Dienstag, 1. Januar 2013

Rezension: Dana Phillips – Aber bitte mit Sake!

Dana Phillips – Aber bitte mit Sake! - Auf Kreuzfahrt mit 1000 Japanern

Mit Dana unterwegs auf dem Peaceboat

Inhalt:
„Du solltest die Stäbchen aus dem Reis nehmen“, flüsterte sie mir zu, obwohl sie weiß, dass ihre Eltern sowieso nicht verstehen, was sie sagt. „Ess- oder Räucherstäbchen steckt man nur bei einer Totenfeier in den Reis. Auf diese Art und Weise wird den Verstorbenen das Essen dargeboten.“ Schnell ziehe ich die Stäbchen aus dem Reis und lege sie neben der Schüssel ab. Ich hoffe, Kimikos Eltern haben meinen Fehltritt nicht bemerkt. Als Deutsche unter Japanern kann man einfach viel zu viel falsch machen.“
(S. 63)

Dana muss eine Kollegin vertreten und für die Zeitschrift „Die Komplizin“ nach Japan reisen und einen Bericht über die Reise auf dem Peaceboat schreiben.
Für Dana erweist sich die reise als sehr anstrengend, zudem muss sie auf eine Vielzahl von japanischen Besonderheiten achten. Aber ihre kleinen Fehltritte in dieser Kultur sorgen für eine wundervolle Portion Humor...

Meinung:
„Aber bitte mit Sake! - Auf Kreuzfahrt mit 1000 Japanern“ ist bereits das zweite Buch des Autorenduos Dana Phillips.

Der Schreibstil ist einfach nur wunderbar. Authentisch, humorvoll und sehr detailliert berichtete uns Dana Phillips von ihrer Reise nach Japan und später auf dem Peaceboat.
Sehr bildhaft beschreiben Sie uns die kuriosesten japanischen Hobbys und Eigenarten, erzählt uns von Hashiko, dem treuen Hund, dem sogar eine Monument gebaut wurde, berichtete uns von WC-Schuhen und Luxustoiletten.
Wir erfahren, dass Schlafzimmer immer noch Luxus für Japaner sind und oftmals immer noch die Tatamis abends ausgerollt werden um am nächsten Morgen wieder im Schrank verstaut zu werden. Auch die Liebe der Japaner zu gemeinsamen Frühsport und Sockenwaschens bekommen wir näher gebracht und erklärt.

Doch ohne all die lieben und freundlichen Japaner und Nichtjapaner, die Dana auf ihrer Reise kennenlernt, würden wir nicht so viel über die japanische Kultur erfahren und Dana wäre mit Sicherheit etwas hilflos gewesen. Denn auch das Schicksal wollen die Japaner nicht herausfordern und halten vor jedem Landgang einen Sicherheitskurs ab, sogar mit Rollenspielen, bei denen die Passagiere gezeigt bekommen wie sie sich zu verhalten haben und worauf sie achten müssen.

Ganz wundervoll finde ich auch die Einleitung der einzelnen Kapitel, in er wir immer ein Gericht, den Japaner des Tages, den Place-to-be und Danas Erkenntnis erfahren, sowie am Ende eines jeden Kapitel eine zusammenfassende Kolumne.

„Aber bitte mit Sake!“ ist ein humorvoller Reisebericht, der uns das Peaceboat näher bringt, von dem ich vorher noch nie gehört habe, obwohl ich finde, dass es doch mal sehr spannend wäre darüber eine Dokumentation zu sehen.

Ich bin gespannt, wohin die nächste Reise des Autorenduos gehen wird und welche kulturellen Eigenarten wir dann kennen lernen werden.
Alle Leser, die sich gerne mit fremden Kulturen befassen und erfrischende Reiseberichte mögen, sollten „Aber bitte mit Sake!“ unbedingt lesen.
Wer noch mehr Dana Phillips möchte kann dann auch während der Wartezeit auf das nächste Buch noch „Avanti amore“ lesen!

Wertung:
♥ ♥ ♥ ♥ ♥

Für die Bereitstellung bedanke ich mich ganz herzlich bei Dana Phillips und Bastei Lübbe!

Produktinformation:
Dana Phillips – Aber bitte mit Sake! - Auf Kreuzfahrt mit 1000 Japanern, 2012 erschienen bei Bastei Lübbe
270 Seiten, 8,99 €



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