Sonntag, 15. Februar 2015

Rezension: Mariken Jongman – 5 Dinge, die ich über meinen Vater weiß

Mariken Jongman – 5 Dinge, die ich über meinen Vater weiß

Ein etwas anderer Coming-of-age Roman


Warum ich das Buch lesen wollte? Da ich selbst seit Jahren keinen Kontakt mehr zu meinem Vater habe, behandelt das Buch ein Thema, dass mich natürlich interessiert, auch wenn die Situation hier noch ein wenig anders gelagert ist.

Inhalt:
Kiki kennt ihren leiblichen Vater nicht. Eigentlich weiß sie so gut wie gar nichts über ihn, denn ihre Mutter versucht sie immer wieder davon zu überzeugen, dass sie nicht mehr weiß, wie er aussieht, noch wie er heißt. Sie sagt ihr nur, dass er Bassist ist und sie in einer Besenkammer entstanden ist – Dinge, die eine Pubertierende bestimmt auch nicht unbedingt wissen will. Kiki macht sich nun auf die Suche nach der Vergangenheit und falls es alles nichts bringt, dann bastelt sie sich eben ihren eigenen Vater...

Meinung:
Der Schreibstil von Mariken Jongman gefällt mir sehr gut. Er ist leicht zu lesen, unterhaltsam und man fliegt förmlich durch das Buch hindurch. Die Suche von Kiki nach ihrem Vater wird sehr kurzweilig beschrieben und man möchte als Leser natürlich auch wissen, ob sie es schafft und alleine das hält einen bei der Stange. Außerdem die sehr humorvolle Idee sich einen eigenen Vater aus verschiedenen Bassisten zu basteln.

Dennoch wünsche ich mir an einigen Stellen mehr Tiefgründigkeit, denn die Suche nach dem Vater bzw. den eigenen Wurzeln ist ja auch eine sehr emotionale Sache, die einen wirklich nicht mehr loslässt. Wobei man hier wieder entschuldigend sagen muss, dass Kiki ja noch ihren Ziehpapa Wieger hat, der zwar auch nicht mehr mit ihrer Mutter zusammenlebt, aber dennoch immer für sei da ist.

„5 Dinge, die ich über meinen Vater weiß“ ist ein Buch, dass es versteht zu unterhalten und einem eine gemütliche und humorige Lesezeit beschert. Dennoch denke ich, dass es ein typisches Jugendbuch ist, und nicht wie so viele andere ein„All-Age-Roman.

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