Donnerstag, 8. August 2013

Ein kleiner Besucher...vor unserem Haus

Hallo ihr Lieben,

heute gibt es noch mal ein paar Bilder von einem kleinen Igelchen, dass uns letztens besucht hat :-)







Mittwoch, 7. August 2013

Rezension: Carolin Römer - Greed Castle

Carolin Römer - Greed Castle 

Ein bodenständiger Krimi vor einen wundervollen Landschaft

Inhalt:
Fin O`Malley, ehemaliger Polizist, findet vor dem Herrenhaus „Greed Castle“ eine Leiche. Fin möchte den Mord sehr gerne an die Polizei abgeben, doch die Dorfbewohner sehen das leider anders. Billy McGann nimmt sich der Sache an und schneller als Fin schauen kann ist er der Tatverdächtige Nr. 1. Kann er seine Unschuld beweisen?

Meinung:
Carolin Römer hat mit „Greed Castle“ einen bodenständigen Krimi geschrieben, der vor der wunderbaren Kulisse Irlands spielt. Mit detaillierten und farbenfrohen Beschreibungen entsteht vor den Augen des Lesers die irische Landschaft, samt kleiner Dörfer und dem leicht unheimlich wirkenden Herrenhaus „Greed Castle“. Auch in die Geschichte findet man, Dank eines gut lesbaren Schreibstils, sehr gut hinein.

An vielen Kleinigkeiten, und manchmal auch schon Klischees wird der Handlungsort noch hervorgehoben, was ich an und für sich auch nicht schlecht finde. Irland ist ja nun einmal Irland. Und auch mit den Protagonisten bin ich sehr gut zurecht gekommen. Fin hat mit seiner etwas trotteligen Art und dem Talent in Fettnäpfchen zu treten meine volle Sympathie, während das bei dem ein oder anderen nicht so war.

Gemangelt hat es mir einzig allein ein wenig an Spannung. Ich erwarte bei einem Krimi ja keine atemstockenden Thrill- und Spannungselemente, aber ein bisschen mehr hätte mit schon gut gefallen.

Dennoch ist „Gred Castle“ ein sehr solider und bodenständiger Krimi mit einem sympathischen Ermittler und die Geschichte vermag es, den Leser zu unterhalten!

Wertung:
♥ ♥ ♥

Für die Bereiststellung und die Leserunde bedanke ich mich ganz herzlich bei Carolin Römer, dem Conte Verlag und Lovelybooks!

Produktinformation:
Carolin Römer - Greed Castle, im März 2013 im Conte Verlag erschienen
287 Seiten, 13,90 €

Dienstag, 6. August 2013

Rezension: Petra M. Klikovits - Inselsturm

Petra M. Klikovits - Inselsturm

Rosa reist nach Ibizza....

Inhalt:
Rosa Talbot träumte schon in „Vollmondstrand“ von selbigem. Und dieses Mal macht sie ihren Wunsch wahr. Sie lässt ihr Leben hinter sich zurück und fliegt nach Ibizza, an ihren geliebten Vollmondstrand. Ohne Marti, ihre Freundinnen und ihre Katzen versucht sie Abstand zum Alltag zu gewinnen und ihren Traum wahr werden zu lassen. Ob es ihr gelingt?

Meinung:
Schon letztes Jahr hatte ich Glück bei der Leserunde zu „Vollmondstrand“ dabei sein zu dürfen. Und auch dieses Mal nimmt uns Petra M. Klikovits auf eine große Reise mit. Rosas Reise zu sich selbst, aber vielleicht auch ein wenig eine reise eines jeden Lesers zu sich selbst.

Petras Schreibstil ist nach wie vor sehr gut zu lesen und sobald man das Buch aufschlägt, denkt man nicht mehr daran, wie lange es schon her ist, dass man „Vollmondstrand“ gelesen hat. Nein. Man ist einfach wieder da, bei Rosa. Man kann sich an sie, ihre Gedanken und Wünsche erinnern. Und auch an ihre Ängste vor dem Alltag, der über sie und ihr Leben hineinbricht. Und ich finde, so muss es sein, wenn man die Fortsetzung eines Buches liest. Wiedererkennungswert ist hier auf jeden Fall gegeben.

Doch auch auf Ibizza merkt Rosa schnell, dass es kompliziert wird. Das Geld wird knapp, sie zweifelt an Entscheidungen und (ver)zweifelt auch an einem Mann. Sehr sympathisch finde ich hier wieder, dass man sich als Frau in viele Situationen hineinversetzten kann, auch wenn man sie in dieser Form noch nicht erlebt hat. Rosa hat einfach Probleme, wie wir Frauen auch und muss Entscheidungen treffen.

Und es macht immer wieder Spaß, den Weg mit ihr gemeinsam zu gehen. Und wer weiß, vielleicht erfüllt sich im nächsten Band auch schon einer ihrer größten Träume....

Wenn ihr einen anspruchsvollen, nachdenklich stimmenden und sehr authentischen „Frauenroman“ lesen wollt, dann liegt ihr sowohl mit „Vollmondstrand“, als auch mit „Inselsturm“ absolut richtig!

Wertung:
♥ ♥ ♥ ♥

Für die Bereitstellung und die schöne Leserunde bedanke ich mich ganz herzlich bei Petra, dem Gmeiner Verlag und Lovelybooks!

Produktinformation:
Petra M. Klikovits - Inselsturm, im Februar 2013 im Gmeiner Verlag erschienen
254 Seiten, 9,99 €

Sonntag, 4. August 2013

Heute keine Bücher - heute Hühner

Hallo ihr Lieben,

ich habe es ja versprochen, dass ich euch zeige, wer denn da jetzt bei uns eingezogen ist :-)
Heute aufgrund der Uhrzeit ohne viele Worte, aber voller Stolz unsere Hühner ♥








Das sind die ersten Bilder und nicht alle sind gut - aber wenn ihr wollt, bekommt ihr noch weitere zu sehen :-)
Unsere Schätze haben noch keine Namen - möchtet ihr uns welche vorschlagen?
Das gold-schwarz getupfte ist ein Appenzeller und das hab ich mir ausgesucht *ist sie nicht wunderschön* Sie hat auch schon brot von mir genommen :-)

Samstag, 3. August 2013

Rezension: Thomas Elbel - Elysion

Thomas Elbel - Elysion

Eine spannende und düstere Zukunftsvision

Inhalt:
Die Welt ist nicht mehr die, die sie mal war. Nach dem letzten Bürgerkrieg haben die Menschen sich in zwei Lager aufgeteilt. Die Gruppe der Stadtbewohner lebt in der Stadt und kämpft jeden Tag wieder neu ums überleben, und die andere Gruppe, die Einwohner Elysions Leben unter der Herrschaft des Pontifex. Wer sich dem Pontifex widersetzt, muss mit der Rache der Malachims rechnen. Doch auch die sind nicht sicher, gibt es doch Menschen wie Cooper, die diese Wesen jagen um Teer aus ihnen zu gewinnen...

Meinung:
„Elysion“ ist das erste Buch, dass ich von Thomas Elbel gelesen habe. Und ich finde, dass er hier eine absolut spannende Geschichte erschaffen hat. Sein Schreibstil ist sehr gradlinig. Er beschreibt die Welt der Zukunft ohne Schnörkel. Kalt, grausam und hart ist der Kampf um das Überleben in der Zukunft und genau das wird dem Leser auch vermittelt. Für zarte Seelen könnte es manchmal etwas zu viel werden, aber ich fand es im großen und ganzen doch sehr stimmig.

Düstere Zukunftsvisionen sind nun ja schon lange ein Trend auf dem Buchmarkt und immer wieder fühlen wir uns zu diesen Büchern hingezogen. Die Frage wieso es so ist, kann ich immer noch nicht beantworten – außer vielleicht das gute Gefühl zu wissen, dass es noch lange nicht so ist, wenn man ein Buch beendet. Aber es ist auch jedes mal aufs neue spannend wie unterschiedlich die Autoren ihre Welten gestalten, so auch hier Thomas Elbel.

Aber wieder zurück zu „Elysion“. Geschickt baut der Autor Spannung auf, die sich immer weiter steigert, bis man dann atemlos die letzten Seiten des Buches umblättert. Es ist ein bisschen wie eine Schnitzeljagd. Stück für Stück bekommt man Informationen über Cooper, den Pontifex, die Malachim und die anderen Protagonisten und man will als Leser einfach wissen, wie es weitergeht und was es noch zu entdecken gibt.

Auch die Charaktere sind sehr schön gezeichnet und ausgearbeitet, auch wenn man den meisten wahrscheinlich nicht in seinem Leben begegnen will. Die Idee mit den Malachim und ihrem Ursprung finde ich sehr gelungen.

„Elysion“ ist ein spannendes und sehr dunkles Zukunftszenario! Wer Spannung, Action und Thrill liebt wird mit diesem Buch goldrichtig liegen!

Wertung:
♥ ♥ ♥ ♥

Für die Bereitstellung und die schöne leserunde bedanke ich mich ganz herzlich bei Thomas Elbel, dem Piper Verlag und Lovelybooks!

Produktinformation:
Thomas Elbel - Elysion, im April 2013 bei Piper erschienen
480 Seiten, 9,99 €

Mittwoch, 31. Juli 2013

Ich bin wieder da Post ♥

Liebe Bücherwürmer, liebe Leseratten, liebe treue Blogfollower,

erst einmal möchte ich euch danken, dass ihr mir weiterhin folgt, obwohl es in den letzten Wochen sehr sehr ruhig auf meinem Blog war. Aber das Leben, neben meinem Blog gibt es auch noch und das hat mich doch ordentlich fest in seinem Griff.
Natürlich habe ich gelesen (wenn auch nicht so viel, wie ich gerne hätte) und auch Rezensionen geschrieben. Allerdings immer nur, wenn etwas Zeit war und dann bin ich entweder nicht dazugekommen Sie auch hier zu posten oder hatte dann an den Wochenenden schlichtweg auch einfach mal keine Lust. Wer will denn schon beim schönsten Sonnenschein die ganze Zeit vor dem Rechner sitzen?

Außerdem nimmt mich die volle Stelle auch mehr mit, als ich es zu Anfang gedacht habe. Es sind zwar „nur“ 20 Prozent mehr, aber die merke ich doch schon sehr – zumal ich meinen geliebten zweiwöchigen freien Freitag nicht mehr habe :-(
Der war schon toll, da konnte man waschen, das Haus putzen usw. und man hatte das komplette Wochenende doch noch für sich.
Ich liebe meine Arbeit zwar, aber man merkt einfach, dass etwas mehr Zeit fehlt oder aber man früher müde ist, weil man ja auch früher aufstehen muss :-)

Außerdem habe ich mir vorgenommen auch etwas mehr für mich ganz persönlich zu tun, was mir gut tut und was ich brauche. Was mir an zwei Tagen in der Woche auch noch etwas mehr Schlaf klaut, denn ich habe mich dazu „überwunden“ Montags und Mittwochs Frühschwimmen zu gehen. Und das heißt, dass ich um sieben Uhr vor den Pforten des Hallenbades stehen muss, damit es sich lohnt – und vorher, ja da wollen die Tiere noch gefüttert und unsere Blacky auch spazieren geführt werden. Aber das Schwimmen ist echt toll und es ist ein ziemlich guter Start in den Tag – solltet ihr auch einmal versuchen :-)
Zusätzlich zum schwimmen, haben meine bessere Hälfte und ich uns vorgenommen „laufen zu lernen“. Dabei sind wir noch am Anfang, aber es macht schon Spaß.

Habt ihr noch lustige und spaßbringende Sportarten, die ihr weiterempfehlen könnt?

Aber um noch einmal zu den Büchern zurück zukommen :-) Ich gelobe Besserung und es hat sich ja jetzt auch einiges an gelesenen Büchern angesammelt, die ich bereits rezensiert habe – also da könnt ihr euch auf einiges freuen! Und da waren wirklich viele tolle Bücher dabei, die ich euch bald vorstellen werde :-)

Bei meinen Boxen hat sich auch etwas getan, denn mittlerweile bekomme ich nicht nur die PinkBox, nein – auch noch die Brandnooz Box, und die finde ich genauso toll. Da sind so tolle Produkte drin, die man sonst niemals so kaufen würde – aber auch die werde ich euch vorstellen!

Und am Sonntag kann ich euch meine neuen Mitbewohnerinnen endlich zeigen :-) Ja, es ist soweit am Sonntag fahren wir uns unsere Hühner kaufen. Mein Freund hat einen wunderschönen Hühnerstall gebaut mit allem drum und dran und einen tollen Auslauf haben sie auch schon. Ich kann es fast schon nicht mehr erwarten, bis wir mit unseren gefiederten Freunden wieder da sind…

Ach ja, ich hoffe ihr hattet bisher einen tollen Sommer, mit viel Zeit für euch und für eure Hobbys und Liebsten! Vielleicht wart ihr schon im Urlaub und vielleicht steht es auch erst noch an – ich wünsche euch einfach eine tolle Zeit und danke euch fürs mitlesen, stille lesen oder sogar kommentieren :-)
♥ Liebe Grüße ♥

Sabrina

Dienstag, 30. Juli 2013

Rezension: Renee Holler – Das Geheimnis des goldenen Salamanders

Renee Holler - Das Geheimnis des goldenen Salamanders 

Ein spannendes historisches Abenteuer für Kinder

Inhalt:
Die kleine Alyss hat ein schweres Laster zu tragen – ihre Mutter ist früh gestorben und ihr Vater, der Kapitän ist, ist von seiner letzten Schiffsreise in die neue Welt, nicht zurück gekommen. Seitdem kümmert sich ihr Onkel um sie und er und seine Familie sind in Hatton Hall eingezogen. Leider scheint Alyss ihm nur im Wege zu stehen und als sie dann mitbekommt, dass ihr Onkel sie aus dem Weg räumen will, entschließt das kleine Mädchen sich dazu, als junge verkleidet, nach London zu gehen um einen Freund ihres Vaters um Hilfe zu bitten. Doch auch das soll nicht so einfach werden....

Meinung:
Wer mich und mein Leseverhalten ein wenig kennt, weiß, dass ich mit historischen Büchern eigentlich nicht so viel anfangen kann, aber ein historisches Kinderbuch, hatte ich bis dato noch nicht gelesen und die Geschichte des goldenen Salamanders klang einfach verlockend abenteuerlich.

Der Schreibstil von Frau Holler ist wirklich sehr angenehm zu lesen und man findet sich auch sehr schnell in die Geschichte um die kleine Alyss ein. Sehr bildlich werden ihre Abenteuer beschrieben, so dass es wirklich Spaß macht, diese gemeinsam mit ihr zu erleben. Aber auch ihre Gefühle, grade ihre Angst, kann man sehr gut nachvollziehen. Ein kleines Mädchen, dass wegläuft, weil der Onkel sie umbringen lassen will, dann muss sie in die große Stadt, in der sie niemanden kennt, wird bestohlen und trifft auf Menschenfresser, Feen und Riesen. Klingt spannend – ist es auch!

Neben den ganzen spannenden Abenteuern ist es auch sehr interessant das England des 17. Jahrhundert aus Kinderaugen kennen zu lernen – und das war manchmal wirklich nicht lustig. Meistens, wenn die Eltern kein Geld hatten, waren auch die Kinder meistens arm dran und um die Straßenkinder wurde sich so wenig gekümmert, dass es nicht mal auffällt oder besser es keinen kümmert, wenn Kinder plötzlich spurlos verschwinden.

Zu den Charakteren muss natürlich auch etwas gesagt werden, denn sie sind wirklich sehr vielfältig und die meisten auch sehr liebenswert! Neben Alyss habe ich die Schausteller sehr gerne gewonnen, auch wenn sie nicht das sind, als was sie ausgegeben werden – sie versuchen zu helfen wo sie können und tragen das Herz am rechten Fleck. Was man bei weitem nicht von allen Protagonisten sagen kann, da viele einfach durch ihre Gier getrieben werden. Auch die Kinderband habe ich sehr in mein Herz geschlossen, und hoffe, dass wir sie irgendwann wieder treffen werden.
Genug Themen für eine Fortsetzung würde es auf jeden Fall geben!

Aber das Buch besticht nicht nur durch eine spannende und phantasievolle Geschichte, sondern auch durch sein wundervolles farbenfrohes Cover und die vielen detaillierten Zeichnungen im Buch! Wirklich sehr schön!

„Das Geheimnis des goldenen Salamanders“ ist ein Buch, dass uns in die Vergangenheit bringt und uns viele spannende Abenteuer erleben lässt – ein tolles Buch auch für Lesemuffe!

Wertung:
♥ ♥ ♥ ♥ ♥

Für die Bereitstellung bedanke ich mich ganz herzlich bei Bloomoon und Bloggdeinbuch!

Das Buch kaufen könnt ihr hier!

Produktinformation:
Renee Holler – Das Geheimnis des goldenen Salamanders, im April 2013 bei bloomoon erschienen
304 Seiten, 12,99 €

Sonntag, 9. Juni 2013

100 Bücher, die man gelesen haben sollte (Jugendbücher)


Hallo zusammen,
ich habe grade einen ganz interessanten TAG gefunden, den ich für mich auch gerne machen möchte :-) Ich bin einmal gespannt, wie viele der Bücher ich schon gelesen habe!















Wahnsinnig viele Bilder, oder?
Und jetzt werde ich mal schauen, was ich davon gelesen habe und was bei mir noch subbt :-)

Gelesen:
Joane K. Rowling - Harry Potter (1) und der Stein der Weisen
Stephenie Meyer - Seelen
Stephenie Meyer - Biss zum Morgengrauen
Jay Asher - Tote Mädchen lügen nicht
J.R.R Tolkien -ä Der kleine Hobbit (ist bestimmt schon zwölf Jahre her *ufz*)
Anne Frank -Tagebuch
Michael Ende - Die unendliche Geschichte
Marie Lu - Legend (gehört)
Der kleine Prinz
Michael Ende - Momo
Ottfried Preußler - Krabat
Alex Flynn - Beastly
Kami Garcia - Sixteen Moons
Andrea Schacht - Kyria & Reb
C.J. Daughtery - Night School
Astrid Lindgren - Die Brüder Löwenherz
David Safier - Mieses Karma
Rainer Wekwerth - das Labyrinth erwacht
Ali Shaw - Das Mädchen mit den gläsernen Füßen
Ransom Riggs - Die Insel der besonderen Kinder

SuB:
Suzanne Collins - Die Tribute von Panem (1) Tödliche Spiele
Kerstin Gier - Rubinrot
Markus Zusak - Die Bücherdiebin
Morton Rhue - Die Welle (habe ich gewonnen und werde ich dann in einer Leserunde lesen)
Kai Meyer - Arkadien erwacht
Veronica Roth - Die Bestimmung
Lauren Oliver - Delirium
Maggie Stiefvater - Nach dem Sommer
Jennifer Benkau - Dark canopy
Isabel Abedi - Lucian
HoN - Gezeichnet
Antonia Michaelis - Der Märchenerzähler
Simone Elkeles - Du oder das ganze Leben
Ally Condie - Die Auswahl
Veronice Rossi - Gebannt
Ilsa J. Bick - Ashes
U. Poznanski - Erebos
Jane Austen - Stolz und Vorurteil
U. Poznanski - Saeculum
Tabitha Suzuma - Forbidden
John Grren - Eine wie Alaska
Monika Feth - Der Erdbeerpflücker
Richealle Mead - Blutsschwstern
Brodi Ashton - Ewiglich die Sehnsucht 
Betttina Belitz - Splitterherz
Nina Blazon - Faunblut
Lynn Raven - Der Kuss des Dämons
Jostein Gardener - Sofies Welt

 20 gelesen und 28 subben :-) Ich habe immer das Gefühl, dass so viele tolle Bücher bei mir noch subben, weil ich Angst davor habe, dass es irgendwann keine guten Bücher mehr gibt und ich dann noch eine eiserne Reserve habe - total bekloppt, oder? Wissen wir doch eigentlich alle, dass uns niemals der Lesestoff ausgehen wird!

Vielen lieben Dank an Pusteblume für diesen wundervollen TAG und die Arbeit, die sie darin hinein investiert hat!




Montag, 3. Juni 2013

Rezension: Geronimo Stilton – Der Mona-Mausa Code

Geronimo Stilton – Der Mona-Mausa Code

Ein spannendes Kunstabenteuer für die kleinen, cleveren Mäuse

Inhalt:
Gernimo Stilton ist der Verleger der Mäuse-Zeitung auf der Mäuseinsel. Seine Schwester Thea hat von ihrem neuen Freund, der im ;Museum arbeitet, dass es hinter der Mona-Mausa eine Schatzkarte geben soll. Gemeinsam mit Thea, seinem Cousin und seinem Neffen Benny wollen sie das Rätsel um die Mona-Mausa und ihr Geheimnis lösen!

Meinung:
„Der Mona-Mausa Code“ ist mein erstes Geronimo Stilton Buch. Natürlich bin ich ja auch nicht mehr unbedingt die Zielgruppe, dennoch hat es mir sehr viel Spaß gemacht die cleveren Nager bei ihrem Abenteuer zu begleiten.



Der Schreibstil ist wirklich kindgerecht und sehr leicht zu lesen. Auch die Schriftgröße ist größer als normal, was es für die Kinderaugen noch leichter macht. Was einem auch direkt auffällt ist die tolle Gestaltung des Buches und damit meine ich nicht nur die Zeichnungen, die sich im Buch befinden, sondern auch die zeichnerischen Unterlegungen mancher Worte, die natürlich auch immer zu dem Wort passen. So etwas habe ich bisher in keinem Kinderbuch gesehen und es gefällt mir wirklich gut.

Geronimo und seine Mäusefamilie ist wirklich sehr liebenswert und man schließt sie direkt in sein Leserherz und freut sich natürlich über jeden Fortschritt und am Ende die Auflösung der Geschichte und es Rätsels.

Für Kinder ist es ein wirklich tolles Buch, das auch zeigt, dass Lesen Spaß macht. Und viele Kinder werden Geronimo und seine Freunde bestimmt auch schon aus dem Kinderkanal kennen!
Ein wirklich tolles Buch, dass einfach Spaß macht – ich bin gespannt, welche Abenteuer Geronimo noch erleben wird!

Wertung:
♥ ♥ ♥ ♥

Produktinformation:
Geronimo Stilton – Der Mona-Mausa Code, übersetzt von Nadine Püschel, Mai 2013 bei rororo Rotfuchs erschienen
128 Seiten, 7,99 €


Sonntag, 2. Juni 2013

Rezension Chris Columbus & Ned Vizzini– House of secrets – Der Fluch des Denver Kristoff

Chris Columbus & Ned Vizzini– House of secrets – Der Fluch des Denver Kristoff

Ein spannendes Abenteuer in der Welt der Bücher

Inhalt:
Die Familie Walker ist auf der Suche nach einem neuen Zuhause. Die Kinder Brendan, Eleanor und Cordelia machen es ihren Eltern damit nicht unbedingt leicht. Doch als sie sich die alten Kristoff-Villa anschauen ist die gesamte Familie von diesem Haus begeistert. Doch leider stellt sich das Haus nicht als Traumhaus heraus, eher als Alptraumhaus. Denn die Tochter des verschwundenen Denver Kristoff, stellt sich als Windfurie heraus, trennt die Familie voneinander und nutzt sie für ihren gefährlichen Plan aus – sie sucht ein geheimnisvolles, gefährliches Buch, das Wünsche erfüllen kann....

Meinung:
Das Autorenduo Columbus & Vizzini liefert hier wirklich ein ganz wunderbares Buch ab. Ein Buch, dass nicht nur Kinder begeistern wird, sondern auch Erwachsene. Der Schreibstil ist sehr leicht zu lesen, was es somit für die kleineren unter uns einfacher macht. Aber er steckt auch voller Phantasie und nimmt uns mit auf eine große Reise durch die Bücher des Denver Kristoff.
Das Thema des Bücher im Buch ist hier auch wirklich ganz toll umgesetzt und ich finde es macht immer wieder Spaß solche Geschichten zu lesen.

Die Kinder erwarten viele gefährliche Situationen, spannende Abenteuer und Situationen, in denen sie über sich selbst hinauswachsen müssen um wieder nach Hause und zu ihren Eltern zu kommen.
Aber auch viele unterhaltsame und wirklich lustige Dinge passieren ihnen in dieser spannenden und abenteuerlichen Welt zwischen Piraten, Riesen und Kriegern.
Ab und an wird es auch mal etwas gruselig – aber wirklich in einem für Kinder erträglichem Maß.

Eines steht auf jeden Fall fest mit „House of secrets“ wird dir nicht langweilig. Immer wieder gibt es neue Wendungen und neue spannende Situationen und Welten, die entdeckt werden wollen. Ich hätte nie gedacht, dass mir ein Buch in dem ein Haufen wilder Piraten vorkommt, so gut gefallen würde. Ich denke auch, dass es grade für Jungs ein wirkliches tolles Buch sein kann.



Und auch die Optik darf man hier nicht außen vorlassen. Das Cover in seiner Farbeinvielfalt und mit der Tür mit der goldenen Schrift wirkt geheimnisvoll und macht Lust darauf den Buchdeckel zu öffnen und die wundersame Welt zu entdecken“ ganz toll!

„House of secrets. Der Fluch des Denver Kristoff“ ist ein wundervolles Buch voller toller Ideen und voll kindlicher Phantasie. Lasst euch entführen – und geht gemeinsam mit Brendan, Eleanor und Cordelia auf eine atemberaubende und unfassbare Reise!

Wertung:
♥ ♥ ♥ ♥ ♥

Produktinformation:
Chris Columbus & Ned Vizzini– House of secrets – Der Fluch des Denver Kristoff, im Mai 2013 bei Arena erschienen
457 Seiten, 15,99 €

Samstag, 1. Juni 2013

Rezension David Gray – Eine Studien in Angst Teil 1

David Gray – Eine Studien in Angst Teil 1

Eine Hommage an Sherlock Holmes

Meinung:
Diesmal möchte ich meine Rezension nicht in Inhalt und Meinung spalten, da ich einfach nicht zu viel zu dem Fall in „Eine Studie in Angst“ schreiben will, um das Überraschungsmoment einfach auf der Seite der Leser zu lassen.

David Gray hat mich vor ein paar Wochen gefragt, ob ich sein Buch „Eine Studie in Angst“ gerne lesen möchte. Nachdem ich mir die Leseprobe angeschaut habe, war ziemlich direkt klar, dass ich das unbedingt wollte. Ja, ich gebe es zu ich bin Sherlocked - ich liebe seine Fälle und da mein Freund auch von Holmes und Dr. Watson so begeistert ist, kenne ich mittlerweile ganz viele Verfilmungen und Serien. Und somit auch klassische Inhalte und Erkennungsmerkmale eines richtigen Holmes. Und was soll ich anderes sagen, als dass David Gray sehr sehr nah an an das Original herankommt.

Der Schreibstil passt perfekt in das viktorianische London und auch die Beschreibungen und die Eigenheiten der Charaktere passen hervorragend in diese Zeit. Man fühlt sich in eine andere Epoche versetzt und ich habe diesen Ausflug in den klassischen Detektivroman sehr genossen.
Aber es gehört ja noch mehr dazu einen tollen Sherlock-Holmes Roman zu schreiben, zum Beispiel die Fähigkeit der Deduktion. Und auch diese besitzt David Gray, denn sonst hätte er einen solchen „Fall“ nicht ausarbeiten können.

Sehr gekonnt ist auch die Einleitung in diesen Fall, in dem David Gray sich als den Finder einen verschollenen oder geheimgehaltenen Skripts von Dr. Watson erklärt. 

Ich verneige mich hiermit vor David Grays Arbeit und hoffe, dass wir bald Teil II zu lesen bekommen!

Wertung:
♥ ♥ ♥ ♥ ♥

Produktinformation:
David Gray – Eine Studien in Angst Teil 1, im März 2013 bei Create Spce erschienen
122 Seiten, 4,97 €

Freitag, 31. Mai 2013

Rezension: Rod Rees – Demi Monde (1) Welt außer Kontrolle – Die Mission

http://www.randomhouse.de/content/edition/covervoila_hires/Rees_RDemi-MondeWelt_ausser_Kontrolle1_132077.jpgRod Rees – Demi Monde (1) Welt außer Kontrolle – Die Mission

Eine komplexe Story, mit gesellschaftskritischem Inhalt

Inhalt:
Ella Thomas hat sich in eine gefährliche Situation begeben. Sie hat sich bereit erklärt Norma, die Tochter des Präsidenten, aus der Demi-Monde zu retten. Die Demi-Monde ist ein Computerprogramm, dass Soldaten als Trainingseinrichtung dienen sollte. Die Demi-Monde ist der extremste vorstellbare Lebensraum: Übermäßig viele Menschen auf kleinstem Raum, viele verschiedene Religionen und politischen Richtungen auf engstem Raum. Kein Platz für Entfaltung.
Ella reist nun in die gefährliche Welt voller Dupes um Norma zu retten – ob sie es schaffen wird?

Meinung:
„Demi-Monde“ war mir von vielen Blogs schon bekannt. Es war ein Buch, dass wirklich überall aufgetaucht ist – und dann bekam auch ich die Möglichkeit es zu lesen.
Ich habe einiges an zeit gebraucht, zum einen um in die Geschichte hinein zufinden und zum anderen brauchte ich auch Zeit um dieses Buch zu lesen. Es ist eines, dass sich nicht einfach so weglesen lässt. Man braucht Aufmerksamkeit und Konzentration um alles wahrzunehmen, was es neben der Unterhaltung noch vermittelt. Und ich finde, das ist eine ganze Menge. Angefangen bei den Charakteren und ihren Entwicklungen, als auch den verschiedenen Bereichen der Demi-Monde und ihrer Herrscher und Ausrichtungen. Aber dazu gleich mehr.
 
Der Schreibstil von Rod Rees ist einfach toll. Er beschreibt die Demi-Monde sehr bildlich, farbenfroh und bunt, kann man es allerdings nicht nennen. Düster, beängstigend und grausam ist diese Welt, in der fast jeder an sich denkt und ums Überleben kämpfen muss. Er schafft es den Leser in die Geschichte hineinzuziehen und auch dort fest zuhalten und den Leser mit Ella mit in ein absolut spannendes und gefährliches Abenteuer zu schicken.

Das Buch ist in Prolog, vier Teile und das Nachwort gegliedert. Zusätzlich finden wir noch einen Glossar vor. Grade der Glossar ist wirklich toll, oftmals fehlen sie in Büchern und hier muss man grade zu beginn der Geschichte noch einige Begriffe nachschlagen, weil man sonst einfach nicht alles verstehen und auffassen kann. Hilfreich sind aber auch auch die Auzüge am beginn eines jeden Kapitels, die Auszüge aus der Produktbeschreibung der Demi-Monde, aus politischen Schriften etc. darstellen.

Politik und Religion sind wichtige Themen in Demi-Monde, dass macht das Buch zu etwas besonderem auf dem aktuellen Fantasymarkt. Wir haben eine wirklich spannende und fantastische Geschichte mit vielen neuen Ideen, aber auch einer ganze Menge gesellschaftskritischer Themen.
Rod Rees setzt sich intensiv mit den verschiedenen Themen auseinander, manche bekommen neue Namen, jedoch nur minimal abgeändert, so dass man immer noch nachvollziehen kann worum es geht. So gibt es zum Beispiel den HerEtekalismus und den HimPerialismus und das schöne ist, dass man an dem Wort doch eigentlich direkt sieht, worum es geht. Heydrich und seine Untertanen und Bluthunde sorgen im FortRight für Angst und Schrecken. Aus Voodoo wird WhoDoo. Ebenso wird mit Bauwerken und Orten umgegangen. Die Wewelsburg wird zur WewelBurg und die Externsteine, die eine wichtige Rolle spielen, werden zu ExterStein.

Auch die Entwicklung der Charaktere ist wirklich toll ausgearbeitet auch wenn die Wandlung der Menschen manchmal sehr erschreckend ist. Ella ist und bleibt ein sehr liebenswürdiger Mensch auch wenn sie im Laufe der Geschichte natürlich an Reife gewinnt. Ihr Partner in der Demi Monde ist Vanka Maykow ein Trickbetrüger, der das erste Mal lernt auch für einen anderen Menschen einzustehen. Aber genauso merkt man wie Menschen, die eigentlich für das Gute kämpfen wollen, sich nicht weiter unterdrücken lassen wollen, dann selbst von der Macht gefressen wird und die ursprünglichen Ziele aus den Augen verliert.

„Demi Monde – Die Mission“ ist ein wirklich spannender Fantasy-Gesellschaftsroman, auf den man sich voll und ganz einlassen muss. Wenn es einem dann aber gelingt, wird man mit einer absolut einzigartigen Geschichte und fesselnden Charakteren belohnt, die einen neugierig auf mehr machen.
Hoffentlich dauert es nicht zu lange bis der zweite band in Deutschland erscheint!

Wertung:
♥ ♥ ♥ ♥ ♥

Produktinformation:
Rod Rees – Demi Monde (1) Welt außer Kontrolle – Die Mission, übersetzt von Jean-Paul Ziller,
im Januar 2013 erschienen im Goldmann Verlag
608 Seiten, 12,99 €


Donnerstag, 30. Mai 2013

Rezension: Carlos Rodrigues Gesualdi – Das Top Model (The super model)

Carlos Rodrigues Gesualdi – Das Top Model (The super model)

Das wichtigste ist die Freundschaft

Inhalt:
Bernardita ist ein wunderschönes kleines Mädchen, dass von fast allen um seine Schönheit beneidet wird. Sie ist nicht nur schön – sie ist gertenschlank und grazil, doch auch leider sehr schüchtern. So schüchtern, dass Bernardita keine Freunde hat und immer alleine ist. Als ihre Klassenkameradinnen eine Modenschau organisieren und das schönste Kleid nur ihr passt, wird es schwierig für Bernardita. Schafft Bernardita es in andere zu vertrauen und ihre Schüchternheit zu überwinden?

Meinung:
„Das Top Model“ ist mittlerweile das dritte Buch aus dem Amiguitos Verlag, dass ich euch vorstelle. Und wie immer ist es zweisprachig. Ich habe die deutsch-englische Ausgabe, es gibt aber auch eine Ausgabe in der spanischen Version.
Die Sprache ist sehr leicht zu lesen – und damit meine ich sowohl die englische, als auch die deutsche Version, so dass es auch für Kinder, die die Sprache erlernen einfach ist. Die angegeben Empfehlung liegt beim Ende des zweiten Jahres.

Die Geschichte ist wie ich es aus diesem Haus schon gewohnt bin, wieder sehr süß, kindgerecht und mit einer „kleinen“ Moral, die auch für Kinder leicht zu verstehen ist. Unterstützt wird sie auch wieder von schönen schwarz-weiß Zeichnungen, die den Inhalt um Bernarditas Geschichte wiedergeben. Die Zeichnungen sind aus der Feder einer ecuadorianischen Kinderbuchillustratorin namens Eulalia Cornejo Coello.

Wieder einmal eine wunderschöne und liebenswerte Geschichte für die jüngeren Leser unter uns, die es dennoch schafft auch Erwachsene zu begeistern!

Wertung:
♥ ♥ ♥ ♥

Produktinformation:
Carlos Rodrigues Gesualdi – Das Top Model (The super model), übersetzt von Michael A. Wright, Juliane Buschhorn und Claudia von Holten, im März 2013 bei Amuguitos erschienen
48 Seiten, 10,50 €



Mittwoch, 29. Mai 2013

Rezension: Carsten Stroud - Niceville (1)

Carsten Stroud – Niceville

Was stimmt an Niceville nicht?

Inhalt:
Niceville, ist entgegen ihres Namen, keine kleine nette Stadt. Aber was Niceville genau ist, kann man auch nicht sagen. Eine Stadt im Süden der USA, in dem es mehr Vermisste gibt, als in anderen Städten. Und nicht nur Vermisste. Irgendetwas scheint dort umzugehen, eine Art böse Macht, die die Menschen kontrolliert und sie dazu bringt Dinge zu tun. Und was haben die Gründerfamilien damit zu tun?

Meinung:
„Niceville“ ist kein Buch für zwischendurch. Am Anfang scheint es etwas schwierig zu sein, den verschiedenen Handlungssträngen und Charakteren zu folgen, dennoch wird es nach einigen Kapiteln klarer. Schwierig fand ich es nicht, höchstens ein bisschen gewöhnungsbedürftig. Aber jedes Buch ist anders und auf jedes Buch muss man sich neu einlassen. Und „Niceville“ ist es wirklich wert, den Kopf frei zu machen und sich dann von der Stadt vereinnahmen zu lassen.

Der Schreibstil von Carsten Stroud ist sehr angenehm zu lesen. Er schreibt sehr bildlich, versteht es Atmosphäre aufzubauen und schafft es auch dem Leser den ein oder anderen Schauer zu bescheren.
Es gibt immer wieder Situationen, in denen man merkt, dass es etwas nicht stimmt – etwas essentielles. Aber es ist nicht greifbar – nicht zu Beginn und auch noch nicht am Ende!
Der Schreibstil erinnert wirklich etwas an die Werke von Stephen King – und da ich King liebe, hat es mir das hier noch etwas einfacher gemacht.

Die Charaktere lernen wir alle ganz gut kennen. Was mich ein wenig verwundert hat, war dass man nicht wirklich einen Hauptprotagonisten hat – außer vielleicht die Stadt selbst, und das was im Crater Sink, diesem geheimnisvollen Wasserloch „lebt“. Wobei man darüber auch noch nicht wirklich Bescheid weiß. Die vielen Protagonisten sind einfach Teil der Geschichte um Niceville und um das, was in der Stadt vorgeht. Am wichtigsten scheinen jedoch die Mitglieder der Gründerfamilien zu sein – auch wenn diese ebenfalls noch geheimnisumwittert sind.

„Niceville“ überzeugt mit einem fantastischen Genremix aus Fantasy, Krimi und Horror und mit Carsten Strouds Ideenreichtum. Dieser lässt den Leser ebenfalls oftmals mit Unglauben in den Augen und einem offenen Mund zurück – aber das ist gut so.
Weniger gut ist allerdings, dass so viele Fragen offen bleiben. Das gibt natürlich keinen Punkteabzug, da ich mich in „Niceville“ verliebt habe, aber es macht die Zeit bis zum zweiten Band dieser Trilogie einfach so unsagbar lang.
Und ich hoffe, dass uns in „Die Rückkehr“ ein paar Fragen beantwortet werden!

Auch zur Optik muss man hier was sagen. Den das Buch sieht natürlich auch noch total schick aus. Und ich hoffe, dass die Folgebände auch optisch mithalten können. Das schönste ist natürlich der Buchschnitt, auf dem schwarze Raben/ Krähen fliegen – die im Buch natürlich auch eine Rolle spielen!

„Niceville“ ist ein literarischer Leckerbissen, der einen noch lange nach dem Lesen nicht loslässt und einen immer wieder über diese „unfreundliche“ Kleinstadt nachdenken lässt. Wer unkonventionelle und außergewöhnliche Storys mag, wird „Niceville“lieben! Ein Buch, dass polarisiert!

Wertung:
♥ ♥ ♥ ♥ ♥

Produktinformation:
Carsten Stroud – Niceville, übersetzt von Dirk van Gunsteren, im März 2013 im Dumont Verlag erschienen
506 Seiten, 9,99 €


Dienstag, 28. Mai 2013

Rezension: Graham Masterton - Irre Seelen

Graham Masterton – Irre Seelen

Von einer verfluchten Irrenanstalt und Leylinien

Inhalt:
Jack lebt mit seiner Frau und seinem Sohn zusammen und repariert Autos. Doch zufrieden stellt ihn das nicht wirklich. Alles wird anders als Jack, durch einen Zufall, auf das heruntergekommmene Anwesen im Wald trifft. „The Oaks“ ist ein ehemaliges Irrenhaus und in seinen Mauern verschwindet sein kleiner Sohn – und das ist nicht alles, was dort verschwunden ist.
Das Irrenhaus wurde geschlossen, als plötzlich das Haus über Nacht leer steht. Was ist damals geschehen und was ist mit Jacks Sohn passiert?

Meinung:
„Irre Seelen“ ist das erste Buch von Graham Masterton was ich gelesen habe. Sein Schreibstil lässt sich leicht lesen und er schafft es auch eine unheimlich und teilweise sehr grausame Atmosphäre zu erschaffen. Aber auch eine trostlose Leere heraufzubeschwören, die auch in „The Oaks“ vorherrscht.

Das Irrenhaus als Handlungsort für einen Horrorthriller scheint schon ausgelutscht zu sein, aber sind es nicht immer wieder die gleichen Orte, die uns Gänsehaut über den Rücken laufen lassen?
Alte, leerstehende oder heimgesuchte Häuser haben es mir angetan. Der Verfall, der beschrieben wird, die Orte, die plötzlich menschenleer sind und die Möglichkeiten, was dort alles passiert sein mag. So etwas trägt einfach unheimlich viel Potential in sich.
Die Insassen, die plötzlich verschwunden sind – aber immer noch da. Das alles klingt ziemlich unheimlich – und die aufgestaute Wut der untoten Geister will man auch nicht spüren müssen.
Aber Jack wird sie spüren. Er und all seine Gefährten müssen gegen die Geister ankämpfen um zu überleben und Jacks Sohn wieder zurückzuholen...

Ich finde, dass „Irre Seelen“ ein wirklicher guter Horrorroman ist. Der Druidenzauber war mir zwar teilweise etwas zu abgehoben, aber es war nicht schlecht. Es ist eben eine Geschmackssache. Auch der Gruselfaktor ist definitiv gegeben, dennoch habe ich leider nicht das Gefühl gehabt, dass die Angst nach mir greift. Entweder hat man irgendwann zu viele Bücher in diese Richtung gelesen, oder man brüht einfach ab. Aber das liegt nicht am Buch, sondern an mir!

Wer eine etwas andere Geschichte, mit altbekannten, aber gut bewährten Handlungsorten sucht und auch atmosphärische und bildliche Beschreibungen mag, sollte es wirklich einmal mit „Irre Seelen“ versuchen! Spannend, gruselig und manchmal auch ein wenig abgehoben – aber definitiv lesenswert!

Wertung:
♥ ♥ ♥ ♥

Produktinformation:
Graham Masterton – Irre Seelen, im November 2012 im Festa Verlag erschienen
448 Seiten, 13,95 €

Montag, 27. Mai 2013

Rezension: Hanna Dietz – Gefährliche Gedanken (1) Zu schön zum sterben

Hanna Dietz – Gefährliche Gedanken (1) Zu schön zum sterben

Ein toller Auftakt zu einer neuen Jugendbuchreihe? - Hoffentlich!

Inhalt:
Natascha fliegt wegen ihrer ehemals besten Freundin von der Schule, und bekommt nur aufgrund der Verbindungen ihres reichen Vaters einen Platz an einer katholischen Mädchen-Elite-Schule. Doch auch hier wird es nicht langweilig, macht Natascha doch direkt am ersten Tag eine schreckliche Entdeckung. Sie findet eine Mädchenleiche, die ganz plötzlich wieder verschwindet. Hinnehmen kann Natscha das natürlich nicht....

Meinung:
Hanna Dietz hat schon einige Frauenromane geschrieben und „Gefährliche Gedanken“ ist nun ihr erster Ausflug in den Jugendbuchbereich. Und ich finde hier passt Hanna Dietz und ihre Ideen wunderbar hin!

Hannas Schreibstil ist einfach nur toll! Sie beschreibt die Situationen, Handlungen und Charaktere sehr bildlich, farbenfroh und authentisch. Natascha und ihr Leben wird für den Leser greifbar und man ist als Leser mittendrin in der Geschichte.
Spannung, Humor, Liebe und Action erwartet uns – und das alles in einer tollen Mischung.

Hanna kommt aus reichem Haus und ist dennoch sehr bodenständig geblieben, nicht wie viele ihrer neuen Mitschülerinnen, die mit ihrem Geld – oder dem ihrer Eltern protzen müssen. Sie ist ein ganz normales Mädchen mit ganz normalen Problemen. Ok, das Problem mit dem Bodyguard hat nicht jedes junge Mädchen – aber eigentlich will sie Enzo ja auch nur loswerden. Was ich überhaupt nicht verstehen kann, hat mich dieser prachtvolle junge Mann, der nicht nur Muskeln, sondern auch Herz und Hirn hat, direkt in seinen Bann gezogen!

Wenn Natascha sich etwas in den Kopf gesetzt hat, zieht sie das auch durch. Das ist zwar nicht immer gesund für sie und sie muss ganz oft mit Konsequenzen rechnen, dennoch halten diese das neugierige Mädchen nicht auf. Sie bleibt an der Mädchenleiche dran und versucht Licht ins Dunkel zu bringen und auch ihren Sinn für die Gerechtigkeit und die Wahrheit setzt sie auf äußerst sympathische Weise um.

Was soll ich noch schreiben, außer, dass mich Hanna Dietz und Natascha absolut verzaubert und gefesselt haben und ich schon sehr neugierig auf die Folgebände bin, die hoffentlich nicht all zulange auf sich warten lassen!

„Gefährliche Gedanken – Zu schön zum sterben“ ist ein herausragendes Jugendbuch, dass spannend, actionreich und voller Emotionen ist. Glaub mir – Natscha wird auch dich in ihren Bann ziehen!

Wertung:
♥ ♥ ♥ ♥ ♥

Produktinformation:
Hanna Dietz – Gefährliche Gedanken – Zu schön zum sterben, im Januar 2013 im Arena Verlag erschienen,
360 Seiten, 12,99 €



Sonntag, 26. Mai 2013

Rezension: Marc Ritter - Josefibichl

HerrgottschrofenMarc Ritter - Josefibichl

Ein neuer Fall für Karl-Heinz „Gonzo“ Hartinger

Inhalt:
Beim Joggen kommt Gonzo in der Nähe des Herrgottschrofens vorbei. Dort soll bald ein für den Tourismus wichtiger Tunnel entstehen. Doch ob das so bald geschieht noch in den Sternen, als der ehemalige Polizeireporter Gonzo in der Baugrube menschliche Knochen entdeckt. Ein Kampf entbrennt, in dem es heißt: Wahrheit und Aufklärung oder Geld und Macht!

Meinung:
Den sympathischen ehemaligen Polizeireporter Gonzo Hartinger konnte ich letztes Jahr schon in seinem ersten Fall „Josefibichl“ kennenlernen. Und so hat ich wirklich Freude daran, wieder auf Gonzo und sein Umfeld zu treffen und das Rätsel um die Knochen zu lösen. Doch leicht wird es ihm dieses Mal natürlich auch nicht gemacht.

Marc Ritters Schreibstil ist wieder sehr gut und leicht zu lesen. Es macht Spaß wieder mit Gonzo zu ermitteln, auch wenn es nicht ungestraft bleibt, dass er sich in die Angelegenheiten der Großunternehmer und der Politiker einmischt. Denn nachdem Gonzo mit Hilfe der Münchener Rechtsmedizin herausfindet, dass es sich nicht um einen Soldaten aus dem zweiten Weltkrieg, sondern um die Knochen einer Frau handelt und somit ermittelt werden muss, wird der für den Tunnelbau unliebsame Gonzo, nach dem auffinden einer zweiten Leiche in Untersuchungshaft genommen. Seine Freunde und seine neue Gespielin müssen einiges an Tatkraft aufbringen um Gonzos Unschuld zu beweisen.

„Herrgottschrofen“ ist ein wunderbarer Regionalkrimi, der durch Lokalkolorit und Humor zu überzeugen weiß. Interessant sind die historisch gegeben Tatsachen, zum Beispiel die Garmisch Partenkirchener Eisrevue, die gekonnt in die Geschichte hinein gewoben werden!
Auch haben mir die „literarischen Giftpfeile“ auf korrupte Politiker und Großunternehmer wieder sehr gut gefallen!

Ich bin jetzt schon gespannt, mit welchen Intrigen es Gonzo in seinem nächsten Fall zu tun haben wird – bitte schnell Nachschub!
Freunde von gut durchdachten und humorvollen Regionalkrimis sollten unbedingt Marc Ritters Krimis um seinen Ermittler Gonzo Hartinger lesen!

Wertung:
♥ ♥ ♥ ♥

Produktinformation:
Marc Ritter – Herrgottschrofen, im März 2013 im Piper Verlag erschienen
352 Seiten, 9,99 €



Samstag, 25. Mai 2013

Rezension: Robert Cormier – Zärtlichkeit

Robert Cormier – Zärtlichkeit

Eine ganz tolle, aber bedrückende Charakterisierung eines Serienmörders

Inhalt:
Eric Poole ist ein Monster. Zuerst lässt er seine Wut und seine negativen Gefühle an Tieren aus. Doch später bringt er junge Mädchen um, für ihn sind es aber keine negativen Gefühle, für ihn ist der Mord an den Mädchen eine Art von Zärtlichkeit. Als er dann auch noch seine Eltern umbringt, kommt er ins Gefängnis. Doch mit 18 Jahren wird er wieder entlassen. Ist er geheilt oder wird er wieder morden?

Meinung:
„Zärtlichkeit“ von Robert Cormier wurde dieses Jahr vom Carlsen Verlag neu verlegt. Die Geschichte ist spannend und obwohl sie schon einige Jahre auf dem Buckel hat, wirkt sie kein bisschen veraltert.

Robert Cormiers Schreibstil lässt sich sehr gut lesen und die Intensität der Geschichte treibt den Leser immer weiter durch das Buch. Nicht nur der tolle Schreibstil, sondern auch die immer wieder wechselnde Erzählperspektive fördern die Spannung und die Neugierde des Lesers.
Neben Eric Poole, erleben wir die Geschichte auch noch aus der Sicht eines alten Polizisten, der sich sicher ist, dass die verschwundenen Mädchen auf Eris Konto gehen, nur leider hat er keine Beweise dafür, und aus der Sicht von Lori.

Lori ist neben Eric der zweite Hauptcharakter aus „Zärtlichkeit“ und grade dieser Begriff verbindet die beiden. Beide sind besessen von dem Wunsch nach Zärtlichkeit, auch wenn er sich anders äußert. Lori selbst spricht von einer Fixierung, und um diese wieder loszuwerden muss sie das Objekt ihrer Begierde küssen. Lori verfolgt Eric und schleicht sich sogar in seinen Bus und geht somit unverhofft mit ihm auf eine Reise. Lori merkt, dass mit Eric nicht alles stimmt und dennoch liebt sie ihn auf eine Art und will ihn schützen, wenn schon nicht vor sich selbst, dann zumindest vor der Polizei. Aber es wird schwer....

Wenn ihr wissen wollt, wie es mit Eric und Lori ausgeht, und ihr ein spannendes und kurzweiliges Buch sucht, dann kann ich euch „Zärtlichkeit“ wirklich ans Herz legen! Ein zeitloses Thema und interessante Charaktere machen „Zärtlichkeit“ zu einem tollen Leseerlebnis!

Wertung:
♥ ♥ ♥ ♥

Produktinformation:
Robert Cormier – Zärtlichkeit, übersetzt von Cornelia Krutz-Arnold, 2013 im Carlsen Verlag erschienen
228 Seiten, 6,99 €

Freitag, 24. Mai 2013

Rezension: Richard R. Roetsch - Pink Clover Club

Richard R. Roetsch - Pink Clover Club

Vom Thema her sehr interessant, nur leider mit einigen Schwächen behaftet

Inhalt:
Nachdem Privatdetektiv Pawel Höchst einen Serienkiller zur Strecke gebracht hat, wird er wieder von der Rostocker Polizei als Berater zu einem Fall hinzugezogen. Eine reiche Dame im besten Alter wurde in ihrem Hotel in Rostock umgebracht. Da sie eine sehr einflussreiche Persönlichkeit war, versucht die Polizei den Mord erstmals aus den Medien herauszuhalten, bis sie den Täter haben. Da jedoch kaum Hinweise vorliegen soll Pawel im Schweriner Umfeld des Opfers ermitteln.

Meinung:
Jetzt wird es schwierig. Denn zum einen finde ich den Mordfall und das Thema sehr interessant, und auch einige gute Ansätze sind vorhanden und der Schreibstil ist sehr flüssig und angenehm zu lesen. Aber zum anderen gibt es auch einige Kritikpunkte, die nicht unbedingt für Richard R. Roeschs Krimi „Pink Clover Club“ sprechen. Pawel Höchst ist als Charakter manchmal ziemlich schwer zu ertragen, er ist nicht grade der sympathischste Erdenbürger, der einem unterkommen kann und hat einen großen Hang zum Alkohol.

Schon in der Leserunde haben wir uns Gedanken gemacht, wieso der hohe Alkoholkonsum von Pawel immer wieder im Mittelpunkt stehen muss. Ist es weil er als Nordrusse und ehemaliger Seemann einfach viel trinken und vertragen muss? Will Herr Roesch sich hier einfach an alten Klischees, die vielleicht noch in einigen Köpfen vorhanden sind bedienen? Ich finde das ziemlich unglücklich gewählt, auch wenn man sieht, dass ja auch schon der erste Krimi um Pawel nach einem alkoholischen Getränk benannt wurde - „French75“.

Aber nicht nur der Alkohol stört, auch die logischen Schlüsse und das einbinden der Leser in den Fall ist nicht ganz zufrieden stellend umgesetzt, mal davon abgesehen, dass Pawel, ohne den Polizei-Lehrling Kevin, meiner Meinung nach gar keine Chance gehabt hätte, den Fall zu lösen.
Als Leser ist man hier ein Beobachter, der von außen zusieht, was geschieht. In viele Gedankengänge wird man einfach nicht mit einbezogen – man wird vor Tatsachen gestellt, ohne, dass man nachvollziehen kann, wie jetzt Pawel oder Kevin zu diesem Schluss kommen. Und auch wenn am Ende nachher der Fall als gelöst angesehen wird, wissen wir immer noch nicht, wer ist jetzt die Mörderin und hatten Pawel und Kevin, bzgl. des Motivs recht?

Und was mir auch sehr negativ aufgestoßen ist, ist das Ende des alten Hundes -Kevin. Ich hatte das Gefühl, dass Herr Roesch es endlich geschafft hat mit dem Auftauchen des Hundes und dem Verhalten von Pawel etwas Menschlichkeit in das Buch zu bringen. Aber auch das hat er dann am Ende wieder verspielt, als er den Hund am Hals blutend mit den Worten „Das ist halt nicht dein Revier“ sterben lässt!

Bei so vielen negativen Punkten können nicht ein paar positive Ansätze den Karren wieder aus dem Dreck holen. Von daher kann ich leider nur zwei wohlwollende Sterne für „Pink Clover Club“ vergeben!

Wertung:
♥ ♥

Produktinformation:
Richard R. Roesch – Pink Clover Club, im April 2013 im Sutton Verlag erschienen,
215 Seiten, 9,95 €



Donnerstag, 23. Mai 2013

Was soll ich mir nur kaufen?

Hallo ihr Lieben,
ich habe ein großes Problem :-) Ich habe eines meiner schon gelesenen Bücher an meinen lieben Schwiegerpapa in spe abgegeben und er hat mir ein einen 20 € Büchergutschein geschenkt. Ja, dass ist noch kein Problem *lach* Aber ich weiß noch nicht so recht, was ich mir davon kaufen soll. "Inferno" von Dan Brown hatte ich mir schon vorbestellt. Vielleicht wisst ihr was. Momentan denke ich an den 2 und 3. Band der Talreihe (Season 2) - welches Buch/ Bücher würdet ihr euch kaufen?

Liebe Grüße
Sabrina

Rezension: Markus Stromiedel - Der Torwächter (2) Die verlorene Stadt

Markus Stromiedel - Der Torwächter (2) Die verlorene Stadt

Endlich gehen Simons Abenteuer weiter....

Inhalt:
Simon ist wie sein Großvater ein Torwächter, aber er scheint noch so viel mehr zu sein. In der Welt, in der er sich momentan befindet um seinen Großvater zu retten und gegen Drahn, einen gewissenlosen Herrscher, zu kämpfen, bekommt er die Geschichte von Salvatore, dem Weltenretter erzählt. Er ist Salvatore und kann es nicht glauben, fühlt er sich doch nicht bereit so viel Verantwortung zu tragen. Begleitet wird Simon wieder von der Schneeleopardin Ashakida und auch eine Gruppe Jugendlicher schließt sich ihm an um die Welt und seinen Großvater vor Drahn zu retten...

Meinung:
Anfang letzten Jahres hatte ich das Glück bereits den ersten Teil in einer Leserunde mit Autorenbegleitung lesen zu dürfen – und auch diesmal war der freundliche Markus Stromiedel wieder dabei und hat sich den neugierigen Lesern gestellt.
Ich habe mich so sehr gefreut, da mich der erste Teil schon komplett von sich überzeugt hat und „Die verlorene Stadt“ hat es nun auch wieder geschafft.

Markus Stromiedels Schreibstil zieht nicht nur den jungen Leser in seinen Bann. Nein, die „Torwächter-Saga“ versteht es auch lese begeisterte Erwachsene und junggebliebenen Fantasyfans zu begeistern. Nach den ersten paar Seiten ist man wieder vollkommen in der Geschichte um Simon und Ashakida gefangen.

Das Buch steigert sich in seiner Spannung von Seite zu Seite, man kann nicht mehr aufhören zu lesen und zittert und bangt mit Simon und seinen Freunden mit, bis man zu den letzten Seiten gelangt, die einen bösen, bösen Cliffhanger für uns bereit halten und uns schon auf die nächste Welt einstellen. Und in dieser wird es bestimmt auch sehr spannend!

Selten habe ich ein Fantasy-Jugendbuch gelesen, dass mich so fesseln kann und mit dessen Protagonisten ich so sehr mitgefiebert habe. Viele Fragen bleiben offen und ich bin vor allen Dingen sehr gespannt, wie es wohl mit Ashakida weitergehen wird, denn die manchmal reizbare, aber immer hilfsbereite Schneeleopardin, habe ich sehr in mein Leserherz geschlossen!

Für „Der Torwächter (2) Die verlorene Stadt“ kann ich eine absolute Leseempfehlung aussprechen und ich denke, dass diese reihe auch ein guter Einstieg für5 lesefaule Jungs sein könnte – bei so viel Spannung und Action!

Wertung:
♥ ♥ ♥ ♥ ♥

Produktinformation:
Markus Stromiedel – Der Torwächter (2) Die verlorene Stadt, im März 2013 im Dressler Verlag erschienen,
286 Seiten, 14,95 €


Mittwoch, 22. Mai 2013

Rezension: Katharina Fischer - Im Zweifel südwärts

http://www.randomhouse.de/content/edition/covervoila_hires/Fischer_KIm_Zweifel_suedwaerts_133454.jpgKatharina Fischer - Im Zweifel südwärts

Eine Reise in den Süden....

Inhalt:
Daphne hat eigentlich ein rundum tolles Leben, bis ihr Zweifel aufkommen. Ist das alles so richtig? Gibt es nicht noch mehr und ist Richard der richtige Mann für sie? Sicher scheint nicht mehr – und was macht man, wenn man plötzlich in seinen Entscheidungen unsicher geworden ist und nicht mehr weiß, wie es weitergehen soll? Richtig, man verbringt Zeit mit seinen Freundinnen – und wenn es dann auch noch mit einem gelben VW-Bus in den Süden geht, kann es ja nur gut werden....

Meinung:
„Im Zweifel südwärts“ ist für mich das erste Buch der Autorin, wie ich aber mittlerweile weiß, das dritte Buch um Daphne und ihre Freundinnen. Aber man kann es ohne Probleme als eigenständigen Roman lesen und hat nachher noch zwei Bücher im petto, auf die man sich freuen kann.

Der Schreibstil von Katarina Fischer ist sehr gut zu lesen und absolut kurzweilig. So, dass es einem vorkommt, als ob man ebenfalls mit einem VW-Bus durch die Geschichte „rast“. Ein wunderbares Händchen für Situationskomik und skurrile Situationen runden hier das „Sommer-Wohlfühl-Paket“ gekonnt ab.

Voller Humor wird hier eine Geschichte, wie aus dem Leben erzählt. Freundinnen, die gemeinsam durch dick und dünn gehen, die schöne Momente aus ihrem Leben miteinander teilen, aber auch genug Vertrauen zueinander haben um über die dunkleren Seiten des Lebens zu sprechen.Drei Freundinnen, die wenn es hart auf hart kommt zusammenhalten und sich gemeinsam auf die Reise ihres Lebens machen – einem Roadtrip quer durch Europa. Von Deutschland bis nach Portugal begleiten wir die Freundinnen, mit polnischen Anhaltern oder dem Wunder wirkenden Jesus auf ihrer Reise, und immer im Gepäck sind die Mix-Tapes der drei Frauen!

Eine tolle Idee und ein Buch, dass einen auf den nahenden Sommer einstimmt, dich zum lachen bringt und dir das Gefühl gibt, die Sonne auf der Haut zu spüren! Ein wirklich wundervolles Buch!
 
Wertung:
♥ ♥ ♥ ♥ ♥

Produktinformation:
Katarina Fischer – Im Zweifel südwärts, im Februar 2013 bei Heyne erschienen,
432 Seiten, 8,99 €



Dienstag, 21. Mai 2013

Rezension: Paul Lendvai - Leben eines Grenzgängers

Paul Lendvai - Leben eines Grenzgängers

Ein Rückblick auf das Leben eines vielseitigen Mannes

Meinung:
„Leben eines Grenzgängers“ von Paul Lendvai ist für mich eine Biographie in Interviewform.

Paul Lendvai ist beruflich sehr engagiert und war unter anderem als Autor, Publizist und Journalist tätig, der sich vor allen Dingen der Politik der osteuropäischen Staaten verschrieben hat. Was aufgrund seiner Biographie und seiner Herkunft (Ungarn) auch logisch erscheint.

Die Fragen werden von Zsofia Mihancsik, einer ungarischen Journalistin, gestellt. Sie lässt fast keinen Themenbereich aus. Sie stellt ihm Fragen über seine Herkunft, Familie, Kindheit, seine Zeit in Ungarn und das neue Leben, was er sich in Österreich aufgebaut hat. Privates und berufliches wird von ihr unter die Lupe genommen und Paul Lendvai antwortet auf ihre Fragen sehr offen und ehrlich. Er berichtet von seinem Leben in Ungarn, seiner Flucht und seiner beruflichen Neuentwicklung in Österreich.



Ich habe noch nie ein Buch in dieser Form gelesen, dennoch hat es mir sehr gut gefallen. Man erfährt viele Dinge als Leser, die man vorher nicht wusste und über die man sich selten oder nie Gedanken gemacht hat. Viele Dinge, politische Ereignisse etc. waren aber nicht immer für mich leicht oder vollständig zu verstehen, da ich mich weder mit der ungarischen noch zum Beispiel mit der österreichischen Politik und Geschichte auskenne. An dieser Stelle hätte ich es als sehr hilfreich angesehen, wenn man das Glossar bzw. das Personenregister etwas ausgebaut hätte. So, dass nicht nur Namen vertreten sind und der Hinweis auf welchen Seiten, diese Persönlichkeiten vorkommen, sondern vielleicht ein kurzer Abriss der Geschichte der angesprochenen Länder und Kurzbiografien der wichtigsten Leute.

Was mir sehr gut gefallen hat, war der Bildteil im Buch. Die Bilder mit seinen Frauen, seiner Familie machen ihn einfach für mich als Leserin menschlicher und ein wenig greifbarer. Ein schöne Ergänzung zu den Inhalten zu seinem Leben, über die wir lesen konnten.

„Leben eines Grenzgängers“ ist ein interessantes Buch über das Leben und Wirken von Paul Lendvai, der einen scharfen Blick auf die Politik der osteuropäischen Länder hat, auch mit Kritik an den westlichen Ländern nicht spart und uns auch die Staaten des Nationalsozialismus vor die Augen führt!


Wertung:
♥ ♥ ♥ ♥

Produktinformation:
Paul Lendvai – Leben eines Grenzgängers, übersetzt von Ernö Zeltner, im März 2013 bei Kremayr & Scheriau erschienen
255 Seiten, 24,00 €


Montag, 20. Mai 2013

Rezension: Jan Flieger - Man stirbt nicht lautlos in Tokyo

 Jan Flieger - Man stirbt nicht lautlos in Tokyo

Auf der Suche nach der Tochter

Inhalt:
Kai Pechstein, ehemaliger GSG9-Angehöriger, fliegt nach Tokyo um seine Tochter Ronja zu suchen, die nach einem Streit von zuhause ausgerissen ist. Kai hat nicht mehr lange zu leben, er ist an Krebs erkrankt und mit der letzten vorhandenen Energie will er seine Tochter nach hause zurück holen. Doch dies wird schier unmöglich, da er durch sein auftauchen und das Stellen von Fragen, einen Anführer einer Yakuzzagruppe dazu bringt seine Tochter loszuwerden. Nun ist er beseelt von einem einzigen Gedanken: Rache!

Meinung:
Auch von Jan Flieger habe ich schon einen Krimi gelesen. „Auf den Schwingen der Hölle“. Sie miteinander zu vergleichen ist nicht so einfach, aber in einer Sache sind sie sich sehr ähnlich. Jan Flieger hat für beide Bücher das Thema „Rache“ als Hauptthema gewählt. Aber ich persönlich finde, dass er es in „Man stirbt nicht lautlos in Tokyo“ um einiges besser verarbeitet hat. Während mir der Schreibstil in „Auf den Schwingen der Hölle“ ein wenig zu schwierig war und der Protagonist für mich sehr unnahbar war, ist es hier komplett anders – ich habe sehr schnell in das Buch hinein gefunden und Jan Flieger konnte mich mit seiner Geschichte mitreißen.



Und auch Kai Pechstein als Protagonist war mir viel sympathischer, als sein Vorgänger. Er lebt, leidet, spürt die Peiniger seiner Tochter auf, liebt und tötet. Ich kann mir gar nicht vorstellen in welchen emotionalen Wirrungen sich Kai befinden muss. Sehnsucht nach seiner Tochter, Angst an ihrem Verschwinden und an ihrem Tod Schuld zu sein, Wut auf die Mörder seiner Tochter und die Liebe gegenüber der geheimnisvollen Japanerin Nanako. Er scheint jedes Gefühl voll auszukosten, vor allen Dingen natürlich die Wut, die ihn dazu bringt zu morden, aber auch die Liebe. Manchmal scheint es als würde er alles was das Leben ihm noch zu bieten hat inhalieren.

Wer von „Auf den Schwingen der Hölle“ schon begeistert war, sollte sich auf jeden Fall „Man stirbt nicht lautlos in Tokyo“ zulegen! Ein spannender und tiefgründiger Japan-Krimi!

Wertung:
♥ ♥ ♥ ♥
 
Produktinformation:
Jan Flieger – Man stirbt nicht lautlos in Tokyo, im März 2013 im fhl-Verlag erschienen
200 Seiten, 12,00 €

Sonntag, 19. Mai 2013

Rezension: Cornelia Lotter - Gottesgericht Ki und die Schatten der Vergangenheit

Cornelia Lotter - Gottesgericht Ki und die Schatten der Vergangenheit

Die Vergangenheit holt einen allzu oft wieder ein

Inhalt:
Kirsten Stein, die sich selbst einfach nur Ki nennt, lebt oder besser gesagt haust in Leipzig. Zumindest seit ihr Ex-Freund Fred aus dem Gefängnis entlassen wurde. Fred, der sie bedrängt, bedroht und verletzt hat – und plötzlich scheint sie in Leipzig auch nicht mehr sicher zu sein. Sie arbeitet als Detektivin und Fotografin und plötzlich werden ihre Auftraggeber tot aufgefunden und an der Tür ihrer Galerie findet man eine tote Katze. Ki muss acht geben und dennoch versuchen diese Geschehnisse aufzudecken, um wieder in Ruhe Leben zu können.

Meinung:
Cornelia Lotter und ihr Schreibstil sind mir ja schon aus ihrer Kurzgeschichtensammlung „Das letzte Frühstück“ bekannt. Und genauso gut, wie „Das letzte Frühstück“ hat mir auch „Gottesgericht“ gefallen – natürlich sind es andere Inhalte und sie beiden Bücher der Autorin unterscheiden sich von einander, aber was bleibt ist das man mit den Büchern sehr gut unterhalten und in beiden Fällen auch zum nachdenken angeregt wird.



Kirsten hat mir als Protagonistin wirklich sehr gut gefallen. Sie ist, wenn man ihre Vergangenheit überdenkt, dennoch zu einer starken Frau geworden, die ihr Leben in die Hand nimmt und zu sich steht. Aber irgendwo im Unterbewusstsein gibt es immer noch die furchtsame Ki, die Angst vor ihrem Ex-Freund hat und sich und ihrer Freundin in Sicherheit wissen will. Das Zusammenspiel gefällt mir hier sehr gut – und auch die Entschlossenheit, die sie nach außen trägt um Fred zu stellen. Auch die Zusammenarbeit mit Kommissar Bender habe ich als sehr angenehm empfunden und hoffe, dass die beiden sich in dem zweiten Band um Kirsten Stein wiedersehen werden!

Und nun beim Schreiben der Rezension und dem Nachwirken-Lassens von „Gottesgericht“ ist mir aufgefallen, dass ich von vier auf fünf Sterne aufstocken muss!

Ein toller Leipzig-Krimi, mit Thrillerelementen, der einem Lust auf den zweiten Krimi mit Kirsten Stein macht, der wohl schon im Herbst erscheinen soll!

Wertung:
♥ ♥ ♥ ♥ ♥

Produktinformation:
Cornelia Lotter – Gottesgericht: Ki und die Schatten der Vergangenheit, im März 2013 im fhl Verlag erschienen
235 Seiten, 12, 00 €



Donnerstag, 16. Mai 2013

Rezension: Sebastian Fitzek - Nachtwandler

Sebastian Fitzek – Der Nachtwandler

Was ist Traum – was ist Wirklichkeit?

Inhalt:
In seiner Kindheit und Jugend litt Leon Nader unter Schlafstörungen. Als Schlafwandler wurde er aggressiv und hat versucht den Sohn seiner Pflegeeltern zu verletzen. Mithilfe einer psychiatrischen Behandlung und dem Einsatz von Medikamenten wurde er geheilt. Zumindest hat er das immer gedacht. Doch nun Jahre später scheint die Krankheit wieder ausgebrochen zu sein. Als dann auch noch Leons Frau Natalie spurlos verschwindet ist sich Leon sicher, dass er ihr etwas angetan hat. Um sicher zu gehen besorgt er sich eine Kamera, die er von nun ab während des Schlafens tragen wird – was er dann sieht und erfährt treiben ihn an die Grenzen seines selbst.

Meinung:
„Der Nachtwandler“ scheint zu polarisieren. Entweder man sagt einfach nur: „Wahnsinn, was hat der Fitzek sich denn da wieder für eine geniale und abgründige Geschichte ausgedacht“ oder „Man, was für ein Schmarn!“ Ich gehöre glücklicherweise zu den Lesern, die das Buch verschlungen und geliebt haben und überschaue die negativen Kritiken.


Der Schreibstil ist einfach toll. Es lässt sich sehr einfach und angenehm lesen – gleichzeitig versteht Herr Fitzek es aber auch grandios eine düstere und unheimliche Stimmung aufzubauen. Er schafft es das Grauen in Worte zu fassen – und nun mal ehrlich, was gibt es denn schlimmeres, als nicht zu wissen, was man im Schlaf getan hat? Ok, vielleicht gibt es da noch das ein oder andere, was schlimmer wäre – aber: Hallo, wer von uns würde sich denn glücklich und mit einem guten Gewissen ins Bett legen? Niemand! Genau und grade das macht schon einmal die Anziehungskraft des „Nachtwandlers“ aus.
Das Buch baut eine richtige Sogwirkung auf, die einen immer tiefer hineinzieht, genauso wie es mit Leon passiert. Die Grenzen zwischen Wahn und Wirklichkeit werden immer dünner, verblassen, verschwinden. Und das stellt Herr Fitzek wirklich wunderbar dar. Als Leser ist man einfach gespannt auf das, was wohl als nächstes geschieht, was Leon über sich herausfindet und in welche Abgründe er schauen muss.
Und dann kommt doch alles ganz anders, vollkommen unerwartet und dennoch einfach nur spitze, unheimlich, grausam – und absolut lesenswert!

Absolut spannend und unglaublich“ "Der Nachtwandler" zieht dich in einen Sog, dem du nicht mehr entkommst! Wahnsinn kann so anziehend sein – bitte weiter so tolle Bücher Herr Fitzek!

Wertung:
♥ ♥ ♥ ♥ ♥

Produktinformation:
Sebastian Fitzek – der Nachtwandler, März 2013 erschienen bei Droemer Knaur
352 Seiten, 9,99 €