Samstag, 4. November 2017

Interview mit Patricia Thielemann - Autorin von Spirit Yoga

Copyright Nadja Klier

Interview mit Patricia Thielemann - Autorin von Spirit Yoga


Im Nachgang zu meiner Rezension von Patricia Thielemanns Buch "Spirit Yoga" habe ich die
Chance erhalten Frau Thielemann ein paar Fragen zu stellen - heute bekommt ihr unser kleines Interview zu lesen!
Viel Spaß dabei!

Liebe Frau Thielemann,
ich freue mich sehr, dass Sie sich ein paar Minuten Zeit nehmen um mir ein paar Fragen zu beantworten.

Als erstes möchte ich gerne wissen: was denken Sie, warum ist Yoga heute so gefragt? Das habe ich sogar an der Besprechung zu „Spirit Yoga" gemerkt, die in vier Tagen über 700 Mal aufgerufen wurde. Kommen eher die Menschen zu Ihnen, für die es hipp ist, Yoga zu machen oder Leute, die ihr Leben entschleunigen wollen und zu sich selbst finden?

Zu mir kommen vor allem Menschen, die mit beiden Beinen im Leben stehen und die im Yoga einen starken Gegenpol zum Auf und Ab des Alltags suchen. In einer sich scheinbar immer schneller drehenden Welt werden das von Tag zu Tag mehr.

Ich finde Ihre Arbeit und das, was Sie aufgebaut haben enorm. Ihre Arbeit scheint mir sehr vielseitig zu sein, unter anderem habe ich mir Ihren TEDx-Talk auf Youtube angesehen und finde, dass Sie sehr authentisch sind. Haben Sie noch Lampenfieber vor Vorträgen?

Wer sich für etwas engagiert, der gibt immer auch ein Stück von sich preis.
Kein Wunder, dass da auch Aufregung im Spiel ist. Als ich jünger war, hatte ich manchmal Angst, mein Gesicht zu verlieren und lief deshalb häufig nur auf halber Kraft. Natürlich tut Scheitern weh, aber nur wenn man das in Kauf nimmt, ist man auch in der Lage ganz aus seiner Kraft heraus zu agieren.
Seitdem ich das verstanden habe, kenne ich kein Zurück.

Was ist für Sie der schönste Aspekt an Ihrer Arbeit?

Wenn ich die Augen der Teilnehmer nach einer gelungenen Yogaklasse wieder leuchten sehe und sie so aufatmen, als würden sie am Meer stehen oder über die Berggipfel schauen.

 Was macht Sie persönlich glücklich?

Guter Humor, echte Verbindungen, ein Spaziergang am Morgen,
Reisen in ferne Länder und natürlich Yoga.

Ist es einfach, „Spirit Yoga“ und Familie unter einen Hut zu bekommen? 

Copyright Nadja Klier
Ein mittelständisches Unternehmen mit über 200 Mitarbeitern zu führen und zwei halbwüchsige Jungs großzuziehen ist natürlich ein andauernder Balanceakt. Es ist aber genau dieses persönliche Spannungsfeld, das mir hilft, Spirit Yoga den lebensnahen Bezug zu verleihen.Ich bleibe dadurch wach und frage mich immer wieder aufs Neue, ob das, was ich tue auch wirklich trägt. Gerade wenn es um das Thema Yoga geht, ist das wichtig. Ich möchte mich nicht auf Wolke 7 beamen, sondern bestmöglich im hier und jetzt ein gutes und sinnstiftendes Leben führen. 
 
Haben Sie noch neue Pläne und Ideen?
 
Ja, ich habe noch einiges vor und ich bin mir klar darüber, was ich tun muss, um meine Pläne zu realisieren. Ideen zu haben ist schön, erfüllend ist, wenn auch die Umsetzung gelingt.


Und nun, eine sehr wichtige abschließende Frage: Haben Sie selbst Zeit zu lesen und was ist Ihr Lieblingsbuch?

 Ich lese verhältnismäßig viel. Es erweitert meinen Horizont und speist auch meinen Yoga-Unterricht. Nicht umsonst habe ich in meinem Buch das Gespräch mit Schriftstellern, Künstlern, Philosophen und Geistlichen gesucht.Im Moment liegen „Tyll“ von Daniel Kehlmann und „Zwischen Koran und Kafka“ von Navid Kermani, „Zukunft wagen“ von Matthias Horx, „Der unendliche Augenblick“ von Natalie Knapp, „Durch Mauern gehen“ von Maria Abramovic und „Resonanz“ von Hartmut Rosa auf meinem Schreibtisch.

Herzlichen Dank, dass Sie sich die Zeit genommen haben meine Fragen zu beantworten und auch vielen Dank an die Vermittlung über Literaturtest!





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