Donnerstag, 7. Dezember 2017

Interview mit Bernd-Jürgen Seitz - Autor von "Das Gesicht Deutschlands"

Copyright privat

Interview mit Bernd-Jürgen Seitz - Autor von "Das Gesicht Deutschlands"

Im Nachgang zu meiner Rezension von Bernd-Jürgen Seitz Buch "Das Gesicht Deutschlands" habe ich die Chance erhalten Herrn Seitz ein paar Fragen zu stellen - heute bekommt ihr unser kleines Interview zu lesen!
Viel Spaß dabei!


Was war für Sie ausschlaggebend dieses Buch zu schreiben? Wie wurde die Idee geboren?

Im Laufe meines Berufslebens in der Naturschutzverwaltung bin ich immer weiter vom Kleinen zum großen Ganzen vorgedrungen, habe immer mehr versucht, das Heute aus dem Gestern abzuleiten. Habe mich mit Nutzungsgeschichte, Landschaftsgeschichte und Erdgeschichte befasst, bin schließlich beim Urknall angekommen und musste irgendwie wieder zurück finden. Das, habe ich mir gedacht, würde mir am besten gelingen, wenn ich ein Buch über mein Heimatland schreibe. Über das "Gesicht Deutschlands" und darüber, wie sein heutiges Aussehen geprägt wurde.
Wie lange war der Zeitraum der Entstehung von der Idee bis zum fertigen Druck?

Erstmals hatte ich die Idee bereits vor etwa 10 Jahren, habe auch Verlage angeschrieben und  bekam nur Standard-Absagen. Angeregt durch das Darwinjahr 2009 schrieb ich dann erst einmal einen Wissenschaftsromen mit den Themen Evolution und Katastrophen, der in Madagaskar spielt (Armin - (R)Evolution auf Madagaskar). Über diesen Roman habe ich Kontakt zur WBG aufggenommen und  es geschafft, meine frühere Idee umzusetzen.
Bei den zahlreichen Bildern, die Sie für dieses Buch gemacht haben, frager ich mich wie lange es gedauert hat eine derartig umfangreiche Sammlung anzulegen?

Ich bin Hobby-Fotograf und bin privat und beruflich viel in Deutschland unterwegs, so dass mit der Zeit viele Bilder zusammen kamen. Die großformatigen Bilder im Buch stammen aber überwiegend von Profi-Fotografen.
Welches Gesicht Deutschlands mögen Sie selbst am liebsten?

Ich habe im Buch drei "Zukunftsprojekte" beschrieben, die auch meine Lieblings-Landschaften repräsentieren: Den Südschwarzwald vor meiner Haustür, die Rhön in der Mitte Deutschlands sowie die Seenlandschaft und Ostseeküste in Mecklenburg-Vorpommern.
Wie sieht Ihr Arbeitsalltag aus, wenn Sie nicht recherchieren oder schreiben? 

Ich bin Leiter des Referats Naturschutz und Landschaftspflege im Regierungspräsidium Freiburg. Besonders stolz bin ich auf die Beteiligung bei der Entstehung des Biosphärengebiets Schwarzwald, das erst kürzlich von der UNESCO anerkannt wurde. Mein Arbeitsalltag ist aber auch von Verwaltungstätigkeiten geprägt.
Und nun natürlich: Was ist ihr Lieblingsbuch bzw. was lesen Sie momentan?

Gerade habe ich das Buch "Die Hauptstadt" von Robert Menasse gelesen, das den Deutschen Buchpreis erhielt. Das war aber nicht der Hauptgrund, sondern eher, dass meine Arbeit im Naturschutz stark von europäischen Regelungen geprägt ist. Es soll ja der erste "Europa-Roman" sein. Das Buch hat mich sehr beeindruckt und meine Vorurteile über die europäische Bürokratie zumindest teilweise bestätigt.

Herzlichen Dank, dass Sie sich die Zeit genommen haben meine Fragen zu beantworten und auch vielen Dank an die Vermittlung über Literaturtest!

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen