Freitag, 31. Mai 2013

Rezension: Rod Rees – Demi Monde (1) Welt außer Kontrolle – Die Mission

http://www.randomhouse.de/content/edition/covervoila_hires/Rees_RDemi-MondeWelt_ausser_Kontrolle1_132077.jpgRod Rees – Demi Monde (1) Welt außer Kontrolle – Die Mission

Eine komplexe Story, mit gesellschaftskritischem Inhalt

Inhalt:
Ella Thomas hat sich in eine gefährliche Situation begeben. Sie hat sich bereit erklärt Norma, die Tochter des Präsidenten, aus der Demi-Monde zu retten. Die Demi-Monde ist ein Computerprogramm, dass Soldaten als Trainingseinrichtung dienen sollte. Die Demi-Monde ist der extremste vorstellbare Lebensraum: Übermäßig viele Menschen auf kleinstem Raum, viele verschiedene Religionen und politischen Richtungen auf engstem Raum. Kein Platz für Entfaltung.
Ella reist nun in die gefährliche Welt voller Dupes um Norma zu retten – ob sie es schaffen wird?

Meinung:
„Demi-Monde“ war mir von vielen Blogs schon bekannt. Es war ein Buch, dass wirklich überall aufgetaucht ist – und dann bekam auch ich die Möglichkeit es zu lesen.
Ich habe einiges an zeit gebraucht, zum einen um in die Geschichte hinein zufinden und zum anderen brauchte ich auch Zeit um dieses Buch zu lesen. Es ist eines, dass sich nicht einfach so weglesen lässt. Man braucht Aufmerksamkeit und Konzentration um alles wahrzunehmen, was es neben der Unterhaltung noch vermittelt. Und ich finde, das ist eine ganze Menge. Angefangen bei den Charakteren und ihren Entwicklungen, als auch den verschiedenen Bereichen der Demi-Monde und ihrer Herrscher und Ausrichtungen. Aber dazu gleich mehr.
 
Der Schreibstil von Rod Rees ist einfach toll. Er beschreibt die Demi-Monde sehr bildlich, farbenfroh und bunt, kann man es allerdings nicht nennen. Düster, beängstigend und grausam ist diese Welt, in der fast jeder an sich denkt und ums Überleben kämpfen muss. Er schafft es den Leser in die Geschichte hineinzuziehen und auch dort fest zuhalten und den Leser mit Ella mit in ein absolut spannendes und gefährliches Abenteuer zu schicken.

Das Buch ist in Prolog, vier Teile und das Nachwort gegliedert. Zusätzlich finden wir noch einen Glossar vor. Grade der Glossar ist wirklich toll, oftmals fehlen sie in Büchern und hier muss man grade zu beginn der Geschichte noch einige Begriffe nachschlagen, weil man sonst einfach nicht alles verstehen und auffassen kann. Hilfreich sind aber auch auch die Auzüge am beginn eines jeden Kapitels, die Auszüge aus der Produktbeschreibung der Demi-Monde, aus politischen Schriften etc. darstellen.

Politik und Religion sind wichtige Themen in Demi-Monde, dass macht das Buch zu etwas besonderem auf dem aktuellen Fantasymarkt. Wir haben eine wirklich spannende und fantastische Geschichte mit vielen neuen Ideen, aber auch einer ganze Menge gesellschaftskritischer Themen.
Rod Rees setzt sich intensiv mit den verschiedenen Themen auseinander, manche bekommen neue Namen, jedoch nur minimal abgeändert, so dass man immer noch nachvollziehen kann worum es geht. So gibt es zum Beispiel den HerEtekalismus und den HimPerialismus und das schöne ist, dass man an dem Wort doch eigentlich direkt sieht, worum es geht. Heydrich und seine Untertanen und Bluthunde sorgen im FortRight für Angst und Schrecken. Aus Voodoo wird WhoDoo. Ebenso wird mit Bauwerken und Orten umgegangen. Die Wewelsburg wird zur WewelBurg und die Externsteine, die eine wichtige Rolle spielen, werden zu ExterStein.

Auch die Entwicklung der Charaktere ist wirklich toll ausgearbeitet auch wenn die Wandlung der Menschen manchmal sehr erschreckend ist. Ella ist und bleibt ein sehr liebenswürdiger Mensch auch wenn sie im Laufe der Geschichte natürlich an Reife gewinnt. Ihr Partner in der Demi Monde ist Vanka Maykow ein Trickbetrüger, der das erste Mal lernt auch für einen anderen Menschen einzustehen. Aber genauso merkt man wie Menschen, die eigentlich für das Gute kämpfen wollen, sich nicht weiter unterdrücken lassen wollen, dann selbst von der Macht gefressen wird und die ursprünglichen Ziele aus den Augen verliert.

„Demi Monde – Die Mission“ ist ein wirklich spannender Fantasy-Gesellschaftsroman, auf den man sich voll und ganz einlassen muss. Wenn es einem dann aber gelingt, wird man mit einer absolut einzigartigen Geschichte und fesselnden Charakteren belohnt, die einen neugierig auf mehr machen.
Hoffentlich dauert es nicht zu lange bis der zweite band in Deutschland erscheint!

Wertung:
♥ ♥ ♥ ♥ ♥

Produktinformation:
Rod Rees – Demi Monde (1) Welt außer Kontrolle – Die Mission, übersetzt von Jean-Paul Ziller,
im Januar 2013 erschienen im Goldmann Verlag
608 Seiten, 12,99 €


Donnerstag, 30. Mai 2013

Rezension: Carlos Rodrigues Gesualdi – Das Top Model (The super model)

Carlos Rodrigues Gesualdi – Das Top Model (The super model)

Das wichtigste ist die Freundschaft

Inhalt:
Bernardita ist ein wunderschönes kleines Mädchen, dass von fast allen um seine Schönheit beneidet wird. Sie ist nicht nur schön – sie ist gertenschlank und grazil, doch auch leider sehr schüchtern. So schüchtern, dass Bernardita keine Freunde hat und immer alleine ist. Als ihre Klassenkameradinnen eine Modenschau organisieren und das schönste Kleid nur ihr passt, wird es schwierig für Bernardita. Schafft Bernardita es in andere zu vertrauen und ihre Schüchternheit zu überwinden?

Meinung:
„Das Top Model“ ist mittlerweile das dritte Buch aus dem Amiguitos Verlag, dass ich euch vorstelle. Und wie immer ist es zweisprachig. Ich habe die deutsch-englische Ausgabe, es gibt aber auch eine Ausgabe in der spanischen Version.
Die Sprache ist sehr leicht zu lesen – und damit meine ich sowohl die englische, als auch die deutsche Version, so dass es auch für Kinder, die die Sprache erlernen einfach ist. Die angegeben Empfehlung liegt beim Ende des zweiten Jahres.

Die Geschichte ist wie ich es aus diesem Haus schon gewohnt bin, wieder sehr süß, kindgerecht und mit einer „kleinen“ Moral, die auch für Kinder leicht zu verstehen ist. Unterstützt wird sie auch wieder von schönen schwarz-weiß Zeichnungen, die den Inhalt um Bernarditas Geschichte wiedergeben. Die Zeichnungen sind aus der Feder einer ecuadorianischen Kinderbuchillustratorin namens Eulalia Cornejo Coello.

Wieder einmal eine wunderschöne und liebenswerte Geschichte für die jüngeren Leser unter uns, die es dennoch schafft auch Erwachsene zu begeistern!

Wertung:
♥ ♥ ♥ ♥

Produktinformation:
Carlos Rodrigues Gesualdi – Das Top Model (The super model), übersetzt von Michael A. Wright, Juliane Buschhorn und Claudia von Holten, im März 2013 bei Amuguitos erschienen
48 Seiten, 10,50 €



Mittwoch, 29. Mai 2013

Rezension: Carsten Stroud - Niceville (1)

Carsten Stroud – Niceville

Was stimmt an Niceville nicht?

Inhalt:
Niceville, ist entgegen ihres Namen, keine kleine nette Stadt. Aber was Niceville genau ist, kann man auch nicht sagen. Eine Stadt im Süden der USA, in dem es mehr Vermisste gibt, als in anderen Städten. Und nicht nur Vermisste. Irgendetwas scheint dort umzugehen, eine Art böse Macht, die die Menschen kontrolliert und sie dazu bringt Dinge zu tun. Und was haben die Gründerfamilien damit zu tun?

Meinung:
„Niceville“ ist kein Buch für zwischendurch. Am Anfang scheint es etwas schwierig zu sein, den verschiedenen Handlungssträngen und Charakteren zu folgen, dennoch wird es nach einigen Kapiteln klarer. Schwierig fand ich es nicht, höchstens ein bisschen gewöhnungsbedürftig. Aber jedes Buch ist anders und auf jedes Buch muss man sich neu einlassen. Und „Niceville“ ist es wirklich wert, den Kopf frei zu machen und sich dann von der Stadt vereinnahmen zu lassen.

Der Schreibstil von Carsten Stroud ist sehr angenehm zu lesen. Er schreibt sehr bildlich, versteht es Atmosphäre aufzubauen und schafft es auch dem Leser den ein oder anderen Schauer zu bescheren.
Es gibt immer wieder Situationen, in denen man merkt, dass es etwas nicht stimmt – etwas essentielles. Aber es ist nicht greifbar – nicht zu Beginn und auch noch nicht am Ende!
Der Schreibstil erinnert wirklich etwas an die Werke von Stephen King – und da ich King liebe, hat es mir das hier noch etwas einfacher gemacht.

Die Charaktere lernen wir alle ganz gut kennen. Was mich ein wenig verwundert hat, war dass man nicht wirklich einen Hauptprotagonisten hat – außer vielleicht die Stadt selbst, und das was im Crater Sink, diesem geheimnisvollen Wasserloch „lebt“. Wobei man darüber auch noch nicht wirklich Bescheid weiß. Die vielen Protagonisten sind einfach Teil der Geschichte um Niceville und um das, was in der Stadt vorgeht. Am wichtigsten scheinen jedoch die Mitglieder der Gründerfamilien zu sein – auch wenn diese ebenfalls noch geheimnisumwittert sind.

„Niceville“ überzeugt mit einem fantastischen Genremix aus Fantasy, Krimi und Horror und mit Carsten Strouds Ideenreichtum. Dieser lässt den Leser ebenfalls oftmals mit Unglauben in den Augen und einem offenen Mund zurück – aber das ist gut so.
Weniger gut ist allerdings, dass so viele Fragen offen bleiben. Das gibt natürlich keinen Punkteabzug, da ich mich in „Niceville“ verliebt habe, aber es macht die Zeit bis zum zweiten Band dieser Trilogie einfach so unsagbar lang.
Und ich hoffe, dass uns in „Die Rückkehr“ ein paar Fragen beantwortet werden!

Auch zur Optik muss man hier was sagen. Den das Buch sieht natürlich auch noch total schick aus. Und ich hoffe, dass die Folgebände auch optisch mithalten können. Das schönste ist natürlich der Buchschnitt, auf dem schwarze Raben/ Krähen fliegen – die im Buch natürlich auch eine Rolle spielen!

„Niceville“ ist ein literarischer Leckerbissen, der einen noch lange nach dem Lesen nicht loslässt und einen immer wieder über diese „unfreundliche“ Kleinstadt nachdenken lässt. Wer unkonventionelle und außergewöhnliche Storys mag, wird „Niceville“lieben! Ein Buch, dass polarisiert!

Wertung:
♥ ♥ ♥ ♥ ♥

Produktinformation:
Carsten Stroud – Niceville, übersetzt von Dirk van Gunsteren, im März 2013 im Dumont Verlag erschienen
506 Seiten, 9,99 €


Dienstag, 28. Mai 2013

Rezension: Graham Masterton - Irre Seelen

Graham Masterton – Irre Seelen

Von einer verfluchten Irrenanstalt und Leylinien

Inhalt:
Jack lebt mit seiner Frau und seinem Sohn zusammen und repariert Autos. Doch zufrieden stellt ihn das nicht wirklich. Alles wird anders als Jack, durch einen Zufall, auf das heruntergekommmene Anwesen im Wald trifft. „The Oaks“ ist ein ehemaliges Irrenhaus und in seinen Mauern verschwindet sein kleiner Sohn – und das ist nicht alles, was dort verschwunden ist.
Das Irrenhaus wurde geschlossen, als plötzlich das Haus über Nacht leer steht. Was ist damals geschehen und was ist mit Jacks Sohn passiert?

Meinung:
„Irre Seelen“ ist das erste Buch von Graham Masterton was ich gelesen habe. Sein Schreibstil lässt sich leicht lesen und er schafft es auch eine unheimlich und teilweise sehr grausame Atmosphäre zu erschaffen. Aber auch eine trostlose Leere heraufzubeschwören, die auch in „The Oaks“ vorherrscht.

Das Irrenhaus als Handlungsort für einen Horrorthriller scheint schon ausgelutscht zu sein, aber sind es nicht immer wieder die gleichen Orte, die uns Gänsehaut über den Rücken laufen lassen?
Alte, leerstehende oder heimgesuchte Häuser haben es mir angetan. Der Verfall, der beschrieben wird, die Orte, die plötzlich menschenleer sind und die Möglichkeiten, was dort alles passiert sein mag. So etwas trägt einfach unheimlich viel Potential in sich.
Die Insassen, die plötzlich verschwunden sind – aber immer noch da. Das alles klingt ziemlich unheimlich – und die aufgestaute Wut der untoten Geister will man auch nicht spüren müssen.
Aber Jack wird sie spüren. Er und all seine Gefährten müssen gegen die Geister ankämpfen um zu überleben und Jacks Sohn wieder zurückzuholen...

Ich finde, dass „Irre Seelen“ ein wirklicher guter Horrorroman ist. Der Druidenzauber war mir zwar teilweise etwas zu abgehoben, aber es war nicht schlecht. Es ist eben eine Geschmackssache. Auch der Gruselfaktor ist definitiv gegeben, dennoch habe ich leider nicht das Gefühl gehabt, dass die Angst nach mir greift. Entweder hat man irgendwann zu viele Bücher in diese Richtung gelesen, oder man brüht einfach ab. Aber das liegt nicht am Buch, sondern an mir!

Wer eine etwas andere Geschichte, mit altbekannten, aber gut bewährten Handlungsorten sucht und auch atmosphärische und bildliche Beschreibungen mag, sollte es wirklich einmal mit „Irre Seelen“ versuchen! Spannend, gruselig und manchmal auch ein wenig abgehoben – aber definitiv lesenswert!

Wertung:
♥ ♥ ♥ ♥

Produktinformation:
Graham Masterton – Irre Seelen, im November 2012 im Festa Verlag erschienen
448 Seiten, 13,95 €

Montag, 27. Mai 2013

Rezension: Hanna Dietz – Gefährliche Gedanken (1) Zu schön zum sterben

Hanna Dietz – Gefährliche Gedanken (1) Zu schön zum sterben

Ein toller Auftakt zu einer neuen Jugendbuchreihe? - Hoffentlich!

Inhalt:
Natascha fliegt wegen ihrer ehemals besten Freundin von der Schule, und bekommt nur aufgrund der Verbindungen ihres reichen Vaters einen Platz an einer katholischen Mädchen-Elite-Schule. Doch auch hier wird es nicht langweilig, macht Natascha doch direkt am ersten Tag eine schreckliche Entdeckung. Sie findet eine Mädchenleiche, die ganz plötzlich wieder verschwindet. Hinnehmen kann Natscha das natürlich nicht....

Meinung:
Hanna Dietz hat schon einige Frauenromane geschrieben und „Gefährliche Gedanken“ ist nun ihr erster Ausflug in den Jugendbuchbereich. Und ich finde hier passt Hanna Dietz und ihre Ideen wunderbar hin!

Hannas Schreibstil ist einfach nur toll! Sie beschreibt die Situationen, Handlungen und Charaktere sehr bildlich, farbenfroh und authentisch. Natascha und ihr Leben wird für den Leser greifbar und man ist als Leser mittendrin in der Geschichte.
Spannung, Humor, Liebe und Action erwartet uns – und das alles in einer tollen Mischung.

Hanna kommt aus reichem Haus und ist dennoch sehr bodenständig geblieben, nicht wie viele ihrer neuen Mitschülerinnen, die mit ihrem Geld – oder dem ihrer Eltern protzen müssen. Sie ist ein ganz normales Mädchen mit ganz normalen Problemen. Ok, das Problem mit dem Bodyguard hat nicht jedes junge Mädchen – aber eigentlich will sie Enzo ja auch nur loswerden. Was ich überhaupt nicht verstehen kann, hat mich dieser prachtvolle junge Mann, der nicht nur Muskeln, sondern auch Herz und Hirn hat, direkt in seinen Bann gezogen!

Wenn Natascha sich etwas in den Kopf gesetzt hat, zieht sie das auch durch. Das ist zwar nicht immer gesund für sie und sie muss ganz oft mit Konsequenzen rechnen, dennoch halten diese das neugierige Mädchen nicht auf. Sie bleibt an der Mädchenleiche dran und versucht Licht ins Dunkel zu bringen und auch ihren Sinn für die Gerechtigkeit und die Wahrheit setzt sie auf äußerst sympathische Weise um.

Was soll ich noch schreiben, außer, dass mich Hanna Dietz und Natascha absolut verzaubert und gefesselt haben und ich schon sehr neugierig auf die Folgebände bin, die hoffentlich nicht all zulange auf sich warten lassen!

„Gefährliche Gedanken – Zu schön zum sterben“ ist ein herausragendes Jugendbuch, dass spannend, actionreich und voller Emotionen ist. Glaub mir – Natscha wird auch dich in ihren Bann ziehen!

Wertung:
♥ ♥ ♥ ♥ ♥

Produktinformation:
Hanna Dietz – Gefährliche Gedanken – Zu schön zum sterben, im Januar 2013 im Arena Verlag erschienen,
360 Seiten, 12,99 €



Sonntag, 26. Mai 2013

Rezension: Marc Ritter - Josefibichl

HerrgottschrofenMarc Ritter - Josefibichl

Ein neuer Fall für Karl-Heinz „Gonzo“ Hartinger

Inhalt:
Beim Joggen kommt Gonzo in der Nähe des Herrgottschrofens vorbei. Dort soll bald ein für den Tourismus wichtiger Tunnel entstehen. Doch ob das so bald geschieht noch in den Sternen, als der ehemalige Polizeireporter Gonzo in der Baugrube menschliche Knochen entdeckt. Ein Kampf entbrennt, in dem es heißt: Wahrheit und Aufklärung oder Geld und Macht!

Meinung:
Den sympathischen ehemaligen Polizeireporter Gonzo Hartinger konnte ich letztes Jahr schon in seinem ersten Fall „Josefibichl“ kennenlernen. Und so hat ich wirklich Freude daran, wieder auf Gonzo und sein Umfeld zu treffen und das Rätsel um die Knochen zu lösen. Doch leicht wird es ihm dieses Mal natürlich auch nicht gemacht.

Marc Ritters Schreibstil ist wieder sehr gut und leicht zu lesen. Es macht Spaß wieder mit Gonzo zu ermitteln, auch wenn es nicht ungestraft bleibt, dass er sich in die Angelegenheiten der Großunternehmer und der Politiker einmischt. Denn nachdem Gonzo mit Hilfe der Münchener Rechtsmedizin herausfindet, dass es sich nicht um einen Soldaten aus dem zweiten Weltkrieg, sondern um die Knochen einer Frau handelt und somit ermittelt werden muss, wird der für den Tunnelbau unliebsame Gonzo, nach dem auffinden einer zweiten Leiche in Untersuchungshaft genommen. Seine Freunde und seine neue Gespielin müssen einiges an Tatkraft aufbringen um Gonzos Unschuld zu beweisen.

„Herrgottschrofen“ ist ein wunderbarer Regionalkrimi, der durch Lokalkolorit und Humor zu überzeugen weiß. Interessant sind die historisch gegeben Tatsachen, zum Beispiel die Garmisch Partenkirchener Eisrevue, die gekonnt in die Geschichte hinein gewoben werden!
Auch haben mir die „literarischen Giftpfeile“ auf korrupte Politiker und Großunternehmer wieder sehr gut gefallen!

Ich bin jetzt schon gespannt, mit welchen Intrigen es Gonzo in seinem nächsten Fall zu tun haben wird – bitte schnell Nachschub!
Freunde von gut durchdachten und humorvollen Regionalkrimis sollten unbedingt Marc Ritters Krimis um seinen Ermittler Gonzo Hartinger lesen!

Wertung:
♥ ♥ ♥ ♥

Produktinformation:
Marc Ritter – Herrgottschrofen, im März 2013 im Piper Verlag erschienen
352 Seiten, 9,99 €



Samstag, 25. Mai 2013

Rezension: Robert Cormier – Zärtlichkeit

Robert Cormier – Zärtlichkeit

Eine ganz tolle, aber bedrückende Charakterisierung eines Serienmörders

Inhalt:
Eric Poole ist ein Monster. Zuerst lässt er seine Wut und seine negativen Gefühle an Tieren aus. Doch später bringt er junge Mädchen um, für ihn sind es aber keine negativen Gefühle, für ihn ist der Mord an den Mädchen eine Art von Zärtlichkeit. Als er dann auch noch seine Eltern umbringt, kommt er ins Gefängnis. Doch mit 18 Jahren wird er wieder entlassen. Ist er geheilt oder wird er wieder morden?

Meinung:
„Zärtlichkeit“ von Robert Cormier wurde dieses Jahr vom Carlsen Verlag neu verlegt. Die Geschichte ist spannend und obwohl sie schon einige Jahre auf dem Buckel hat, wirkt sie kein bisschen veraltert.

Robert Cormiers Schreibstil lässt sich sehr gut lesen und die Intensität der Geschichte treibt den Leser immer weiter durch das Buch. Nicht nur der tolle Schreibstil, sondern auch die immer wieder wechselnde Erzählperspektive fördern die Spannung und die Neugierde des Lesers.
Neben Eric Poole, erleben wir die Geschichte auch noch aus der Sicht eines alten Polizisten, der sich sicher ist, dass die verschwundenen Mädchen auf Eris Konto gehen, nur leider hat er keine Beweise dafür, und aus der Sicht von Lori.

Lori ist neben Eric der zweite Hauptcharakter aus „Zärtlichkeit“ und grade dieser Begriff verbindet die beiden. Beide sind besessen von dem Wunsch nach Zärtlichkeit, auch wenn er sich anders äußert. Lori selbst spricht von einer Fixierung, und um diese wieder loszuwerden muss sie das Objekt ihrer Begierde küssen. Lori verfolgt Eric und schleicht sich sogar in seinen Bus und geht somit unverhofft mit ihm auf eine Reise. Lori merkt, dass mit Eric nicht alles stimmt und dennoch liebt sie ihn auf eine Art und will ihn schützen, wenn schon nicht vor sich selbst, dann zumindest vor der Polizei. Aber es wird schwer....

Wenn ihr wissen wollt, wie es mit Eric und Lori ausgeht, und ihr ein spannendes und kurzweiliges Buch sucht, dann kann ich euch „Zärtlichkeit“ wirklich ans Herz legen! Ein zeitloses Thema und interessante Charaktere machen „Zärtlichkeit“ zu einem tollen Leseerlebnis!

Wertung:
♥ ♥ ♥ ♥

Produktinformation:
Robert Cormier – Zärtlichkeit, übersetzt von Cornelia Krutz-Arnold, 2013 im Carlsen Verlag erschienen
228 Seiten, 6,99 €

Freitag, 24. Mai 2013

Rezension: Richard R. Roetsch - Pink Clover Club

Richard R. Roetsch - Pink Clover Club

Vom Thema her sehr interessant, nur leider mit einigen Schwächen behaftet

Inhalt:
Nachdem Privatdetektiv Pawel Höchst einen Serienkiller zur Strecke gebracht hat, wird er wieder von der Rostocker Polizei als Berater zu einem Fall hinzugezogen. Eine reiche Dame im besten Alter wurde in ihrem Hotel in Rostock umgebracht. Da sie eine sehr einflussreiche Persönlichkeit war, versucht die Polizei den Mord erstmals aus den Medien herauszuhalten, bis sie den Täter haben. Da jedoch kaum Hinweise vorliegen soll Pawel im Schweriner Umfeld des Opfers ermitteln.

Meinung:
Jetzt wird es schwierig. Denn zum einen finde ich den Mordfall und das Thema sehr interessant, und auch einige gute Ansätze sind vorhanden und der Schreibstil ist sehr flüssig und angenehm zu lesen. Aber zum anderen gibt es auch einige Kritikpunkte, die nicht unbedingt für Richard R. Roeschs Krimi „Pink Clover Club“ sprechen. Pawel Höchst ist als Charakter manchmal ziemlich schwer zu ertragen, er ist nicht grade der sympathischste Erdenbürger, der einem unterkommen kann und hat einen großen Hang zum Alkohol.

Schon in der Leserunde haben wir uns Gedanken gemacht, wieso der hohe Alkoholkonsum von Pawel immer wieder im Mittelpunkt stehen muss. Ist es weil er als Nordrusse und ehemaliger Seemann einfach viel trinken und vertragen muss? Will Herr Roesch sich hier einfach an alten Klischees, die vielleicht noch in einigen Köpfen vorhanden sind bedienen? Ich finde das ziemlich unglücklich gewählt, auch wenn man sieht, dass ja auch schon der erste Krimi um Pawel nach einem alkoholischen Getränk benannt wurde - „French75“.

Aber nicht nur der Alkohol stört, auch die logischen Schlüsse und das einbinden der Leser in den Fall ist nicht ganz zufrieden stellend umgesetzt, mal davon abgesehen, dass Pawel, ohne den Polizei-Lehrling Kevin, meiner Meinung nach gar keine Chance gehabt hätte, den Fall zu lösen.
Als Leser ist man hier ein Beobachter, der von außen zusieht, was geschieht. In viele Gedankengänge wird man einfach nicht mit einbezogen – man wird vor Tatsachen gestellt, ohne, dass man nachvollziehen kann, wie jetzt Pawel oder Kevin zu diesem Schluss kommen. Und auch wenn am Ende nachher der Fall als gelöst angesehen wird, wissen wir immer noch nicht, wer ist jetzt die Mörderin und hatten Pawel und Kevin, bzgl. des Motivs recht?

Und was mir auch sehr negativ aufgestoßen ist, ist das Ende des alten Hundes -Kevin. Ich hatte das Gefühl, dass Herr Roesch es endlich geschafft hat mit dem Auftauchen des Hundes und dem Verhalten von Pawel etwas Menschlichkeit in das Buch zu bringen. Aber auch das hat er dann am Ende wieder verspielt, als er den Hund am Hals blutend mit den Worten „Das ist halt nicht dein Revier“ sterben lässt!

Bei so vielen negativen Punkten können nicht ein paar positive Ansätze den Karren wieder aus dem Dreck holen. Von daher kann ich leider nur zwei wohlwollende Sterne für „Pink Clover Club“ vergeben!

Wertung:
♥ ♥

Produktinformation:
Richard R. Roesch – Pink Clover Club, im April 2013 im Sutton Verlag erschienen,
215 Seiten, 9,95 €



Donnerstag, 23. Mai 2013

Was soll ich mir nur kaufen?

Hallo ihr Lieben,
ich habe ein großes Problem :-) Ich habe eines meiner schon gelesenen Bücher an meinen lieben Schwiegerpapa in spe abgegeben und er hat mir ein einen 20 € Büchergutschein geschenkt. Ja, dass ist noch kein Problem *lach* Aber ich weiß noch nicht so recht, was ich mir davon kaufen soll. "Inferno" von Dan Brown hatte ich mir schon vorbestellt. Vielleicht wisst ihr was. Momentan denke ich an den 2 und 3. Band der Talreihe (Season 2) - welches Buch/ Bücher würdet ihr euch kaufen?

Liebe Grüße
Sabrina

Rezension: Markus Stromiedel - Der Torwächter (2) Die verlorene Stadt

Markus Stromiedel - Der Torwächter (2) Die verlorene Stadt

Endlich gehen Simons Abenteuer weiter....

Inhalt:
Simon ist wie sein Großvater ein Torwächter, aber er scheint noch so viel mehr zu sein. In der Welt, in der er sich momentan befindet um seinen Großvater zu retten und gegen Drahn, einen gewissenlosen Herrscher, zu kämpfen, bekommt er die Geschichte von Salvatore, dem Weltenretter erzählt. Er ist Salvatore und kann es nicht glauben, fühlt er sich doch nicht bereit so viel Verantwortung zu tragen. Begleitet wird Simon wieder von der Schneeleopardin Ashakida und auch eine Gruppe Jugendlicher schließt sich ihm an um die Welt und seinen Großvater vor Drahn zu retten...

Meinung:
Anfang letzten Jahres hatte ich das Glück bereits den ersten Teil in einer Leserunde mit Autorenbegleitung lesen zu dürfen – und auch diesmal war der freundliche Markus Stromiedel wieder dabei und hat sich den neugierigen Lesern gestellt.
Ich habe mich so sehr gefreut, da mich der erste Teil schon komplett von sich überzeugt hat und „Die verlorene Stadt“ hat es nun auch wieder geschafft.

Markus Stromiedels Schreibstil zieht nicht nur den jungen Leser in seinen Bann. Nein, die „Torwächter-Saga“ versteht es auch lese begeisterte Erwachsene und junggebliebenen Fantasyfans zu begeistern. Nach den ersten paar Seiten ist man wieder vollkommen in der Geschichte um Simon und Ashakida gefangen.

Das Buch steigert sich in seiner Spannung von Seite zu Seite, man kann nicht mehr aufhören zu lesen und zittert und bangt mit Simon und seinen Freunden mit, bis man zu den letzten Seiten gelangt, die einen bösen, bösen Cliffhanger für uns bereit halten und uns schon auf die nächste Welt einstellen. Und in dieser wird es bestimmt auch sehr spannend!

Selten habe ich ein Fantasy-Jugendbuch gelesen, dass mich so fesseln kann und mit dessen Protagonisten ich so sehr mitgefiebert habe. Viele Fragen bleiben offen und ich bin vor allen Dingen sehr gespannt, wie es wohl mit Ashakida weitergehen wird, denn die manchmal reizbare, aber immer hilfsbereite Schneeleopardin, habe ich sehr in mein Leserherz geschlossen!

Für „Der Torwächter (2) Die verlorene Stadt“ kann ich eine absolute Leseempfehlung aussprechen und ich denke, dass diese reihe auch ein guter Einstieg für5 lesefaule Jungs sein könnte – bei so viel Spannung und Action!

Wertung:
♥ ♥ ♥ ♥ ♥

Produktinformation:
Markus Stromiedel – Der Torwächter (2) Die verlorene Stadt, im März 2013 im Dressler Verlag erschienen,
286 Seiten, 14,95 €


Mittwoch, 22. Mai 2013

Rezension: Katharina Fischer - Im Zweifel südwärts

http://www.randomhouse.de/content/edition/covervoila_hires/Fischer_KIm_Zweifel_suedwaerts_133454.jpgKatharina Fischer - Im Zweifel südwärts

Eine Reise in den Süden....

Inhalt:
Daphne hat eigentlich ein rundum tolles Leben, bis ihr Zweifel aufkommen. Ist das alles so richtig? Gibt es nicht noch mehr und ist Richard der richtige Mann für sie? Sicher scheint nicht mehr – und was macht man, wenn man plötzlich in seinen Entscheidungen unsicher geworden ist und nicht mehr weiß, wie es weitergehen soll? Richtig, man verbringt Zeit mit seinen Freundinnen – und wenn es dann auch noch mit einem gelben VW-Bus in den Süden geht, kann es ja nur gut werden....

Meinung:
„Im Zweifel südwärts“ ist für mich das erste Buch der Autorin, wie ich aber mittlerweile weiß, das dritte Buch um Daphne und ihre Freundinnen. Aber man kann es ohne Probleme als eigenständigen Roman lesen und hat nachher noch zwei Bücher im petto, auf die man sich freuen kann.

Der Schreibstil von Katarina Fischer ist sehr gut zu lesen und absolut kurzweilig. So, dass es einem vorkommt, als ob man ebenfalls mit einem VW-Bus durch die Geschichte „rast“. Ein wunderbares Händchen für Situationskomik und skurrile Situationen runden hier das „Sommer-Wohlfühl-Paket“ gekonnt ab.

Voller Humor wird hier eine Geschichte, wie aus dem Leben erzählt. Freundinnen, die gemeinsam durch dick und dünn gehen, die schöne Momente aus ihrem Leben miteinander teilen, aber auch genug Vertrauen zueinander haben um über die dunkleren Seiten des Lebens zu sprechen.Drei Freundinnen, die wenn es hart auf hart kommt zusammenhalten und sich gemeinsam auf die Reise ihres Lebens machen – einem Roadtrip quer durch Europa. Von Deutschland bis nach Portugal begleiten wir die Freundinnen, mit polnischen Anhaltern oder dem Wunder wirkenden Jesus auf ihrer Reise, und immer im Gepäck sind die Mix-Tapes der drei Frauen!

Eine tolle Idee und ein Buch, dass einen auf den nahenden Sommer einstimmt, dich zum lachen bringt und dir das Gefühl gibt, die Sonne auf der Haut zu spüren! Ein wirklich wundervolles Buch!
 
Wertung:
♥ ♥ ♥ ♥ ♥

Produktinformation:
Katarina Fischer – Im Zweifel südwärts, im Februar 2013 bei Heyne erschienen,
432 Seiten, 8,99 €



Dienstag, 21. Mai 2013

Rezension: Paul Lendvai - Leben eines Grenzgängers

Paul Lendvai - Leben eines Grenzgängers

Ein Rückblick auf das Leben eines vielseitigen Mannes

Meinung:
„Leben eines Grenzgängers“ von Paul Lendvai ist für mich eine Biographie in Interviewform.

Paul Lendvai ist beruflich sehr engagiert und war unter anderem als Autor, Publizist und Journalist tätig, der sich vor allen Dingen der Politik der osteuropäischen Staaten verschrieben hat. Was aufgrund seiner Biographie und seiner Herkunft (Ungarn) auch logisch erscheint.

Die Fragen werden von Zsofia Mihancsik, einer ungarischen Journalistin, gestellt. Sie lässt fast keinen Themenbereich aus. Sie stellt ihm Fragen über seine Herkunft, Familie, Kindheit, seine Zeit in Ungarn und das neue Leben, was er sich in Österreich aufgebaut hat. Privates und berufliches wird von ihr unter die Lupe genommen und Paul Lendvai antwortet auf ihre Fragen sehr offen und ehrlich. Er berichtet von seinem Leben in Ungarn, seiner Flucht und seiner beruflichen Neuentwicklung in Österreich.



Ich habe noch nie ein Buch in dieser Form gelesen, dennoch hat es mir sehr gut gefallen. Man erfährt viele Dinge als Leser, die man vorher nicht wusste und über die man sich selten oder nie Gedanken gemacht hat. Viele Dinge, politische Ereignisse etc. waren aber nicht immer für mich leicht oder vollständig zu verstehen, da ich mich weder mit der ungarischen noch zum Beispiel mit der österreichischen Politik und Geschichte auskenne. An dieser Stelle hätte ich es als sehr hilfreich angesehen, wenn man das Glossar bzw. das Personenregister etwas ausgebaut hätte. So, dass nicht nur Namen vertreten sind und der Hinweis auf welchen Seiten, diese Persönlichkeiten vorkommen, sondern vielleicht ein kurzer Abriss der Geschichte der angesprochenen Länder und Kurzbiografien der wichtigsten Leute.

Was mir sehr gut gefallen hat, war der Bildteil im Buch. Die Bilder mit seinen Frauen, seiner Familie machen ihn einfach für mich als Leserin menschlicher und ein wenig greifbarer. Ein schöne Ergänzung zu den Inhalten zu seinem Leben, über die wir lesen konnten.

„Leben eines Grenzgängers“ ist ein interessantes Buch über das Leben und Wirken von Paul Lendvai, der einen scharfen Blick auf die Politik der osteuropäischen Länder hat, auch mit Kritik an den westlichen Ländern nicht spart und uns auch die Staaten des Nationalsozialismus vor die Augen führt!


Wertung:
♥ ♥ ♥ ♥

Produktinformation:
Paul Lendvai – Leben eines Grenzgängers, übersetzt von Ernö Zeltner, im März 2013 bei Kremayr & Scheriau erschienen
255 Seiten, 24,00 €


Montag, 20. Mai 2013

Rezension: Jan Flieger - Man stirbt nicht lautlos in Tokyo

 Jan Flieger - Man stirbt nicht lautlos in Tokyo

Auf der Suche nach der Tochter

Inhalt:
Kai Pechstein, ehemaliger GSG9-Angehöriger, fliegt nach Tokyo um seine Tochter Ronja zu suchen, die nach einem Streit von zuhause ausgerissen ist. Kai hat nicht mehr lange zu leben, er ist an Krebs erkrankt und mit der letzten vorhandenen Energie will er seine Tochter nach hause zurück holen. Doch dies wird schier unmöglich, da er durch sein auftauchen und das Stellen von Fragen, einen Anführer einer Yakuzzagruppe dazu bringt seine Tochter loszuwerden. Nun ist er beseelt von einem einzigen Gedanken: Rache!

Meinung:
Auch von Jan Flieger habe ich schon einen Krimi gelesen. „Auf den Schwingen der Hölle“. Sie miteinander zu vergleichen ist nicht so einfach, aber in einer Sache sind sie sich sehr ähnlich. Jan Flieger hat für beide Bücher das Thema „Rache“ als Hauptthema gewählt. Aber ich persönlich finde, dass er es in „Man stirbt nicht lautlos in Tokyo“ um einiges besser verarbeitet hat. Während mir der Schreibstil in „Auf den Schwingen der Hölle“ ein wenig zu schwierig war und der Protagonist für mich sehr unnahbar war, ist es hier komplett anders – ich habe sehr schnell in das Buch hinein gefunden und Jan Flieger konnte mich mit seiner Geschichte mitreißen.



Und auch Kai Pechstein als Protagonist war mir viel sympathischer, als sein Vorgänger. Er lebt, leidet, spürt die Peiniger seiner Tochter auf, liebt und tötet. Ich kann mir gar nicht vorstellen in welchen emotionalen Wirrungen sich Kai befinden muss. Sehnsucht nach seiner Tochter, Angst an ihrem Verschwinden und an ihrem Tod Schuld zu sein, Wut auf die Mörder seiner Tochter und die Liebe gegenüber der geheimnisvollen Japanerin Nanako. Er scheint jedes Gefühl voll auszukosten, vor allen Dingen natürlich die Wut, die ihn dazu bringt zu morden, aber auch die Liebe. Manchmal scheint es als würde er alles was das Leben ihm noch zu bieten hat inhalieren.

Wer von „Auf den Schwingen der Hölle“ schon begeistert war, sollte sich auf jeden Fall „Man stirbt nicht lautlos in Tokyo“ zulegen! Ein spannender und tiefgründiger Japan-Krimi!

Wertung:
♥ ♥ ♥ ♥
 
Produktinformation:
Jan Flieger – Man stirbt nicht lautlos in Tokyo, im März 2013 im fhl-Verlag erschienen
200 Seiten, 12,00 €

Sonntag, 19. Mai 2013

Rezension: Cornelia Lotter - Gottesgericht Ki und die Schatten der Vergangenheit

Cornelia Lotter - Gottesgericht Ki und die Schatten der Vergangenheit

Die Vergangenheit holt einen allzu oft wieder ein

Inhalt:
Kirsten Stein, die sich selbst einfach nur Ki nennt, lebt oder besser gesagt haust in Leipzig. Zumindest seit ihr Ex-Freund Fred aus dem Gefängnis entlassen wurde. Fred, der sie bedrängt, bedroht und verletzt hat – und plötzlich scheint sie in Leipzig auch nicht mehr sicher zu sein. Sie arbeitet als Detektivin und Fotografin und plötzlich werden ihre Auftraggeber tot aufgefunden und an der Tür ihrer Galerie findet man eine tote Katze. Ki muss acht geben und dennoch versuchen diese Geschehnisse aufzudecken, um wieder in Ruhe Leben zu können.

Meinung:
Cornelia Lotter und ihr Schreibstil sind mir ja schon aus ihrer Kurzgeschichtensammlung „Das letzte Frühstück“ bekannt. Und genauso gut, wie „Das letzte Frühstück“ hat mir auch „Gottesgericht“ gefallen – natürlich sind es andere Inhalte und sie beiden Bücher der Autorin unterscheiden sich von einander, aber was bleibt ist das man mit den Büchern sehr gut unterhalten und in beiden Fällen auch zum nachdenken angeregt wird.



Kirsten hat mir als Protagonistin wirklich sehr gut gefallen. Sie ist, wenn man ihre Vergangenheit überdenkt, dennoch zu einer starken Frau geworden, die ihr Leben in die Hand nimmt und zu sich steht. Aber irgendwo im Unterbewusstsein gibt es immer noch die furchtsame Ki, die Angst vor ihrem Ex-Freund hat und sich und ihrer Freundin in Sicherheit wissen will. Das Zusammenspiel gefällt mir hier sehr gut – und auch die Entschlossenheit, die sie nach außen trägt um Fred zu stellen. Auch die Zusammenarbeit mit Kommissar Bender habe ich als sehr angenehm empfunden und hoffe, dass die beiden sich in dem zweiten Band um Kirsten Stein wiedersehen werden!

Und nun beim Schreiben der Rezension und dem Nachwirken-Lassens von „Gottesgericht“ ist mir aufgefallen, dass ich von vier auf fünf Sterne aufstocken muss!

Ein toller Leipzig-Krimi, mit Thrillerelementen, der einem Lust auf den zweiten Krimi mit Kirsten Stein macht, der wohl schon im Herbst erscheinen soll!

Wertung:
♥ ♥ ♥ ♥ ♥

Produktinformation:
Cornelia Lotter – Gottesgericht: Ki und die Schatten der Vergangenheit, im März 2013 im fhl Verlag erschienen
235 Seiten, 12, 00 €



Donnerstag, 16. Mai 2013

Rezension: Sebastian Fitzek - Nachtwandler

Sebastian Fitzek – Der Nachtwandler

Was ist Traum – was ist Wirklichkeit?

Inhalt:
In seiner Kindheit und Jugend litt Leon Nader unter Schlafstörungen. Als Schlafwandler wurde er aggressiv und hat versucht den Sohn seiner Pflegeeltern zu verletzen. Mithilfe einer psychiatrischen Behandlung und dem Einsatz von Medikamenten wurde er geheilt. Zumindest hat er das immer gedacht. Doch nun Jahre später scheint die Krankheit wieder ausgebrochen zu sein. Als dann auch noch Leons Frau Natalie spurlos verschwindet ist sich Leon sicher, dass er ihr etwas angetan hat. Um sicher zu gehen besorgt er sich eine Kamera, die er von nun ab während des Schlafens tragen wird – was er dann sieht und erfährt treiben ihn an die Grenzen seines selbst.

Meinung:
„Der Nachtwandler“ scheint zu polarisieren. Entweder man sagt einfach nur: „Wahnsinn, was hat der Fitzek sich denn da wieder für eine geniale und abgründige Geschichte ausgedacht“ oder „Man, was für ein Schmarn!“ Ich gehöre glücklicherweise zu den Lesern, die das Buch verschlungen und geliebt haben und überschaue die negativen Kritiken.


Der Schreibstil ist einfach toll. Es lässt sich sehr einfach und angenehm lesen – gleichzeitig versteht Herr Fitzek es aber auch grandios eine düstere und unheimliche Stimmung aufzubauen. Er schafft es das Grauen in Worte zu fassen – und nun mal ehrlich, was gibt es denn schlimmeres, als nicht zu wissen, was man im Schlaf getan hat? Ok, vielleicht gibt es da noch das ein oder andere, was schlimmer wäre – aber: Hallo, wer von uns würde sich denn glücklich und mit einem guten Gewissen ins Bett legen? Niemand! Genau und grade das macht schon einmal die Anziehungskraft des „Nachtwandlers“ aus.
Das Buch baut eine richtige Sogwirkung auf, die einen immer tiefer hineinzieht, genauso wie es mit Leon passiert. Die Grenzen zwischen Wahn und Wirklichkeit werden immer dünner, verblassen, verschwinden. Und das stellt Herr Fitzek wirklich wunderbar dar. Als Leser ist man einfach gespannt auf das, was wohl als nächstes geschieht, was Leon über sich herausfindet und in welche Abgründe er schauen muss.
Und dann kommt doch alles ganz anders, vollkommen unerwartet und dennoch einfach nur spitze, unheimlich, grausam – und absolut lesenswert!

Absolut spannend und unglaublich“ "Der Nachtwandler" zieht dich in einen Sog, dem du nicht mehr entkommst! Wahnsinn kann so anziehend sein – bitte weiter so tolle Bücher Herr Fitzek!

Wertung:
♥ ♥ ♥ ♥ ♥

Produktinformation:
Sebastian Fitzek – der Nachtwandler, März 2013 erschienen bei Droemer Knaur
352 Seiten, 9,99 €

Mittwoch, 15. Mai 2013

"Getrieben"

Hallo ihr Lieben,
und noch ein kurzer Post von mir :-) Ich hatte schon furchtbar lange "Gebannt" auf dem Wunschzettel stehen, und da es ja nun nicht mehr lange dauert bis "Getrieben" rauskommt, habe ich es mir Ende letzter Woche bestellt :-) Reingeschaut habe ich noch nicht, aber es sieht wundervoll aus.
Und im Moment läuft auf Lovelybooks die Bewerbungsrunde für "Getrieben", wenn ich Glück habe, kann ich direkt wieder zwei Teile einer Reihe hintereinander lesen - ich finde das immer sehr schön.
Und hier ist noch die Trailer zu den Büchern:





Lovelybookslesezeichen

Hallo ihr Lieben,

im Moment gibt es bei Lovelybooks wieder eine tolle Aktion. Ihr könnt euch tolle Lesezeichen anfordern. Die altbekannten Eselsohren gibt es natürlich noch, aber auch ganz neue schöne Eulenlesezeichen :-)
Vielleicht wollt ihr euch auch gerne mal dort umschauen, dort laufen immer wieder ganz tolle Aktionen!
Ich liebe Lovelybooks ♥
Seid ihr auch da?

Eulenpost ♥

Rezension: Lauren Fox - Mehr als Freunde

Lauren Fox – Mehr als Freunde

Kann Freundschaft alles ertragen?

Inhalt:
Willa und Jane sind seit Ewigkeiten beste Freundinnen und teilen sich auch eine Wohnung. Gemeinsam gehen sie durch das Leben – nun ja, bis Ben auftaucht, Willas bester Jugendfreund. Willa und Ben kommen sich nach all den Jahren wieder näher, doch da ist auch noch Jane. Willa muss zusehen, wie Jane sich in Ben verliebt und die beiden ein Paar werden.

Meinung:
Als erstes muss ich sagen, dass ich dieses Buch aufgrund seines Covers nicht in die Hand genommen hätte. Es wirkt etwas älter, kein Stück modern und auf mich persönlich wirklich nicht ansprechend.

Und auch mit der dieser Dreiecksgeschichte habe ich mich sehr schwer getan. Am Anfang existiert eine Einheit, die aus Willa und Jane besteht. Zwei beste Freundinnen die sich gern haben und miteinander leben – doch mit Ben wird alles anders. Manchmal glaube ich, dass es am Genre liegt, aber dann denke ich, dass es doch nicht sein kann, dass ich generell Probleme mit solcher Art von Romanen habe. Nein, das kann nicht sein. Aber dennoch ist es mir hier sehr schwer gefallen in das Buch hineinzukommen und auch darin zu bleiben.
Ein Nachteil ist ganz klar, dass man am Anfang schon das Ende erfährt – es gilt nur das „Wie“ aufzudecken. So wird dem Buch schon einiges an Spannung, was den Leser ja auch am lesen hält einfach weggenommen und wir werden vor eine Tatsache gestellt, die einfach gegeben ist. Bei manchen Büchern ist es ein guter Einstieg, aber hier absolut nicht.

Auch mit dem Schreibstil bin ich nicht klar gekommen, nicht wirklich warm geworden. Es war einfach nicht mein Buch – aber ich bin mir sicher, das es auch ganz viele Leser geben wird, deren Buch es einfach ist und in denen es nachhaltig im Kopf bleibt.

Wer eine ruhige Geschichte über Liebe und Freundschaft lesen möchte und sich mit den gegebenen Situationen anfreunden kann, kann sich an „Mehr als Freunde“ heranwagen!

Wertung:
♥ ♥ ♥

Produktinformation:
Lauren Fox – Mehr als Freunde, März 2013 im Kein & Aber Verlag erschienen,
348 Seiten, 14,90 €


Dienstag, 14. Mai 2013

Rezension: Johannes Frey – Beowulf

Johannes Frey – Beowulf

Neuübersetzung in Stabreimform

Inhalt:
Beowulf hilft König Hrothgar im Kampf gegen das Ungeheuer Grendel, das des Königs Räume angegriffen und viele unschuldige Bürger getötet hat. Im Kampf verletzt Beowulf das Monster, dass an seinen Verletzungen stirbt. Aber seine Mutter rächt es....

Meinung:
Beowulf ist wohl das bekannteste altenglische Heldenepos überhaupt. Um 800 geschrieben schafft es dieses Stück Text in all seinen verschiedenen Auflagen und sogar Verfilmungen immer wieder die Menschen zu begeistern.

In dieser Ausgabe finden wir eine überarbeitete Übersetzung in Stabreimform vor. Ich muss sagen, dass ich bestimmt das erste drittel schwere Probleme beim lesen der Verse hatte. Die Schulzeit ist lange vorbei und man ist es einfach nicht mehr gewohnt in dieser Art anspruchsvolle Literatur zu lesen – zumindest einige unter uns. Dennoch ist die Geschichte es wert sich erst einmal durch diese Form „durchzukämpfen“ bis man sich daran gewöhnt hat. Vielen Lesern ist es auch einfacher gefallen, wenn sie den Text laut gelesen haben, und so habe ich es am Ende auch gehalten. Nicht verwunderlich eigentlich, habe ich schon in der Schule die Klassiker, meistens mit einer Freundin, laut gelesen.

Im Anhang wird auch noch einmal genauer auf die Versform und die Entstehung eingegangen. Auch optisch hebt sich diese Neuübersetzung sehr schön von den normalen gelben Reclamheftchen ab.

Am Anfang gewöhnungsbedürftig und ein wenig anstrengend, lohnt es sich doch im großen und ganzen den „Beowulf“ zu lesen!

Wertung:
♥ ♥ ♥ ♥

Produktinformation:
Beowulf: Das angelsächsische Heldenlied, übersetzt von Johannes Frey, 2013 im reclam Verlag erschienen 
129 Seiten, 6,95 €

Montag, 13. Mai 2013

Rezension: Susanne Gerdom - Das Haus am Abgrund

Susanne Gerdom – Das Haus am Abgrund

Das Haus auf den Knochen

Inhalt:
Adrian Christopher Smollet ist siebzehn Jahre alt und leidet unter einem inoperablen Gehirntumor.
Er lebt mit seinen zwei Väter, Toby und Jonathan, in dem alten Kutscherhaus, direkt an der Grenze zu Heathcote Manor. Einem alten Herrenhaus, das meistens unbewohnt erscheint. Aber Adrian sieht aufgrund seiner Krankheit mehr, er wird begleitet von Laren und Lemuren – die einen sind ihm wohlgesonnen, die anderen eher nicht – aber trotz allem muss er mit ihnen leben.
Im Ort lernt er die schöne November kennen und freundet sich mit ihr an. Doch auch ihr Leben ist nicht einfach, ist ihr Schicksal doch ganz fest mit dem des Hauses verbunden....

Meinung:
Ich weiß nicht genau, wie lange ich mich auf dieses Buch gefreut habe und das einfach, weil ich mich so sehr in das Cover verliebt habe und schaurige Geschichten mit alten Häusern mag. Und dementsprechend schnell habe ich es dann auch in mich eingesogen. Eigentlich Schade, aber wenn etwas so gut ist, fällt mit Zurückhaltung doch sehr schwer.

Susanne Gerdoms Schreibstil ist wirklich ganz wundervoll. Bildlich, farbenfroh – trotz der sehr düsteren Geschichte und voller Metaphern und Sätze, die einen zum nachdenken anregen. Man fliegt förmlich durch die Seiten und durch Adrians von Schicksalsschlägen getroffenes Leben.

 Nicht nur, dass er unter dem Tumor leidet, nein auch seine Mutter ist in dieser Zeit nicht für ihn da, nachdem sie erfahren hat, dass ihr Mann sie mit einem anderen Mann betrogen hat, hat sie sich von der Familie abgewendet. Mit der Beziehung seines Vaters hat er kein Problem und dennoch muss er Anfeindungen von außen hinnehmen und damit klar kommen. Doch bei all dem hilft ihm November. Am Anfang sind sie noch sehr befangen im Umgang miteinander, aber mit der Zeit wird es besser und sie verstehen sich sehr gut. Nur ist nicht immer klar, was Schein und was Wirklichkeit ist, denn sobald die beiden Heathcote Manor betreten werden sie zurückversetzt, in eine andere Zeit. Ist es Wirklichkeit – oder ist es der Tumor?
Adrian beginnt sich mit der Geschichte und den Unglücken, die mit dem Haus auf den Knochen zusammenhängen zu beschäftigen und deckt so langsam die Vergangenheit und eine alte Sage auf. Ist es eine Sage?


Wer spannende Bücher, mit einem Hauch Übersinnlichem und vielen Emotionen mag, darf an „Das Haus am Abgrund“ nicht vorbeigehen! Ich habe selten einen so guten Schauerroman für Jugendliche oder junge Erwachsene oder einfach im Herzen Junggebliebene gelesen!
Schaurig-schön, romantisch voll Liebe und Dramatik - ein wahrer Pageturner!


Wertung:
♥ ♥ ♥ ♥ ♥

Produktinformation: 
Susanne Gerdom – Das Haus am Abgrund, 2013 bei Bloomoon erschienen
400 Seiten, 14,99 €



Sonntag, 12. Mai 2013

Rezension: Shelle Summners - Wie Tyler Wilkie mein Leben auf den Kopf stellt und was ich dagegen tun werde

Shelle Sumners – Wie Tyler Wilkie mein Leben auf den Kopf stellt und was ich dagegen tun werde

Meine Frühlings-Love♥Story

Inhalt.
Graces Leben läuft nach geregelten Bahnen und eigentlich hat sie auch schon die Planung für ihre Zukunft abgeschlossen. Sie lebt mit ihrem Freundin einer Wohnung, den sie auch heiraten möchte und arbeitet als Lektorin in einem Schulbuchverlag. Doch als sie den Hundesitter von nebenan kennenlernt, stellt das ihr gesamtes Leben nach und nach auf den Kopf. Tyler Wilkie, der nette Junge mit den sanften Augen, stellt ihr Leben auf den Kopf...

Meinung:
Dieser unsagbar lange Titel machte mich auf die Geschichte neugierig, ebenfalls das sommerliche Cover, dass einen neugierig macht, da die Köpfe der Hauptprotagonisten fehlen. Und ich muss sagen, dass ich lange nicht mehr eine so tolle humorvolle, emotionale und irgendwie auch sehr lebensnahe Geschichte gehört habe.

Shelle Summers hat eine Geschichte entwickelt, die einen einfach in den Bann zieht. Grace ist eine überaus freundliche und liebenswerte Person, die so scheint es, immer erst an andere denkt und was von ihr verlangt wird – bis Tyler Wilkie auftaucht.
Ich weiß nicht, ob man es Lieben auf den ersten Blick nennen kann, aber auf jeden Fall ist da etwas, eine Verbindung, die die beiden eingehen und die für den Leser oder Hörer einfach spürbar ist.

Tyler ist Musiker, und was für einer. Er glaubt an seinen Traum, die Musik – und an Grace. Er schreibt Lieder über sie, und für sie und er schafft es mit seinen Songs, die Herzen der Menschen zu erreichen. Er macht Karriere, seine Konzerte werden gut besucht und Grace distanziert sich von ihm. Und wenn ihr wissen wollt, was danach noch alles passiert, müsst ihr euch entweder das Buch oder das Hörbuch zulegen!

Alle Charaktere sind wirklich sehr toll gezeichnet und ausgearbeitet, egal ob es sich um Graces beste Freundin und ihre Familie handelt, oder aber auch die etwas abgedrehte Familie von Tyler – es macht Spaß sie alle kennenzulernen und mit ihnen durch diese Geschichte zu gehen.

Gelesen wird das Hörbuch von Anna Carlsson. Sie liest betont und in einem sehr angenehmen Sprachtempo, so dass es kein Problem ist der Geschichte zu folgen. Auch die verschiedenen Charaktere setzt sie sehr gut um, und auch die Emotionen von Grace macht sie spürbar. Eine wirklich gute Wahl, für diese bezaubernde Geschichte, die leider viel zu schnell vorbei war.

Wenn ihr eine Story wollt, die euch zum lachen bringt und gleichzeitig an euer Herz rühren soll, dann solltet ihr euch unbedingt „Wie Tyler Wilkie mein Leben auf den Kopf stellt und was ich dagegen tun werde“ näher ansehen! Ich kann nur sagen, dass mich die überraschenden Wendungen immer wieder begeistert haben, und dass Grace und ihr Leben mich sowohl zum Weinen, als auch zum Lachen gebracht hat!
Eine wundervolle Geschichte, die man sich nicht durch die Finger gehen lassen kann!

Wertung:
♥ ♥ ♥ ♥ ♥

Produktinformation:
Shelle Sumners – Wie Tyler Wilkie mein Leben auf den Kopf stellt und was ich dagegen tun werde, übersetzt von Stefanie Schäfer, gelesen von Anna Carlsson, erschienen im Februar 2013 im Argon Verlag
5 CD`s, 6 Stunden & 10 Minuten, 19,95 €

Für die Bereitstellung bedanke ich mich ganz herzlich beim Argon Verlag und bei Blogg dein Buch!

Kaufen könnt ihr das Hörbuch hier!

Amazon hat es aber momentan im Angebot für 11,40 € - Zuschlagen!