Dienstag, 31. Mai 2011

Rezension: Denise Schlichting - Das Hexenquartett: Von Leben und Tod

Denise Schlichting - Das Hexenquartett: Von Leben und Tod


Es geht in die Hexenwelt....

Klappentext:
Nach einer Entführung erfahren Sonja, und ihre Freundinnen Rose, Blue und Tanja, dass sie Hexen und magisch verbunden sind. Ein spannendes Abenteuer beginnt....

Zwischen dem normalen Hexeninternatsalltag mit garantiertem Zickenalarm und dem Versuch, ein Geheimnis zu bewahren, müssen die vier Mädchen auch noch in den Kampf ziehen. Im Kampf versuchen sie, ihre Aufgabe als Hexenquartett, die Verteidigung aller magischen Wesen, zu erfüllen. Doch schon bald wird ihnen klar, dass der Tod ihr größter Gegener ist.

Werden die Mädchen es schaffen, selbst gegen den Tod anzukommen und wird ihre Freundschaft stark genug sein?

Inhalt:
"Rose, Blue und Tanja warteten schon ungeduldig am Bahnhof. "Da bist du ja endlich!", sagte Blue. "Ich kann es nicht glauben, dass wir uns für die nächsten Wochen nicht sehen. Aber in den Ferien verbringen wir die ganze Zeit im Baumhaus. Versprochen", meinte Rose und ich grinste. "Gerne, aber wir können auch schon gemeinsam Sachen unternehmen, wenn wir in Paris sind." 

Sonja zieht mit ihrer Familie von Frankreich nach Berlin. Dort lernt sie dann an ihrem Geburtstag Rose, Blue und Tanja kennen. Und dann findet sie auch noch Benny, einen Hundewelpen, der sich als Zauberer entpuppt und ihr sagt, dass sie und ihre Freundinnen, das Hexenquartett, gegen SIE kämpfen müssen...

Meinung:
"Das Hexenquartett - Von Leben und Tod" ist das Erstlingswerk von Denise Schlichting. Die Autorin ist 17 Jahre alt, und somit eine sehr junge Autorin mit einer Menge Potential zur Weiterentwicklung.

Ihr Schreibstil ist an einigen Stellen noch sehr holprig, und es fällt dem Leser auf, dass sie sich oft in ihrer Wortwahl wiederholt. Hier denke ich aber, dass in den Folgebänden bestimmt schon Weiterentwicklungen zu bemerken sind. Obwohl, wie gesagt - an einigen Stellen holprig, ist das Buch sehr flüßig zu lesen.

Die Grundidee zum "Hexenquartett" ist nicht neu, aber dass muss diese auch nicht sein, wenn individuelle Ideen gekonnt umgesetzt werden. Dennoch wirkt vieles altbekannt und auch die Handlung nimmt kaum Spannung auf. Alles wirkt etwas langsam und abgehackt und spannende Szenen kann man an einer Hand abzählen.
Aber nun wenden wir uns den positiven Punkten zu: mir gefällt das Hexenquartett und ihre elementaren Mächte, mir gefällt die Hexenwelt, in die man mit dem Überschallzug fährt und auch die Trennung zwischen der Hexenwelt und der Welt der Zauberer.
Denise Schlichting hält sich einige Optionen und Ansatzpunkte warm, mit denen sie in ihren Fortsetzungen arbeiten kann.

Nun zu den Charakteren: Leider sind ihr auch diese nicht wirklich geglückt. Der einzige Protagonist auf den näher eingegangen wird ist Sonja Sonnenschein. Doch kommt sie dabei gar nicht gut weg. Viel zu oft bemitleidet sie sich selbst, wirkt dadurch nervig und übergeht andere, wie z.B. ihre Familie und ihre Freunde.
Von den restlichen Charakteren erfährt erfährt man kaum etwas, sie geht nicht näher auf sie ein und so bleiben sie eher flach, ohne Tiefgang, Ecken oder Kanten.

Das Cover des Buches zeigt Sonja Sonnenschein auf dem Friedhof. Leser werden das Coverbild direkt in die Geschichte einordnen können.

Eingefleischte Hexenfans, die aus der Bibi Blocksbergphase herausgewachsen sind, könnten sehr viel Spaß mit diesem Buch haben. Für ältere Leser ist dieses Buch eher ungeeignet. Meine Hoffnung liegt, wie eben schon angemerkt darauf, dass Denise Schlichting sich schreibtechnisch in den nächsten Jahren und Büchern weiterentwickelt, denn Potenzial ist vorhanden.

Wertung:
♥ ♥ ♥

Für die Bereitstellung bedanke ich mich beim MTM Papierfresserchen Verlag!

Produktinformation:
Denise Schlichting - Das Hexenquartett: Von Leben und Tod, 2010 erschienen bei MTM Papierfresserchen Verlag
450 Seiten, 14,40 €

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