Sonntag, 10. Juni 2012

Rezension: Andreas Gruber - Die Engelsmühle

Andreas Gruber - Die Engelsmühle


Der zweite Fall für Versicherungsdetektiv Peter Hogart

Inhalt:
"Die Blutflecken reichten meterweit durchs Zimmer. Der Mörder hatte sein Opfer mit wilden, wahllos durchgeführten Schnitten regelrecht abgeschlachtet. Die Messerklinge musste mit raschen Zügen über Ostrovskys Gesicht, seinem Hals, seinen Arme oder Beine gezogen worden sein, da das von der Klinge weggeschleuderte Blut sogar auf der Glasvitrine klebte, die neben dem Raumteiler stand."
(S.25)

Der pensionierte Rückenmarksspezialität Abel Ostrovsky wird ermordet aufgefunden. Peters Bruder, Kurt, erhält eine Nachricht kurz vor Abels Tod, indem er ihn darum bittet ein Video aus seiner Villa zu holen. Hogart findet das Band und nimmt sich des Falles an, denn nun steht sein Bruder unter Mordverdacht und befindet sich in Untersuchungshaft...

Meinung:
Nachdem Andreas Gruber mich mit Peter Hogarts erstem Fall "Schwarze Dame" von sich überzeugen konnte, war ich nunmehr sehr gespannt auf den zweiten Fall für den toughen Versicherungsdetektiv.

Andreas Grubers Schreibstil ist, wie ich es von ihm gewohnt bin, flüssig und leicht zu lesen. Er beschreibt die Situationen und Handlungen bildlich und wortgewaltig. Wenn der Autor eine stürmische Nacht beschreibt, hat man sie nicht nur vor seinem inneren Auge - nein, man spürt sie auch.
Man kann sich seinem Ideenreichtum und seinen Worten einfach nicht entziehen. Großartig!

Spannungsgeladen werden wir direkt in die Geschichte um das mysteriöse Videoband und den Brand in der Gebietskrankenkasse hineingezogen. Die Spannung steigert sich permanent und der Autor versteht es den Leser immer wieder auf die falsche Fährte zu führen.

Auch die Charaktere lassen nichts zu wünschen übrig: Peter Hogart konnte mich direkt wieder für sich einnehmen und es war wie ein Treffen mit einem alten Bekannten.
Und auch Peters Nichte Tatjana, die Punk liebt und unbedingt Privatdetektivin werden will, wirkt direkt sympathisch und ist ihrem Onkel, trotz ihres jungen Alters, eine große Hilfe.
Und auch all die andere Protagonisten wie die Ermittler Rolf Garek und Wolfgang Eichinger und die Künstler-Schwestern Linda und Madeleine hauchen diesem spannenden Psychothriller Leben und Tiefe ein.

Wer spannende Literatur mag, muss früher oder später einfach Andreas Grubers Werke zur Hand nehmen - ansonsten hat man wirklich was verpasst!

Wertung:
♥ ♥ ♥ ♥ ♥

Für die Bereitstellung bedanke ich mich ganz herzlich beim FESTA Verlag!

Produktinformation:
Andreas Gruber - Die Engelsmühle, 2008 erschienen im Festa Verlag
272 Seiten, 13,95 €

Weitere Bücher von Andreas Gruber:
Schwarze Dame
Rachesommer



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