Sonntag, 17. Februar 2013

Rezension: Alina Bronsky - Spiegelriss

Alina Bronsky - Spiegelriss

Der zweite Band der Spiegel-Reihe

Inhalt:
Juli lebt in einem Rudel. Kinder und Jugendliche Freaks ohne zu hause - sie ist die Neue. Der Babyfuss, so nennt Kojote, der Anführer des Rudels sie. Juli muss vorsichtig sein, sie wird gesucht, die letzte, absolut gefährliche Phee, die ihren Vater umgebracht hat. Wird sie ihr Leben wieder in den Griff bekommen...

Meinung:
Ich habe Alina Bronsky letztes Jahr als Autorin mit "Spiegelkind" kennen lernen dürfen und nun freue ich mich sehr euch "Spiegelriss" vorzustellen.

Alina Bronskys Schreibstil ist sehr angenehm und einfach. Sie spielt mit den Worten und lässt eine Welt vor unseren Augen erstehen, die man so eigentlich nicht kennenlernen möchte. Eine Klassengesellschaft, in der es Normale und Freaks gibt und Pheen, magische Wesen mit Gaben, gejagt werden.

In "Spiegelkind" wurde Juli für den Tod ihres Vaters verantwortlich gemacht und ist nun untergetaucht. Sie lebt in einem Rudel. Eine Gruppe von Kindern und jugendlichen Freaks, von der Gesellschaft ausgestoßenen. Sie leben in der Natur, schlafen unter freiem Himmel und müssen die Mülltonnen nach Nahrung durchsuchen.
Juli muss sich zudem äußerst gut tarnen, da sie als letzte lebende Fee und vermeintliche Mörderin gesucht wird und ein großes Kopfgeld für sie veranschlagt wurde. Doch der Anführer, Kojote, scheint etwas zu ahnen und hilft ihr Kontakt aufzunehmen zu ihren besten Freunden und ihren Großeltern. Doch nichts in ihrer Welt ist mehr so wie es war.

"Spiegelriss" ist eine wirklich gelungene Fortsetzung und muss sich nicht hinter "Spiegelkind" verstecken. Es ist ein wirklich spannendes Buch, dass Julis schweren Weg auf der Suche nach ihrer Familie und sich selbst beschreibt. Sie muss auf sich aufpassen und lernt leider viel zu schnell, dass sie niemandem, absolut niemanden, vertrauen darf. Denn irgendwer verrät sie und sie landet im gefürchteten "Dementio" dem Gefängnis, dass angeblich extra für Pheen erbaut wurde. Der Aufenthalt dort ist für Juli kein Zuckerschlecken, und die einzige hilfreiche Person ist eine kleine Version ihrer selbst...


"Spiegelriss" ist ein Buch, dass eine sehr düstere Grundstimmung inne hat. Man spürt die Hoffnungslosigkeit und die Angst der Menschen, vor dem Gesetz, vor den als normal festgelegten Grundsätzen und dem Leben, was man mehr oder weniger vorgeschrieben bekommt.
In Alina Bronskys Welt ist man auch dem gläsernen Menschen sehr nah, tragen doch allen "Normalen" ID-Armbänder, mit denen sich ihre Aufenthaltsorte und viele Lebensgewohnheiten nachverfolgen lassen.

Wenn ihr nun neugierig seid auf "Spiegelriss", begeistert ward von "Spiegelkind" und unbedingt wissen wollt, wie es Juli im Dementio ergeht und was in der Welt um sie herum geschieht, dann müsst ihr unbedingt dieses Buch lesen!

Wertung:
♥ ♥ ♥ ♥ ♥

Produktinformation:
Alina Bronsky - Spiegelriss, 2013 im Arena Verlag erschienen
261 Seiten, 14,99 €

Hier kommt ihr zu meiner Rezension zu "Spiegelkind"

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