Sonntag, 11. November 2012

Rezension: Jan Hellstern - Kinder des Bösen

Jan Hellstern - Kinder des Bösen

Ein beeindruckender und atmosphärischer Roman

Inhalt:
"Unverkennbar war es tatsächlci jener Junge, der ihm nun schon zwei Mal unter höchst seltsamen Umständen begegnet war. Er trug denselben schwarzen Anzug und hatte denselben alten Tornister auf dem Rücken, den er schon auf dem Schneefeld bei sich getragen hatte."
(S. 101)

Honsa, ein junger Deutsch-Tscheche, wird im Winter 1945 dazu gezwungen seine Heimat zu verlassen und in seine Geburtsstadt Prag zu reisen. Schon im Zug nach Prag lernt er die freundliche und hübsche Lenka kennen, die ihn in der Pension ihrer Mutter unterbringt. Und schon bald lernt er den Forensiker Dr. Jiri Pavelik kennen, der viel über Honsa zu wissen scheint...

Meinung:
"Kinder des Bösen" ist Jan Hellsterns Debütroman. Und damit muss er sich wirklich nicht verstecken.
Er schafft es mit seinen Worten das letzte Kriegsjahr mit seinen Wirren und dem Leiden der Bevölkerung vor unsere Augen zu führen. Er versteht es eine unheimliche und düstere Atmosphäre heraufzubeschwören, die einen immer mehr in seinen Bann zieht, die Neugierde des Lesers entfacht und einen wortwörtlich an dieses Buch und seine dunkle Geschichte fesselt.

Honsa ist ein liebesnwerter junger Mann, der es nicht unbedingt gut angetroffen hat. Durch die Kinderlähmung kann er seine rechte Hand zu fast nichts gebrauchen und sein Vater scheint ihn nicht wirklich zu lieben, seine Mutter kann sich nicht gegen den Vater durchsetzen und so ist das einzige was er hat, seine kleine Schwester Marie. Doch auch sie muss er hinter sich lassen, denn er soll in den letzten Tagen des Krieges noch eingezogen werden - doch seine Familie schickt ihn weg, denn die Front würde für Honsa unweigerlich auch den Tod bedeuten.
Auf seiner Reise begegnet er neben, der freundlichen und gutmütigen Lenka, auch immer wieder einem geheimnisvollen Jungen, der ihm seinen Weg zu weisen scheint. Einen Weg, der ihn hinter ein Geheimnis bringen soll, das Geheimnis seiner Familie. Und um dieses lösen zu können, muss er auf den Arzt und Forensiker Jiri Pavelik treffen.
Honsa entwickelt sich immer weiter, er ist neugierig und offen und schafft es so auch Lenkas Familie für sich einzunehmen und auch Lenka hilft ihm seine Geschichte aufzudecken.

Wer Lust auf einen ruhigen atmosphärischen, aber dennoch spannenden Roman hat, sollte "Kinder des Bösen" lesen. Ein Roman, der mich mit seiner geheimnisvollen Handlung zu begeistern vermochte und einen zwischen Realität und Fiktion wandern lässt!

Wertung:
♥ ♥ ♥ ♥ ♥

Für die Bereitstellung bedanke ich mich ganz herzlich bei Jan Hellstern und dem Kein & Aber Verlag, wie immer auch ein herzlicher Dank an Lovelybooks!

Produktinformation:
Jan Hellstern - Kinder bes Bösen, 2012 erschienen im Kein & Aber Verlag
332 Seiten, 19,90 €  



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