Freitag, 4. August 2017

Ingar Johnsrud - Der Hirte

Ingar Johnsrud - Der Hirte

Explosiver Auftakt der Trilogie um den Osloer Ermittler Fredrik Beier

Klappentext;
Die Tochter der einflusssreichen Politikerin Kari Lise Wettre wird vermisst - ein Routinefall für Hauptkommissar Fredrik Beier. Dock kurz darauf wird Beier nach "Solro" beordert, einen alten Hof vor den Toren Oslos. Fünf Männer wurden auf dem Sitz der christlichen Sekte "Gottes Licht" grausam ermordet. Das Gelände des Hofs erinnert an einen Hochsicherheitstrakt, und im Keller des Gebäudes stoßen die Ermittler auf ein Labor, dessen Zweck sie sich nicht erklären können. Von den restlichen Mitgliedern der Sekte fehlt jede Spur, unter ihnen die vermisste Annette Wetre....

Meinung:
Gestern Abend habe ich den "Hirten" beendet und ich muss sagen, dass ich etwas zweigespalten bin, was das Ende betrifft - durchaus aber verstehen kann, wieso einem dieses Buch angepriesen wird.

Ingar Johnsrud hat sich hier eine wirklich gute Story ausgedacht, die in Anbetracht der Seitenanzahl auch schnell in Fahrt kommt - er erzählt die Geschichte mit zwei Handlungssträngen, den aktuellen Fall "Solro", aber auch ein historischer Strang in dem es um eine Gruppe von Rassenforschern geht, die sich die "Wiener Bruderschaft" nennen. Es werden dem Leser dadurch schon einige Hinweise gegeben, so dass man erahnen kann, wo es von der Thematik her, hingeht.
Aber auf ganz viele Dinge kommt man eben auch nicht, weil es so gut konstruiert ist uns so eine komplexe Story ist.

Der Schreibstil von Ingar Johnsrud gefällt mir sehr gut. Er lässt sich gut lesen, er baut immer wieder ordentliches Tempo auf und meiner Meinung nach, existieren hier fast keine Längen. Es gibt kein unnötiges Geplänkel.

Bei den Charakteren ist es so, dass man sie entweder ziemlich schnell mag, oder eben auch nicht. Fredrik Beier ist nicht der typische Goodguy, aber er ist ein ehrlicher Mensch und ein guter Ermittler, ebenfalls mit von der Partie sind Andreas Figueras und seine neu Partnerin Kafa Iqbal. Nicht sonderlich sympathisch dagegen wirkt Sebastian Koss, er ist ungehobelt und überheblich und auch seine Familiengeschichte, im Zusammenhang, mit diesem Fall ist nicht ganz klar.

"Der Hirte" ist ein wirklich gutes Buch, ein spannender Thriller, der mich auf jeder Seite mitgenommen hat, aber das Ende hat mich so unbefriedigt zurückgelassen. Zumal man noch nicht weiß, wie es im zweiten Band weitergeht - gibt es einen neuen Fall oder lässt Fredrik Beier sich auch nicht mit dieser Erklärung abspeisen....ich hoffe letzteres!

Dennoch trotz keinem versöhnlichen "wahren" Ende für mich, bekommt dieser wirklich gute norwegische Thriller fünf Sterne!

Wertung:
♥ ♥ ♥ ♥ ♥

Produktinformation:
Ingar Johnsrud - Der Hirte, im Juni 2017 bei blanvalet erschienen,
511 Seiten, 14,99 €

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