Dienstag, 26. April 2011

Rezension: Andreas Gruber - Schwarze Dame

Andreas Gruber - Schwarze Dame


Brillianter Psychothroller oder Schwarzes Prag

Klappentext:
Privatermittler Peter Hogart wird beauftragt, in Prag nach einer Kollegin zu suchen, die in einem Fall von Versicherungsbetrug ermittelte und spurlos verschwand.
In der von dunklen Mythen beherrschten Stadt sticht Hogart in ein Wespennest: Binnen Stunden hat er Schläger, Geldeintreiber, einen wahnsinnigen Killer und die gesamte Prager Kripo am Hals.
Nur die Privatdetektivin Ivona Markovic - sie untersucht gerade mithilfe eines gefährlichen Unterweltbosses eine Reihe bizarrer Verstümmelungsmorde - scheint auf Hogarts Seite zu stehen. Als beide nur knapp dem Tod entrinnen, wird ihnen klar, dass es eine Verbindung zwischen ihren Fällen gibt...

Inhalt:
"Die Kajütenfenster waren dunkel, einzig das zugeklebte Bullauge der Kombüse leuchtete schwach. Seine Karte war an den Stellen zerfetzt, die die Leichenfundorte markierten. Die Lichtstrahlen fielen durch die Löcher und verloren sich über dem Wasser im Nebel. Es sah gespenstisch aus. Ivona ging im Boot auf und ab. Als ihr vorbeiwandernder Schatten die Karte für einen Moment verdunkelte, fiel kein Licht mehr durch die aufgerissenen Teile. Im nächsten Moment leuchteten die Löcher wieder grell auf. Hogart stockte der Atem, als er das Muster erkannte."

Peter Hogart übernimmt einen Auftrag einer Versicherungsagentur. Er sucht in Prag nach einer Kollegin, die dort wegen Versicherungsbetrug ermittelte. Doch sowohl sie, als auch die Unterlagen sind spurlos verschwunden. Die Art, wie Hogart seine Ermittlungen angeht, stoßen in Prag auf Ablehnung und schon bald hat er sich in eine gefährliche Situation hinein manövriert. Nur Ivona Markovic, Privatdetektivin, hält zu ihm. Und bald merken sie, dass ihre Fälle miteinander in Verbindung stehen...

Meinung:
Andreas Grubers Thriller "Schwarze Dame" ist spannungsgeladene, düstere und fesselnde Lektüre!
Grubers Schreibstil ist angenehm zu lesen und fesselt den Leser.
Die Idee zu seinem Thriller ist genial durchdacht und wunderbar ausgearbeitet.
So ein düsteres Buch, voller Hass, dass einem die dunkelsten Abgründe der menschlichen Gedanken offenbart, habe ich lange nicht mehr gelesen.
Der Autor baut Stück für Stück die Spannung auf, und er erhält diesen Spannungsbogen auch gekonnt aufrecht, bis hin zum großen Showdown!
Wortgewaltig und bildhaft beschreibt Andreas Gruber das dunkle Prag und seine Unterwelt.

Die Charaktere der Protagonisten sind brilliant ausgearbeitet und weisen einen enormen Facettenreichtum auf. Peter Hogart, der hartnäckige Privatermittler, wird dem Leser durch seine ausdauernde Art und seinen Gerechtigkeitssinn direkt sympathisch. Ivona ist in der gleichen Branche zu Hause wie Hogart, und trotz einiger Meinungsverschiedenheiten harmonieren die beiden sehr gut und schaffen es die grauenvolle Mordserie, die Prag erschüttert aufzuklären....
Auch die restlichen Protagonisten Ivonas Bruder, der Unterweltboss Greco, und auch Zajic und Micha hauchen dieser abgrundtief bösen Geschichte Leben ein.

Das Cover des Buches zeigt einen steinernen Löwenkopf auf einem schmiedeeisernem Gitter.

Wer sich traut einen Blick in die Abgründe des menschlichen Seins zu wagen, muss "Schwarze Dame" unbedingt lesen! Genial!

Wertung:
♥ ♥ ♥ ♥ ♥

Mein herzlicher Dank für die Bereitstellung gilt dem Festa Verlag!

Produktinformation:
Andreas Gruber - Schwarze Dame, erschienen 2007 im Festa Verlag
272 Seiten, 13,95 €

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