Sonntag, 8. Februar 2015

Rezension: John Boyne – Haus der Geister

John Boyne – Haus der Geister

Eine Spukgeschichte aus dem England des 19. Jahrhunderts

Warum wollte ich das Buch lesen? Nachdem ich das Hörspiel „Das Durchdrehen der Schraube“ aus der Reihe des Gruselkabinetts gehört habe, bin ich für Geschichten dieser Art sehr offen und da John Boyne ja auch ein bekannter und geschätzter Autor ist, dachte ich mir, dass ich da ja nun wirklich nichts verkehrt machen kann. Das neblige und geisterhafte Cover hat mich natürlich auch sehr angesprochen.

Inhalt:
Nach dem Tod ihres Vaters reist die junge Eliza Caine in die englische Grafschaft Norfolk, um dort eine Stelle als Gouvernante anzunehmen. Doch schon am Bahnhof angekommen beschleicht sie das erste Mal ein komisches Gefühl und es wird immer mysteriöser. Denn als sie Gaudlin Hall betritt findet sie weder Eltern noch andere Erziehungsberchtigte für die Kinder Isabelle und Eustace vor. Was sie aber sehr schnell merkt ist, dass sie nicht alleine mit den Kindern in dem Haus ist. Eine dunkle Macht scheint umzugehen.

Meinung:
Ich habe bisher noch kein Buch von John Boyne gelesen und so liegt also auch „der Junge im gestreiften Pyjama“ tatsächlich noch auf meinem SuB – aber vielleicht ist es so besser gewesen. So konnte ich ohne irgendwelche Erwartungen an „Haus der Geister“ herangehen – und es hat sich für mich gelohnt, denn uns erwartet eine wirklich schaurig-schöne Geschichte, bezaubernd gemalt mit Worten, die genau aus dem 19. Jahrhundert zu stammen scheinen. Und ich finde, dass es wirklich ein Talent ist so atmosphärisch und passend zu schreiben.

Es ist ein Buch das berührt und begeistert und eine Geschichte, die immer weiter Stück für Stück aufgedeckt wird. Ich habe mit den Kindern mitgefühlt, deren Eltern sie anscheinend sich selbst bzw. verschiedenen Gouvernanten überlassen und genauso habe ich mit Eliza gelitten, die immer wieder von dieser dunklen Macht – einem Spuk – heimgesucht bzw. angegriffen wird. Niemals hätte Eliza erwartet so etwas in ihrem jungen Leben zu erleben. Und auch eine tragische Liebesgeschichte rührt ein wenig an das Leserherz!

Eine wundervolle Spukgeschichte mit tollen Charakteren und einem eindrucksvollen alten Herrenhaus als Haupthandlungsort – wer Spukgeschichten mag wird „Haus der Geister“ lieben!

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