Dienstag, 11. Januar 2011

Rezension: Steffi von Wolff - Ausgebucht

Land unter in Altkirchtrup

Klappentext:
Die Zwillinge Dine und Katinka fanden sich schon immer gegenseitig zum Kotzen - daran ändert auch die Tatsache nichts, dass sie von ihrer verstorbenen Urgroßmutter das marode Hotel "Friesenzauber" an der Nordsee erben. Im Gegenteil - alles wies noch schlimmer. Denn Fanny Baronin von Lehndorf stellt entsetzliche Bedingungen: Die Schwestern müssen den "Friesenzauber" gemeinsam auf Vordermann bringen. Wenn es ihnen gelingt, das Hotel innerhalb eines Jahres so zu führen, dass es für mindestens drei Monate ausgebucht ist, bekommen beide je eine Million. Ein Drama beginnt - denn wenn man sich nicht ausstehen kann, ist es alles andere als einfach, gemeinsam etwas auf die Beine zu stellen. Trotzdem legen sie los. Schon auf der Fahrt nach Altkirchtup bringen sie sich gegenseitig fast um. Und vor Ort wird es auch nicht besser, denn dieses Kaff wirkt mehr als verschlafen. Selbst die Stadt scheint irgendwie nicht wach zu sein. Doch die mürrischen, eigenwilligen Bewohner, die den "jungen Dingern" nichts zutrauen, wecken Dines und Katinkas Ehrgeiz. Eine Zeitlang geht alles gut - bis der junge Benni auftaucht, der in Altkirchtrup nur ein wenig entspannen wollte....

Inhalt:
"Also es ist ja nicht so, dass ich einer von diesen militanten Naturschützern bin", sagte Udo und lächelte die Zwillinge an . "Aber es sit nun mal eine Tatsache, dass der Krwawallquerwimpel da oben auf dem Dach nistet, und das schon seit Ewigkeiten. Jedes Jahr wieder." Er deutete auf das Dach des Friesenzaubers, vor dem sie nun wieder standen.

Katinka und Dine, Zwillinge, die sich hassen wie die Pest. Nicht eine Minute halten sie es miteinander aus. Friedfertigkeit und Geschwisterliebe sind Fremdwörter für sie. Ihre Urgroßmutter Fanny ist verstorben und hinterlässt ihren Urenkelinnen jetzt jeweils eine Million Euro, unter einer Bedingung: Sie erben ebenfalls ein Hotel, den Friesenzauber, in Altkirchtrup und dieses müssen sie gemeinsam renovieren und dafür sorgen, dass es binnen einen Jahres für drei Monate am Stück ausgebucht ist. Und da fangen die Probleme an....

Meinung:
Steffi von Wolffs Roman "Ausgebucht" ist ein unterhaltsamer und kurzweiliger Jugendroman. Der Schreibstil der Autorin ist leicht verständlich und gut zu lesen.
Die Grundidee des Romans gefällt mir sehr gut: Zwei sich ewig zankende Schwestern durch einen große Herausforderung aneinander zu binden und zu gewöhnen. Auch die zahlreichen Rückschläge und Hindernisse geben dem Buch Pepp. Aber, was mir nun leider gaar nicht gefallen hat ist, dass die Charaktere oftmals total überzogen dargestellt werden. Ok, ich denke die meisten von uns kennen Streit unter Geschwistern, aber seien wir mal ehrlich: Welche 18jährigen Mädchen reißen sich gegenseitig die Haare aus, oder stechen sich mit Gabeln in die Beine? Das ist echt too much. Und auch bei anderen Charakteren werden die Klischees so ausgeschlachtet, dass es beim lesen manchmal schon weh tut. Natürlich gibt es auch viele gute Stellen, ich persönlich liebe die Geschichte vom Schutz des Krawallquerwimpels.
Zum Ende des Buches hin, wurde ich noch mal ein bisschen traurig, zwar wurden Dina und Katinka erwachsener und auch normaler, dafür nahm dann aber die Geschichte ganz abstruse Wendungen.
Das Cover ist in knalligen Farben gehalten. ImVordergrund ein roter Koffer, über dem ein paar Beine aufragen.

Ich empfehle dieses Buch jungen Mädchen ab 14 Jahren, die gerne lachen und auch einer Liebesgeschichte gegenüber nicht abgeneigt sind.

Herzlichen Dank für dieses Leseexemplar an Vorablesen und den Rowohlt Taschenbuch Verlag!

Produktinformation:
Steffi von Wolff -Ausgebucht, Klappbroschur, erschienen 2011 im Rowohlt Taschenbuchverlag
256 Seiten, 12,99 €

1 Kommentar:

  1. Ich glaube für mich ist dieses Buch nichts.. wenn ich schon höre, dass sich die Mädels wie Kinder aufführen...
    Dennoch: Tolle Rezi :)
    LG, Juliane

    AntwortenLöschen