Sonntag, 19. April 2015

Rezension - Anna Todd - After (1) passion




Anna Todd – After (1) passion

Ein Buch, dass die Gemüter spaltet – und mich auch...

Warum wollte ich das Buch lesen?
Mit der Buchreihe von Anna Todd ist es wie mit „Shades of grey“ - man kommt einfach nicht daran vorbei. Das Buch wurde so gehypt, dass man es auf jedem Blog und in jedem Forum gefunden hat. An diversen Leserunden und Rezensionen kam und kommt man einfach nicht vorbei. Also habe auch ich mich dazu verleiten lassen, eine weitere Buchreihe zu beginnen.

Inhalt:
Zum Inhalt kann man eigentlich nicht all zu viel sagen ohne zu viel zu verraten. Sagen wir mal so, es geht um zwei junge Erwachsene, die unterschiedlicher nicht sein könnten und sich ineinander verlieben. Natürlich geht das nicht ohne unendlich viele Tiefen und Höhen, da natürlich auch die Seiten dieses dicken Schinkens gefüllt werden wollen.

Meinung:
So und jetzt kommen wir zum schwierigen Part, denn mich konnte das Buch nicht ganz glücklich und erfüllt zurücklassen. Aber fangen wir erst einmal beim Schreibstil an, der war nicht übermäßig anspruchsvoll, dass habe ich bei diesem Roman aber auch nicht erwartet. Dennoch hat Anna Todd es geschafft mich relativ schnell in die Geschichte um Tessa und Hardin zu ziehen. Außerdem erleichtert der Schreibstil gepaart mit den kurzen Kapiteln den Lesefluss.
Zur Wortwahl ist zu sagen, dass sich Anna Todd oft der Jugendsprache bedient und im Zusammenhang mit Hardin auch schon des öfteren in die Fäkalsprache verfällt. Damit war natürlich auch zu rechen – und somit ist es vollkommen in Ordnung.



Nun zur Geschichte an und für sich: Es ist im Prinzip nichts neues und dennoch kaufen so viele Frauen die Bücher und lesen diese. Und vielen geht es wahrscheinlich auch wie mir, man denkt es ist nicht wirklich etwas neues, baut eigentlich immer wieder auf Wiederholungen auf (Hardin rastet aus, benimmt sich wie ein Arschloch und verträgt sich wieder mit Tessa – Hardin rastet aus, benimmt sich wie ein Arschloch....usw.) und trotzdem vermag aus irgendwelchen Gründen zu fesseln. Im Inneren des Buches wird mit „emotionalen Explosionen“ und „ungeahntem“ geworben, das finde ich ist ein wenig übertrieben. Denn ich muss sagen, dass es mich gefühlsmäßig nicht berührt hat. Ich fand die Geschichte interessant, obwohl wir hier Charaktere haben, die du gebündelt nirgendwo so treffen würdest – die meisten wirken zu extrem. Und auch Hardin und Tessa sind natürlich totale Extreme.

Was uns nun doch noch zu den Charakteren bringt. Am wichtigsten sind natürlich Tessa und Hardin. Tessa ist ein absolut braves Mädchen, dass zum studieren auszieht. Sie zieht sich brav an, widerspricht ihrer Mutter nicht, ist seit Kindertagen mit ihrem Freund zusammen und natürlich keusch – und nun wirft sie all ihre bisherigen Einstellungen über Bord. Wegen Hardin, dem tätowierten Punk (das ist mir immer wieder übel aufgestoßen, dass er permanent so genannt wird - für mich lässt es auf eine niedrige Toleranzschwelle der Autorin schließen), der so undurchsichtig und geheimnisumwittert ist wie Christian Grey (zumindest wird es so dargestellt) und gegen alles und jeden zu rebellieren scheint. Ganz schlimm ist auch Tessas Mutter, die nicht an ihr Kind und seine Gefühle denkt, sondern nur an sich selbst. Die Clique von Hardin wirkt genauso unrealistisch wie Tessa und Hardin selbst. Wie gesagt scheinen alle nur in extremen zu existieren.

Und trotz all der Kritik, die ich an diesem Buch habe, hatte ich Spaß beim lesen. Merkwürdig, oder? Ich kann es selber nicht ganz verstehen, grade wo mich das Ende auch noch absolut aufgeregt hat, da es eine Kindergartenauflösung war. Wer den ersten Band gelesen hat, weiß direkt was ich meine. Tja und trotz allem liegt hier „After (2) truth“, dass ich tatsächlich vorbestellt hatte.

Viele Kritikpunkte habe ich hier aufgeführt und dennoch bekommt der erste Band der Reihe von mir 3 Sterne – und ich bin gespannt, was Anna Todd sich für den zweiten Band überlegt hat.

Wertung:
♥ ♥ ♥









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