Sonntag, 5. August 2012

Rezension: Kate Klise & M. Sarah Klise - Gespenster gibt es doch! Friedhofstr. 43

Kate Klise & M. Sarah Klise - Gespenster gibt es doch! Friedhofstr. 43

Eines der bezauberndsten Kinderhörspiele....

Inhalt (Klappentext):
Der berühmte Kinderbuchautor Ignaz B. Griesgram mietet für den Sommer ein altes Haus in der Friedhofstraße 43, um dort in Ruhe den 13. band seiner Geisterbezwinger-Serie zu verfassen. Was er nicht ahnt: In dem Haus wohnt bereits jemand. Ein elfjähriger Junge mit seiner Katze - und ein Gespenst! Es heißt Olivia, ist 190 Jahre alt und quicklebendig. Seine Spezialität sind lautes Türenknallen, mitternächtliches Klavierspiel und Paprikahuhn. Als der Kronleuchter nur wenige Zentimeter vor ihm von der Decke fällt, muss auch Bestsellerautor Griesgram so allmählich einsehen: Gespenster gibt es doch!

Meinung:
Ich muss sagen, dass ich wirklich noch nie so ein wundervolles Kinderhörspiel gehört habe - bereits nach den ersten Minuten habe ich mich in die Geschichte um den kleinen Severin Hoffnung, seine gespenstische Freundin Olivia C. Spence und den Autoren Ignaz B. Griesgram verliebt.

Nicht nur die Geschichte an sich ist wunderschön, auch die Umsetzung. Denn eigentlich lauschen wir hier nur dem geschriebenen Wort - und das wortwörtlich. Die Geschichte besteht aus Briefen, die sich die Protagonisten untereinander schreiben, gespenstischen Chats und zum Artikeln aus der Schauderburger Zeitung. Das hat sich die Autorin wirklich sehr schön ausgemalt.

Und auch die Namen der Charaktere sind wundervoll gewählt. Griesgram spricht ja wohl für sich, denn genau das ist Ignaz zu Beginn der Geschichte, ein alter, kauziger und unfreundlicher Griesgram.
Severein Hoffnung - worauf mag er wohl hoffen? Das seine Eltern ihn wiederhaben wollen? Das er für immer mit Olivia in dem Haus an der Friedhofstraße wohnen kann?
Auch die Verlegerin von Griesgram, hat einen wundervollen Namen: Bessie Seller - und worauf wartet Bessie Seller auf den neuen Bestseller. Und besonders lachen musste ich auch über die Nachbarin Mrs. Kadaver.
Ich denke, dass "Gespenster gibt es doch" nicht nur eine sehr liebevoll gezeichnete Geschichte für Kinder ist, sondern auch tiefere Werte vermitteln soll.

Aber ein Hörspiel kann nicht ohne gute Sprecher überzeugen - und ich finde die Sprecher passen hier perfekt auf ihre Rollen.
Griesgram wird von Rolf Becker, Severin Hoffnung von Eike Onyambu und Olivia von Anne Moll gesprochen. Natürlich sind noch weitere wunderbare Sprecher an diesem Hörspiel beteiligt, wobei ich zugeben muss, dass mir keiner der Namen etwas sagt. Dennoch verstehen die Sprecher es komplett in ihren Rollen aufzugehen und einem die Geschehnisse in der alten Spukvilla näher zu bringen.
Am besten gefallen hat mir allerdings Anne Moll als Olivia C. Spence, einfach weil sie so ein wundervolles, mitfühlendes und liebevolles Gespenst ist - auch wenn sie manchmal sehr viel Unsinn im Kopf hat. Aber sie ist halt auch eine wundervolle Freundin für den kleinen Severin, den seine Eltern einfach alleine zurück gelassen haben.

Wenn ihr euren Kindern, Geschwistern, Neffen oder Nichten eine Freude machen wollt, dann schenkt ihnen die Geschichte von Severin, Ignaz und Olivia! Ein wunderschönes und liebeswertes Hörspiel für jung und alt!

Wertung:
♥ ♥ ♥ ♥ ♥

Für die Bereiststellung bedanke ich mich ganz herzlich bei Audiolino!

Produktinformation:
Kate Klise & M. Sarah Klise - Gespenster gibt es doch, übersetzt von Nina Schindler, 2012 bei Audiolino erschienen
2 CD`s, 122 Minuten


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