Donnerstag, 23. Juni 2011

Rezension: Claire Singer - Blut ist nicht rosa

Claire Singer - Blut ist nicht rosa


Geheimnisse im LunaLuna

Klappentext:
Um es gleich einmal vorwegzunehmen: Das "LunaLuna" ist das Vorzimmer zum Paradies, und wenn es nicht schon erfunden wäre, müsste es einer, besser eine, sofort tun. Wovon reden wir? Ach ja, richtig: Unweit von meinem  - gestatten, ich bin Dido, 13 Jahre, vier Monate und drei Wochen alt - Haus befindet sich ein Café. Es ist unsere Ausheulstation und Treff vor, mitten und nach der Schule bis spätestens 19 Uhr. Dann macht Luna, die Wirtin, dicht und verschwindet bis zum nächsten Morgen aus unserem Leben. Keine Ahnung, was sie dann macht. Vielleicht denkt sie sich Rezepte für rosa Pralinen, zuckerfreie Bonbons mit Ringelmuster und Ziernähte für Ballettschuhe aus. Keiner weiß es. An dem Punkt hat Luna ein Geheimnis. Aber das stört uns nicht. Das heißt, es störte uns nicht bis zu dem Tag, als Luna nicht nur über Nacht verschwunden war. Doch fangen wir früher an....

Inhalt:
"Lilli hat an der Tür ein Schild entdeckt: "Vorübergehend geschlossen." Wir können es nicht glauben. Warum hat uns Luna nicht vorgewarnt. Oder den Sondermann-Nachrichtendienst mit Zettelchen geschickt? Man muss dazu sagen, dass Luna ganz offensichtlich ein Technikverweigerer ist. Weder sausen WLAN-Ströme durch das LunaLuna, noch gibt es ein schnurloses Telefon: Stattdessen steht ein pinkfarbener Apparat mit Wählscheibe auf dem Tresen, dessen Zahlen aus Früchten bestehen."

Dido, Lilli, TomTom und Camillo sind gute Freunde und gehen in die gleiche Klasse. In den Pausen, Freistunden und nach der Schule verbringen die vier Freunde ihre Zeit im LunaLuna. Einem wunderschönen und außergewöhnlichen Café, in dem sie mit rosafarbenen Pancakes und Grenadinecocktails verwöhnt werden. Doch dann ist das LunaLuna plötzlich geschlossen und Dido und ihre Freunde erleben ein gefährliches Abenteuer....

Meinung:
Claire Singers Jugendkrimi "Blut ist nicht rosa" bietet jungen Mädchen abwechslungsreiche und spannende Lesestunden.

Der Schreibstil der Autorin ist angenehm und locker leicht zu lesen. Bereits nach ein paar Seiten befindet man sich in der Geschichte um Dido und das LunaLuna.
Claire Singer versteht es wirklich mit Worten umzugehen und vor allen Dingen ihre Beschreibungen wirken auf mich sehr plastisch. Sie beschreibt das LunaLuna so detailliert und bildhaft, dass man sich die Gemütlichkeit, die dort vorherrscht wunderbar vor Augen führen kann - die Kissenlandschaften, das altmodische rosane Bakelit-Telefon und die vielen gefüllten Gläser mit Bonbons, Murmeln und vielen kleinen Glücksbringern.

Die Geschichte wird aus Didos Perspektive erzählt. Und diese muss sich nicht nur Gedanken um das Geheimnis hinter dem geschlossenen LunaLuna machen, nein - auch in ihrem Freundeskreis geht es hoch her - Streit und Unstimmigkeiten sind an der Tagesordnung. Zu hause muss sie dann auch noch mit ihrer ausgeflippten Tante Vera "überleben", da ihre Eltern in Urlaub sind.
Ihre Freundin Lilli und TomTom haben nur Augen füreinander und sind unzertrennlich, bis Marco, Lunas Bruder, auftaucht und sie ihm schöne Augen macht. Die Freundschaft der vier wird auf eine harte Probe gestellt!
Neben Dido mag ich Camillos am liebsten, er war mir auf Anhieb sympathisch und hat eine kluge, ruhige und mitfühlende Art, zudem zeigt er ausgeprägtes Interesse an Dido...
Wer hier natürlich nicht unerwähnt bleiben darf ist Sondermann, Lunas Hund, der beinahe mal Polizeihund geworden wäre und im Fall um das geschlossene LunaLuna und die verschwundene Luna eine wichtige Rolle spielt....

Die Gestaltung des Buches darfman aber auch nicht außen vor lassen. Das Cover ist in verschiedenen Rosatönen gehalten, verziert mit rosa Totenköpfen, Lutschern und blutigen Fingerabdrücken. Aber das war noch nicht alles. Die Schrift des Buches ist braun und zu Beginn und am Ende eines Kapitels finden wir pink/braune Zeichnungen, wie z:B. Lutscher, eine Zeichnung von Sondermann oder auch, wie hier auf dem Bild, einen Smiley. Das Buch ist wirklich ein Hingucker!
Auf der hinteren Klappe des Buches finden wir dann noch das Rezept für "Muffins LunaLuna".

Dieses Buch empfehle ich jungen Mädchen, die Freude an einer kriminell-spannenden Geschichte um Familie, Freundschaft und Liebe haben!

Wertung:
♥ ♥ ♥ ♥

Für die Bereitstellung bedanke ich mich ganz herzlich bei arsEdition!

Produktinformation:
Claire Singer - Blut ist nicht rosa, erschienen bei arsEdition
192 Seiten, 9,95 €

Kommentare:

  1. Das Buch hört sich schön an. Und natürlich auch eine super Rezension. Lg Diti

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