Mittwoch, 25. Mai 2011

Rezension: Franz Zeller - Blutsbande

Franz Zeller - Blutsbande


Wem gehört der herrenlose Schädel?

Klappentext:
Franco Moll, Chefinspektor der Abteilung Leib und Leben der Salzburger Kriminalpolizei, hat es wahrhaftig nicht leicht: Geplagt von einem Karpfen in der heimischen Badewanne und der Krautsuppendiät seines Kollegen Oberhollenzer findet sich ausgerechnet jetzt auch noch ein menschlicher Kopf im Leopoldskroner Weiher. Moll und Oberhollenzer stürzen sich in die Ermittlungen. Hat der grauenerregende Fund etwas mit der Schülerin Julia Frei zu tun, die mit ihrem Stiefvater spurlos verschwunden ist? Und welche Rolle spielen die zwei osteuropäischen Schwestern, deren Traum vom goldenen Westen an der Wirklichkeit scheiterte?

Inhalt:
"Moll und Pelegrini gingen auf den Fischer zu und schüttelten ihm die Hand. "Wie fischt man einen Kopf?", fragte Franco und blickte suchend über den Weiher. "Mit Blinker. Hab aus Bier getrunken bei Fischen. Einmal zu viel vielleicht. Da ist Blinker zu tief gesunken. Und dann: war wie schwerer Biss von Hecht. Ging aber dann viel leichter als erwartet. Hab gedacht: vielleicht ein kleiner Zander. War aber Plastiksack mit Kopf drin."

Franco Moll, Chefinspektor der Abteilung Leib und Leben der Salzburger Kriminalpolizei und seine Kollegen Oberhollenzer und Pelegrini haben alle Hände voll zu tun: Eine Frau meldet ihren Mann und ihre Tochter vermisst, und dann taucht auch noch dieser Kopf im Leopoldskroner Weiher auf...

Meinung:
Franz Zeller hat mit "Blutsbande" einen spannenden und undurchsichtigen Krimi geschrieben, der den Leser mit ganz besonderen Protagonisten besticht.
Der Schreibstil des Autors ist angenehm locker und leicht zu lesen, so dass der Leser sich schnell mitten in den Ermittlungen und im Leben Franco Molls wiederfindet.

Die Örtlichkeiten und Geschehnisse beschreibt der Autor genauso authentisch, wie seine liebenswerten und manchmal auch etwas kauzigen Charaktere.

Das Ermittlertrio Moll, Oberhollenzer und Pelegrini sind gute Ermittler und bemüht die laufenden Fälle aufzuklären, doch ohne dabei ihre Menschlichkeit zu verlieren. Franco Moll hat neben seinem Job noch einen schtjährigen Sohn, um den er sich liebevoll kümmert, einen kranken Vater und eine interessante neue Nachbarin.Der kauzige und manchmal mürrische Oberhollenzer quält sich durch seine Krautsuppendiät und auch Pelegrini ist ein wunderbar ausgearbeiteter und amüsanter Charakter. Definitiv einprägsam!

Auf dem Cover sehen wir den Leopoldskroner Weiher im Herbst. Bunte Blätter schwimmen auf dem Wasser und über dem Schriftzug "Blutsbande" sehen wir einige Äste, an denen noch ein paar Blätter hängen.

Franz Zeller bindet in seinen Krimi auch wichtige Themen wie Organhandel und Armut in den Ostländern ein!
Ein gelungener Krimi, den ich allen Freunden mörderischer Geschichten ans Herz legen möchte!

Wertung:
♥ ♥ ♥ ♥

Herzlichen Dank für die Bereitstellung an Franz Zeller!

Produktinformation:
Franz Zeller - Blutsbande, veröffentlicht 2011 im Pendragon Verlag
261 Seiten, 9,95 €

1 Kommentar:

  1. Danke dir fürs lesen :-)
    Hoffe wir werden noch viel Spaß haben beim Lesen und darüber schreiben.

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