Freitag, 25. Februar 2011

Rezension: Edith Beleites - Graf Dracula: Mein Tagebuch

Edith Beleites - Graf Dracula: Mein Tagebuch


Ein Jahr im "Leben" des Grafen

Klappentext:
Endlich mal ein Tagebuch, das wirklich Biss hat!
Wenn man wirklich unsterblich ist, dann hilft nur ein Tagebuch dabei, sich an die schönsten Momente zu erinnern – und an die blutigsten. Graf Dracula ist kein Mann großer Worte – aber was er hier aus seiner Vergangenheit und Gegenwart berichtet, macht den akutellen Media-Hype um seinen entfernten Verwandten zum Kindergeburtstag. Graf Dracula hat sich geschworen, dem Medienrummel um alles Vampirische die WAHRHEIT entgegenzusetzen. Die Wahrheit über das Leben als Untoter, den Fluch der Lichtempfindlichkeit (gilt auch für Vollmondnächte), seinen gut sortierten Blutkeller, über High-Tech in Särgen und Probleme mit Mutti und den Bräuten.

Inhalt:
"Ich berichte von meiner literarischen Karriere, meinem heroischen Kampf und Sieg über sinnloses Blutvergießen, meinen Bräuten, Mutti, meinen kreativen Geschäftsideen sowie Mode- und Kosmetikgeheimnissen, Tricks für den Umgang mit wütenden Menschenmengen, meinen wissenschaftlichen Experimenten und meiner Großzügigkeit gegenüber meinem Volk. Unter anderem."

Meinung:
"Graf Dracula - Mein Tagebuch" bietet kurzweilige und amüsantes Lesevergnügen.
Wir begleiten den Grafen ein Jahr lang in seinem Leben als "Untoter", und er lässt uns mit Hilfe seines Tagebuches an seinen schönsten und blutigsten Momenten teilhaben.

Der Leser merkt sehr schnell welches Problem der Graf hat: Seine Mutti und seine Bräute verlangen vom Graf, dass er das Schloß Feratu wieder zu altem Glanze bringt. Doch woher soll das Geld kommen? Eine Renovierung eines Schloßes ist schließlich ziemlich teuer. Aber Dracula ist natürlich nicht auf den Kopf gefallen. Er hat sich einige Gedanken gemacht und dabei wirklich ein paar gute Ideen ausgearbeitet: er könnte Schriftsteller werden, Grußkarten designen, verschiedene Sargmodelle herstellen (natürlich ganz dem Vampir entsprechend und alles Unikate) oder auch Fotomodell werden. Aber wir lernen nicht nur den Geschäftsmann Dracula kennen, nein er führt uns auch seine Hobbys vor Augen.

Der Graf zählt sehr gerne, so ziemlich alles was ihm vor die Nase kommt. Auch ist er gesellschaftlichen Ereignissen gegenüber nicht abgeneigt, er veranstaltet Führungen, Wettrennen und nimmt an Wettbewerben teil.

Leider kann nocht nicht allzuviel zu den Ergebnissen gesagt werden, denn keine seiner Ideen brachte bis jetzt den erhofften Reichtum. Aber was ist auch schon ein mageres Jahr im Leben des Grafen?

Das Buch ist ein Hingucker. Ein kleines schwarzes Hardcover-Buch, mit verschnörkelten reliefartigen Mustern und einem schönen roten Lesebändchen.
Wenn wir das Buch öffnen, finden wir als erstes "ein altes Pergament" vor, es trägt den Titel "Gutes Blut auf einen Blick". Natürlich hat dieses hilfreiche Papier niemand anders entworfen als Graf Dracula. Dann folgen noch persönliche Daten und ein Vorwort des Grafen.
Das komplette Buch ist wie ein sehr altes handgeschriebenes Notizbuch gestaltet, ausgeschmückt mit vielen Erinnerungen und Details, wie z.B. Rechnungen, Listen, Visitenkarten und Fotos aus Draculas leben.

Ich empfehle dieses schöne Büchlein allen Vampirfreunden, mal ein ganz anderes Vampirbuch!

Für die Bereitstellung dieses Rezensionsexemplares bedanke ich mich lich beim Eichborn Verlag!

Produktinformation:
Edith Beleites - Graf Dracula - Mein Tagebuch, erschienen 2010 im Eichborn Verlag
160 Seiten, 12,95

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