. Park kommt aus einer eher heilen Welt, in der jeder für den anderen da ist und man einander zuhört. Eleanor lebt in einem Zimmer mit ihren vier Geschwistern und muss immer Angst haben, dass ihr Stiefvater ihre Mutter verprügelt oder sich die Kinder besoffen vornimmt. Eleanor hat fast nichts – außer Park, und dieser ist ihr liebstes Geheimnis.



Ein bisschen Wehmut, ein bisschen Tragik – und soviel für das kleine Leserherz. „Eleanor & Park“ ist ein Buch, dass einen tief im Inneren berühren muss, das einen unterhält und zu Tränen rührt, das letzte Jugendbuch, was mir so gut gefallen hat war „Adorkable“ - ebenfalls eine wunderschöne Liebesgeschichte!



Wer eindrucksvolle und ganz besondere Charaktere mag und sich einfach mal wieder verzaubern lassen will, sollte sich auf jeden Fall Rainbow Rowells neues Jugendbuch „Eleanor & Park“ besorgen und sich damit ein paar schöne Stunden bereiten.

Wertung:
♥ ♥ ♥ ♥ ♥