Freitag, 30. November 2012

Rezension: Lena Gorelik - Lieber Mischa

Lena Gorelik - Lieber Mischa, der du fast Schlomo Adolf Grinblum geheissen hättest, es tut mir so leid, dass ich dir das nicht ersparen konnte: Du bist ein Jude

Humorvoller Blick auf die jüdische Kultur oder auch
Ein Erklärungsversuch für das eigene Kind

Inhalt:
"Der Hund kam vor Dir und ungeplant. So wie es ungeplante Kinder gibt, gibt es ungeplante Hunde. Ich wollte schon immer einen Hund. Ich finde, Hunde sind treue, wunderbare, süße Wesen, zum Dahinschmelzen. Ich wollte so sehr einen eigenen Hund, dass ich an jedem fremden Hund stehen blieb und ihm Hallo sagte, was Dein Vater als peinlich empfand, die Hundebesitzer als sonderbar und die Hunde ignorierten."
(S. 40)

Lena schreibt ein Buch für ihren Sohn Mischa, ein Buch, dass ihm das "jüdisch sein" erleichtern soll, obwohl es mittlerweile eigentlich nicht mehr wichtig sein sollte, in einer Welt, in der wir alle Menschen sind. Dennoch spielt mit Klischees und erzählt vom Umgang mit ihnen....

Meinung:
Ein Buch, das erst einmal Aufmerksamkeit mit seinem langen Titel auf sich zieht: Lieber Mischa, der du fast Schlomo Adolf grinbmlum geheissen hättest, es tut mir so leid, dass ich dir das nicht ersparen konnte: Du bist ein Jude. Man fragt sich, was sich hinter dieser Geschichte wohl verstecken mag. Aber niemand rechnet wohl mit so einem ehrlichen und persönlichen Erfahrungsbericht bzw vielen kleinen persönlichen Geschichten, Ansichten und Erlebnissen, die Lena Gorelik hier mit uns teilt.

Lena Goreliks Schreibstil ist wunderschön, mal locker leicht, mal ironisch und mit einem Augenzwinkern versehen, mal ernst und mal sehr sachlich  - aber immer auch mit dem Blick einer Mutter.
Manchmal wirkt das Buch wie ein Erinnerungsbuch für Mischa bzw. ein Erzählband für ihn, denn teilweise liegen die Ereignisse, doch schon so weit zurück, dass es noch keinen Mischa gab. Dieses Gefühl bekommt man durch die Kommentare zum Text, die ich übrigens für eine ganz tolle Idee halte, die ich so noch nie in einem Buch gesehen habe. Man muss für sich zwar den richtigen Weg finden, die in den Lesefluss einzubauen, aber ich finde es wie schon gesagt einfach herrlich.

Lena schneidet viele Thema in ihrem Buch an, wie es war als Jüdin in Russland aufzuwachsen, wie es sich in Deutschland lebt, Geschichten über ihre jüdischen Verwandten, die Bedeutung des Ausspruchs "Mazel tov", die Geschichte von Blacky, dem Rabbinerhund der Familie, dem Umgang mit Vorurteilen und all den verschiedenen Arten des jüdischen Glaubens. Ich konnte viel an neuem Wissen mitnehmen und habe mich allzeit gut unterhalten gefühlt!

Wer Lust auf eine feinfühlige, dennoch humorvolle Lektüre hat, sollte sich unbedingt mal "Lieber Mischa" von Lena Gorelik näher ansehen - ein wirklich ganz besonderes Buch!
Humorvoll, interessant, liebenswert und manchmal auch ein wenig skurril - definitiv eine Leseempfehlung!

Wertung:
♥ ♥ ♥ ♥

Für die Bereitstellung bedanke ich mich beim List Verlag und für die nette Begleitung der Leserunde bei Lenba Gorelik - und für die tollen Gewinnmöglichkeiten wie immer auch ein Dank an Lovelybooks!

Produktinformation:
Lena Gorelik- Lieber Mischa, 2012 im List Taschenbuchverlag erschienen,
185 Seiten, 8,99 €

Donnerstag, 29. November 2012

Rezension: Birgit Ebbert - Ego-Trip: Computerrallye durch das Leben

Birgit Ebbert - Ego-Trip
Computerrallye durch das Leben

Eine spannende Reise durch Mikes Vergangenheit 


Inhalt:
"Mit einer lauten Hintergrundmusik startete das Programm "Ego-Trip". Das Startbild zeigte einen Spiegel, auf dem eine Tür und eine Maske zu sehen war. Unter dem Spiegel war ein Feld für den Namen des Spielers vorgesehen.
Mike tippte seinen Namen in das Feld. Ohne nachzudenken hat er "Mike" geschrieben und die Eingabe betätigt."
(S. 19)

Mike, 14 Jahre alt, hat ein Mädchen geschlagen und nun muss er seine Strafe absitzen - drei Wochen im Jugendarrest. Doch er bleibt in der Zeit nicht alleine er hat eine engagierte Sozialarbeiterin und einen aufmerksamen Lehrer im Arrest. Außerdem bekommt er stundenweise einen PC in seine Zelle und durchlebt mit seinem Avatar Ekim seine Vergangenheit noch einmal neu.

Meinung:
Birgit Ebbert  hat einen angenehmen und leicht zu lesenden Schreibstil, ganz der Zielgruppe angepasst. Sie schreibt und beschreibt Mikes Situation und seine Gefühle sehr bildlich. Sie versteht es den Leser an ihre Geschichte zu fesseln und Spannung aufzubauen.
Als Leser betrachtet man Mike erst einmal und ist gespannt auf die Geschichte, die hinter seiner Inhaftierung liegt. Man schaut sich sein verhalten an, seine Äußerungen, weil man zu Beginn ja nicht sehr viel über seine Geschichte weiß, außer, dass er ein Mädchen geschlagen hat - und bei der Strafe wird es mehr als eine Ohrfeige gewesen sein.

Stück für Stück lernen wir nun Mike kennen, er kommt immer mehr aus sich heraus. Auch wenn er sich zu Beginn noch sehr für seine Gefühle und Ängste schämt und versucht den "dicken Macker" raushängen zu lassen.
Seine Sozialarbeiterin, Steffi Jakobs, kümmert sich aufmerksam um ihn, sie gibt ihm die Möglichkeit mit jemanden über seine Probleme und sein Leben zu reden, aber sie lässt ihm auch seine ruhe, wenn er nicht mehr kann. Der Haftlehrer ist auch sehr engagiert und geht auf Mikes Wünsche ein, so lernt dieser bei ihm zum Beispiel das Gitarre spielen, im Gegenzug ist er was den Unterrichtsstoff angeht sehr fleißig.

Er soll für Steffi aufschreiben, wieso er die Strafe bekommen hat, hat aber zu Beginn auch nicht wirklich die Lust sich Gedanken über seinen Fehler zu machen. Als Anreiz zu schreiben bekommt Mike nun einen PC stundenweise zur Verfügung. Aber wie Jungen so sind, denkt er nicht daran zu schreiben sondern sucht auf dem Rechner nach Spielen. dabei findet er das Programm "Ego-Trip". Mike schafft sich den Avatar Ekim und tritt mit ihm zusammen eine Reise durch sein bisheriges Leben und  seine Vergangenheit an. Eine Reise, die Fragen aufwirft, Mike aber auch Lösungsansätze für seine Probleme präsentiert.
Und desto mehr er sich mit dem Programm beschäftigt umso offener wird er zu Steffi und seinem Lehrer. Erzählt von seinen Ängsten, seinen Plänen für die Zukunft und seinen alkoholabhängigen Eltern...

"Ego-Trip" ist ein spannendes und aufwühlendes Buch, dass zeigt wie eine ganze Familie an ihrem Schicksal und dem Alkohol zerbrechen kann. Das Buch bricht eine Lanze dafür sich mit dem Thema Alkohol offen zu beschäftigen und nicht tot zu schweigen!
Begebt euch auf eine Computerrallye durch Mikes Leben - lesenswert!

Wertung:
♥ ♥ ♥ ♥ ♥

Für die Bereitstellung bedanke ich mich ganz herzlich bei Edition Zweihorn!

Produktinformation:
Birgit Ebbert - Ego-Trip: Computerrallye durch das Leben, 2012 bei Edition Zweihorn erschienen
127 Seiten, 6,95 €

Mittwoch, 28. November 2012

Rezension: Christiane Geldmacher - Love@Miriam

Christiane Geldmacher - Love@Miriam

Ein moderner Facebook-Krimi

Inhalt:
"[28. Dezember]
Während ich also ermittle, entdecke ich auf Facebook lauter Spiele.
Harry hat die Glücksnuss aufgemacht und sein Glück ist:
Versuche nicht etwas zu entscheiden, wenn du unter Druck stehst, sondern suche dein Gleichgewicht.
Klugscheißer...mein Gleichgewicht ist vollkommen in Ordnung."
(S.13/14)

Harry liebt Miriram, aber Miriam liebt ihren neuen Freund Ben. Doch so leicht gibt Harry nicht auf und meldet sich bei Facebook an um an Miriams Leben teilhaben zu können und über alles Bescheid zu wissen. Leider sorgt sein Interesse an Miriams Leben und an ihr als Person nicht nur für Freunde...

Meinung:
Plötzlich lag da ein Päckchen in meiner Post, dass ich nicht wirklich zuordnen konnte. Na dann einfach mal aufmachen und nachschauen - und was habe ich mich gefreut ein neues Buch aus dem Bookspot Verlag!
Das Cover fand ich schon total genial, dann schnell die Inhaltsangabe durchgelesen - und dann gab es fast kein Halten mehr. Folie ab, Buch aufschlagen und loslesen....

Christiane Geldmachers Schreibstil ist ganz toll und sehr einfach zu lesen. Die einzelnen Kapitel bzw. Abschnitte sind nicht sehr lang und das fördert den Lesefluß dann noch zusätzlich. Aufgebaut ist das Buch in 13 Monate, von Dezember bis Dezember. Wir lesen abwechselnd Facebook Eintragungen oder Statusmeldungen, Berichte aus Harrys Alltag oder Mails - das ist wirklich eine ganz gelungene und neue Mischung (es ist halt kein reiner Mail-Roman).

Harry tut mir als Leserin eigentlich ziemlich leid und ich mag ihn, obwohl man ihn eigentlich für total unsympathisch halten müsste. Er schafft es nicht seine Exfreundin in Ruhe zu lassen, stalkt sie beinahe schon in Facebook und dennoch mag man ihn - Harry ist ein wahrer Antiheld!
Miriam selbst und die anderen Charaktere lernt man eher weniger gut kennen, dennoch verspüre ich eine leichte Antipathie gegen sie, weil sie Harry bloß stellt und ihm ihre Vergangenehit nicht verzeihen kann. Denn des Ende der Beziehung hat sich lange hingezogen und hängt mit einer familiären Tragödie zusammen, mit der Harry nicht gut umzugehen wusste.
Ach - und hatte ich schon erwähnt, dass es auch eine Leiche gibt?
Aber mehr möchte ich eigentlich gar nicht verraten und euch einfach dieses Buch ans Herz legen.

Sehr gut gefällt mir neben der Optik des Buches natürlich das eingearbeitete Lesebändchen und zu Beginn des Buches finden wir eine Aufstellung der Hauptpersonen, so dass man immernoch mal nachschlagen kann, mit wem man es grade zu tun hat. 

In den Zeiten von Wer kennt wen, Facebook, Google + und diversen anderen Social-Media-Plattformen ist "Love@Miriram" ein sehr unterhaltsamer Gegenwarts-Krimi, der nicht nur unterhält, sondern auch über die Gefahren der naiven Nutzung der Plattformen informiert!
Spannend, informativ, aufklärend und absolut unterhaltsam!

Wertung:
♥ ♥ ♥ ♥

Für die Bereitstellung bedanke ich mich ganz herzlich beim Bookspot Verlag!

Produktinformation:
Christiane Geldmacher - Love@Miriam, 2012 im Bookspot Verlag erschienen (Edition 211)
219 Seiten, 14,80 €

Dienstag, 27. November 2012

Rezension: Jose Panigua - Der Kolibri, der seinen Schnabel verlor

Jose Panigua - El colibri que perdio su pico
The hummingbird who lost his beak
Der Kolibri, der seinen Schnabel verlor

Eine schöne dreisprachige Geschichte für Kinder

Inhalt:
"Aber eines Tages passierte etwas Unerwartetes. Der Kolibri stand wie gewöhnlich sehr früh auf und kämmte seinen Flaum, strich sich über sein Federkleid und polierte seinen Schnaaaaa...Welch Überraschung! Unglaublich! Sein Schnabel war verschwunden!" 
(S. 6)

Der kleine Kolibri verbringt jeden Tag viel zeit damit seinen Schnabel zu polieren und sich zu putzen, doch oh Schreck, was soll er denn nun ohne seinen schönen Schnabel machen? Der Kolibri reist eine weite Strecke um den fiesen Schnabeldieb zu stellen....

Meinung:
"Der Kolibri, der seinen Schnabel verlor" ist wieder ein Buch aus dem Amiguitos Verlag Hamburg, in dem mehrsprachige Bücher für Kinder erscheinen.

Die Geschichte ist wirklich ganz wundervoll, wobei der kleine Kolibri am Anfang doch schon ein wenig eitel erscheint, so wie er sich immer zurecht putzt. Aber nun, wo er seinen Schnabel verloren hat, leidet man als kleine oder große Leserin einfach mit ihm mit, braucht er seinen Schnabel doch auch zum essen.
So macht man sich dann gemeinsam mit dem kleinen Kolibri auf die große Reise, über Berge und Meere um seinen Schnabel wiederzufinden.
Was meint ihr, gelingt es und?

Jose Panigas Geschichte vom kleinen Kolibri enthält auf jeder Seite ein paar Sätze in deutsch, englisch und spanisch auf der anderen Seite finden wir immer eine farbige und detailreiche Illustrationen von Alvaro Prego.
Diese Bilder haben mich wirklich fasziniert und ihren Bann gezogen - die Farben wirken alle sehr leuchtend und freundlich.

Zusätzlich gibt es am Ende des Buches noch einige Informationen über Kolibris und ihre Lebensgewohnheiten - und für die kleinen aufmerksamen Leser dann auch noch ein paar Aufgaben, die sie lösen müssen. Eine wirklich ganz tolle Idee Kindern so spielerisch nicht nur Sprache, sondern auch Natur näher zu bringen!

Wertung:
♥ ♥ ♥ ♥ ♥

Für die Bereitstellung bedanke ich mich ganz herzlich bei Claudia von Holten und Juliana Buschhorn-Walter von den Amiguitos!

Produktinformation:
Jose Panigua - Der Kolibri, der seinen Schnabel verlor, 2012 bei den Amiguitos erschienen
48 Seiten, 13,90 €

Montag, 26. November 2012

Weltenbummler Challenge Oktober Update

So - und hier kommt dann auch mal wieder ziemlich verspätete mein Weltenbummler Oktober Update.
Das war nun diesen Monat nicht so der Brüller, aber der November wird wieder etwas besser :-)


USA:
Richmond/ Virginia: Gabrielle Lord - Countdown 365 (1) - Die Verschwörung (5 P.)
New York City/ New York: Michael Buckley - Die Grimm Akten (1) Die Spur des Riesen (2 P.)
Boston/ Massachusetts: R.L. Stine - Bruderhass (2 P.)
Shadyside/ Ohio: R.L. Stine - Todesengel (2 P.)
Shadyside/ Ohio: R.L. Stine - Feuerfluch (2 P.)
Tacoma/Washington: Amy Efaw - Eine Tat wie diese (2P.)
ohne Ortsangabe: Kelly Creagh - Nevermore (2 P.)
Alaska: Velma Wallis - Zwei alte Frauen (2 P.)
Boston: Nan McCarthy - Chat (2 P.)
New York - Nan McCarthy - Connect (2 P.)
Nevada/ Paradise: Rebecca Lim - Mercy (2 P.)
New York: Didier Decoin - Der Tod der Kitty Genovese (2 P.)
unbekannt: Rachel Kline - The Moth Diaries: Sehnsucht der Falter (2 P.)
Barnwell (South Carolina) - Eleanor Brown - Die Shakespeare-Schwestern (2. P)
bei Hollywood: M.P. Kozlowsky - Juniper Berry (2 P.)
Seattle (Wahington): E.L. James - Shades of grey (01) Geheimes Verlangen (2 P.)
Winter (Wisconsin): Ilsa J. Bick - Der Zeichner der Finsternis (2 P.)
Ort unbekannt (Illinois): Kate Klise & M. Sarah Klise - Gespenster gibt es doch! (2 P.)
Chicago: Alexa McNight - Sehnsucht (2. P)
Minnesota: Amanda Hocking - Tochter der Tryll (1) Verborgen (2 P.)
ohne Ortsangabe: Elizabeth Chandler - Versteinerte Seelen (2 P.)
New York City/ New York: Alison Gaylin - Dornröschenschlaf (2 P.)
ohne Ortsangabe: Amy Garvey - Deine Lipppen so kalt (2 P.)
Texas (Frisco): Katja Piel - Medinas Fluch (2 P.)
Kalifornien (San Bernadino): Katja Piel - Medina und die tanzenden Vampire (2 P.)
Kalifornien (San Benadino): Katja Piel - Dämonenblut (2 P.)
ohne Ortsangabe: Laura Jarret - Skin deep (2 P.)

Schottland:
Edinburg: Thilo Corzilius - Ravinia  (5. P)
Loch Mor: Luisa Hartmann - The haunted castle of Loch Mor (2 P.)
Edinbourgh: Tim Curran - Der Leichendieb (2 P.)
unbekannt: Cat Clarke - vergissdeinnicht  (2 P.)
Loch Ness: Alexander Kath - Der Fluch von Loch Ness (2 P)
Glasgow: Kai Schwind - Eine Reise durch Schottland (2 P.)

England:
London: Agatha Christie - Rotkäppchen und der böse Wolf (5 P.)
Spielt in einem fiktiven Dorf in der Nähe von London.
Farnham: Andrew Lane - Young Sherlock Holmes (1) Der Tod liegt in der Luft (2 P.)
London: C.M. Singer - und der Preis ist dein Leben (1) Mächtiger als der Tod (2P.)
London: Juliette Bensch - Last minute Liebe (2 P.)
London: Klaus-Peter Walter - Sherlock Holmes im reich des Cthulhu (2 P.)
London: Corina Bomann - Clockwork Spiders (2 P.)
London: Olivia Metz - AAA: Das Manifest der Macht (2 P.)


Australien:
Dolphin Point: Gabielle Lord - Countdown 365 (2) Der Engel (5 P.)
Jubilee Park: Em Bailey - Du denkst du weisst wer ich bin (2 P.)
Dolphin Point:  Gabrielle Lord - Countdown 365 (3) Das Rätsel (2 P.)

Italien
Venedig: Janine Wilk - Die Schattenträumerin (5 P.)
Rom: Niccolo Ammaniti - Du und Ich (2 P.)
Sardienien (Cagliari) - Massimo Carlotto & Mama Sabot - Tödlicher Staub (2 P.)
Venedig: Kai Meyer - Die fließende Königin (2 P.)
Sardinien: Flenter & Nesch - Ein Drehbuch für Götz (2 P.)

Irland:
Dublin: Gerard Donovan - Morgenschwimmer (5 P.)

Israel:
Jerusalem: Köppen & Burger - Der Parzivalcode und die Externsteine (5 P.)
Sowohl im historischen Handlungsstrang, wie auch in der gegenwärtigen Handlung.

Guyana:
Irapa: Brandis & Ziemek - Schatten des Dschungels (10 P.)

Polen: 
Auschwitz: Jürg Amann - Der Kommandant (5 P.)

Malta:
Valetta: Walter Laufenberg - Sarkophag (10 P)

Frankreich:
Grenoble: Jean-Christophe Grange - Die purpurnen Flüsse (5 P.)
Paris: Reinhard Kober - Spaziergang durch Paris (2.P)
Paris: Luca Novelli - Marie Curie und das Rätsel der Atome (2 P.)
Paris: Bianka-Minte König - Milas Ferientagebuch: Paris (2 P.)

Niederlande:
De Dijk: Tine Bergen - Salzige Küsse: Das Geheimnis eines Sommers (5 P.)
Leiden: Kerstin Schweighöfer - Auf Heineken können wir uns eineken (2 P.)

Peru:
Naszca-Wüste: Thomas Thiemeyer - Die Chroniken der Weltensucher (01) Die Stadt der Regenfresser (5 P.)

Panama:
Bocas del Toro: Sonja Heiss - Das Glück geht aus (10 P.)

Kanada:
unbekannt: Krystyna Kuhn - Das Tal -Season 1.4 - Die Prophezeiung (5 P.)

Kuba:
Havanna: Pia & Matthias Morgenroth - Eine Reise durch...KUBA (5 P.)

Spanien:
spanische Pyrenäen: Dorothy L. Sayers - Eine geheimnisvolle Entführung (5 P.)
Mallorca: Bianka Minte-König: Milas Ferientagebuch: Mallorca (2 P.)

Griechenland:
Westmakedonien (Meliti) - Cornelia Franke - Weil wir Mädchen sind (5 P.)

Kap Verde (Afrikanischer Inselstaat):
Ort unbekannt: Jean-Christophe Rufin - 100 Stunden (5 P.)

Dänemark:
Kopenhagen: Ina Bruhn - Da war`n es nur noch drei (5 P.)

Ägypten:
Kairo: Emily Sands - Expedition ins alte Ägypten (5 P.)

Ecuador:
Banos: Carmen Schnitzer - Die andere Haut (10 P.)

Norwegen:
Lofoten: Jan Flieger - Auf den Schwingen der Hölle (5 P.)

Tschechien:
Prag: Gritt Poppe - Abgehauen (5 P.)

Ungarn:
Vac: Andreas Gruber - Der fünfte Erzengel (5 P.)

Tansania 
Gegend um den Viktoriasee: Philipp Nessmann - Versteckt im Dschungel (5 P.)

Punktestand Ende Oktober:
246 Punkte

Rezension: Thilo Corzilius - Der Herr der Laternen

Thilo Corzilius - Der Herr der Laternen
Die traurige Geschichte vom glücklichsten Mann der Welt

Eine traurigschöne Liebesgeschichte

Inhalt:
"Im Blitzen der Scheinwerfer warf Malcom Blicke auf Eve. Wie sie in der Musik aufzugehen schien, Teil der Masse wurde, in ihr versank. Es war voll und laut hier und wirkte somit wie das Zentrum des Lebens selbst. Man ließ sich fallen und ließ das Leben auf sich regnen. Die Musik machte frei von anderen Gedanken."
(S. 50)

Malcom Delaware ist der glücklichste Mann der Welt. Zumindest was Reichtum und materielles Glück angeht, alles was er anfasst scheint zu Gold zu werden - nur leider wirkt diese Kraft nicht bei seinen zwischenmenschlichen Beziehungen. Doch dann tritt Eve in sein Leben...

Meinung:
Was habe ich mich gefreut als ich die Leserunde zu Thilos Novelle "Der Herr der Laternen" gesehen habe, und noch mehr dann, als ich das Glück hatte zu den glücklichen Gewinnern zu zählen, denn schon mit "Ravinia" konnte Thilo mich total von seinem Können überzeugen.
 Und auch hier ist es ihm wieder geglückt.

Ich muss sagen, dass mich der Schreibstil wieder gefangen genommen hat und ich mir schon beim Vorwort ein Tränchen wegdrücken musste. Viele werden es vielleicht für total kitschig halten, aber mich hat es sehr berührt und ich konnte mich direkt schon einmal auf Thilos Worte und seine Feinfühligkeit einstellen.
Und nicht nur das Vorwort war sehr schön geschrieben, nein die komplette Geschichte um Malcom Delaware und Eve ist so schön und so emotional, dass ich als Leserin schon sehr traurig war, als ich das Büchlein beendet hatte. Aber so ist es halt, Novellen sind bekanntlich etwas kürzer.

Was ich total gelungen fand was die Bandbreite an Emotionen, die im Buch vorkommen und die auch der Leser fühlt: Verwirrung, Mitleid, Trauer, Freude, Glück, Liebe, Wut - und alles liegt so eng beieinander.
Malcom und Eve haben mich gefangen genommen in ihrer Welt, man hat das Glück eine kleine ehrliche und sehr modernen Lovestory miterleben zu können und hat die Möglichkeit sich hier auch einen passenden Soundtrack zum Buch zusammen zu stellen.
Aber natürlich kann eine Geschichte nicht immer glücklich ausgehen, oder doch? Zumal es sich hier ja auch um eine Liebesgeschichte mit Fantasyelementen handelt.

Ich finde, dass "Der Herr der Laternen" ein wunderschönes modernes Märchen ist, dass sehr gut in die vorweihnachtliche Zeit passt - und wenn ihr jetzt neugierig geworden seit, dann kauft euch schnell das Buch - ihr werdet es bestimmt nicht bereuen.

Ich möchte euch auch noch kurz darauf hinweisen, dass der Ulrich Burger Verlag eine komplette Reihe mit fantastischen Novellen herausbringen wird - und Thilo Corzilius hat mit "Der Herr der Laternen" quasi die erste Novelle der Serie gezaubert.

Wertung:
♥ ♥ ♥ ♥ ♥

Für die Bereiststellung bedanke ich mich ganz herzlich beim UBV-Verlag und für die nette Begleitung der Leserunde bei Thilo Corzilius!

Produktinformation:
Thilo Corzilius - Der Herr der Laternen, 2012 im UBV Verlag erschienen
147 Seiten, 7,50 €

Hier ein Song aus dem Buch: Counting Crows - Round here




Sonntag, 25. November 2012

Rezension: Jando - Sternenreiter

Jando - Sternenreiter
Kleine Sterne leuchten ewig

Eine kleine, leise Geschichte über das, was im Leben wirklich wichtig ist

Inhalt:
"Ich wünschte ihm einen Gute-Nacht und wollte grade die Türe schließen, als er mir noch leise zu rief:
"Jeder Mensch hat Geheimnisse. Doch teilen wir sie, öffnen sich unsere Herzen. Wir bauen Brücken, die unsere Seelen miteinander verbinden.
Das ist passiert, als du mein Krankenzimmer betreten hast. Güte Nacht!"
(S. 34)

Mats hat das wichtige aus den Augen verloren. Er lebt nur noch für seine Arbeit und vernachlässigt seine Frau Kiki und seine Kinder. Dann spät abends den Kopf nur voll mit Arbeit, passiert das Unglück und Mats wird angefahren.
Im Krankenhaus am Meer lernt Mats dann einen ungewöhnlichen kleinen Jungen kennen, der seinen Blick wieder auf die wirklich wichtigen Dinge in Leben lenkt...

Meinung:
Es ist immer wieder schön, wenn man ein kleine, schöne Geschichte, ja schon fast ein Märchen über die wichtigen Dinge im Leben lesen kann und genau so ein Buch bekommen wir von Jando mit auf den Weg.
Wieso ich es so wichtig finde Ganz klar. Ich denke, dass es vielen Menschen so geht wie Mats, der einzige Gedanke im Kopf ist die Arbeit Natürlich ist die Arbeit existenziell wichtig für den Menschen, dennoch darf man darüber nicht seine Lieben vergessen und so vielleicht riskieren, dass eine kleine, aber starke Einheit mit dem Namen Familie zerbricht.

So, aber nun zurück zu dem "Sternenreiter". Jandos Schreibstil ist sehr schön und einfach zu lesen. Bildlich beschreibt Jando uns die Situation von Mats am Beginn der Geschichte, an dem er nur für seine Arbeit lebt und in einem Moment der Unachtsamkeit in einen Unfall verstrickt wird und sogar einige Zeit im Koma liegt. Hier hatte er definitiv Glück im Unglück, denn so lernt er den kleinen Jungen kennen, der ganz plötzlich im Krankenhaus aufgetaucht ist. Er kümmert sich um die anderen Patienten, leistet ihnen Gesellschaft, tröstet sie, hört zu oder beschenkt sie und die Welt mit seinen kleinen Weisheiten.
"Die Liebe ist wie die auf- und untergehende Sonne. Sie kommt immer wieder mit einer wärmenden Intensität, die das Leben zum Leuchten bringt."
(S. 83)
Die kleine ruhige Geschichte von diesem außergewöhnlichen Kind wird von fünfzehn farbigen Illustrationen von Antjeca untermalt.

Eine wunderschöne Geschichte, die uns aufzeigen soll, was wirklich wichtig im Leben ist - lasst euch darauf ein und lernt dieses selbstlose Kind kennen und lest "Sternenreiter - Kleine Sterne leuchten ewig".

Wertung:
♥ ♥ ♥ ♥

Für die Bereitstellung bedanke ich mich ganz herzlich beim KoRos Nord Verlag!

Produktinformation:
Jando - Sternenreiter - Kleine Sterne leuchten ewig, 2012 im KoRos Nord Verlag erschienen
131 Seiten, 13,95 €


Samstag, 24. November 2012

Rezension: Elke Hussel - Stadium vierzehn

Elke Hussel - Stadium Vierzehn 
mit Grafiken von Wolfgang Böttcher

Eine Erzählung über das krankende Gesundheitssystem in Deutschland

Inhalt:
"Ich falle. Kein plötzliches Stürzen, sondern folgerichtiger Kontrollverlust. Meine muskellosen Beine geben sich alle Mühe, den Schein der Funktionstüchtigkeit aufrecht zu erhalten. Doch war es eine Frage der Zeit, bis sie mich an einen beliebigen Ort tragen und abwerfen würden."
S. 8

Eine wissensdurstige Homöopathin, ein HNO-Arzt, der wirtschaftlich auf dem absteigenden Ast sitzt, ein kurioser Banker und viele andere Charaktere treffen in "Stadium vierzehn" aufeinander und sollen und aufzeigen, wie erkrankt das deutsche Gesundheitssystem schon ist.

Meinung:
Elke Hussels Schreibstil ist wirklich gut zu lesen, nur leider hat sie sich ein sehr umfangreiches Thema ausgesucht und ich finde es doch sehr schwierig dieses dann mehr oder weniger auf 80 Seiten abzuhandeln. Vielleicht muss man hier einfach sagen, dass der Umfang wirklich falsch gewählt war.
Denn das Können ist da und wie Elke Hussel es schafft die einzelnen Charaktere und ihre Leben miteinander zu verbinden ist schon eine Meisterleistung.
Was mir auch sehr gut gefallen hat, waren Perspektivenwechsel von unserer Homöopathin und dem HNO-Arzt. Sie verbringen einen Abend miteinander und wir als heimliche Beobachter haben die Möglichkeit es aus beiden Sichtweisen zu erleben.

Aber das eigentliche Thema ist hier ja nun die Bürokratie Deutschlands, die Bürokratie der Gesamtheit aller Systeme und in diesem Fall natürlich im besonderen des Gesundheitsystems. Ich kann die Gedankengänge der Autorin teilweise schon nachvollziehen, aber ich denke für uns ist auch einfach viel die Macht der Gewohnheit. Wir kennen es nicht anders. Und auf der anderen Seite denke ich mir dann auch immernoch, dass wir immerhin ein Gesundheitssystem haben und dass bei uns keine Zustände herrschen wie in einigen südamerikanischen Entwicklungs- oder Schwellenländern, bei denen es noch normal ist, dass Menschen ohne Geld sterben und nur die reiche Bevölkerung sich medizinische Versorgung leisten kann. Ach, es ist halt wirklich ein schwieriges Thema.

Elke Hussels Erzählung "Stadium Vierzehn" wird von Grafiken von Wolfgang Böttcher unterstützt.

"Stadium Vierzehn" ist eine gut lesbare Erzählung, die mich aufgrund ihres geringen Umfanges leider nicht komplett von sich überzeugen konnte. Aber nichts desto Trotz bin ich gespannt, was Elke Hussel als nächstes Schreiben wird. 

Meinung:
♥ ♥ ♥

Für die Bereiststellung und die Begleitung der Leserunde bedanke ich mich ganz herzlich Elke Hussel und dem fhl-Verlag, für all die tollen Möglichkeiten wie immer auch ein Dank an Lovelybooks!

Produktinformation:
Elke Hussel - Stadium vierzehn, mit Grafiken von Wolfgang Böttcher, 2011 im fhl Verlag Leipzig erschienen
80 Seiten, 14,00 €

Rezension: Eowyn Ivey - Das Schneemädchen

Eowyn Ivey - Das Schneemädchen

Eine Weihnachts-Winter-Wunder Geschichte

Inhalt:
"Ein Mädchen. Lass uns ein kleines Mädchen machen", sagte sie. "Also gut."
Sie kniete sich in den Schnee, formte aus der unteren Kugel einen Rock, der sich um das Schneemädchen ausbreitete. Sie ließ die Hände an dem Schnee nach oben gleiten, schabte an ihm und verschmälerte den Umriss, bis die Gestalt einem kleinen Kind ähnelte."
S. 58/ 59

Jack und seine Frau Mabel haben sich nach einer Fehlgeburt dazu entschlossen nach Alaska auszuwandern. Mabel wollte kein Mitleid und auch nicht die Blicke der glücklichen Mütter auf sich spüren. Jetzt spürt sie nur noch die Härte des Lebens in Alaska und wie sie und ihre Beziehung zu Jack fast zu zerbrechen scheint....

Meinung:
Wir kennen es ja, das Auge liest mit - und deshalb möchte ich erst noch kurz etwas zu der Ausstattung des Buches sagen. Der Einband bestickt durch seine schlichte Schönheit. Mit den winterlichen Farben blau und weiß werden wir schon auf diese wundervolle Geschichte eingestimmt.

Eowyn Iveys Schreibstil ist atmosphärisch und wunderschön. Sie schafft es mit ihren Worten und ihren Beschreibungen der Weite Alaskas und der kalten und harten Winter eine winterliche Atmosphäre aufzubauen. Kalt, weiß und auch irgendwie magisch. Ich habe lange kein Buch mehr gelesen, in dem der Autor so gekonnt mit Worten spielen und Bilder hervorrufen konnte. Es ist eine Stimmung, die einen mitfiebern lässt und einen an das Buch fesselt.
Das Buch besteht übrigens aus drei Teilen und immer finden wir dort ein Zitat aus einem ähnlichen Märchen wiedergegeben. Das einzige Manko finde ich ist, dass man dann schon ungefähr erahnen kann, worum es in dem Abschnitt geht.

Iveys Stärke ist es aber nicht nur Atmosphäre zu schaffen, sie versteht es auch liebevolle Charaktere zu erschaffen, die der Geschichte Zauber und Leben einhauchen.
Jack und Mabel haben zu Anfang eine Krise, sie reden kaum mehr miteinander und jeder übernimmt einfach seinen Part. Jack arbeitet hart auf dem Feld und Mabel putzt das Haus und kocht. Nach getaner Arbeit ist Jack meistens so müde, dass er nach dem Essen nur noch schlafen will.
Mabel fragt sich, ob es richtig war nach Alaska auszuwandern, mitunter denkt sie sogar an Selbstmord.
Doch dann wird alles anders, als der Winter ins Land zieht und sie gemeinsam mit Jack ein Schneemädchen gebaut hat. Am nächsten Morgen ist das Schneemädchen verschwunden - doch bald schon taucht immer wieder ein kleines Mädchen bei ihrer Hütte auf und verändert ihr Leben und öffnet ihre Herzen.
Doch auch ihre Nachbarn, Esther ihr Mann und ihre Söhne, machen das leben in der Weite Alaskas einfacher und helfen ihnen wo sie können und nehmen nach und nach eine immer wichtigere Position in ihrem Leben ein.

 Wer nun Lust hat ein modernes Wintermärchen zu lesen, der kann mit dem "Schneemädchen" nichts verkehrt machen - ein zauberhaftes Buch, dass mich absolut begeistern konnte. 
"Das Schneemädchen" ist das Debüt von Eowyn Ivey und sie hat damit direkt eine wundervolle Geschichte geschrieben, die einen in die Ferne führt und auch in der kalten Jahreszeit das Herz der Leser zu wärmen vermag.
Ich bin gespannt, was wir noch von ihr lesen werden. 

Wertung:
♥ ♥ ♥ ♥ ♥

Für die Bereitstellung bedanke ich mich ganz herzlich beim Kindler Verlag und Lovelybooks!


Produktinformation:
Eowyn Ivey - Das Schneemädchen, aus dem Englischen von Claudia Arlinghaus, Margarete Längsfeld und Martina Tichy, 2012 im Kindler Verlag erschienen
464 Seiten, 19,95 €

Mittwoch, 21. November 2012

Leserückblick Oktober 2012

Huhu ihr Lieben,
und noch ein etwas verspäteter Rückblick, denn nun gibt es noch den Oktober Leserückblick *weia*
Mal schauen, was ich an Seiten inhalieren konnte:

Gelesen wurde:
1. Kersten Flenter & Thorsten Nesch - Ein Drehbuch für Götz, 254 Seiten, ♥♥♥♥
2. Jutta Wilke - Schwarz wie Schnee, 256 Seiten, ♥♥♥♥♥
3. Olivia Metz - AAA Das Manifest der Macht, 388 Seiten, ♥♥♥♥
4. Liz Hoppe - Aufgeputscht und abgefahren, 120 Seiten, ♥♥♥♥
5. Dolores Schmidinger - Ich hab sie nicht gezählt: Eine unartige Biographie, 239 Seiten, ♥♥♥♥♥
6. Anja Marschall - Fortunas Schatten, 300 Seiten, ♥♥♥♥♥
7. Laura Jarratt - Skin Deep, 351 Seiten, ♥♥♥♥♥
8. Martin Horvath - Mohr im Hemd oder wie ich auszog, 352 Seiten, ♥♥♥
9. Olaf Kohlbrück - Keine feine Gesellschaft, 235 Seiten, ♥♥♥♥
10. Cornelia Lotter - Das letzte Frühstück, 142 Seiten, ♥♥♥♥♥
11. Kirsten Reinhardt - Fennymores Reise oder wie man Dackel im Salzmantel macht, 160 Seiten, ♥♥♥♥

Angehört wurde:
1. Bianka Minte-König - Milas Ferientagebuch: Paris, 2 CD`s, ♥♥♥♥♥

Der Oktober war lesetechnisch hm ein Mittelmaß, denke ich. Mal schauen, wie viele Seiten es dann doch noch geworden sind :-) 2.797 habe ich im Oktober gelesen, damit komme ich auf eine Gesamtzahl von 35.038 Seiten - das ist in Ordnung so weit.

Und dann gab es diesen Monat auch noch zwei absolut tolle Bücher. Zum einen ist es "Skin deep" - diese Liebesgeschichte hat mich einfach total berührt und das andere Buch welches auf das imaginäre Treppchen darf ist "Ich hab sie nicht gezählt: Eine unartige Biographie" :-)
Beide wirklich wunderbar!

Wie war euer Leseoktober?

Dienstag, 20. November 2012

1. Update - Die dunklen Tage Challenge

Huhu ihr Lieben,
ich weiß - ich weiß, ich bin mal wieder total spät dran, doch trotzdem kommt hier endlich mein 1. Update, für diese tolle Challenge :-)

Genaues zur Challenge findet ihr übrigens noch einmal hier

Hier kommen noch mal die Aufgaben:

1. Ein herbstliches Cover
Erledigt:
Kirsten Reinhardt - Fennymores Reise Oder wie man Dackel im Salzmantel macht











2. Ein Buch mit dem Thema Schatten
Erledigt:
Ich finde das sowohl das Cover passt, als auch der Inhalt den es geht um die Schatten der Vergangenheit.
Jan Hellstern - Kinder des Bösen











3.Ein schwarzes/ sehr dunkles Cover
Erledigt:
Jutta Wilke - Schwarz wie Schnee











4. Buch mit dem Thema Schnee
Erledigt
Eowyn Ivy - Das Schneemädchen
(Bild und Rezensionlink werden nachgereicht)

5. Ein Buch mit Sternen
Erledigt:
Jando - Sternenreiter
(Bild und Rezensionslink werden nachgereicht)

6. Ein weihnachtliches Buch oder ein Märchenbuch

7. Licht auf dem Cover

8. Titel mit Bezug zum Licht

9. Ein weißes/ sehr helles Cover

10. Ein Frühlings - oder Sommerbuch

Also bis jetzt habe ich 5 von 10 Aufgaben erledigt - das finde ich gar nicht mal so schlecht. Mal schauen, wie es weitergeht :-)

Montag, 19. November 2012

Rezension: Wiebke Lorenz - Alles muss versteckt sein

Samstag, 17. November 2012

Blogger-Aktion: Schmuck für 500 €

Hallo ihr Lieben,

ich habe ein ganz tolle und wunderbare Blogger-Aktion entdeckt, bei der ihr die Möglichkeit habt einen Schmuckgutschein im Wert von 500 € zu gewinnen. Das klingt doch schon einfach traumhaft, oder?Und ich denke, dass es unter uns Bloggerinnen doch auch viele Schmuckliebhaberinnen gibt :-) Den Frau schmückt sich doch immer wieder gerne mit funkelnden und strahlenden Kostbarkeiten.
Wisst ihr, was aber noch besser ist? Niemand geht leer aus - denn jeder der an dieser Blogger-Aktion teilnimmt, bekommt eine Glossybox als Dankeschön zugeschickt. Und das alles ganz ohne Abo.
Mehr dazu erfahrt ihr hier.

Um an der Aktion teilnehmen zu können, muss man dann noch zwei klitzekleine Fragen beantworten - und das werde ich jetzt tun:

1. Von welchem Schmuckstück kannst du dich nicht trennen?
Das ist gar nicht so schwierig zu beantworten :-) Von meinem Verlobungsring, er ist wunderschön und einfach die Symbolik für ein versprechen, dass man sich gegeben hat - ohne ihn fühle ich mich mittlerweile nackt und lege ihn fast nie ab, höchstens zum backen.
Aber auch ein Geschenk meiner Mutter liegt mir sehr am Herzen. Ein Silberschmuckset, das aus Ohrringen und einer Kette besteht. Das Highlight hier ist immer der kleine Engel, der ein weißes Steinchen in den Händen hält - so süß.

Goldener Trauring mit diagonalen Streifen
www.faszinata.de 
2. Welches Schmuckstück gefällt dir aus dem Shop und wieso?
Diese Frage ist dann doch schwieriger, da ich ganz viele tolle Colliers auf der Seite entdeckt habe *lach*
2-farbiger Trauring mit Zirkonia
www.faszinata.de
Aber vielleicht wäre es auch ganz schön, noch einmal bei den Ringen zu schauen, denn ich habe mir immer neue Ringe als Eheringe gewünscht, mein Freund will aber die Verlobungsringe benutzen - von daher, habe ich ein paar wundervolle Bilder entdeckt, schaut mal hier.
Auf dem Blog von Faszinata wurde die Erlaubnis erteilt, die Bilder für den Artikel zu nutzen.
Wenn ihr jetzt auch neugierig auf die Aktion seid, oder aber auf den hübschen Schmuck, dann schaut euch doch mal im Shop um :-)


Die Aktion endet übrigens morgen, am 18.11.2012!

Wenn ihr auch mitmacht, wünsche ich euch viel Glück! ♥

Dienstag, 13. November 2012

Rezension: Thomas-Josef Wehlim - Kapitulationen

Thomas-Josef Wehlim - Kapitulationen

Beeindruckende Kurzgeschichten

Meinung:
"Kapitulationen" von Thomas-Josef Wehlim ist eine Sammlung voll von tiefgründigen und nachdenklich stimmenden Geschichten.
Seine Geschichten sind vier Oberbegriffen zugeordnet, die da wären: Alltägliche Tage, Große enge Welt, Geschichte und andere Störfaktoren und Die Minderheit des Ichs.
Ich finde diese Einordnung der einzelnen Geschichten sehr interessant und auch ziemlich passend, man merkt, dass sich hier Gedanken gemacht wurden und nicht einfach drauf los geschrieben wurde.

Der Schreibstil ist wirklich toll, jeder Geschichte angepasst und sehr bildlich - auch wenn man sich viele Situationen, die in den Geschichten vorkommen am liebsten gar nicht vorstellen möchte. Denn wie der Titel "Kapitulationen" es schon sagt, geht es um Niederlagen und Verluste. Manchmal einzelner Menschen, manchmal eines Volkes oder einer Regierung.

Die ein oder andere Geschichte mag mal etwas schwer verständlich sein, wie zum Beispiel "Einbahnstraßen", aber im großen und ganzen, weiß man als Leser worauf Herr Wehlim hinauswill. So gehört zum Beispiel die Erzählung "Sieverths Tor" zu einer meiner liebsten, auch wenn es ein sehr unschönes Thema behandelt - einen Reaktorunfall. Aber auch über solche Themen muss gesprochen werden, mehr denn je, und ich persönlich finde, dass "Kapitulationen" auch ein wenig ein literarischer Aufschrei und Aufruf an den Menschen ist seinen Kopf zu benutzen und sich für seine Welt und Umwelt einzusetzen.

"Kapitulationen" stimmt nachdenklich, lässt deine Gedanken kreisen und kann den Leser einfach nicht kalt lassen. "Kapitulationen" ist vieles, aber eines bestimmt nicht: Mainstream!
Lasst euch von den Sätzen und Ausführungen von Thomas-Josef Wehlim beeindrucken - eine klare Kaufempfehlung!

Wertung:
♥ ♥ ♥ ♥

Für die Bereitstellung bedanke ich mich ganz herzlich beim fhl-Verlag und für die freundliche Begleitung in der Leserunde bei Thomas-Josef Wehlim, wie immer auch ein dank an lovelybooks!

Produktinformationen:
Thomas-Josef Wehlim - Kapitulationen, 2011 erschienen im fhl-Verlag
151 Seiten, 11,95 €

Sonntag, 11. November 2012

Rezension: Jan Hellstern - Kinder des Bösen

Jan Hellstern - Kinder des Bösen

Ein beeindruckender und atmosphärischer Roman

Inhalt:
"Unverkennbar war es tatsächlci jener Junge, der ihm nun schon zwei Mal unter höchst seltsamen Umständen begegnet war. Er trug denselben schwarzen Anzug und hatte denselben alten Tornister auf dem Rücken, den er schon auf dem Schneefeld bei sich getragen hatte."
(S. 101)

Honsa, ein junger Deutsch-Tscheche, wird im Winter 1945 dazu gezwungen seine Heimat zu verlassen und in seine Geburtsstadt Prag zu reisen. Schon im Zug nach Prag lernt er die freundliche und hübsche Lenka kennen, die ihn in der Pension ihrer Mutter unterbringt. Und schon bald lernt er den Forensiker Dr. Jiri Pavelik kennen, der viel über Honsa zu wissen scheint...

Meinung:
"Kinder des Bösen" ist Jan Hellsterns Debütroman. Und damit muss er sich wirklich nicht verstecken.
Er schafft es mit seinen Worten das letzte Kriegsjahr mit seinen Wirren und dem Leiden der Bevölkerung vor unsere Augen zu führen. Er versteht es eine unheimliche und düstere Atmosphäre heraufzubeschwören, die einen immer mehr in seinen Bann zieht, die Neugierde des Lesers entfacht und einen wortwörtlich an dieses Buch und seine dunkle Geschichte fesselt.

Honsa ist ein liebesnwerter junger Mann, der es nicht unbedingt gut angetroffen hat. Durch die Kinderlähmung kann er seine rechte Hand zu fast nichts gebrauchen und sein Vater scheint ihn nicht wirklich zu lieben, seine Mutter kann sich nicht gegen den Vater durchsetzen und so ist das einzige was er hat, seine kleine Schwester Marie. Doch auch sie muss er hinter sich lassen, denn er soll in den letzten Tagen des Krieges noch eingezogen werden - doch seine Familie schickt ihn weg, denn die Front würde für Honsa unweigerlich auch den Tod bedeuten.
Auf seiner Reise begegnet er neben, der freundlichen und gutmütigen Lenka, auch immer wieder einem geheimnisvollen Jungen, der ihm seinen Weg zu weisen scheint. Einen Weg, der ihn hinter ein Geheimnis bringen soll, das Geheimnis seiner Familie. Und um dieses lösen zu können, muss er auf den Arzt und Forensiker Jiri Pavelik treffen.
Honsa entwickelt sich immer weiter, er ist neugierig und offen und schafft es so auch Lenkas Familie für sich einzunehmen und auch Lenka hilft ihm seine Geschichte aufzudecken.

Wer Lust auf einen ruhigen atmosphärischen, aber dennoch spannenden Roman hat, sollte "Kinder des Bösen" lesen. Ein Roman, der mich mit seiner geheimnisvollen Handlung zu begeistern vermochte und einen zwischen Realität und Fiktion wandern lässt!

Wertung:
♥ ♥ ♥ ♥ ♥

Für die Bereitstellung bedanke ich mich ganz herzlich bei Jan Hellstern und dem Kein & Aber Verlag, wie immer auch ein herzlicher Dank an Lovelybooks!

Produktinformation:
Jan Hellstern - Kinder bes Bösen, 2012 erschienen im Kein & Aber Verlag
332 Seiten, 19,90 €  



Samstag, 10. November 2012

Rezension: Lisa T. Bergren - Waterfall: Im Fluss der Zeit Trilogie

Lisa T. Bergren - Waterfall 
Im Fluss der Zeit Trilogie 1

Auf der Suche in der Vergangenheit...

Inhalt: 
"Meine Augen verengten sich zu Schlitzen, als ich vorsichtig nach draußen sah. 
Dort schien irgendein Renaissance-Jahrmarkt stattzufinden, auf dem eine Kampfszene nachgespielt wurde. Wie waren all diese Männer hierhergekommen? Und warum gerade hierher? Was das vielleicht irgendeine Demonstration der ortsansässigen Sienesen, die ihr Land wieder haben wollten?"
(S. 19)

Gabi und Evangelina Betarrini verbringen mit ihrer Mutter den Sommer in der Toskana. Die Mutter der Schwestern ist Archäologin und an einer Ausgrabung etruskischer Grabmäler beteiligt. Gabi ist neugierig und betritt gemeinsam mit Lia einen Grabhügel, dort finden sie Handabdrücke auf der Wand und legen ihre Hände dort hinein - und dann ist nichts mehr, wie es einmal war...

Meinung:
Lisa T. Bergren hat mit "Waterfall - Im Fluss der Zeit I" einen unglaublich spannenden und berührenden Trilogieauftakt aufs Papier gebracht.
Ich muss sagen, dass ich trotz des momentanen Zeitreise-Roman-Hypes, derer noch nicht so viele gelesen habe, aber dieser hier wahrscheinlich in seiner Art herausragend ist, denn man wird weit in die Vergangenheit versetzt. Ich schätze ans Ende des 13. bzw. 14. Jahrhunderts, da Dante Alighieri, immer wieder als der Dichter angesprochen wird und einige Protagonisten ihn noch kennenlernen durften.

Also ist "Waterfall" nicht nur ein Zeitreiseroman und ein Jugendbuch, sondern auch noch historisch. Dieses Genre, dass es bis jetzt so selten auf meinen Blog geschafft hat. Aber ich muss sagen, dass die Handlung wirklich toll war, und man sich die Burg der Forellis, ebenso die der Paratores sehr gut vor Augen führen konnte, auch Sienna zur damaligen Zeit.
Auch der Schreibstil ist der damaligen Zeit natürlich angepasst, und mir hat es immer wieder sehr gut gefallen, dass Gabi zwar modern denkt, ihr Sprachzentrum, aber von ganz alleine auf vergangene Zeiten und eine etwas schwülstigere, aber definitiv schöne Sprache zurückgreift.
Gabi hat einige Abenteuer und gefährliche Situationen zu überstehen, auf der Suche nach ihrer Schwester Evangelina, die sie auf der Reise durch die Zeit, anscheinend verloren hat. Und sie lernt die Liebe kennen, rein und ehrlich und so tief - ja, ich weiß, es klingt schwülstig und kitschig, aber was Marcello und Gabi füreinander empfinden ist einfach nur schön - und gleichzeitig so unsendlich traurig....

"Waterfall" ist im Franke Verlag erschienen und somit weiß man, dass das Thema Gott oder Glaube sehr wahrscheinlich aufgegriffen wird. Dazu muss ich sagen, dass es hier wirklich wieder sehr dezent eingebaut war. Man erlebt wie wichtig Gott für die Menschen in der damaligen Zeit war, dass sie für alles Gott gedankt haben und das tägliche Gebet etwas ganz alltägliches und normales war - ebenso wie Holzkreuze in den Wohnräumen.

"Waterfall" ist ein wirklich schönes Buch, dass einen in fremde Zeiten entführt und von gefährlichen Schwertkämpfen, hinterlistigen Weibsbildern und ganz viel Liebe erzählt. Definitiv ein lesenswertes Buch!

Wertung:
♥ ♥ ♥ ♥




Für die Bereitstellung bedanke ich mich ganz herzlich beim Francke-Verlag und Arwen für die Organisation der Leserunde. Wie immer auch ein herzlicher Dank an Lovelybooks, für die tollen Leserunden nun Gewinnchancen!

Produktinformation:
Lisa T. Bergren - Waterfall: Im Fluss der Zeit Trilogie I, übersetzt von Thomas Weißenborn, 2012 im Francke Verlag erschienen
335 Seiten, 14,95 €  

Freitag, 9. November 2012

Rezension: Kirsten Reinhardt - Fennymores Reise oder Wie man Dackel im Salzmantel macht

Kirsten Reinhardt - Fennymores Reise oder Wie man Dackel im Salzmantel macht

Ein abenteuerliches Kinderbuch mit einem Titel, der einem lange im Gedächtnis bleibt

Inhalt:
"Tante Else lebte im Ort, direkt über dem Eiscafé Tristesse, und besuchte Fennymore jeden Sonntag pünktlich um drei Minuten nach drei. Jeden Sonntag aßen sie zusammen Dackel im Salzmantel und tranken Holunderblütentee. Wer schon einmal Dackel im Salzmantel gemacht hat, der weiß, was für eine langwierige und komplizierte Prozedur das ist."
(S. 7)

Fennymore Pause lebt seit seine Eltern verschwunden sind mit seinem hellblauen Fahrrad, Monbijou, in Bronks. Bronks ist ein altes und großes Haus außerhalb der Ortschaft. Fennymore geht ganz selten zur Schule und hat nur noch seine Tante, bis diese an einer Dackelvergiftung stirbt. Und dann beginnen für den kleinen, ungewöhnlichen Jungen die Abenteuer...

Meinung:
Kirsten Reinhardt hat mit "Fennymores Reise oder Wie man Dackel im Salzmantel macht" ein ungewöhnliches, aber spannendes und abenteuerliches Buch für Kinder geschrieben. Auch, wenn wir uns alle lieber nicht vorstellen wollen, wie man Dackel im Salzmantel macht, oder wie er schmeckt....

Ihr Schreibstil ist, der Zielgruppe angepasst, leicht zu lesen. Bildhaft und detailliert beschreibt Kirsten die Abenteuer, die Fennymore mit seinem Fahrrad Monbijou erlebt, dass sich selbst übrigens für ein Pferd hält und dessen Leibspeise Heu ist - aber noch schöner wird es, als der Junge dann das Mädchen Fizzy kennenlernt. Fizzy sorgt sich um ihn und will ihm helfen und schon bald sind die beiden dicke Freunde.
Doch dann geschehen wunderliche Ereignisse: die Wohnung von Fennymores Tante wird durchsucht und verwüstet und Dr. Uhrengut, der Arzt, verhält sich sehr merkwürdig.
Als sie dann auch noch auf den silbriggrauen Herrn treffen wird klar, dass einiges nicht mit rechten Dingen zugeht...

"Fennymores Reise" überzeugt mit wunderlichen, aber liebevollen Charakteren, die man schnell in sein Leserherz schließt, einer spannenden und abenteuerlichen Handlung, sowie einem total überraschendem Ende, dass man sich niemals so gedacht hätte.
Auch die Bedeutung von Zusammenhalt und Freundschaft hat in diesem Kinderbuch einen ganz wichtigen Stellenwert. Ich finde es immer schön, wenn Kinder auch schon ein wenig aus den Geschichten, die sie lesen oder vorgelesen bekommen mit in ihr Leben nehmen können.

Die Geschichte wird durch viele schwarz-weiß Illustrationen von David Roberts übrigens noch viel anschaulicher und die Hauptfiguren bekommen ein Gesicht. Und ich denke, dass grade Kinder ihre Freude mit den detaillierten Bildern haben werden. 

Also, wenn ihr nun wissen wollt, wie man Dackel im Salzmantel macht oder welche Abenteuer Fennymore und Fizzy bestehen, dann greift zu "Fennymores Reise oder Wie man Dackel im Salzmantel macht" und lasst euch von Kirsten Reinhardts Geschichte mitreißen.

Wertung:
♥ ♥ ♥ ♥

Für die Bereitstellung bedanke ich mich ganz herzlich bei Kirsten Reinhardt und beim Carlsen Verlag. Für die Möglichkeit dieser Leserunde geht wie immer auch ein herzlicher Dank an Lovelybooks!

Produktinformation:
Kirsten Reinhardt - Fennymores Reise oder wie man Dackel im Salzmantel macht, 2011 im Carlsen Verlag erschienen
160 Seiten, 11,90 €


Donnerstag, 8. November 2012

Rezension: Cornelia Lotter - Das letzte Frühstück

Cornelia Lotter - Das letzte Frühstück

Eine ganz besondere Erzählband mit Geschichten über die vielen Arten der Liebe....

Meinung:
In dem Buch "Das letzte Frühstück" sind nachfolgend aufgeführte Erzählungen enthalten:

♥ Alles Liebe
♥ Der zehnte Hochzeitstag
♥ Krause Glucke
♥ Saure Kutteln
♥ Das andere Ufer
♥ Das letzte Frühstück
♥ Wer schön sein will
♥ Reqiuem
♥ Augen
♥ Scherben
♥ Nachtschatten
♥ Familientreffen#
♥ Entschwinden
♥ Eile mit Weile
♥ Kinderliebe
♥ Alles im Griff
♥ Pantha rei
♥ Das Bild und
Die Handtasche

Cornelia Lotter hat einen wundervollen Schreibstil und sie schafft es mit ihren Erzählungen uns die unterschiedlichsten Arten von Liebe zu präsentieren - Liebe, oder das was wir meinen, was davon übrig geblieben ist.
Einige Geschichten scheinen mitten aus dem Leben zu kommen, andere sind etwas unrealistischer, aber sie sind wirklich alle sehr eindrucksvoll und beleuchten den Begriff Liebe von wirklich allen Seiten - den hellen und den dunklen.

Was der Autorin auch wunderbar geglückt ist, ist eine Art Steigerung bzw. Weiterentwicklung in die Geschichten zu bringen. So haben wir am Anfang oft Geschichte, die sich mit der vergangenen Liebe oder Liebe, die in Abhängigkeit übergegangen ist beschäftigen. Und um überzeugende Geschichten zu schreiben benötige Frau Lotter noch nicht einmal viele Worte, so ist zum Beispiel "Alles Liebe" eine ganz tolle, wenn auch traurige Erzählung, die auf grade mal drei Seiten niedergeschrieben ist.
"Jahrelang haben mich Freunde und Familienangehörige gefragt, warum ich mir all das von dir bieten lasse, deine ewigen Erziehungsversuche, deine Besserwisserei, deine Erniedrigungen im Beisein von anderen. Jahrelang habe ich Entschuldigungen für dich gefunden: deine schwere Kindheit, die fehlende Mutterleibe, die Verletzung durch frühere Frauen."
(aus "Alles Liebe" S.7)
Später werden die Geschichten anders und die Frauen oftmals auch selbstbestimmter und mutiger, sie versuchen ihr Leben und ihre Liebe zu leben und das Glück in die Hand zu nehmen!

Ein ganz wundervoller Band mit abwechslungsreichen, nachdenklich stimmenden Geschichten, über ein Thema, dass uns alle betrifft - die Liebe!

Wertung:
♥ ♥ ♥ ♥ ♥

Für die Bereiststellung bedanke ich mich ganz herzlich bei dem fhl- Verlag und für die freundliche Begleitung der Leserunde bei Cornelia Lotter!

Produktinformation:
Cornelia Lotter - Das letzte Frühstück, 2011 im fhl-Verlag erschienen
142 Seiten, 11,95 €

Mittwoch, 7. November 2012

Rezension: Julia Kröhn - Lara und das Vermächtnis der Hebamme

Julia Kröhn - Lara und das Vermächtnis der Hebamme

Der dritte Band um Lara und ihre spannenden Zeitreisen

Inhalt:
"Die Frau starrte mich an. Wahrscheinlich hatte sie sich im Zimmer geirrt, aber sie machte keine Anstalten, wieder zu gehen, sondern stand wie angewurzelt an der Türschwelle. Ich musterte ihr langes Kleid genauer. Es war aus einem dunklen, von Flecken übersäten Stoff. Über ihrem kugelrunden Bauch lag eine Schürze."
(S. 15)

Nach einer Mandel-OP liegt Lara im Krankenhaus und plötzlich steht eine Frau in einem verwirrten Zustand in ihrem Zimmer und fragt nach ihrer Schwester, der Hebamme Johanna. Plötzlich ist sie genauso schnell verschwunden, wie sie aufgetaucht ist. Und dann erzählt Schwester Charlotte von dem ruhelosen Geist, der seit 130 Jahren im Krankenhaus umgeht. Gemeinsam reisen die beiden in die Vergangenheit um der Frau zu helfen...

Meinung:
Julia Kröhns Schreibstil ist angenehm und flüssig zu lesen. Sie beschreibt bildhaft und detailliert Laras Aufenthalt im Krankenhaus und die Begegnung mit der fremden Frau - ebenso wortgewandt werden wir in die Vergangenheit entführt. Der Zielgruppe angepasst lernen wir das Leben im Frankfurt vor über 100 Jahren kennen, somit ist es wirklich kein Problem auch gedanklich in der Vergangenehit anzukommen.

Ich denke, dass das Buch den jüngeren Lesern ein ganz anschauliches Bild zu den Unterschieden von damals und heute aufzeigt. Familien, die mit mehreren Leuten in einem Zimmer leben, ein Plumpsklo für alle Hausbewohner, zu wenig Geld zum leben, aber zu viel um zu sterben.
Und auch der Unterschied in der medizinischen Versorgung wird ganz klar beschrieben.

Lara und Schwester Charlotte wollen dem Krankenhausgeist, Charlotte, helfen - vor allen Dingen versuchen sie, sie und ihr Baby zu retten. Doch diese Aufgabe ist nicht immer leicht, wurde zu der damaligen Zeit noch nicht allzu sehr auf Hygiene geachtet und die fleißige Hebamme Johanna, ist mit ihren neuen Ideen von Hygiene den Ärzten nur ein Dorn im Auge. Sie möchten diese Unruhestifterin unbedingt loswerden....

"Das Vermächtnis der Hebamme" ist ein lehrreiches und dennoch spannendes und amüsantes Buch, dass ich fast nicht mehr aus der Hand legen konnte, und es so erwartungsgemäß ziemlich schnell ausgelesen hatte.
Obwohl es der dritte Band um Lara und ihre Abenteuer ist, kann man die Bücher eigenständig lesen, obwohl es natürlich schon interessant wäre zu wissen, wie sie entdeckt hat, dass sie durch Spiegel reisen kann. Aber da werde ich mir dann halt einfach mal noch die Vorgängerbände zulegen.

Wenn ihr noch ein schönes Weihnachtsgeschenk für neugierige und abenteuerlustige Mädels sucht, möchte ich euch gerne Julia Kröhns Zeitreiseromane ans Herz legen.
Mutig, aufklärend und dennoch jung und erfrischend - eine absolute Leseempfehlung!

Wertung:
♥ ♥ ♥ ♥ ♥

Für die Bereitstellung bedanke ich mich ganz herzlich bei den Buchbotschaftern!

Produktinformation:
Julia Kröhn - Lara und das Vermächtnis der Hebamme, 2012 im Carlsen Verlag erschienen
253 Seiten, 9,95 €

Dienstag, 6. November 2012

Rezension: Olaf Kohlbrück - Keine feine Gesellschaft

Olaf Kohlbrück - Keine feine Gesellschaft

Mord in der Frankfurter High Society

Inhalt:
Eva Ritter, ehemals Hauptkommissarin bei der Frankfurter Kripo hat aufgrund einer mysteriösen Muskelerkrankung ihren Dienst niedergelegt, doch als sie eine Leiche in der Laube ihres alten Freundes Wim Voss findet ist ihr Spürsinn wieder geweckt. Und auch ihre neuen Beruflichen Kontakte in der Wirtschaft sind ihr mitunter sehr förderlich...

Meinung:
Olaf Kohlbrücks Schreibstil ist angenehm uns flüssig zu lesen. Er schafft es, dass man sich sofort in der Geschichte um Eva wiederfindet.
Kriminalistischer Spürsinn trifft in Kohlbrücks Krimidebüt auf Lokalkolorit, sowie Humor und Charme.

Die Hauptprotagonistin Eva Ritter ist eine sympathische Frau in den besten Jahren, die aus gesundheitlichen Gründen ihre Stelle bei der Kripo aufgeben musste. Sie lebt zusammen mit ihrer Tochter und verbringt viel Zeit mit ihrem guten Freund Wim Voss, den sie selbst vor einigen Jahren hinter Gitter gebracht hat.

Eva Ritter zeichnet sich beruflich, sowie privat durch ihre Liebenswürdigkeit, Logik und ihren Starsinn aus - sie bleibt an einer Sache dran und versteht es an Informationen zukommen und alles zu einem logischen Ganzen zu verbinden.
Auch Wim Voss, der wegen unsauberen Geschäften im Gefängnis saß, Evas Freundin aus der High Society und Evas Tochter sind alle sehr einprägsame und spezielle Charaktere, die man schnell in sein Leserherz schließt.

Was für mich ein wenig anstrengend war, waren die langen Kapitel und zu Anfang gab es die ein oder andere Stelle, in der sich sehr eingehend mit wirtschaftlichen Zusammenhängen beschäftigt wurde, auch dies lies den Lesefluss ein wenig stocken.

Aber alles in allem ist "Keine feine Gesellschaft" eine spannender Regionalkrimi, der mehr Aufmerksamkeit verdient hat!

Wertung:
♥ ♥ ♥ ♥

Für die Bereitstellung und die Begleitung der Leserunde bedanke ich mich ganz herzlich beim fhl- Verlag und Olaf Kohlbrück, wie immer auch ein Dank an Lovelybooks, für all die tollen Möglichkeiten!

Produktinformation:
Olaf Kohlbrück - Keine feine Gesellschaft, 2012 im fhl-Verlag erschienen
235 Seiten, 12,00 €

Montag, 5. November 2012

Rezension: Hanni Bayers - Ein Jahr in San Francisco

Hanni Bayers - Ein Jahr in San Francisco

Wie man als Deutsche in Amerika überlebt

Inhalt:
"Zuerst sage ich nichts, doch als Charles anfängt, einen großen Nikolaus sowie ein breit grinsendes Plastik-.Rentier aufzublasen und in unserem Esszimmer zu positionieren, frage ich ihn, ob er möglicherweise ein Weihnachtsevent in unserer Wohnung plane. "Sag mal, willst du denn gar nicht in Weihnachtsstimmung kommen?"
(S. 181/182)

Hanni bekommt die Möglichkeit ein Jahr in San Francisco zu leben und zu arbeiten und so die Möglichkeit nicht nur den amerikanischen Way of life, sondern den ganz speziellen in San Francisco kennenzulernen. Und wir dürfen ein kleines Stück daran teilhaben...

Meinung:
Mit Hanni Bayers Debüt "Ein Jahr in San Francisco" kann man nicht viel verkehrt machen, schon gar nicht, wenn man selbst vielleicht schon einmal dort war und so seine Erinnerungen auffrischen kann, oder aber als kleinen Guide, wenn man selbst eine Reise plant.

In "Ein Jahr in San Francisco" erwartet und eine unterhaltsame Mischung aus Reisebericht, Erfahrungsbericht und Einblick ins Leben von Hanni.
Hanni hat einen gut lesbaren und lockeren Schreibstil. Sie schafft es einen mit ihren Worten mitten in das Geschehen hineinzuziehen und einen an den unmöglichsten Veranstaltungen und Situationen teilhaben zu lassen. Ich habe mich vor diesem Buch noch nie näher mit San Francisco beschäftigt, muss aber sagen, dass mich diese kulturelle Vielfalt und der Ideenreichtum schwer beeindruckt haben.
So viele Nationen leben nebeneinander und haben ihre eigenen Viertel mit ihren Festivitäten - das klingt für mich nur einfach wundervoll, so als ob man mal grade von einem Land in das andere jetten kann.
Auch die persönlichen Erlebnisse von Hanni sind sehr interessant, so zum Beispiel die amerikanische Dating-Kultur, bei der der andere sich noch mit zig anderen Frauen/ Männern daten kann, außer es ist "exclusive".

Wenn ihr auch mal einen Einblick in das Leben in San Francisco und in Hannis Erlebnisse im speziellen machen möchtet, dann müsst ihr einfach mal in "Ein Jahr in San Francisco" reinschnuppern!

Wertung:
♥ ♥ ♥ ♥

Für die Bereitstellung dieses Buches bedanke ich mich ganz herzlich bei Hanni Bayers und dem Herder Verlag und für alle Möglichkeiten wie immer Lovelybooks"

Produktinformation:
Hanni Bayers - Ein Jahr in San Francisco, 2012 im Herder Verlag erschienen
190 Seiten, 12,99 €





Donnerstag, 1. November 2012

Lovelybooks Lesemarathon Tag 1

Hallo ihr Lieben,
lange ist es her, dass ich an einem Lesemarathon teilgenommen habe, aber nun ist es endlich mal wieder so weit :-) Ich freue mich darauf, viel Zeit mit meinen Büchern zu verbringen und meinem SuB tut das auch ganz gut, und den laufenden Leserunden und und....

Ich habe mir keinen speziellen Plan aufgestellt, sondern heute morgen erst einmal mit Thomas Josef Wehlims "Kapitulationen" weitergemacht. Das Buch habe ich heute morgen auch beendet.
Das nächste wundervolle Buch, was ich heute beendet habe, war Eowyn Ivys "Schneemädchen" - davon hatte ich noch gut zwei Drittel vor mir - und habe es eben beendet. Wenn ihr Lust auf eine außergewöhnliche und herzergreifende Winterstory habt, dann kann ich euch das Buch nur ans Herz legen ♥

Dann habe ich eben zwischendurch mal Kartoffeln geschält, weil ich Lust auf eine riesengroße Portion Kartoffelsalat habe, mit Ei und Tomaten, Lollo Rosso und Fetakäse *yammi*
Mal schauen, ob meine bessere Hälfte was essen wird - im Moment bevorzugt er noch Suppe und Joghurt (hat am Montag zwei Weisheitszähne herausgeschnitten bekommen).

So, Bilder folgen nachher auch noch - und jetzt werde ich mit "Sternenreiter" von Jando weitermachen :-)
Liest von euch auch noch jemand mit?

Ach, ich habe ganz vergessen, der Lesemarathon geht vom 01.11 - 04.11 :-D!

Kleines Update:
Gestern habe ich tatsächlich noch "Sternenreiter" gelesen, danach mit "Ein Jahr in San Francisco" weitergemacht und auch beendet *freu* Danach habe ich dann noch "Stadium Vierzehn" begonnen und auch noch Julia Kröhns "Lara und das Vermächtnis der Hebamme" - die Zahlen folgen später :-)

Tag 2:
Am zweiten Tag des Marathons habe ich dann etwas geschwächelt und konnte aber immerhin "Stadium Vierzehn" und "Lara und das Vermächtnis der Hebamme" beenden :-) Dann musste ich auch quasi einen Putz, Wasch und Aufräumtag einlegen - wie das so ist.Begonnen habe ich dann jedoch noch mit Quentin Bates "Kalter Trost" - was mir auch sehr gut gefällt, aber die isländischen Namen haben es echt in sich.

Tag 3:
Gestern bin ich auch wieder nicht so viel zum lesen gekommen, wie ich wollte, da mich die Ordnungswut gefangen genommen hat, also habe ich fleißig in meiner eigenen Bib sortiert und aufgeräumt, bin aber mittlerweile bei "Kalter Trost" so auf Seite 120 - und das Buch gefällt mir immernoch sehr gut :-) Das ist auch eines meiner absoluten Schätzchen, denn es ist aus England mit der königlichen Post signiert zu mir gekommen :-)
 
Tag 4:
War quasi eine kleine Lesepleite, da ich mich etwas grippig fühlte und dann nachmittags auch mindestens noch drei Stunden geputzt habe :-) Aber konkrete Zahlen folgen später noch und das versprochene Bild natürlich auch :-)