Samstag, 22. Oktober 2011

Rezension: Mia Avelon - Banalverkehr

Mia Avelon - Banalverkehr


Vom Leben, Leiden und Lieben der Puppe Stockmann

Klappentext:
"Ich habe doch ein Spitzenleben". Das denkt Puppe Stockmann. Sie stolpert mit ihrer besten Freundin Lene, die sie ihre linke Titte nennt, von Party zu Party, von Mann zu Mann. Ein extremes Feierleben. Puppe versteht jedoch die Welt nicht mehr, als Lene plötzlich einen festen Freund hat, Gemütlichkeit plus Sofaabende (Achtung Schimpfwort!) entdeckt und auch noch schwanger wird. Um Lene nicht zu verlieren, will Puppe es ihr nachtun. Das ist der falsche Grund für ein richtiges Leben, aber dass weiß Puppe erst, als es schon zu spät ist.

Inhalt:
"Ja bitte. Und einen Wodka dazu. Pur", sage ich schnell bevor Franzi etwas anderes bestellen kann. Sie beugt sich über den Tisch und flüstert: "Seit wann trinkst du denn schon am Mittag?" "Der ist für dich. Ich bin schwanger. Von Lutz."
Franzi reißt alles auf, was ihr kleines, rundes Gesicht hergibt. Mit großen Augen und offenem Mund sieht sie mich an und ruft: "Nä!"

Puppe Stockmann und ihre Freundin Lene leben ein Leben auf der Überholspur. Ohne Rücksicht auf Verluste dreht sich ihr Leben nur um Männer und Partys, bis Lene ein ganz besonderes Souvenir aus Australien mitbringt: ihren neuen festen Freund Andy - und schwanger ist sie dann auch noch. Puppe und Lene entfernen sich immer mehr voneinander - von jetzt an ist Puppe auf sich allein gestellt.

Meinung:
Mia Avelons Debüt "Banalverkehr" ist alles andere als banal, dass schon einmal vorneweg. Ich war sehr gespannt auf dieses Buch und muss sagen, dass die Autorin meine Erwartungen um ein vielfaches getopt hat!

Mia Avelons Schreibstil ist, jung, frech und ehrlich - einfach von der Leber weg erzählt. Aber nur so passt es zum Roman und vor allen Dingen zu Puppe, die den Großteil des Romanes erzählt. Puppe, die so spricht, wie ihr der Mund gewachsen ist, und glaubt mir das endet nicht immer gut. Aber grade das macht Puppe und das gesamt Buch so liebenswert, sie wirkt real, ganz authentisch - fast zum anfassen. Und wie eben schon gesagt ist "Banalverkehr" alles andere als banal - dieses Buch geht tief, trifft dich mitten in dein Herz und bringt dich zum lachen und weinen.

Abwechslungsreich und kurzweilig nehmen wir Teil an Puppes Leben - ein Leben, dass von Überholspur auf Standstreifen und Stop & Go wechselt. Ihr ausuferndes Leben, dass sie mit Lene lebt wird zu einer eingefahrenen und eigentlich auch ungewollten Beziehungshölle mit Lutz. Lutz will Puppe lieben und ihr gut tun, doch Puppe ist unfähig anzunehmen. Und als sie dann das einzige, was sie wirklich an Lutz bindet verliert, verliert sie sich fast selbst. Puppe kämpft immer weiter und versucht zu leben, mit Partner oder ohne, versucht sie herauszufinden was für sie richtig ist und "Leben" bedeutet.

Neben der Selbstfindung bzw. Erkennung ist ein weiteres wichtiges Thema in "Banalverkehr" Freundschaft. Wie viel Freundschaft ist gesund? Ab wann ist man voneinander abhängig?
Lene macht eine Wandlung mit, die sich nicht mehr mit ihrem früheren Leben vereinbaren lässt, und anstatt Puppe das zu erklären, lässt sie sie einfach allein, bis...

Ja, wenn ihr das wissen wollt und nun neugierig seid, solltet ihr euch ganz schnell "Banalverkehr" kaufen. Es lohnt sich!

Ein Roman über das ♥ Leben, das Leiden und Lieben ♥, herzzerreißend, liebevoll, urkomisch und zutiefst traurig! Lasst euch berühren...

Wertung:
♥ ♥ ♥ ♥ ♥

Für die Leserunde bedanke ich mich ganz herzlich bei Mia Avelon, dem Heyne Verlag und LovelyBooks!

Produktinformation:
Mia Avelon - Banalverkehr, im September 2011 erschienen im Heyne Verlag
288 Seiten, 8,99 €

Kommentare:

  1. Geschmäcker sind verschieden. Das Buch besticht weder durch Kreativität, noch durch schriftstellerisches Können. Fazit: Zeitverschwendung ohne bleibenden Nachgeschmack - und damit für die Tonne

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  2. @Anonym Ich finde es sehr traurig, dass du nicht ein Mal deinen Namen hinterlassen hast - aber wohl war geschmäcker sind verschieden - und dieses Buch hat Tiefgang :-) ♥

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