Donnerstag, 9. Juli 2015

Rezension: Susanne Aernecke – Tochter des Drachenbaums

Susanne Aernecke – Tochter des Drachenbaums

Zurecht wird hier schon von der Drachenbaum-Saga gesprochen: Wundervoll, authentisch und einfach nur lesenswert

Warum wollte ich das Buch lesen?
Aufgrund der Leseprobe und der Kurzbeschreibung habe ich mich für dieses Buch entschieden – und muss hier sagen, dass das Cover das einzige war, was mich ein wenig abgeschreckt hat. Nicht weil es nicht schön wäre, denn das ist es definitv, sondern einfach weil es zu historisch aussah. Und ich mag doch keine dicken, historischen Schinken. Eigentlich....

Inhalt:
Romy Conrad ist Ärztin und wird nach einem Absturz beim Klettern von Visionen ähnlichen Träumen heimgesucht, die sie gemeinsam mit ihrer krebskranken Freundin Thea auf die Kanareninsel La Palma verschlagen. Dort angekommen taucht sie noch mehr in die Vergangenheit der Insel ein und einer mystischen Frau, Iriome, die einst zu den Urvölkern von La Palma gehörte. Iriome war eine Heilerin ihres Volkes, die letzte. Denn ihre Vorgängerin Tichiname sah den Untergang und die Vernichtung ihres Volkes durch die spanischen Konquistadoren. Nun muss Iriome das Geheimnis der Heilerinnen, welches gleichzeitig das Geheimnis des Lebens ist, wahren und schützen.

Meinung:
Als das Buch ankam war mein erster Gedanke: Wow, ob du das jemals packen wirst und ob es dir nicht zu historisch sein wird? Aber ich muss sagen, dass meine Bedenken hier absolut grundlos waren. Nicht weil der historische Teil so gering ausgefallen ist, denn das ist er absolut nicht. Nein, aber er ist einfach absolut spannend und fesselnd gewesen. Und das passiert mir bei historischen Büchern nicht allzu oft.

Susanne Aernecke sagte mir bis dato noch gar nichts, aber das hat sich ja nun glücklicherweise geändert. Ihr Schreibstil ist einfach absolut toll. Sie beschreibt die Situationen, Träume, Landschaften sehr detailliert und gibt auch den unschönen Situationen und den fiesen Charakteren ein Gesicht – sie versteht es einen vollkommen in ihre Geschichte zu saugen und das immerhin über 500 Seiten.

Aber der Schreibstil allein macht noch keine Geschichte groß oder zu einer Saga, dazu gehört noch mehr: Phantasie und die Gabe eine Geschichte zu weben. Und genau das hat die Autorin hier gemacht. Eine große, bunte, vielfältige, Geschichte voller Liebe und Schmerz über die Jahrhundert hinweg gewoben. Meiner Meinung nach bringt „Tochter des Drachenbaums“ alles mit um eine große Saga zu werden und ich bin schon total unruhig und gespannt auf den zweiten Band um Romys Schicksal und das ihrer „Vorfahren im Geiste“. 



Ich kann es nicht erwarten all die liebgewonnenen Charaktere widerzutreffen und mit Sicherheit auch neue kennenzulernen. Grade das weitere Schicksal von Iriomes Sohn Tamanca interessiert mich brennend und ich bin gespannt, ob er es schaffen wird Amakuna zu schützen.

Mir bleibt hier nicht mehr zu sagen, als dass es ein wirklich wundervolles Buch ist, dass man sich näher anschauen sollte und dem man eine Chance geben sollte groß zu werden!

Eine große Stammes-, Lebens- und Liebesgeschichte – über die Jahrhunderte hinweg! Großartig!

Wertung:
♥ ♥ ♥ ♥ ♥

Produktinformation:
Susanne Aernecke – Tochter des Drachenbaums, im Mai 2015 im Europa Verlag erschienen,
582 Seiten, 16,99 €


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