Freitag, 18. März 2011

Rezension: Christine Sylvester - Der Verlobte: Vom Heucheln und Meucheln

Christine Sylvester - Der Verlobte: Vom Heucheln und Meucheln


Ist der Täter wirklich immer der Gärtner?

Klappentext:
Eigentlich sollte es ein entspanntes Wochenende werden. natürlich waren Lilly und Tillmann etwas nervös, schließlich war es das erste Treffen mit Lillys etwas exzentrischer Großfamilie. Aber der erste Abend lief ganz gut, dass bisschen Sturm war nun auch nicht so schlimm und der einsam gelegene Gutshof strahlte heimelig im Licht der Gaslaternen.

Als Lillys Cousine tot im Stall aufgefunden wird, scheint noch ein Unfall denkbar. Aber der Schnitt durch die Kehle des Cousins sieht nicht wirklich nach einem Problem beim Rasieren aus. Schnell bleiben immer mehr Plätze an der reich gedeckten Familientafel leer. Strom und Telefon fallen aus, an Hilfe von außen ist nicht zu denken. Wer lichtet so erbarmungslos die Reihen von Lillys Familie? Wer spielt falsch und wem kann Tillmann noch trauen?

Inhalt:
"Post für unsere Vroni!" rief Lillys Tante Lilo und hielt einen Umschlag in die Höhe. "Paul hat auch Post", sagte Tillmann und deutete auf den Sitz neben sich. Dort lag ein Briefumschlag, auf dem in sauberer Handschrift "Paul" stand. Weitere Angaben oder gar ein Poststempel fehlten. "Abschiedsbriefe!" Bert lachte laut auf. "Die 
geile alte Jungfer und der romantische Zyniker sind zusammen durchgebrannt."

Lilly und Tillmann fahren zu Lillys Familie auf den abgeschieden liegenden Gutshof. Beide sind etwas angespannt, denn Tillmann lernt die Familie seiner Verlobten kennen. Doch es wird alles andere als ein ruhiges und besinnliches Wochenende auf dem Land.
Denn es nicht nur so, dass Lillys Familie aus extrovertierten und skurilen Persönlichkeiten besteht, nein, denn plötzlich verschwinden Familienmitglieder und ominöse Briefe tauchen auf...

Meinung:
"Der Verlobte: Vom Heucheln und Meucheln" von Christine Sylvester ist ein unterhaltsamer Kurzkrimi. Die Autorin besticht den Leser durch ihren kurzweiligen und schwarzhumorigen Schreibstil.
Das Buch ist in sechs aussagekräftige Kapitel unterteilt.

Der Leser wird in das Geschehen, ohne jegliche Vorkenntnisse, hineingeworfen und mitgerissen, und kann sich gegen den Sog der Ereignisse nicht erwehren.
Die Autorin schafft es mit ihren Worten und Beschreibungen ihre irrwitzige und überzogene Geschichte real wirken zu lassen. Ihre Beschreibungen der Örtlichkeiten, Handlungen und Personen ist mehr als gelungen.

Die Protagonisten dieses Romanes sind für den Leser eine wahre Freude. Jedes einzelne Familienmitglied hat seine Schattenseiten, oder ganz besonderen Eigenarten, die die Autorin schillernd darstellt.
Jedes Familienmitglied ist einzigartig, z.B. Lilly, die immer mehr abzudriften scheint, und gar nicht mehr mitbekommt, was in ihrer Familie passiert; ihre Mutter, die schon morgens beginnt zu trinken oder auch ihre Großmutter, die alle Schicksalsschläge mit einer stoischen Gelassenheit hinnimmt.
Der Leser kann sich diese "besondere" Großfamilie wunderbar wild durcheinander redend an der Tafel vorstellen.

Aber dem Leser wird auch schnell klar, dass in diesem Buch niemand der ist, der er zu sein scheint....

Das Cover des Buches ist in schwarz, grau und rot gehalten. Es zeigt das alte Gutshaus der Familie in dem sich das Wochenende abspielt.

Diesen Krimi lege ich Freunden von schwarzhumorigen und bis zum Schluss undurchschaubaren Kriminalromanen ans Herz!

Wertung:
♥ ♥ ♥ ♥

Für die Bereitstellung dieses Rezensionsexemplares bedanke ich mich lich beim Sutton Verlag!

Produktinformation:
Christine Sylvester - Der Verlobte: Vom Heucheln und Meucheln, 2011 erschienen im Sutton Verlag
113 Seiten, 9,90 €

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