Dienstag, 12. Februar 2013

Rezension: Veronika Bicker - Optimum (1) Blutige Rosen

Veronika Bicker - Optimum (1) Blutige Rosen

Spannender Internats-Thriller

Inhalt:
"Eliza war wie erstarrt. Sie wollte nicht hinsehen, aber gleichzeitig gelang es ihr nicht, den Blick abzuwenden. Janina. Kais Janina...Was tut sie denn da nur? Noch nie hatte sie Janina so wütend gesehen. Um genau zu sein, auch sonst niemanden. Janinas Augen funkelten, und es fehlte gerade noch, dass sie Schaum vorm Mund hatte wie ein tollwütiger Hund."
(S. 33)

Ricas Mutter nimmt eine Stelle als Lehrerin an der Daniel-Nathans-Akademie an und so heißt es auch für Rica: Schule wechseln. Doch vom ersten Tag an, hat sie das Gefühl, als würde nicht alles an dieser Schule mit rechten Dingen zugehen. Die Schüler benehmen sich merkwürdig und dann taucht plörzlich eine Leiche auf...

Meinung:
Ich muss gestehen, dass ich am Anfang des Buches noch verhalten optimistisch war. Wieso? nachdem ich den ersten "Night School" Band gelesen hatte, hatte ich Angst, dass jetzt einfach wieder viele Autoren auf dieser Welle mitreiten wollen und "Optimum" ein billiger Abklatsch wäre. Aber - weit gefehlt! Schnell habe ich bemerkt, dass mich das Buch mit seiner Geschichte fesseln konnte, die sich schnell in eine ganz andere Richtung entwickelt als zum Thema Eliteschüler.

Aber nun zum Schreibstil. Veronika Bicker hat eine sehr angenehme Art mit den Worten zu spielen und man versinkt schon nach wenigen Seiten in der wirklich spannenden Geschichte um Rica und die geheimnisvolle Daniel-Nathans-Akademie. Man kann sich nicht mehr losreißen und will am liebsten alle Geheimnisse ergründen, aber so einfach macht es uns die Autorin natürlich nicht. Wir werden zwar mit ein paar Antworten und Hinweisen gefüttert, aber mehr werden wir wohl erst im zweiten Band erfahren.
Das Buch wird übrigens aus zwei Perspektiven erzählt. Den großteil der Geschichte erfahren wir aus Ricas Sicht, einen kleineren jedoch zusätzlich aus Elizas. Perspektivenwechswel gefallen mir in Büchern generell sehr gut, hier finde ich es aber noch besser und angebrachter, da Eliza, als langjährige Schülerin der Daniel-
Nathans-Akademie einige Dinge ganz anders sieht und wahr nimmt. 

Sie schafft es eine unheimliche und Gefahr signalisierende Atmosphäre aufzubauen, die in der Schule und auf dem Gelände herrscht. Zum Einen schafft sie dies natürlich mit Hilfe der Charaktere und ihren eigentümlichen Verhaltensweisen und Auffälligkeiten, zum Anderen aber auch mit der Geheimniskrämerei der Schüler und des Lehrpersonals. Wieso sind gewisse Bedingungen an Stipendien geknüpft, unter anderem Gespräche mit der Schulpsychologin Frau Jansen? Wieso gibt es einen auffällig großen Bruch in den Abschlussklassen? Und wieso werden die Schüler, die tot aufgefunden werden als Selbstmörder dargestellt?

Rica, die eine mutige und charakterstarke Persönlichkeit ist, will sich nicht mit bloßen Phrasen zufrieden geben und beginnt gemeinsam mir ihrer Freundin Eliza der Sache auf den Grund zu gehen. Die beiden stoßen auf Hinweise, die auf eine ganz große Sachen deuten und bringen sich damit in Gefahr und dennoch gehe ich davon aus, dass die beiden im zweiten Band fleißig weiterstöbern werden.
 
Hier möchte ich auch noch zu etwas zu der optischen Aufmachung des Buches sagen, denn es ist wirklich ein absoluter Hingucker. Am Seitenschnitt finden wir die gleichen Rosenranken wie auf dem Cover wieder und zu Beginn eine jeden Kapitels sind diese auch eingefügt. Eigentlich sehr schlicht, aber durch die Wiederholungen wirklich ein sehr schönes Erkennungszeichen. 

"Optimum (1) Blutige Rosen" ist ein spannender und absolut unterhaltsamer Jugendthriller, der sich nicht hinter anderen Büchern verstecken muss! Gespannt warte ich nun auf die Fortsetzung "Optimum (2) Kalte Spuren", die im März erschienen soll.

Wertung:
♥ ♥ ♥ ♥ ♥

Für die Bereitstellung und die schöne Leserunde bedanke ich mich ganz herzlich bei Veronika Bicker und dem INK Verlag!

Produktinformation:
Veronika Bicker - Optimum (1) Blutige Rosen, 2012 bei Egmont INK erschienen
348 Seiten, 14,99 €

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