Montag, 6. Juni 2011

Aktion: Beutewelt I

Hallo meine Lieben,

nun ist es soweit Claudias und meine Lesetagebuch-Aktion zu Alexander Merows "Beutewelt I" startet.
Ich habe mich näher mit den ersten beiden Kapiteln seines Werkes auseinandergesetzt, die da heißen
"Bürger 1-564398B-278843" und "Automatisiertes Gerichtsverfahren". Ich finde die Kapitel klingen schon ziemlich aussagekräftig, oder was meint ihr?
Aber nun möchte ich euch meine Meinung zu den Kapiteln nicht weiter vorenthalten:

Inhalt:
Frank Kohlhaas, Bürger 1-564398B-278843, lebt in einer Welt, die erschreckend grau, trist und düster ist. Und nicht nur das, zusätzlich wird sie "überwacht" und kontrolliert von Organen der Weltregierung. Er lebt ein unspektakuläres Leben, geht jeden Tag arbeiten (dort bekommt er eine weitere Nummer) und kehrt abends wieder nach hause zurück. Einsam und alleine, um dieses Gefühl zu überwinden, stellt er sich sogar den Fernseher in sein Zimmer. Vor der Mittagspause müssen alle Arbeiter der Produktionsstätte den "One-World-Song" singen, als nun Frank nicht mitsingt und leise vor sich her grummelt wird er von Gert Sasse, einem Beamten des Ministeriums für Produktionsüberwachung, angeschrien und sogar geschlagen. Frank Kohlhaas wehrt sich verbal und bekommt zum Dank die Kündigung. Das alleine ist schon eine Katastrophe für sich, denn seit dem Jahr 2013 kommt der Staat nicht mehr für die Grundsicherung seiner Bürger auf, aber es kommt noch heftiger. Er erhält eine Einladung zu einem automatisierten Gerichtsverfahren, in dem ihm "massive Störung des Betriebsfriedens" und "theoretische schwere Körperverletzung" vorgeworfen wird. Sein Urteil: Fünf Jahre Haft in einem Zentrum für Umerziehung und Resozialisierung.

"Doch seien Sie unbesorgt. Es gibt mittlerweile zahlreiche staatliche Einrichtungen, in denen Menschen wie Sie bestens therapiert werden können, um wieder ein glückliches und angepasstes Leben in unserer humanistischen Gesellschaft führen zu können!"
 Meinung:
Als erstes muss ich sagen, dass mir futuristische Dystopien eigentlich gar nicht zusagen. Aber eben nur eigentlich, denn vom Anfang der Geschichte um Frank Kohlhaas, Bürger 1-564398B-278843, bin ich schon sehr begeistert. Begeistert, obwohl diese Vorstellungen einfach nur abschreckend sind. Eine düstere und trostlose Welt, in der alles kontrolliert wird und seine eigenen Meinung nichts mehr zählt. Die Geschichte ist so düster und dunkel wie das Cover des Buches.
Alexander Merows Schreibstil ist angenehm und locker zu lesen, ich hätte jetzt noch etliche Seiten weiterlesen können. Er schreibt bildhaft und lässt uns rasant und - ohne Vorwarnung - in diese neue Welt eintauchen. "Beutewelt I" scheint eine kurzweilige Lektüre zu werden. Die Geschichte hat enormes Potential, wir stehen grade am Anfang und ich möchte unbedingt wissen, wie es mit ihm weitergeht, und was er im Zentrum für Umerziehung und Resozialisierung erleben wird. Und auf die, ach so humanistische Gesellschaft bin ich natürlich auch gespannt....

Ich hoffe ich konnte euch einen kleinen Einblick in die Anfänge der Geschichte um Frank Kohlhaas bieten und würde mich freuen, wenn ihr nächste Woche bei Claudia weiterlesen würdet!

By the way : ♪♪ Happy Birthday Süße ♪♪ 

Kommentare:

  1. Danke :)
    Ich freu mich total!
    Lg

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  2. Das Buch klingt ziemlich interessant! Ich lese gerne Dystopien und deshalb werde ich es gleich mal auf meinen Wunschzettel setzen. Vielleicht werde ich bei eurer Aktion auch weiterlesen, allerdings verlieren Bücher für mich den Reiz, wenn ich zu viel vom Inhalt kenne.

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