Freitag, 31. Juli 2015

Rezension: Patricia Koelle – Das Meer in deinem Namen

Rezension: Patricia Koelle – Das Meer in deinem Namen

Mein Sommer-Seelen-Wohlfühlbuch

Warum wollte ich das Buch lesen?
Die Inhaltsangabe las sich so schön und wenn man sich dann noch das wunderschöne, aber sehr schlichte Cover anschaut, weiß man wieso ich es lesen musste. Das Buch wirke auf den ersten Blick direkt heimelig.

Inhalt:
Carly wächst bei ihrer Tante Alissa auf, nachdem ihre Eltern bei einem Unfall ums leben gekommen sind. Dieser Unfall sorgt dafür, dass Alissa die Kinder dazu bringt sich vom Wasser fernzuhalten. Doch nun ist Carly erwachsen und im Moment ohne Arbeit – da bietet ihr Thore an, ein altes Reetdachhaus, welches er geerbt hat für den Verkauf herzurichten. Doch sind es direkt zwei Aufgaben, die sie hier hat – sich von Thore zu lösen und sich ihrer Angst vor dem Meer zu stellen...

Meinung:
Ich finde, es ist schwierig diesem Buch gerecht zu werden, denn eigentlich reichen ein oder vielleicht auch zwei Sätze, die da lauten würden:

Lest dieses Buch! Es ist gemütlich und nachdem ihr es euch zwischen seinen Seiten eingekuschelt habt, werdet ihr glücklich sein!

Aber nein, das reicht nicht. Man muss als erstes sagen, dass Patricia Koelle mit ihrem Buch „Das Meer in deinem Namen“ schon im letzten Jahr mit einer ebook Ausgabe sehr erfolgreich war und das Buch schon ganz ganz viele positive Bewertungen hat. Und dieses Jahr war es dann soweit, dass das Buch bei einem großen Publikumsverlag erschienen ist – was für ein Glück.

Jetzt nach dem ich das Buch gelesen, nein geliebt, habe muss ich sagen, dass es gar nicht anders möglich ist, als sich hier zwischen den Seiten zu verlieren. Patricia Koelle hat einen sehr angenehmen Schreibstil, der einen alles andere vergessen lässt und einen mit an die Ostsee, nach Ahrenshoop – und in ein altes Reetdachhaus namens Naurolokki nimmt. Man kann sich die Umgebung ohne Probleme vor Augen führen und bekommt Sehnsucht. Sehnsucht nach dem Meer, der Sonne und dem Sommer – ein wirklich schönes Gefühl!
„Er war eine unvergängliche, besondere Liebe, der zu begegnen man das erstaunliche Glück haben kann und deren Glanz und Schmerzlichkeit gleichermaßen gegenwärtig bleiben. Geschliffen zwar vom geschehen und von der Zeit wie Jorams Treibholz, aber ebenso lebendig wandelbar und ebenso unsinkbar wirklich.“
(S. 167)
Aber zurück nach Naurolokki: Dort begeben wir uns mit Carly auf Spurensuche. Denn sie sortiert nicht nur aus, was sie Thore versprochen hat – genauso findet sie Spuren aus dem Leben von Henny Badonin und Joram Grafunder. Kleine Briefchen, kurze Notizen und wundervolle Kunstwerke aus Treib- und Wurzelholz. Aber sie findet noch mehr – die Liebe zum Meer, die sie gegen die Angst eingetauscht hat, neue interessante Menschen, Freunde und die Liebe zum Tee.



„Das Meer in deinem Namen“ ist ein äußerst warmes Buch, ein Herzbuch, dass ich immer wieder zur Hand nehmen werde um mich in seine Seiten zu kuscheln und schon bald, werden wir auch den zweiten Band lesen können „Das Licht in deiner Stimme“. Und vielleicht hat Patricia Koelle ja auch schon weitere Ideen für spannenden und gefühlvollen Lesestoff!

Wertung:
♥ ♥ ♥ ♥ ♥

Produktinformation:
Patricia Koelle – Das Meer in deinem Namen, erschienen im Mai 2015 im Fischer Verlag, 544 Seiten, 9,99 €

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen